Wasserbomben, also das Werfen von mit Wasser gefüllten Behältnissen,
die beim Aufschlagen zerplatzen und den Inhalt meterweit verspritzen,
ist etwas, das sicher jeder in seiner Jugend getan hat.
Im folgenden Text werden einige 'Bauformen' und deren Anwendungen
vorgestellt, die teilweise sicher von dem abweichen, was man lang-
läufig als Wasserbombe kennt. Alle Bauanleitungen sind in der Jugend
ausgiebig 'getestet' und verfeinert worden. ;-)
Das man Wasser- und sonstige Bomben nicht auf Menschen wirft, da
diese dadurch zu Schaden kommen und das somit strafbar ist, brauche
ich wohl nicht extra erwähnen oder!? Dieser Text dient auf jeden Fall
AUSSCHLIESSLICH der Information und soll niemanden dazu ermutigen,
dass Gelesene in die Tat umzusetzen! Wer's trotzdem tut, muss die
rechtlichen Konsequenzen seines schändlichen Tuns selbst tragen! Ich
habe euch gewarnt! ;-)
Inhaltsverzeichnis
1. die Standardwasserbombe
2. abgewandelte Formen der Standardwasserbombe
3. Verwendung anderer Flüssigkeiten statt Wasser
4. die Kipp-Wasserbombe
5. die Zeitzünderwasserbombe
6. die Flug-Wasserbombe
7. die Megatonnenwasserbombe
8. der Wasserbombenteppich
1. Standardwasserbombe
Die Standardwasserbombe besteht im Prinzip aus einem Beutel, der mit
Wasser gefüllt und aus größerer Höhe fallengelassen wird. Papiertüten
eignen sich NUR, wenn diese entweder
aus sehr dickem Papier bestehen
innen wasserfest sind
oder
zuvor mit Öl getränkt wurden.
Meistens werden als Behältnisse Gefrierbeutel aus Plastik benutzt.
Der EWSR (effektive Wasserspritzradius) hängt von zwei Faktoren ab -
die Reizfestigkeit der Tüte und der Höhe des Abwurfs. Der EWSR ist
mit folgender Formel angenähert zu errechnen.
WL * Am WL Wassermenge in Litern
EWSR = ------ * BH Am Abwurfhöhe in Metern
3 BH Bodenhärte (Beton=10,
Holz=7 und Rasen=3)
Eine 10-Liter-Wasserbombe, die aus 10 m Höher auf Beton auftrifft,
verteilt das Wasser also auf etwa 330qm. Dieser Wert ist flexibel,
da die Reizfestigkeit des Bombenbehälters die Spritzweite stark
beeinflussen kann.
2. Abgewandelte Standardwasserbomben
Wirklich spektakuläre Wasserbombenabwürfe erfordern eine weitaus
größere Menge Wasser und vor allem, eine sehr große Abwurfhöhe. Zu
empfehlen sind prall mit Wasser gefüllte Plastikeinkaufstüten, die
vom 20. Stock eines Hochhauses oder einem Fernsehturm etc. abge-
worfen werden.
Kondome fassen mehrere Liter Flüssigkeit und eignen sich wunderbar
für Abwürfe aus sehr großer Höhe. Sie zerplatzen etwas schwerer und
so ist die Fläche, die von der Flüssigkeit durchnässt wird, um einiges
größer, als bei normalen Einkaufstüten. Ein weiterer Vorteil ist der
problemlose Transport von Kondom-Wasserbomben. Kondom füllen und am
Ende verknoten - Fertig!
3. Verwendung anderer Flüssigkeiten statt Wasser
Zwar heißen diese Bomben WASSERbomben, doch jede Flüssigkeit eignet
sich zur Herstellung. Wichtig für die Entscheidung, womit man die
Wasserbombe füllt, ist, welcher Effekt erzielt werden soll. Wasser
wird im Allgemeinen genommen, weil es kaum Schaden bei den 'Opfern'
anrichtet.
a) Wasser-Tinte-Gemisch
Diese Füllung wird benutzt, wenn das Aufschlagsgebiet und die
Bekleidung der dort Anwesenden 'verschönt' bzw. farbenfroher
gestaltet werden soll. Eine Beimengung von Blaubeer- oder
Rote Beetesaft sorgt dafür, das Waschversuche sinnlos werden.
b) Jauche-Wasser-Gemisch
Wunderbar geeignet, um Treffen von politisch Andersdenkenden,
ungewollten 'Bordsteinschwalben' oder Veranstaltern von Sex-
Messen an ihrem Treiben zu hindern.
c) Wasser-Zucker-Lösung
besonders geeignet, um den Frisuren der 'Zielpersonen' einen
festeren Halt zu verleihen.
d) Bier
DIE Füllung, wenn die Zielpersonen aus Abstinenzlern besteht.
e) Öl
Bei dieser Bombenfüllung kommt neben dem reinen Einsaueffekt,
noch das lustige Herumrutschen und auf dem Boden herumkriechen
hinzu! ;-)
4. Die Kipp-Wasserbombe
Hierbei handelt es sich im strengen Sinne nicht um eine WasserBOMBE,
sondern eher um eine Wasserfalle - eine Art Wassermine, um bei den
Vergleichen zu bleiben.
Sie kann in vielfältiger Form errichtet werden. Das Prinzip ist je-
doch immer gleich. Ein Behälter mit Wasser wird über einer Tür abge-
bracht und ergießt sich über das Opfer beim Öffnen der Tür.
a) die KIPPmine
Ein Eimer oder Plastikgefäß voll Wasser wird so auf einer etwas
geöffneten Tür abgestellt, das es umkippt und sich über den
Eintretenden ergießt, wenn dieser die Tür etwas weiter öffnet.
Vorzugesweise sind LEICHTE Behälter zu benutzen, da die Ziel-
person zwar nass, jedoch nicht verletzt werden soll!
b) die SCHLITZmine
Aufmerksame Zeitgenossen können die Kippmine entdecken, da die
Tür etwas offen steht und die 'Mine' beim Blick nach oben sicht-
bar ist. Für diese Zeitgenossen, wurde die Schlitzmine er-
funden. Diese Wassermine funktioniert mit GESCHLOSSENER Tür!
Ein oder mehrere Einkaufsbeutel werden über der Tür hängend an-
gebracht. Dazu wird das Ende der Tüte mit Schnur umwickelt und
diese dann an einem Nagel über der Tür befestigt. Am oberen
Rand der Tür wird ein tiefer Schnitt angebracht, in den eine
Rasierklinge befestigt werden kann (Abbildung 1). Man schließt
die Tür fast, presste die Rasierklinge, die man mit einem ge-
falteten Stück FESTEN Kartons greift, FEST in den Schnitt an der
Tür und legt dann den gefalteten Karton OBEN auf die Klinge, auf
die dann der Beutel aufgelegt wird (Abbildung 2).
Beim Öffnen der Tür wird der 'Kartonreiter' etwas zurückge-
schoben und das Ende der Rasierklinge schlitzt den prallen
Wasserbeutel auf - PLATSCH!
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---------------|----------------
--------------------------------
-Abb. 1-
----------------
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| Pappreiter | | |
|--------------| | |
| | Tür |
| Rasierklinge | |
------------------| |
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-Abb. 2-
c) die REISSLEINENmine
Ein möglichst großer Beutel wird mit Wasser gefüllt und das
offene Ende mit dem Ende einer LANGEN Nylonschnur mit einer
SCHLEIFE verschlossen. Dieser Beutel wird VERKEHRT herum,
also mit dem Schleifenende nach unten, über der Tür festge-
macht. Die beste Art ihn zu befestigen ist, ZWEI Nägel fest
in die Wand über der Tür einzuschlagen und dann an jede Ecke
des Beutel eine Schlaufe aus Schnur zu knoten, die dann an
die Nägel gehängt werden.
Wenn der Beutel hängt, führt man die Nylonschnur UNTER der Tür
durch und schließt diese. Jetzt wird eine Reißzwecke, die
möglichst in etwa der Farbe der Tür entspricht, am unteren
Ende der Tür FAST ganz eingedrückt und dann VORSICHTIG die
Nylonschnur soweit unter der Tür hindurch gezogen, bis sie stramm
sitzt (die Schleife darf sich NICHT lösen!). Dann wickelt man das
Ende um die Reiß, macht einen Knoten, schneidet das überstehende
Ende ab und drückt die Reißzwecke FEST in die Tür - Fertig!
Siehe Abbildung 3.
Beim Öffnen der Tür wird die Nylonschnur (die BELASTBAR sein
muss!) angezogen, die Schleife löst sich und der Inhalt des
Beutels ergießt sich über die Zielperson.
o o
/ \ / \
|------------------|
| |
| |
| Wasserbeutel |
| |
| |
-------------------|
>----<
/______\
|
---------------|----------------------------
| | |
| Tür | |
| | |
| |
| |Nylonschnur
| |
-Abb. 3-
5. Zeitzünderwasserbomben
Bomben mit Zeitzündern kommen immer dann zur Anwendung, wenn der
Verursacher vom Ort des Geschehens verschwinden will, bevor das
'Unglück' geschieht. Das Ganze wird für einen Außenstehenden
Betrachter akausal - er kann also Ursache (Täter) und Wirkung
(Wasserbombe) nicht mehr miteinander in Bezug setzen.
Grundlegend funktionieren Wasserbomben mit Zeitzünder so, dass die
Wasserbombe in wirksamer Höhe über einem festen Grund oder einem
Gegenstand, der die Wasserbombe beim Aufschlagen aufplatzen lässt,
platziert wird und die Aufhängung des Wasserbombenbehälters durch
eine Apparatur gelöst wird.
In den Beispielen hängt der Wasserbombenbehälter an einer normalen
Paketschnur die ausreicht, das Gewicht der Wasserbombe zu tragen.
a) der Glühfadenzünder
Diese Zünderart dürfte DER klassische und am einfachsten zu
bauende Zündmechanismus sein, was es an elektrisch auslösbaren
Zündvorrichtungen gibt.
Material
1 Taschenlampenbirne 1,5-6V
1 mechanische Uhr
1 9V Blockbatterie
Klebeband
Draht
Der Glaskörper der Birne muss zertrümmert werden OHNE das der
Glühfaden beschädigt wird. Dies kann durch VORSICHTIGE Hammer-
schläge geschehen. Dabei wird leider oft der Glühfaden zer-
stört. Sehr viel sicherer ist es, die Birne zwischen die Backen
eines Schraubstocks einzuspannen und diesen VORSICHTIG zuzu-
drehen, bis der Glaskörper zerbricht.
Ist dies vollbracht, müssen an den beiden Polen der Birne je-
weils ein ca. 50cm langes Stück, isolierter Draht angelötet
werden.
Die Birnenfassung mit dem Glühfaden wird nun so die Halteschnur
der Wasserbombe befestigt, das der Glühfaden fest anliegt.
Nun entfernen wir das Deckglas des Zifferblattes von der Uhr.
Einen Pol des Stromanschlusses des 9V-Batterieblocks befestigen
wir so an der 12-Uhr-Position der Uhr, das das BLANKE Ende hoch-
steht.
Einen Draht der Birne verbinden wir mit dem zweiten, freien Pol
der 9V-Batterie. Das noch verbleibende Drahtende von der Birne
wird so auf den KLEINEN Zeiger der Uhr geklebt, das dieses
blanke Ende das Blanke Ende auf der 12-Uhr-Position berührt,
wenn der Stundenzeiger die 12-Uhr-Position erreicht. Beim Zu-
sammensetzen darauf achten, das die Uhr entweder NICHT aufge-
zogen oder ohne Batterien ist!!!
Das Ganze ist in Abbildung 4 als Schema zu sehen.
Birne
Halteschnur -------------OOO---------------------
der +---+
Wasserbombe | | /-------------\
|___| | * |
+------------------+ | | | |
| |#---------+ +----------12 * * |
| 9V Batterie | | | |
| |#---------------------------+ |
+------------------+ \-------------/
-Abb. 4-
b) der Glimmzünder
Anders, als beim Glühfadenzünder, ist dieser Zünder leicht
und jederzeit zu improvisieren.
Material
1 Zigarette
Feuerzeug/Streichhölzer
etwas Klebeband
Die Wasserbombe wird wie bei der vorigen Variante aufgehängt
und dann die filterlose Zigarette (am besten eine Rothändle
oder andere Zigarette mit grobem Tabak) angezündet. Brennt
sie richtig, wird sie mit einem Stückchen Klebeband an der
Halteschnur befestigt. Dabei ist darauf zu achten, das die
Zigarette mit der Glut nach unten in einem Winkel von etwa
45 Grad befestigt wird (Abb. 5). Je nach Zigarettenmarke und
Glimmdauer, verbrennt die Zigarettenglut die Halteschnur nach
3-5 Minuten. Also genug Zeit, um sich aus dem Staub zu
machen.
|
|___
/ /
/ /
/ /
/ /
/ /|
/ / |
#### |
### |
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-Abb. 5-
6. Flugwasserbomben
Bei dieser Form der Wasserbombe handelt es sich um eine bisher
unbekannte Form der 'Hightech'-Wasserbombe ganz besonders perfider
Bauweise. Ähnlich modernen Massenvernichtungsmitteln, sind die
Opfer ahnungslose Menschen, über die das Unheil ungezielt und wie
aus, in diesem Fall wörtlich zu verstehen, heiterem Himmel ereilt.
Die Idee und Verwirklichung ist so genial wie einfach.
Material
Wasserbombenbehälter mit Wasser (am besten Luftballon)
mehrere mit Helium gefüllte Luftballons
Je nach 'Nutzlast', also dem Gewicht des mit Wasser gefüllten
Luftballons, wird dieser an drei oder mehr Heliumluftballons
gebunden. Diese Luftballons sind leicht auf einer Kirmes, einem
Rummel oder Straßenfest zu erhalten.
Es ist darauf zu achten, dass die Heliumballons soviel Auftrieb
haben, dass sie den wassergefüllten Ballon SCHNELL in die Lüfte
befördern. Notfalls müssen weitere Heliumballons an die Bombe
gebunden werden. Dieses Ballonbündel mit seiner Nutzlast lässt
man nun, möglichst in einer dicht bevölkerten Gegend (Stadt)
steigen. Nach einigen 100 Metern oder mehr, werden einige oder
alle Heliumballons wegen des geringeren Luftdrucks platzen und
die Wasserbombe stürzt aus großer Höhe ab!
7. Megatonnen-Wasserbombe
Dieser Vertreter feuchter Freude ist spektakulär ohne Ende. Anders
als bei allen vorgenannten Varianten, werden hier nicht einige
Literchen Wasser verteilt, sondern KubikMETER. Es ist eine wahre
Massenvernichtungswasserbombe!
Material
Öl
Silikonabdichtungsmasse
ein Raum mit Wasserhahn und Tür, die nach AUSSEN öffnet
ein Stück Schlauch (muss an den Wasserhahn passen)
Wir dichten als Erstes jede Ablauffuge, Fenster etc. in diesem
Raum ab. Fenster und Rahmen werden auf den Innenseiten dick mit
Öl bestrichen, dann FEST geschlossen und mit Silikonabdichtungs-
masse abgedichtet. Nun pressen wir den Schlauch auf das Ende des
Wasserhahns und öffnen den Hahn, damit sich das Wasser auf den
Boden des Raums ergießt.
Jetzt noch schnell die (zuvor mit Öl bestrichene Tür) schließen
und die Fugen dick mit Silikonmasse abdichten. Dabei ist darauf
zu achten, dass ein WINZIGES Loch offen bleibt. Dieses Loch ist
der Trick. Das Loch sollte in etwa 50-60cm Höhe am Rahmen sein.
So ist genügend Zeit in der Wasser den Raum füllt, bevor sich
das ganze durch das winzige Loch 'verrät' und jemand die Tür öffnet
um nachzusehen, was 'da nicht stimmt'. Wuschhhhhhhhhhhhh!!!! ;-)
8. Wasserbombenteppich
Dies ist eigentlich keine eigenständige Bauform für Wasserbomben,
sondern eine besondere Form Wasserbomben zu werfen.
Material
ein biegsames, breites Brett
Mehrere Dutzend oder Hunderte kleiner bis mittlerer Wasserbomben
müssen vorbereitet und neben dem schräg eingekeilten Brett bereit-
gestellt werden. Man benötigt für diesen 'Wasserbombenwerfer' drei
Personen. Zwei 'Bestücker' und einen 'Werfer'. Die Bestücker legen
10 oder mehr kleine Wasserbomben auf das Ende des Wurfbrettes. Dann
biegt der 'Werfer' das Brett kräftig nach unten und lässt die Wasser-
bomben durch die Luft schnellen. Kaum sind die Wasserbomben unter-
wegs, wird das Wurfbrett erneut bestückt und die Bomben abgefeuert.
usw. usw. usw. Der Abschuss sollte von einem hohen Gebäude etc.
erfolgen.
So, nun kann ich euch nur noch viel Spaß wünschen und treibt
keinen bösen Unfug! Mal eine kleine Wasserbombe ist OK, aber
all zu grober Unfug kann euch MASSIVEN gesetzlichen Ärger ein-
bringen - und ich rate euch STRENGSTENS davon ab, alles was ihr
hier gelesen habt, in die Realität umzusetzen!
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