Chronik der 12./13. Volksschule Berlin-Schöneberg (Scharmützelsee-Grundschule) 1903-1940



Inhaltsverzeichnis

 

1903   Eröffnung der XII. und XIII. Gemeindeschule...............................................3
 
1911   Grundsteinlegung des Rathauses...............................................................46
 
1912   Scharlach- und Diphtherieepedemie...........................................................48
 
1914   Mehrere Lehrer werden ?zu den Fahnen gerufen?......................................61
 
1915   Lehrer Sparfeld erlag seinen Kriegsverletzungen................................65-66
 
1916   Goldsammlung der Schule...........................................................................76
 
1919   Schüler ertrank im Wannsee während eines Ausfluges............................91 
 
1920   Wahl des Elternbeirates...........................................................................93-94 
 
1922   Einrichtung einer Förderklasse..................................................................107 
 
1923   Probleme mit Gehaltszahlungen wegen der Geldentwertung.................110 
 
1925   Trauerfeier für Reichpräsident Friedrich Ebert........................................117 
 
1930   Probleme bei Schulumbauten durch allgemeine Finanznot............144-145 
 
1933   Drastische Änderungen der Schulführung...............................................151 
 
1936   Es beteiligen sich 24 Schüler am Festspiel der Olympischen Spiele....160 
 
1939   Militärbehörde beschlagnahmt die Schule........................................167-168 
 
1940   Verschickungen wegen Luftangriffen.......................................................171 
 












[Anmerkung: Die Abschrift der Chronik entspricht inhaltlich den vorhandenen Unterlagen. Die 
Bearbeitung erfolgte unter Belassung der zeitbedingten Orthographie und Diktion. Seitenaufteilung 
und -gestaltung entsprechen nicht dem Original, d. Bearb.]


Sommer 1903

									         Konf.Unt.
Kl.	Lehrer			Schülerzahl	ev  kath  jüd   ung  sonst  11/12  12/1 snt.nat. 
1	Prinz			41		40    0     1      0       0         12    6       0
2a	Seifert			38		38    0     0      0       0           7    0       0
2b	Wölfer			43		43    0     0      0       0           5    5       0
3a	Metaschk		46		43    2     1      0       0           0    1       0
3b	Gadow		45		45    0     0      0       0           2    0       0
4	  Baumert		59		57    0     2      0       0           0    0       0
5	  Schulz		50		49    1     0      0       0           2    1       0
6  	Schmidtke		52		46    4     2      0       0           0    0       0
7	  Sparfeld		54		53    0     1      0       0           0    0       0
M1	Specht		43		41    1     0      1       0         25    7       0
M2	Stübert		47		46    0     0      1       0         11    5       0
M3	Thiele			43		39    0     2      2       0           7    0       0
M4	Pridöhl		52		50    0     1      1       0           5    0       0
M5a	Arndt			56		54    0     1      1       0           0    0       0
M5b	Kaisermann		52		52    0     0      0       0           0    0       0
M6	Ehle			54		50    0     3      1       0           0    0       0
M7	Neitzke		49		48    0     1      0       0           0    0       0


Oberstufe	213 = 42,0%
Mittelstufe	106 = 32,6%
Unterstufe	103 = 25,4%
Summa 	824 Knaben. 

Davon sind 796 ev., 6 kath., 15 jüd. 7 andersgläubig oder ungetauft.

17 Klassen mit durchschnittlich je 48,5 Kinder
17 Lehrkräfte einschließlich des Rektors, 15 Lehrer, 2 Lehrerinnen

Eröffnungsfeier

Am 15. April 1903 wurden unter der Teilnahme des Lehrerkollegiums und Oberklassen 
die in der Hohenstaufenstraße Nr. 49 neu errichteten Gemeindeschulen XII und XIII 
durch eine Feier in der Aula des Gebäudes eröffnet. Das Weihgebet sprach nach 
einem Chorgesang Superintendent Jakobi. Nach ihm nahmen das Wort der kgl. 
Kreisschulinspektor Schulrat Kob, der zugleich die neueingetretenen Lehrer einführte. 
Bürgermeister Dr. Gerhard und schließlich im Namen der Leiter und Lehrer der 
Anstalten des Rektor Prinz.

Anwesend waren als Vertreter der städtischen Behörden außer den Germanisten  
Stadtbaurat Egeling und von den Mitgliedern der Schuldeputation Rektor Albrecht 
und Oberlehrer Seele.


Leiter, Lehrer, Schüler, Klassen.

Die Gliederung der Schule, Besuchsziffer und Zusammensetzung des Kollegiums 
zeigt die nebenstehende Übersicht. Leiter der Anstalt ist der Verfasser dieses 
Berichts, Rektor Prinz, geboren am [im Original nicht lesbar, d. Bearb.]11.1858 zu 
Wustermark im Kreise Osthavelland. Er besuchte, nachdem er die Berechtigung zum 
einjährigen Militärdienst erworben hatte, das königliche Seminar zu Neuzelle von 
1876 bis 1879, war von 1879 bis 1886 als Lehrer an der evangelischen [im Original 
nicht lesbar, d. Bearb.]-Schule zu Jerusalem angestellt, wurde nach seiner Rückkehr 
in [ im Original nicht lesbar, d. Bearb. ], Spandau und am 1.7.1897 in Schöneberg. 
Über die bei der Eröffnung an der Schule mitwirkenden Lehrer und Lehrerinnen gibt 
die nachfolgende Übersicht Auskunft.


   Hugo Specht
Geboren 1873 in Sommerfeld, vorgebildet im Seminar Alt-Döbern, 1. Prüfung Alt-
Döbern 1892, 2. Prüfung Alt-Döbern 1895, Mittelschulprüfung 1902 in Berlin, 
Rektorprüfung 1903 ebenfalls in Berlin. Angestellt 4. April 1893 bis 31. März 1897 
in Döbern bei Krossen. Ab 1. April 1897 in Schöneberg. Verheiratet, ein Kind. 
Militärverhältnis: Landwehr II.

   Hermann Stübert
Geboren am 1. Dezember 1865 in Briegen Kreis Lebus. Vorgebildet im Seminar 
zu Neuzelle. 1. Prüfung Neuzelle, 2. Prüfung in Königsberg i/M. Angestellt ab 1. 
Oktober 1886 in Wellnitz Kreis Guben, dann Soldin N/M und anschließend in 
Schöneberg. Verheiratet, ein Kind. Militärfrei ? Ersatzreserve I Kl.

   Rudolf Thiele
Geboren am 7. Juni 1877 in Gübs Kreis Jericho I. Vorgebildet im Seminar zu 
Halberstadt. 1. Prüfung in Halberstadt 1897, 2. Prüfung in Erfurt 1900. Angestellt 
im Juni 1897 in Goldlauter Kreis Schleusingen, dann Quedlinburg und 
anschließend in Schöneberg. Ledig. Militärverhältnis: Reserve.

   Karl Pridöhl
Geboren am 17. Juni 1870 in Jastrow. Vorgebildet im Seminar zu Pr. Friedland. 
1. Prüfung in Pr. Friedland 1890 und 1894 die 2. Prüfung desgleichen. 
Turnlehrerprüfung 1895. Verheiratet, ein Kind. Militärverhältnis: Unteroffizier der 
Landwehr I.

   Wilhelm Arndt
Geboren am 28. April 1863 in Stralsund. Vorgebildet im Seminar zu Franzburg. 1. 
Prüfung am 8. Oktober 1883 in Franzburg, 2. Prüfung am 20. November 1885 in 
Pyritz. Angestellt Juli 1884 in Stralsund und ab 1. Oktober 1889 in Schöneberg. 
Verheiratet, 2 Kinder. Militärverhältnis: Landwehr II b.

   Paul Kaisermann
Geboren am 27. Juli 1864 in Potsdam. Vorgebildet im Seminar zu Neu-Ruppin. 1. 
Prüfung in Neu-Ruppin, 2. Prüfung desgleichen. Angestellt in Schöneberg. 
Verheiratet, ein Kind. Militärverhältnis: Landwehr II.


Max Ehle
Geboren am 29. Mai 1871 in Viesen. Vorgebildet im Seminar zu Halberstadt 
1888 bis 1891. 1. Prüfung März 1891, 2. Prüfung Mai 1893. Angestellt in 
Lichterfelde Ostern 1891 bis Ostern 1892, Schlagenthin Ostern 1892 bis 
Michaelis 1893, Quedlinburg Michaelis 1893 bis O.stern 1897, Schöneberg seit 
stern 1897. Unverheirat. Militärverhältnis. Wehrmann 2. Aufgebot.

   Anna Neitzke
Geboren am 19. November 1879 in Stolp/Pommern. Vorgebildet in der 
Charlottenschule und dem Königlichen Seminar zu Berlin. Lehrerinnenprüfung in 
Berlin. Angestellt in Schöneberg. Unverheiratet, keine Kinder.

   Paul Seifert
Geboren am 18. April 1871 in Sommerfeld. Volksschule, dann 
Präparandennanstalt, Seminar zu Alt-Döbern. 1. Prüfung in Alt-Döbern 1891, 2. 
Prüfung [ Jahreszahl im Original nicht lesbar, d. Bearb. ] ebenfalls in Alt-Döbern, 
Mittelschullehrerprüfung [ Jahreszahl im Original nicht lesbar, d. Bearb. ] und 
Rektorratsprüfung 1903 in Berlin. Angestellt in Ströbitz bei Cottbus vom 1. April 
1891 bis 31. März 1893, Sorau/Niederlausitz vom 1. April 1893 bis 31. März 
1895, Schöneberg vom 1. April 1895. Unverheiratet. Militärverhältnis: Landwehr I.

   Edmund Wölfer
Geboren am 20. November 1868 in Oranienburg. Vorgebildet im Seminar zu 
Oranienburg. 1. Prüfung 1888, 2. Prüfung 1891. Angestellt in Grubow/Belzig, 
Wilhelmsdorf bei Brandenburg, Schöneberg seit 1. April 1894. Verheiratet, ein 
Kind. Militärverhältnis: Landwehr II.

August Metaschk
Geboren am 3. Juni 1874 in Hoyerswerder/Schlesien. Vorgebildet in 
Reichenbach o/L. 1. Prüfung [ Jahreszahl im Original nicht lesbar, d. Bearb. ], 2. 
Prüfung [ Jahreszahl im Original nicht lesbar, d. Bearb. ]. Angestellt in Klitten 
(Oberlausitz) vom 1. Januar 1894 bis 31. März 1894, in Märzdorf bei Uhyst 
(Oberlausitz) vom 1. April 1894 bis 30. April 1897, in Gablenz bei Muskau o/L 
vom 1. Mai 1897 bis 31. März 1902. Unverheiratet. Militärverhältnis: Landwehr I.

   Willi Gadow
Geboren am 12. August 1879 in Berlin. Vorgebildet in Cöpenick. 1. Prüfung und 
2. Prüfung in Cöpenick. Angestellt in Schöneberg. Unverheiratet. Militärverhältnis: 
Ausgemustert.

   Eduard Baumert
Geboren 1877. Vorgebildet in Drossen. 1. und 2. Prüfung in Drossen.

   Georg Schultz
Geboren am 23. Juli 1871 in Göritz an der Oder. Vorgebildet in Königsberg n/M. 
1.  Prüfung in Königsberg [ Jahreszahl im Original nicht lesbar, d. Bearb. ] und 2. 
Prüfung ebenfalls in Königsberg. Angestellt in Göritz a/O vom 1. Oktober 1891 
bis 31. März 1895, Schöneberg ab 1. April 1895. Unverheiratet. Militärverhältnis: 
Landsturm.


Eva Schmidtke
Geboren am 28. November 1875 in Freystadt/Schlesien. Vorgebildet in Droyßig. 
Prüfung 1898. Angestellt vom 1. Oktober 1898 bis 31. März 1900 in Marienfelde, 
dann ab 1. April 1900 in Schöneberg. Unverheiratet.

   Max Sparfeld
Geboren am 29. Oktober 1867 in Torgau. Vorgebildet in Elsterwerdera. 1. 
Prüfung am [ Jahreszahl im Original nicht lesbar, d. Bearb. ], 2. Prüfung ebenfalls 
in Elsterwerdera. Angestellt in Gluckau vom 1. Oktober 1888 bis 1. Oktober 1890, 
Aschersleben 1. Oktober 1890 bis 1. Oktober 1900, Zehlendorf vom 1. Oktober 
1900 bis 1. Oktober 1901, Schöneberg ab 1. Oktober 1901. Verheiratet, zwei 
Kinder, Militärverhältnis: Landsturm.


Ausfall des Unterrichts, längere Vertretungen

Die Pfingstferien dauerten vom 30. Mai bis 4. Juni
Die Sommerferien dauerten vom 3. Juli bis 11. August
Die Herbstferien dauerten vom 26. September bis 6. Oktober

Außerdem fiel der Unterricht aus am Himmelfahrtstage, den 21. Mai, am Tage der 
Kreislehrerkonferenz, den 18. Juni, am Tage des Schulausflugs, der in der letzten 
Juniwoche unternommen wurde, und der Hitze wegen in der 5. Vormittagstunde des 
3. und 7. September. Das Sedanfest wurde in der üblichen Weise durch Gesänge, 
Vorträge und Ansprache, von den Ober- und Mittelklassen in der Aula, von den 
Unterklassen in ihren Klassenräumen gefeiert. Mit den Feiern war die Verteilung von 
Prämien an würdige und bedürftige Knaben verbunden. Näheres über die 
Schulfestlichkeiten ist in den Sonderberichten darüber nachzulesen.

Eine längere Vertretung musste für den Lehrer Schulz eingerichtet werden, der vom 
8. Juni bis 3. Juli eines Magenleidens wegen beurlaubt war. Vertreterin Frl. Borchert. 
Herr Metaschk war vom 6. bis 20. Mai zu einer militärischen Übung eingezogen. 
Vertreterin Frl. Hölken.

Entlassung aus der Schulpflicht

Die Abschiedsfeier für die aus der Schulpflicht zu entlassenden 35 Knaben wurde am 
25. September abgehalten. Es gingen ab aus 
I O	3		III O	1
I M	16		III M	2
II O	6		IV M	1
II M	6
Mithin von der Oberstufe 34, von der Mittelstufe 1.

Schulhaus

Während des Sommers wurden zwei Klassenräume durch das Werner-Siemens-
Realgymnasium benutzt. 


Winter 1903/1904

									         Konf.Unt.
Kl.	Lehrer			Schülerzahl	ev  kath  jüd   ung  sonst  11/12  12/1 snt.nat. 
1	Prinz			40		39    0     1      0       0         16    9       0
[?]	Seifert			39		38    0     1      0       0         11    2       0
[?]	Wölfer			39		39    0     0      0       0           9    3       0
[?]	Metaschk		45		42    2     1      0       0           5    1       0
[?]	Gadow		45		45    0     0      0       0           5    1       0
[?]	Stübert		57		56    0     1      0       0           0    0       0
[?]	Schulz		51		50    1     0      0       0           0    0       0
[?]	Pabst			48		46    0     1      1       0           0    0       0
[?]	Schmidtke		51		45    4     2      0       0           0    0       0
[?]	Sparfeld		44		43    1     0      0       0           0    0       0
I M	Päschke		43		42    1     0      0       0         15    6       0
II M	Bock			46		43    0     1      2       0           8    5       0
III M	Thiele			48		46    0     1      1       0         10    0       0
IVa	Pridöhl		52		51    0     0      1       0           1    0       0
IVb	Arndt			51		47    1     1      1       0           1    0       0
Vb	Kaisermann		56		54    0     2      0       0           0    0       0
VIb	Ehle			49		43    4     2      0       0           0    0       0
VIIb	Neitzke		58		56    2     0      0       0           0    0       0


Oberstufe		345	=	40,0%
Mittelstufe		315	=	36,5%
Unterstufe		202	=	23,5%
Summa		862 Knaben

Davon sind 826 evangelisch, 16 katholisch, 14 jüdisch, 6 andersgläubig oder 
ungetauft. 18 Klassen mit durchschnittlich 47,9 Schülern. 18 Lehrkräfte einschließlich 
des Rektors, 16 Lehrer und 2 Lehrerinnen.


Veränderungen im Lehrerkollegium und Klassenbestande

Die beiden bisher von dem Werner-Siemens-Realgymnasium benutzten 
Klassenräume erhielt die Schule zurück. Einer der selben wurde einstweilig der 
Schule XIII zur Verfügung gestellt, so das der Schule XII 18 Räume verblieben. Eine 
Klasse V.Ob mit ihrem Ordinarius Pabst wurde von Schule VI übernommen. Der 
Lehrer Sprecht wurde zur X. Schule versetzt, der Lehrer Baumert trat in den 
Gemeindeschuldienst der Stadt Berlin über. Als Ersatz erhielt Schule XII die Lehrer 
Päschke und Bock.

   Wilhelm Pabst
Geboren am 12. September 1867 in Finsterwalde. Präparandum und Seminar in 
Elsterwerder. Erste Prüfung September, 1887 und 2. Prüfung im Oktober 1889 in 
Finsterwerder. Eintritt in den öffentlichen Schuldienst am 1. Oktober 1887. 
Anstellungen in Wimmelburg bei Eisleben und Schöneberg. Verheiratet. 
Militärverhältnis: Landsturm.
   
   Emil Päschke
Geboren am 12. September 1873 in Fürstenwalde. Präparandum und Seminar in 
Drossen. Erste Prüfung 1894 und zweite Prüfung 1896, beide in Drossen. 
Mittelschulprüfung in Berlin, 1900. Eintritt in den öffentlichen Schuldienst am 1. 
April 1894. Angestellt ab 1. Juli 1900 in der Volkschule Fürstenwalde. 
Mittelschule bis 1. Oktober 1903. Verheiratet. Militärverhältnis: Landsturm.

   Artur Bock
Geboren am 28. September 1872 in Dambritsch Kreis Neumarkt. Präparandum 
und Seminar in Bunzlau. Erste Prüfung 1892 und zweite Prüfung 1894. Eintritt in 
den öffentlichen Schuldienst am 1. Oktober 1892. Angestellt in Güntersberg Kreis 
Grüneberg, in See (Oberlausitz), in Vörstgen Kreis Rothenburg, in Lohsa Kreis 
Hoyerswerder und in Halbau Kreis Sagan. Verheiratet. Militärverhältnis: 
Landsturm.


Ausfall des Unterrichts und längere Vertretungen

Die Weihnachtsferien dauerten vom 19. Dezember 1903 bis 4. Januar 1904. 
Außerdem fiel der Unterricht aus am Bußtage, den 18. November 1903, und am 
Geburtstage seiner Majestät des Kaisers, den 27. Januar 1904. Über die Feier 
dieses Festes wird in einem Sonderhefte berichtet. 

Der Rektor war durch Krankheit vom 11. Dezember 1903 bis 20. Februar 1904 an 
der Wahrnehmung seines Dienstes behindert. Die Vertretung wurde durch den 
Lehrer Seifert und die Lehrerin Schmidt besorgt. Die Osterferien dauerten vom 26. 
März bis 11. April 1904. 


Entlassung aus der Schulpflicht

Die Entlassungsfeier fand am Tage des Schulschlusses, dem 26. März 1904 in der 
Aula der Schule statt. Siehe Sonderbericht

Entlassen wurden aus:

I O	18
I M	16
II O	  9 + 1
II M	10
III O	  4
III M	  1
V O	  1
	59+1 = 60

59 Knaben, mithin 58+1=59 Schüler der Ober- und 1 Schüler der Mittelstufe.


Sommer 1904

									         Konf.Unt.
Kl.	Lehrer			Schülerzahl	ev  kath  jüd   ung  sonst  11/12  12/1 snt.nat. 
Io	Prinz			41		41    0     0      0       0         13    6       0
II Oa	Seifert			35		32    2     1      0       0         10    0       0
II Ob	Wölfer			34		34    0     0      0       0           5    3       0
III Oa	Metaschk		41		39    0     2      0       0           3    0       0
III Ob	Wehner		39		39    0     0      0       0           3    0       0
IV Oa	Stübert		43		43    0     0      0       0           0    0       0
IV Ob	Pabst			43		41    0     1      1       0           1    0       0
V O	Schmidtke		55		50    4     1      0       0           0    0       0
VI O	Schulz		42		42    0     0      0       0           0    0       0
VII O	Sparfeld		45		40    4     1      0       0           0    0       0
I M	Päschke		40		37    1     1      1       0         25    3       0
II M	Bock			38		36    0     1      1       0           9    0       0
III M	Thiele			41		41    0     0      0       0           6    0       0
IVa	Pridöhl		52		51    0     0      1       0           1    0       0
IVb	Arndt			50		48    1     1      0       0           3    0       0
IVc	Gadow		45		45    0     0      0       0           1    1       0
Va	Kaisermann		52		50    0     2      0       0           2    0       0
Vb	Lanzke		52		51    0     1      0       0           0    0       0
VI	Ehle			46		41    4     1      0       0           0    0       0
VII	Neitzke		50		48    2     0      0       0           0    0       0

Oberstufe	309	35,0%
Mittelstufe	392	44,0%
Unterstufe	183	21,0%
Summe	884 Knaben

Davon sind 846 evangelisch, 20 katholisch, 14 jüdisch und 4 andersgläubig oder 
ungetauft. 20 Klassen mit durchschnittlich 44,2 Schülern. 20 Lehrkräfte, 
einschließlich des Rektors, 17 Lehrer und 2 Lehrerinnen.


Veränderungen im Lehrerkollegium und Klassenbestande

Frl. Schmidtke rückte mit ihrer Klasse nach V.o, Herr Pabst mit Klasse V. Ob, die 
einging, nach IV Ob, die neu entstand, auf. Die alte Klasse III Ob ging durch 
Fortführung nach II Ob ein, während eine neue Klasse III Ob mit dem Ordinarius 
Wehner neu gebildet wurde. Außerdem erhielt die Schule eine neue Klasse V Mb mit 
dem Ordinarius Lanzke aus Schule V! Somit war eine fliegende Klasse vorhanden.

Friedrich Wehner
Geboren am 9. März 1873 in Quirl im Kreise Hirschberg, wurde vorgebildet auf der 
Präparandenanstalt zu Schmiedeberg in Schlesien und dem Seminar zu Oels in 
Schlesien, was er von 1890 bis 1893 besuchte. Er trat am 1. Juli 1893 in den 
öffentlichen Schuldienst, nachdem er die 1. Prüfung am Seminar zu Oels bestanden 
hatte. Die 2. Prüfung legte er am Seminar zu Steinau 1896 ab. Von 1893 bis 1901 
war er in Köben an der Oder, vom 1. April 1901 bis 31. März 1904 in Jüterbog 
angestellt. Am 1. April 1904 trat er in den Schuldienst der Stadt Schöneberg ein.
Gustav Lanzke 
Geboren 8. August 1878, zu Lindenborg, Kreis Beeskow, besuchte die 
Präparandenanstalt zu Cöpenick, das Seminar zu Prenzlau von 1896 bis 1899 und 
trat am 1. Juli 1899 in den öffentlichen Schuldienst. Die erste Lehrerprüfung legte er 
Oster 1899, die zweite Ostern 1901 ab. Vor seinem Eintritt in den Schöneberger 
Schuldienst, der am 1. Oktober 1903 erfolgte, war er in Joachimsthal angestellt. 

Ordinarius der neugebildeten Klasse IV Mc wurde Herr Gadow.


Ausfall des Unterrichts und längere Vertretungen

Die Pfingstferien dauerten vom 20. bis 26. Mai 1904
Die Sommerferien dauerten vom 8. Juli bis 15. August 1904
Die Herbstferien dauerten vom 1. bis 11. Oktober 1904

Der Unterricht fiel aus am 12. Mai 1904 des Himmelfahrtfestes und am 18. Juni 1904 
der Kreislehrerkonferenz wegen.

Die Schulausflüge wurden im Juni und Juli unternommen. Der Hitze wegen brauchte 
der Unterricht nicht auszufallen. Die Sedanfeier, über die gesondert berichtet wird, 
fand in der letzten Vormittagsunterrichtsstunde am 1. September statt, da auf Befehl 
seiner Majestät des Kaisers der 2. September der Parade wegen schulfrei war.

Eine längere Vertretung war nötig für den Rektor, der sich einer nochmaligen 
Operation unterziehen und in Folge dessen den Dienst vom 1. Juni bis 8. Juli 
versäumen musste. Herr Pabst musste vom 27. Mai bis 8. Juli fehlen, da er an einem 
Nervenleiden erkrankt war. Als Vertreterinnen waren die Lehrerinnen Berger und 
Groß bestellt worden.


Revisionen

[ im Original nicht lesbar, d. Bearb. ]

Am 10. Mai revidierte der Herr Regiierungs- und Schulrat Tarang demn 
Michaeliscoetus der Schule (Klasse: VII M, VII M, V M b, IV M, IV Ma, II M.)


Entlassung aus der Schulpflicht

Die Entlassungsfeier fand am 30. September in der Aula statt. (siehe 
Schulfestlichkeiten). Entlassen wurden:

Aus der Oberstufe:				Aus der Mittelstufe:

I M	17					IV Ma	1
I O	  7					IV Mb	1
II M	  8					IV Ob	1
II Oa	  5					IV Ma	1
II Ob	  6
III M	  2
III Oa	  1
46	4

Zusammen 50 Schüler.


Winter 1904/1905

									         Konf.Unt.
Kl.	Lehrer			Schülerzahl	ev  kat	h  jüd   ung  sonst  11/12  12/1 snt.nat. 
I	Prinz			38		38    0     0      0       0         18    8       0
II	Seifert			46		43    2     1      0       0           7    0       0
IIIa	Metaschk		36		35    0     1      0       0           6    0       0
[?]	Wehner		37		35    2     0      0       0           6    0       0
[?]	Stübert		49		45    1     2      1       0           2    0       0
[?]	Pabst			47		46    0     1      0       0           2    0       0
[?]	Schmidtke		54		53    0     1      0       0           0    0       0
[?]	Schulz		50		50    0     0      0       0           0    0       0
[?]	Sparfeld		46		45    0     1      0       0           0    0       0
M I	Päschke		41		39    0     2      0       0         29    2       0
M II	Bock			44		44    0     0      0       0         12    0       0
M IIIa	Thiele			42		42    0     0      0       0           1    1       0
M IIIb	Wölfer			42		42    0     0      0       0           1    1       0
M IVa	Pridöhl		39		38    0     1      0       0           0    0       0
M IVb	Arnd			39		38    0     1      0       0           4    1       0
M IVc	Gadow		38		38    0     0      0       0           0    0       0
M V	Kaisermann		50		48    0     2      0       0           0    0       0
M VI	Ehle			44		44    0     0      0       0           0    0       0
VII	Neitzke		52		49    0     3      0       0           0    0       0


Oberstufe	326
Mittelstufe	316
Unterstufe	192
Summe	834 Knaben

Davon sind 812 evangelisch, 5 katholisch, 16 jüdisch, 1 andersgläubig oder 
ungetauft. 19 Klassen mit durchschnittlich 43,8 Schüler. 19 Lehrkräfte, einschließlich 
des Rektors, 17 Lehrer, 2 Lehrerinnen.


Veränderungen im Lehrerkollegium und Klassenbestand

Lehrer Lanzke trat mit seiner Klasse IV M nach Schule VI zurück.


Ausfall des Unterrichts, längere Vertretung

Die Weihnachtsferien dauerten vom 21. Dezember 1904 bis 5. Januar 1905. Am 18. 
Oktober wurde eine Gedächtnisfeier für Kaiser Friedrich III. in der Aula abgehalten, 
am 27. Januar 1905 der Geburtstag seiner Majestät des Kaisers gefeiert. Die 
Entlassungsfeier fand am 31. März statt. Herr Stübert musste wegen Erkrankung 
seiner Tochter vom 5. Bis 24. November vertreten werden. Am Bußtage, dem 16. 
November 1904, fiel der Unterricht aus. An vier Nachmittagen wurde der Unterricht 
ausgesetzt, um den Schülern Zeit für den Eislauf zu gewähren.


Entlassung aus der Schulpflicht

Entlassen wurden aus der 

Oberstufe:					Mittelstufe

I O		17				IV Oa	2
I M		11				IV Mb	3
II O		  6				IV O	1
II M		  6					6
III Oa		  2
III Ob		  3
III Ma		  3
III Mb		  1
		49

Im Ganzen 55 Schüler. Die Turnhalle konnte in Betrieb genommen werden.


Sommer 1905

									         Konf.Unt.
Kl.	Lehrer			Schülerzahl	ev  kath  jüd   ung  sonst  11/12  12/1 snt.nat. 
I	Prinz			39		38    0     1      0       0         17    0       0
IIa	Metaschk		44		43    0     1      0       0         10    2       0
IIb	Wehner		44		44    0     0      0       0           8    0       0
IIIa	Rösch			46		44    0     2      0       0           2    0       0
IIIb	Stübert		44		43    0     1      0       0           7    6       0
IV	Oppermann		51		48    2     1      0       0           2    0       0
V	Schmidtke		51		50    0     1      0       0           0    1      0
VI	Sparfeld		46		40    4     2      0       0           0    0       0
VII	Thiele			57		56    1     0      0       0           0    0       0
M I	Päschke		40		39    0     1      0       0         30    2       0
M II	Wilcke			40		40    0     0      0       0           9    0       0
M IIIa	Ehle			43		41    0     0      0       0           3    0       0
M IIIb	Wölfer			40		40    0     0      0       0           3    1       0
M IVa	Pridöhl		42		41    0     0      0       0           0    0       0
M IVb	Arnd			40		38    0     0      0       0           3    0       0
M IVc	Schultz		40		40    0     0      0       0           0    0       0
M V	Kaisermann		54		50    0     2      2       0           0    0       0
M VI	Schedlich *		46		46    0     0      0       0           0    0       0
M VII	Neitzke		48		43    1     4      0       0           0    0       0
* i.V. für Bock

Oberstufe	380 Knaben
Mittelstufe	279	  ?
Unterstufe	197	  ?
		856 Knaben

Davon sind 825 evangelisch, 11 katholisch, 19 jüdisch und 1 andersgläubig oder 
ungetauft. 19 Klassen mit durchschnittlich 45 Schülern. 19 Lehrkräfte einschließlich 
des Rektors, 16 Lehrer, 3 Lehrerinnen.


Veränderungen im Lehrerkollegium und Klassenbestande

Herr Seifert wurde an die Mittelschule, Herr Pabst an die 8. Schule versetzt, Herr 
Gadow trat in den Berliner Volksschuldienst über, Herr Bock wurde zum Besuch des 
Instituts für Kirchenmusik auf ein Jahr beurlaubt. An die Stelle der Herren Seifert, 
Pabst und Gadow traten die Herren Roesch, Wilcke und Oppermann. Die Vertretung 
des Herrn Bock wurde dem Frl. Schedlich übertragen. 


Ferdinand Roesch
Geboren am 3. November 1877, vorgebildet auf der Präparandenanstalt zu Berlin, 
besuchte das Seminar zu Prenzlau, bestand die erste  Prüfung im März 1899, die 
zweite im Juni 1901 und war vom 1. April 1899 bis 31. März 1905 in Straßburg 
(Neustrelitz-mecklenburg) angestellt. Seit dem 1. April 1905 im Schuldienst 
Schöneberg.


Richard Wilcke
Geboren am 19. Dezember 1879, besuchte die Präparandenanstalt und das Seminar 
zu Cöpenick, bestand die erste Prüfung im Februar 1900, die zweite im April 1902. 
Seit dem 1. April 1900 war er in Schönwalde bei Spandau, seit dem 1. Oktober 1900 
in Klein-Glienicke, seit dem 1. April 1905 ist er in Schöneberg angestellt.

Erich Oppermann
Geboren am 25. Dezember 1877, besuchte das Seminar in Kyritz, bestand die erste 
Lehrerprüfung am 7. September 1898, die zweite am 26. Oktober 1901, war vom 1. 
Oktober 1898 bis 21. März 1905 in Wilmersdorf bei Pritzwalk abgestellt und trat am 
1. April 1905 in den Schuldienst der Stadt Schöneberg.


Ausfall des Unterrichts

Am 9. Mai wurde eine Schillerfeier in der Aula abgehalten. Am Nachmittag wohnten 
die Schüler der Oberklassen auf Kosten der Stadt einer Aufführung im Theater des 
Westens bei. Der Hitze wegen fiel der Nachmittagsunterricht aus am 5., 6., 16., 26. 
Und 30. Juni, am 1. Und 3. Juli. Außerdem wurde der Unterricht ausgesetzt am 
Paradetage (31. Mai), am Einzugstage der Kronprinzessin (3. Juni) am Tage der 
Kreislehrerkonferenz (21. Juni), am Tage der Sedanfeier (1. September), am 
Paradetage (2. September), am Himmelfahrtstage (1. Juni).
Die Pfingstferien dauerten vom 9. bis 16. Juni
Die Sommerferien dauerten vom 7. Juli bis 15. August
Die Herbstferien dauerten vom 29. September bis 9. Oktober.


Entlassung aus der Schulpflicht

Entlassen wurden von der
Oberstufe					Mittelstufe
I M	20					IV Mb	2
I O	  7					IV O	1
II M	  4					IV O	1
II Oa	  7						4
II Ma	  1
III Mb	  1
III Ob	  3
	43	Im Ganzen 47 Schüler.


Winter 1905/1906

									         Konf.Unt.
Kl.	Lehrer			Schülerzahl	ev  kath   jüd  ung  sonst  11/12  12/1 snt.nat. 
O I	Prinz			42		40    0     2      0       0         29    0       0
O IIa	Metaschk		36		35    0     1      0       0           9    0       0
O IIb	Wehner		37		37    0     0      0       0         11    2       0
O IIIa	Rösch			40		35    2     1      2       0           6    0       0
O IIIb	Stübert		40		39    0     1      1       0           5    0       0
O IVa	Oppermann		42		35    6     7      0       0           0    0       0
O IVb	Priebe			40		39    0     0      1       0           0    1       0
O V	Schmidtke		54		53    0     1      0       0           0    0       0
O VI	Sparfeld		46		41    3     2      0       0           0    0       0
O VII	Thiele			56		55    1     0      0       0           0    0       0
M I	Päschke		45		45    0     0      0       0         20    0       0
M IIa	Wilcke			35		34    0     0      1       0           7    0       0
M IIb	Wölfer			38		37    0     0      1       0           9    0       0
M IIIa	Ehle			40		39    0     1      0       0           2    0       0
M IIIb	Arndt			40		39    0     1      0       0           3    0       0
M IIIc	Noack			40		40    0     0      0       0           1    0       0
M IVa	Kaisermann		48		46    0     2      0       0           1    0       0
M IVb	Liebick		48		47    1     0      0       0           0    2       0
M V	Schultz		48		48    0     0      0       0           1    0       0
M VI	Neitzke		49		45    0     4      0       0           0    0       0
M VII	Schedlich		45		38    3     4      0       0           0    0       0

Oberstufe	433	Knaben	=	47,8%
Mittelstufe	227	Knaben	=	30,6%
Unterstufe	196	Knaben	=	21,6%
Summe	906	Knaben

Davon sind 863 evangelisch, 16 katholisch, 21 jüdisch, 6 andersgläubig oder 
ungetauft. 21 Klassen mit durchschnittlich 49 Schülern. 21 Lehrkräfte einschließlich 
des Rektors, 19 Lehrer und 2 Lehrerinnen.


Veränderungen im Klassenbestand und Lehrerkollegium

Herr Pridöhl wurde zur 2. Schule versetzt. Herr Priebse von Schule II und Herr 
Liebick von Schule VI, sowie Herr Noack aus Pritzwalk traten neu in das Kollegium 
ein. Die Klassen IV Mb und IV Ob wurden neu errichtet.

Herr Reinhold Priebe
Geboren am 16. März 1876, vorgebildet auf der Präparandenanstalt zu 
Rummelsburg in Pommern und das Seminar zu Köslin in Pommern, bestand die 
erste Prüfung 1896, die zweite 1899 in Köslin, verwaltete dann Lehrerstellen in 
Zollbrück, Wusterwitz, Wallachsee, Falkenburg, Frankfurt an der Oder und trat am 1. 
Oktober 1904 in den Schuldienst der Stadt Schöneberg ein.


Herr Kurt Noack
Geboren am 14. September 1879, vorgebildet auf der Präparandenanstalt und dem 
Seminar Oranienburg, bestand die erste Prüfung 1901, die zweite 1904, verwaltete 
dann Lehrerstellen in Großwoltersdorf/Prignitz und in Pritzwalk, am 1. Oktober 1905 
trat er in den Schuldienst Schönebergs ein.


Ausfall des Unterrichts

Der Unterricht fiel aus am Bußtage 22. November 1905, am Tage der Kaiserfeier am 
27. Januar 1906, am Tage der Silberhochzeit des Kaiserpaares 27. Februar 1906.

Die Weihnachtsferien dauerten vom 20. Dezember bis 4. Januar, das 
Wintersemester wurde am 31. März 1906 geschlossen. Eine längere Vertretung war 
für Frl. Neitzke erforderlich.


Entlassung aus der Schulpflicht

Klasse	Entlassene Kinder		Klassenalter		Fortbildungsschule
					   ½    1   1 ½    2   2 ¼        werden besuchen
I			31		    7    6     5    12      1		24
II			17		    4    6     0      7      0		  7
III			13		    5    4     1      3      0		  7
IV			  3		    1    2     0      0      0		  0
			64		  17  18     6    22      1		38




Sommer 1906

									         Konf.Unt.
Kl.	Lehrer			Schülerzahl	ev  kath   jüd  ung  sonst  11/12  12/1 snt.nat. 
O I	Prinz			39		38    0     1      0       0         18    0       0
O IIa	Wehner		42		40    0     1      1       0         11    0       0
O IIIa	Rösch			44		39    3     1      1       0           1    0       1
O IIIb	Stübert		42		42    0     0      0       0           3    0       0
O IV	Oppermann		43		41    1     1      0       0           0    3       1
O V	Sparfeld		46		42    3     1      0       0           0    0       0
O VI	Thiele			56		55    1     0      0       0           0    0       0
O VII	Schmidtke		51		47    2     1      1       0           0    0       0
M I	Päschke		39		39    0     0      0       0         31    0       0
M IIa	Wilcke			41		40    0     0      1       0           5    0       0
M IIb	Wölfer			43		42    0     0      1       0           7    0       0
M IIIa	Ehle			38		37    0     1      0       0           4    0       0
M IIIb	Arndt			34		33    0     1      0       0           1    1       0
M IIIc	Noack			36		36    0     0      0       0           0    2       0
M IVa	Kaisermann		47		43    1     2      0       0         10    0       0
M IVb	Bock			46		46    0     0      0       0           4    0       0
M V	Schultz		49		49    0     0      0       0           0    0       0
M VI	Priebe			49		40    1     4      0       0           0    0       0
M VII	Schedlich		45		38    3     4      0       0           0    0       1

Schüler polnischer Nation sind nicht vorhanden. 

Oberstufe	398	Knaben	47,95%
Mittelstufe	231	Knaben	27,83%
Unterstufe	201	Knaben	24,21%
830	Knaben

Davon sind 787 evangelisch, 16 katholisch, 23 jüdisch und 4 andersgläubig oder 
ungetauft. 19 Klassen mit durchschnittlich 43,33 Schülern, 19 Lehrkräfte 
einschließlich des Rektors. 17 Lehrer und 2 Lehrerinnen.


Veränderungen im Klassenbestand und im Lehrerkollegium

Die Klassen IV Ob und II Ob gingen ein. Herr Liebick trat in den Schuldienst Berlins 
über, Frl. Noitzke schied aus dem Schuldienst aus, um sich zu verheiraten, Herr 
Bock trat nach Beendigung seines Studiums an dem königlichen Institut für 
Kirchenmusik wieder in seine Stelle ein.


Ausfall des Unterrichts

Die Osterferien dauerten vom 7. April bis 23. April
Die Pfingstferien dauerten vom 1. Juni bis 8. Juni
Die Sommerferien dauerten vom 6. Juli bis 14. August
Die Herbstferien dauerten vom 29. September bis 9. Oktober


Die Kreislehrerkonferenz fand statt am 20. Juni. Das Himmelfahrtsfest fiel auf den 24. 
Mai. Das Sedanfest wurde am 31. August gefeiert. Am 1. September fiel der 
Unterricht der Herbstparade wegen aus. Der Hitze wegen fiel die letzte 
Vormittagsstunde aus am 25., 27., 28. Juni, 15. August und 5. September. 


Schulentlassung Michaelis 1906

Klasse	Entlassene Kinder		Klassenalter		Fortbildungsschule
					   ½    1   1 ½    2   2 ¼        werden besuchen
I			27		    7  10     5      5      0		19
II			  9		    1    4     3      1      0		  7
III			  6		    0    3     2      0      1		  2
IV			  1		    0    0     1      0      0		  1
			43		    8  17   11      6      1		29


Es haben sich entschlossen für den Beruf eines:

Schlosser		8			Maurer		5
Postbeamter		1			Maschinenbauer	2
Tischler		1			Gärtner		1
Schumacher		1			Lehrer			2
Mechaniker		3			Schreiber		1
Bäcker		2			Bildhauer		1
Schlächter		1			Bankbeamter	1
Falzer (Papierleger)	1			Zuschneider		1
Stuckateur		1			Gürtler		1
Buchhalter		1			Reitbursche		1
Kellner		1			Unteroffizier		1



Winter 1906/1907

									         Konf.Unt.
Kl.	Lehrer			Schülerzahl	ev  kath  jüd   ung  sonst  11/12  12/1 snt.nat. 
O I	Prinz			39		38    0     1      0       0         22    0       0
O II	Wehner		44		43    0     1      0       0         12    0       0
O IIIa	Rösch			44		43    0     0      1       0           4    0       0
O IIIb	Stübert		46		46    0     0      0       0           4    1       0
O IV	Oppermann		45		43    0     2      0       0           0    0       0
O V	Sparfeld		49		47    0     2      0       0           0    0       0
O VI	Thiele			59		57    0     2      0       0           0    0       0
O VII	Schmidtke		52		51    0     1      0       0           0    0       0
M Ia	Päschke		38		38    0     0      0       0         21    0       0
M Ib	Wölfer			38		37    0     1      0       0         12    0       0
M IIa	Wilcke			49		47    0     1      1       0         11    0       0
M IIb	Noack			49		49    0     0      0       0         12    0       0
M IIIa	Ehle			44		42    0     2      0       0           8    0       0
M IIIb	Bock			43		43    0     0      0       0           8    0       0
M IVa	Kaisermann		47		47    0     0      0       0           1    0       0
M IVb	Arndt			45		44    0     0      1       0           2    0       0
M V	Schultz		53		46    0     7      0       0           0    0       0
M VI	Priebe			41		38    0     3      0       0           0    0       0
M VII	Gartmann		49		46    0     3      0       0           0    0       0


Oberstufe	434	Knaben	=	49,6%
Mittelstufe	239	Knaben	=	27,4%
Unterstufe	201	Knaben	=	23,0%
874	Knaben

Davon sind 845 evangelisch, 0 katholisch, 26 jüdisch, 3 andersgläubig oder 
ungetauft. 19 Klassen mit durchschnittlich 46 Schülern. 19 Lahrkräfte einschließlich 
des Rektors, 17 Lehrer und 2 Lehrerinnen, eine Vertreterin mit 12 Stunden 
wöchentlich.


Veränderungen im Lehrerkollegium und Klassenbestand

Klasse III Mc ging ein, I Mb entstand neu. An die Stelle des Frl. Schedlich trat Frl. 
Gartmann. 

Ausfall des Unterrichts

Der Unterricht fiel aus am Bußtage, den 21. November 1906, der Geburtstag seiner 
Majestät des Kaisers wurde am Sonnabend, den 26. Januar 1907 gefeiert. Die 
Weihnachtsferien dauerten vom 22. Dezember 1906 bis 7. Januar 1907. Die 
Osterferien vom 23. März bis 7. April 1907. Am 19. November 1906 fiel der Unterricht 
aus wegen des Einzugs des Königs von Dänemark. 


Revisionen

Am 21. Dezember 1906 wurden die Klassen I und II, am 11. Januar 1907 die 
Klassen III Oa, IV, V, VI und VII von dem Herrn Regierungs- und Schulrat Tarony 
revidiert.


Schulentlassung am 23. März 1907

Klasse	Entlassene Kinder		Klassenalter
					   ½    1   1 ½    2   2 ¼
I			35		    9    9     9      8      0
II			15		    4    9     2      0      0
III			19		  13    1     4      1      0
IV			  4		    0    0     1      0      3
			73		  26  19   16      9      3


Feststellungen über den zukünftigen Beruf

Es wollen werden:

Kaufmann		5			Schlosser		17
Mechaniker		9			Techniker		  6
Zimmermann		1			Maurer		  6
Tischler		3			Klempner		  1
Gärtner		1			Dachdecker		  1
Buchdrucker		1			Steindrucker		  1
Bäcker		1			Bildhauer		  1
Schmied		1			Maler			  1
Tapezierer		4			Schreiber		  2
Zeichner		1			Arbeiter		  1
Fleischer		1			Drogist		  1
Kutscher		1



Sommer 1907

									         Konf.Unt.
Kl.	Lehrer			Schülerzahl	ev  kath  jüd   ung  sonst  11/12  12/1 snt.nat. 
[?] O	Prinz			44		44    0     0      0       0         23    4       0
[?]O	Wehner		35		34    0     1      0       0           9    0       0
[?]O	Wölfer			36		36    0     0      0       0           7    0       0
[?]O	Oppermann		45		44    0     1      0       0           5    0       1
[?]O	Stübert		45		45    0     0      0       0           9    1       0
[?]O	Rehfeld		49		47    0     2      0       0           2    0       0
[?]O	Sparfeld		50		48    0     2      0       0           1    0       0
[?]O	Schmidtke		53		52    0     1      0       0           0    0       0
[?]	Thiele			54		54    0     0      0       0           0    0       0
M I	Päschke		48		48    0     0      0       0         26    0       0
M IIa	Wilcke			42		41    0     1      0       0         14    0       0
M IIb	Noack			41		41    0     0      0       0         14    0       0
M IIIa	Ehle			38		37    0     1      0       0           3    0       0
M IIIb	Bock			36		36    0     0      0       0           4    0       0
M IVa	Kaisermann		46		46    0     0      0       0           2    0       0
M IVb	Arndt			45		45    0     0      0       0           1    0       0
M V	Schultz		54		51    0     3      0       0           0    0       0
M VI	Priebe			48		45    0     3      0       0           0    0       0
M VII	Gartmann		51		49    0     2      0       0           0    0       0


Oberstufe		246	Knaben	=	28,6%
Mittelstufe		304	Knaben	=	35,4%
Unterstufe		310	Knaben	=	36,0%
860	Knaben

Davon sind 843 evangelisch, 0 katholisch, 17 jüdisch und 0 andersgläubig oder 
ungetauft. 19 Klassen mit durchschnittlich 45,3 Schülern, 19 Lehrkräfte einschließlich 
des Rektors. 17 Lehrer und 2 Lehrerinnen.


Veränderung en im Klassenbestande und Lehrerkollegium

Die Klasse I Mb ging ein; dafür wurde aus Schule V eine Klasse III Ob übernommen. 
Herr Roesch wurde an die Schule XI versetzt; an seine Stelle trat Rehfeld aus 
(Perleberg) Lichtenberg.


Herr Fritz Rehfeld
Geboren am 18. September 1877 zu Vehlgast im Kreise Westpriegnitz, wurde 
vorgebildet auf dem Seminar zu Kyritz, wo er die erste Prüfung am 31. August 1897, 
die zweite am 27. Oktober 1899 bestand. Vom 1. Oktober 1897 bis 1. Oktober 1901 
war er in Grube Kreis Westpriegnitz, vom 1. Oktober 1901 bis 1. Oktober 1905 war er 
in Perleberg, vom 1. Oktober 1905 bis 1. April 1907 war er in Lichtenberg bei Berlin 
angestellt. Am 1. April 1907 trat er in den Volksschuldienst der Stadt Schöneberg ein. 
Vereidigt wurde er am 14. Oktober 1897.


Ausfall des Unterrichts

Die Pfingstferien dauerten vom 17. bis 23. Mai
Die Sommerferien dauerten vom 5. Juli bis 13. August
Die Herbstferien dauerten vom 28. September bis 8. Oktober

Außerdem fiel der Unterricht aus am Himmelfahrtsfeste 9. Mai 1907, am Paradetage 
1. Juni 1907, am Tage der Berufs- und Gewerbezählung 12. Juni 1907, am Tage der 
Kreislehrerkonferenz 19. Juni 1907, am Tage der Sedanfeier am 31. August 1907 
und am Tage der Herbstparade am 2. September 1907. Die letzte Vormittagsstunde 
fiel der Hitze wegen aus am 13. Mai 1907.


Schulentlassung am 28. September 1907

Klasse	Entlassene Kinder		Klassenalter
					   ½    1   1 ½    2   2 ½
I			26		    2  14     4      6      0
II			19		    4  11     1      3      0
III			  9		    2    2     0      5      0
IV			  2		    1    0     0      1      0
			56		    9  27     5    15      0


Feststellungen über den zukünftigen Beruf

Es wollen werden:

Mechaniker		8			Techniker		5
Schlosser		3			Maschinenbauer	1
Tischler		4			Maurer		1
Schmied		1			Zimmermann		1
Glaser			1			Maler			1
Tapezierer		1			Musterzeichner	1
Lithograph		1			Schriftsetzer		1
Buchdrucker		2			Schreiber		2
Kaufmann		3			Schiffsjunge		2
Kutscher		3			Kellner		1
Depeschenbote	1			Zigarrenmacher	1
Koch			1			Diener			1
Gürtler		1			Falzer			1



Winterhalbjahr 1907/1908

									         Konf.Unt.
Kl.	Lehrer			Schülerzahl	ev  kath   jüd  ung  sonst  11/12  12/1 snt.nat. 
O I	Prinz			41		40    0     1      0       0         25    1       0
O IIa	Wehner		41		40    0     1      0       0         13    0       0
O IIb	Wölfer			42		42    0     0      0       0           9    3       0
O IIIa	Oppermann		46		45    0     1      0       0           6    2       0
O IIIb	Stübert		45		45    0     0      0       0           7    3       0
O IVa	Rehfeld		49		48    0     1      0       0           0    0       2
O IVb	Arndt			48		47    0     1      0       0           1    1       0
O V	Sparfeld		54		50    0     4      0       0           2    0       0
O VI	Schmidtke		52		52    0     0      0       0           0    0       1
O VII	Thiele			53		53    0     0      0       0           0    0       0
M Ia	Päschke		41		40    0     1      0       0         27    1       0
M Ib	Schmidt		39		39    0     0      0       0         21    1       0
M IIa	Ehle			40		39    0     1      0       0         13    0       0
M IIb	Noack			40		40    0     0      0       0         11    0       0
M IIIa	Wilcke			39		38    0     1      0       0           5    0       1
M IIIb	Zorn			39		39    0     0      0       0           2    0       0
M IIIc	Maertins		38		38    0     0      0       0           1    0       0
M IVa	Kaisermann		49		47    0     2      0       0           0    0       0
M IVb	Liesecke		50		50    0     0      0       0           1    0       0
M Va	Schultz		47		47    0     0      0       0           0    0       0
M Vb	Borgis			43		43    0     0      0       0           1    0       0
M VI	Priebe			50		46    0     4      0       0           0    0       0
M VII	Gartmann		54		54    0     0      0       0           0    0       0

Schüler polnischer Nationalität sind nicht vorhanden. 

Oberstufe		  491	Knaben	=	47,2%
Mittelstufe		  340	Knaben	=	32,7%
Unterstufe		  209	Knaben	=	20,1%
1040	Knaben
1041	
Davon sind 1022 evangelisch, 0 katholisch, 18 jüdisch und 0 andersgläubig oder 
ungetauft. 23 Klassen mit durchschnittlich 45,2 Schülern. 23 Lehrkräfte einschließlich 
des Rektors. 21 Lehrer und 2 Lehrerinnen.


Veränderungen im Klassenbestand und Lehrerkollegium

Die Klasse IV Mb ging ein, I Mb entstand neu. Aus Schule VI traten nach Schule XII 
über:

Klasse II Mc		mit Lehrer Maertins
Klasse IV Md		mit Lehrer Liesecke
Klasse V Mb		mit Lehrer Borgis
Klasse IV Ob		mit Lehrer Schmidt


Herr Schmidt übernahm die Klasse I Mb, während Herr Arndt IV Ob erhielt. Der 
Lehrer Bock erhielt eine Stelle als Gesangslehrer an der Realschule I. An seine 
Stelle trat der Lehrer Zorn von der königlichen Präparandenanstalt in Eisleben.

   Willi Zorn
Geboren am 20. Juli 1880 in Dobis (Saalkrug). Präparandum und Seminar in 
Eisleben. Erste Prüfung 1901 und zweite Prüfung 1904 in Eisleben. Eintritt in den 
öffentlichen Schuldienst am 1. April 1901. Bisherige Anstellungen in Holzweißig 
von 1. April 1901 bis 1. April 1904, dann Präparandenanstalt Eisleben vom 1. 
April 1904 bis 1. Oktober 1907. Unverheiratet.

   August Schmidt
Geboren am 1. Juni 1875 in Arendsee/Altmark. Präparandum und Seminar in 
Osterburg/Sachsen. Eintritt in den öffentlichen Schuldienst am 1. Oktober 1895. 
Bisherige Anstellungen in Wust Kreis Jerichow und Tangermünde. Verheiratet.

   Hermann Borgis
Geboren am 19. Juli 1872 in Friedrichswalde Kreis Angermünde. Vorgebildet im 
Seminar zu Kyritz. Erste Prüfung 1892 und zweite Prüfung 1894, beide in Kyritz. 
Eintritt in den öffentlichen Schuldienst am 1. Oktober 1892. Bisherige Stellungen 
vom 1. Oktober 1892 bis 30.  September 1893 in Tornow bei Prenzlau, dann vom 
1. Oktober 1893 bis 31. März 1896 im Waisenhaus Klein-Glienicke.


Ausfall des Unterrichtes

Das Schulhalbjahr begann mit dem 8. Oktober. Der Unterricht fiel am 20. November 
des Bußtages wegen aus. Die Weihnachtsferien dauerten vom 21. Dezember 1907 
bis 7. Januar 1908. Am 27. Januar wurde der Geburtstag seiner Majestät des Kaisers 
gefeiert. 

Revision

Revision der O-Klassen durch den Herrn Kreisschulinspektor im Februar 1908. 
Lehrer Maertins ging bereits am 1. April 1908 zurück nach Schule VI. Lehrer 
Liesecke ging bereits am 1. April 1908 an eine Hilfsklasse.



Schulentlassung am 31. März 1908

Klasse	Entlassene Kinder		Klassenalter
					   ½    1   1 ½    2   2 ¼
I			43		    9  12     8    14      0
II			19		    4  13     0      2      0
III			16		    3    5     2      6      0
IV			  3		    2    1     0      0      0
			81		  18  31   10    22      0


Feststellungen über den zukünftigen Beruf

Kaufmann		  8			Maler			2
Schlächter		  1			Kutscher		1
Barbier		  4			Schiffsjunge		5
Schriftsetzer		  1			Mechaniker		2
Schreiber		  3			Pianotechniker	1
Schlosser		12			Maurer		1
Soldat			  2			Depeschenbote	1
Ciseleur		  1			Schumacher		1
Zuschneider		  1			Stuckateur		2
Lehrer			  1			Elektrotechniker	1
Maschinenbauer	  4			Bäcker		1
Gärtner		  2			Arbeiter		2
Buchbinder		  1			Klempner		2
Zahntechniker	  1			Zimmermann		1



Sommerhalbjahr 1908

									         Konf.Unt.
Kl.	Lehrer			Schülerzahl	ev  kath  jüd   ung  sonst  11/12  12/1 snt.nat. 
O [?]	Prinz			41		40    0     1      0       0         21    3       0
O [?]	Schmidt		38		38    0     0      0       0         13    7       0
O [?]	Wehner		44		44    0     0      0       0         10    1       0
O [?]	Wölfer			44		44    0     0      0       0           8    1       0
O [?]	Rehfeld		45		44    0     1      0       0           3    1       0
O [?]	Oppermann		44		44    0     0      0       0           3    2       0
O [?]	Stübert		50		48    0     2      0       0           3    1       0
O [?]	Sparfeld		50		49    0     1      0       0           0    0       0
O [?]	Schmidtke		53		53    0     0      0       0           0    0       0
O [?]	Thiele			51		50    0     1      0       0           0    0       0
M I	Päschke		40		39    0     1      0       0         17  11       0
M IIa	Ehle			37		36    0     1      0       0         11    5       0
M IIb	Noack			36		36    0     0      0       0         11    5       0
M IIIa	Wilcke			39		38    0     1      0       0           4    0       0
M IIIb	Zorn			41		40    0     0      1       0           3    0       0
M IV	Kaisermann		49		47    0     2      0       0           3    0       0
M Va	Schultz		47		45    0     2      0       0           0    0       0
M Vb	Borgis			50		50    0     0      0       0           0    0       0
M VI	Priebe			44		39    0     5      0       0           0    0       0
M VII	Gartmann		48		48    0     0      0       0           0    0       0

Kinder polnischer Nationalität sind nicht vorhanden.

Oberstufe		280	Knaben	=	31,4%
Mittelstufe		415	Knaben	=	46,6%
Unterstufe		196	Knaben	=	22,0%
891	Knaben

Davon sind 873 evangelisch, 0 katholisch, 18 jüdisch und 0 andersgläubig oder 
ungetauft. 20 Klassen mit durchschnittlich 44,5 Schülern, 20 Lehrpersonen 
einschließlich des Rektors. 18 Lehrer und 2 Lehrerinnen. (1 Vertreterin)

Veränderungen im Klassenbestand und Lehrerkollegium

Die Klassen III Mc und IV Mb kehrten nach Schule VI zurück, I Mb und IV O gingen 
ein, dafür wurde I Ob neu errichtet. Lehrer Maertins ging nach Schule VI zurück, 
Liesecke trat zur Hilfsschule, Arndt nach Schule XV, die neu eröffnet wurde unter der 
Leitung des Rektors Seifert, über. Lehrer Wehner wurde durch Dworek von der 6. 
Schule ersetzt. Er trat gleichfalls nach Schule XV über. 

Otto Dworek
Geboren am 25. März 1881 zu Berlin, wurde vorgebildet auf dem Seminar zu Kyritz, 
wo er die erste Prüfung am 5. Januar 1901, die zweite am 29. Oktober 1903 bestand. 
Am 1. Oktober 1901 trat er in den öffentlichen Schuldienst ein; bis 1. April 1902 war 
er in Wittstock an der Dosse, bis 1. Oktober 1905 in Ketzin an der Havel angestellt. 
Am 1. Oktober 1905 trat er in den Schuldienst der Stadt Schöneberg über. Die 
Dienstzeit in Ketzin wurde durch den Militärdienst von 1903 bis 1904 unterbrochen.

Ausfall des Unterrichts

Pfingstferien				Sommerferien			Herbstferien
5.-11. Juni				3.7-11.8				1.-7.10.1908

Außerdem fiel der Unterricht aus am 28. Mai (Himmelfahrtstag), 1. Juni (Paradetag), 
1. September (Paradetag), 2. September (Sedanfeier).

Der Hitze wegen am 2. Juni letzte Vormittagsstunde und Nachmittagsunterricht. AM 
4. Juni letzte Vormittagsstunde. Am 19. Juni letzte Vormittagsstunde und 
Nachmittagsunterricht.

Die Kreislehrerkonferenz fand am 17. August 1908 statt. 


Revision

Alle M-Klassen durch den Herrn Kreisschulinspektor Schulrat Kob.


Schulentlassung am 30. September 1908

Klasse	Entlassene Kinder		Klassenalter
					   ½    1   1 ½    2   2 ¼
I			43		    9    8     4    20      2
II			29		    5  15     2      7      0
III			  7		    4    0     1      1      1
IV			  3		    2    0     1      0      0
V			  2		    0    0     0      2      0
			84		  20  23     8    30      3


Feststellungen über den zukünftigen Beruf

[ im Original teilweise nicht lesbar, d. Bearb. ]


Schlosser		11			Elektromechaniker	3
Bautechniker		  2			Kaufmann		7
Buchhalter		  5			Tapezierer		3
Maschinenbauer	  2			Seiler			1
Postgehilfe		  2			Buchbinder		1
Geometer		  1			Chauffeurs		1
Schriftsetzer		  1			Bürodiener		1
Hausdiener		  1			Lehrer			1
Gärtner		  1			Maler			2
Schmied		  1			Friseur		1
Handelsmann	  1			Schlächter		1
Schneider		  1



Winterhalbjahr 1908/1909

									         Konf.Unt.
Kl.	Lehrer			Schülerzahl	ev  kath  jüd   ung  sonst  11/12  12/1 snt.nat. 
O I	Prinz			45		45    0     0      0       0         24    1       0
O IIa	Dworek		39		39    0     0      0       0           8    0       0
O IIb	Wölfer			34		34    0     0      0       0           9    0       0
O IIIa	Rehfeld		34		33    0     1      0       0           1    2       0
O IIIb	Oppermann		34		34    0     0      0       0           1    0       0
O IVa	Stübert		47		47    0     0      0       0           0    0       0
O IVb	Dehmelt		46		46    0     0      0       0           0    0       0
O Va	Sparfeld		38		36    0     2      0       0           0    0       0
O Vb	Borgis			38		37    0     1      0       0           0    0       0
O VI	Schmidtke		54		53    0     1      0       0           0    0       0
O VII	Thiele			56		54    0     2      0       0           0    0       0
M I	Päschke		46		46    0     0      0       0         27    5       0
M II	Ehle			45		45    0     0      0       0           6    3       0
M III	Zorn			45		45    0     0      0       0           4    1       0
M IVa	Kaisermann		41		40    0     1      0       0           0    0       0
M IVb	Noack			42		42    0     0      0       0           0    0       0
M V	Schultz		49		46    0     3      0       0           0    0       0
M VI	Wilcke			47		47    0     0      0       0           0    0       0
M VII	Gartmann		54		51    0     3      0       0           0    0       0

Bemerkung: Schüler polnischer Nationalität sind nicht vorhanden.

Oberstufe	209	Knaben	=	25,1%
Mittelstufe	414	Knaben	=	49,6%
Unterstufe	211	Knaben	=	25,3%
834	Knaben

Davon sind 820 evangelisch, 0 katholisch, 14 jüdisch
19 Klassen mit durchschnittlich 45,5 Schülern
19 Lehrpersonen einschließlich des Rektors. 17 Lehrer und 2 Lehrerinnen


Veränderungen im Klassenbestande und Lehrerkollegium

I Ob geht ein. Mb und II Mb entstehen nicht. Neu gebildet werden V Ob und IV Ob. 

Lehrer Schmidt wird nach Schule XV versetzt; Lehrer Priebe wird als [ im Original 
nicht lesbar, d. Bearb. ]schullehrer an das Werner-Siemens-Realgymnasium berufen. 
An seine Stelle tritt Lehrer Demelt von Schule II, der die Klasse IV Ob mitbringt.


Frl. Elisabeth Gartmann, 
die seit dem 1. Oktober 1906 an der XII. Schule wirkt und seit dem 1. April 1907 
provisorisch angestellt ist, wurde am 1. Oktober 1908 definitiv angestellt. 

[ Mehrere Sätze im Original nicht lesbar, d. Bearb. ]

...1906 an der privaten Mädchenschule von Frl. Prosuc [?] in Schöneberg, war vom 
November 1905 bis Februar 1906 Hospitantin an der I. Schule, vom 20. März 1906 
bis September des selben Jahres Vertreterin an verschiedenen hiesigen Schulen 
und wurde dann der Schule XII. überwiesen.

Adolf Demelt
Geboren 10. März 1876 zu Peterswaldan Kreis Reichenbach in Schlesien, wurde 
vorgebildet auf der königlichen Präparandenanstalt zu Schmiedeberg i.R. und dem 
königlichen Semester zu Brieg a.O., bestand die 1. Prüfung 1896 zu Brieg a.O., die 
2. ... [ im Original nicht lesbar, d. Bearb. ] ...und erwarb das Turnlehrerzeugnis. 
Angestellt war er 1897 in Katschkau Kreis Guhrau, 1897 bis 1904 in Trebnitz in 
Schlesien, 1904 bis 1905 in Rixdorf bei Berlin. Seit 1905 befindet er sich im 
Schuldienst Schöneberg. 


Ausfall des Unterrichts

Bußtag: 18. November 1908; Weihnachtsferien: 24. Dezember 1908 bis 3. Januar 
1909; Kaiserfeier 27. Januar 1909.


Revisionen

Am 19. Januar 1909 wurde der [ im Original nicht lesbar, d. Bearb. ] ...Lehmann 
revidiert. Am 10. Oktober 1908  fand durch den selben Herrn eine Revision der 
Oberstufe des Oster...[ im Original nicht lesbar, d. Bearb. ] statt.


Schulentlassung am 31. März 1909

Klasse	Entlassene Kinder		Klassenalter
					   ½    1   1 ½    2   2 ¼
I			37		    9  10     3    15      0
II			14		    1    8     0      5      0
III			  5		    0    2     3      0      0
IV			  0		    0    0     0      0      0
			56		  10  20     6    20      0


Feststellungen über den zukünftigen Beruf

Zu Hause bleieben			  2
Arbeiter				  2
Handwerker				22
Fabrik- und ähnliche Betriebe	  1
Technisches Gewerbe		  8
Kunstgewerbe			  1
Handel				  6
Gastwirtschaft			  2
Schreibdienst			  7
In eine Berufsschule		  3
Unbestimmt				  2
					56


Sommerhalbjahr 1909

								         Konf.Unt.
Kl.	Lehrer			Schülerzahl	ev  kath  jüd   ung  sonst  11/12  12/1 snt.nat. 
O Ia	Demelt		37		37    0     0      0       0         20    0       0
I Ib	Sparfeld		37		37    0     0      0       0         18    1       0
O IIa	Rehfeld		34		33    0     1      0       0           0    0       0
O IIb	Oppermann		35		35    0     0      0       0           7    2       0
O IIIa	Wölfer			42		42    0     0      0       0           0    0       0
O IIIb	Dworek		43		43    0     0      0       0           0    0       0
O IVa	Stübert		48		47    0     1      0       0           2    0       0
O IVb	Albrecht		46		46    0     0      0       0           0    0       0
O V	Borgis			51		50    0     1      0       0           0    0       0
O VI	Frl. Schmidtke	48		46    0     2      0       0           0    0       0
O VII	Frl. Kleiber		53		53    0     0      0       0           0    0       0
M Ia	Thiele			37		37    0     0      0       0         22    3       0
M II	Ehle			40		40    0     0      0       0         11    2       0
M III	Zorn			44		44    0     0      0       0           4    0       0
M IVa	Kaisermann		45		43    0     2      0       0           0    0       0
M IVb	Noack			42		42    0     0      0       0           1    0       0
M V	Schultz		48		44    0     4      0       0           0    0       0
M VI	Wilcke			52		51    0     1      0       0           0    0       0
M VII	Frl. Gartmann	54		51    0     3      0       0           0    0       0

Schüler fremder Nationalität sind nicht vorhanden.

Oberstufe	349	Knaben	= 	41,75%
Mittelstufe	280	Knaben	=	33,49%
Unterstufe	207	Knaben	=	24,76%
835	Knaben

21 evangelisch, 0 katholisch, 15 jüdisch.19 Klassen mit durchschnittlich 44 Schülern. 
21 Lehrpersonen einschließlich des Rektors. 17 Lehrer und 4 Lehrerinnen, darunter 
2 Vertreterinnen mit 25 bzw. 6 Stunden.


Veränderungen im Klassenbestande und Lehrerkollegium

Lehrer Paeschke trat zur Mittelschule über, dafür wurde Lehrer Albrecht von Schule 
XIII nach XII versetzt. Durch die Einführung einer neuen Pflichtstundenverordnung 
wurde die Einrichtung einer neuen Stelle erforderlich, die durch die Lehrerin Charlotte 
Kleiber vertretungsweise besetzt wurde. Außerdem mussten noch 6 Stunden von der 
Lehrerin Gloth erteilt werden. Lehrer Dworek wurde von den Sommerferien bis zum 
19. September 1909, Lehrer Noack vom 11. September bis 25. September 1909 zu 
einer militärischen Übung beurlaubt. 


Karl Albrecht
Wurde am 10. Februar 1867 in Luckenwalde geboren, besuchte das Realgymnasium 
seiner Vaterstadt bis Obersekunda. Wurde vorgebildet auf dem Seminar zu Kyritz 
von 1884 bis 1887, bestand die 1. Prüfung im September 1887 zu Kyritz, die 2. Im 
Mai 1890 zu Cöpenick, war angestellt in Freienwalde vom 1. Oktober 1887 bis 1. 
Oktober 1888. In Rosenthal bei Berlin vom 1. Oktober 1888 bis 1. April 1891 und trat 
mit dem 1. April 1891 in den Schuldienst Schönebergs ein. Militärverhältnis: 
Landsturm.

Charlotte Kleiber 
Wurde am 9. Januar 1889 in Berlin geboren, besuchte das königliche 
Lehrerinnenseminar zu Berlin, wo sie die Prüfungen für mittlere und höhere Schulen 
im Februar 1908 bestand. Die Turnlehrerinnenprüfung legte sie in dem selben Jahr 
an der königlichen Landesturnanstalt ab. Seit August 1908 wird sie im öffentlichen 
Schuldienst Schöneberg beschäftigt.


Ausfall des Unterrichts

Pfingstferien 28. Mai bis 4. Juni, Sommerferien 2. Juli bis 10. August, Herbstferien 
29. September bis 4. Oktober, Frühjahrsparade 1. Juni, Kreislehrerkonferenz 21. 
Juni, Herbstparade 1. September, Sedanfeier 2. September, Hitzeferien waren nicht 
erforderlich.

Revisionen

Die Osterklassen wurden Herrn Schulrat  Kob revidiert. 


Schulentlassung am 29. September 1909


Klasse	Entlassene Kinder		Klassenalter
					   ½    1   1 ½    2   2 ¼
I			26		    4    8     5      8      1
II			10		    2    5     1      2      0
III			  3		    1    1     0      1      0
IV			  1		    1    0     0      0      0
			40		    8  14     6    11      1


Feststellung über den zukünftigen Beruf

Elektrotechniker	3			Schneider		2
Bautechniker		2			Tischler		4
Maschinenbauer	1			Tapezierer		1
Post 			1			Schlosser		4
Marine		1			Maurer		1
Kaufmann		1			Schumacher		1
Lehrer			1			Laufbursche		2
Buchdrucker		1			Unbestimmt		6
Schreiber		7
Kellner		1



Winterhalbjahr 1909/1910

									         Konf.Unt.
Kl.	Lehrer			Schülerzahl	ev  kath  jüd   ung  sonst  11/12  12/1 snt.nat. 
O [?]	Demelt		40		40    0     0      0       0         24    4       0
O [?]	Sparfeld		36		36    0     0      0       0         17    5       0
O [?]	Rehfeld		44		42    0     2      0       0           0    3       0
O [?]	Wölfer			42		41    0     1      0       0           7    0       0
O [?]	Dworek		42		42    0     0      0       0           1    3       0
O [?]	Stübert		45		45    0     0      0       0           2    0       0
O [?]	Albrecht		47		47    0     0      0       0           0    0       0
O [?]	Borgis			49		46    0     3      0       0           0    0       0
O [?]	Schmidtke		50		49    0     1      0       0           0    0       0
O [?]	Kleiber		49		49    0     0      0       0           0    0       0
M I	Thiele			45		45    0     0      0       0         22    2       0
M II	Ehle			35		35    0     0      0       0           6    0       0
M IIIa	Zorn			34		33    0     1      0       0           2    1       0
M IIIb	Oppermann		32		32    0     0      0       0           1    1       0
M IVa	Kaisermann		45		43    0     2      0       0           0    0       0
M IVb	Günther		44		43    0     1      0       0           4    0       0
M Va	Wilcke			46		44    0     1      1       0           0    0       0
M Vb	Schultz		43		43    0     0      0       0           0    0       0
M VI	Müller					        0     3      0       0           0    0       0
M VII	Gartmann		55		53    0     2      0       0           0    0       0

Oberstufe	353	Knaben	=	40,2%
Mittelstufe	319	Knaben	=	36,4%
Unterstufe	204	Knaben	=	23,2%
876	     Knaben		

858 evangelisch, 0 katholisch, 17 jüdisch. 20 Klassen mit durchschnittlich 43,8 
Schülern. 21 Lehrer und Lehrerinnen einschließlich des Rektors. 18 Lehrer und 3 
Lehrerinnen. Kinder fremder Nationalität sind nicht vorhanden.


Veränderungen im Klassenbestande und Lehrerkollegium

An die Stelle des an die 8. Schule versetzten Lehrers Noack trat Lehrer Günther, für 
eine neu errichtete Klasse (V Ub) wurde Lehrer Müller aus Friedrichsort berufen. Die 
Klasse II Ob ging ein, dafür wurde eine IV Mb Klasse eröffnet.

Der Rektor war krankheitshalber vom 1. Oktober bis 31. Dezember beurlaubt und 
wurde von Lehrer Thiele vertreten. 


Kurt Müller 
Wurde am 17. November 1880 zu Königsstein an der Elbe geboren, besuchte von 
1895 bis 1901 das Seminar zu Nossen bei Plauen i.V., bestand die 1. Lehrerprüfung 
in Plauen 1901 und die 2. Ebenda 1903 und hatte bevor er am 1. Oktober 1909 in 
den Schuldienst Schönebergs eintrat, die nachstehend bezeichneten Stellungen 
inne:

15. April 1901		30. September 1901	Volksschule Unterstützengrün/Erzgeb.
1. Oktober 1901	30. September 1902	Militärdienst
1. September 1902	Ostern 1903		Hammerbergschule zu Rittergrün/Erzgeb.
Ostern 1903		Ostern 1904		Volksschule zu Markersdorf/Sachsen
Ostern 1904		31. Januar 1905	15. Bezirksschule Chemnitz/Sachsen
1. Februar 1905	30. November 1906	24. Bezirksschule zu Leibzig
1. Dezember 1906	27. April 1907		Privaterziehungsanstalt Bad Harzburg
7. Mai 1907		30. September 1909	Kaiserl. Marinegarnisonsschule/Kiel
						(1. definitive Anstellung)

Hermann Günther
Wurde am 27. Juni 1882 zu Osterwieck am Harz im Kreise Halberstadt geboren, 
erhielt seine Vorbildung auf dem Seminar zu Oranienburg, bestand die 1. Prüfung 
am 10. September 1902 zu Oranienburg, die 2. Am 18. April 1907 zu Cöpenick, die 
Turn- und Schwimmlehrerprüfung am 2. Juli 1908 zu Berlin und hatte, bevor er am 1. 
Oktober 1909 in den Schuldienst Schönebergs eintrat, die nachstehend 
bezeichneten Stellungen inne:

1. Oktober 1902	31. März 1903	    Potsdam I. Gemeindeschule
1. April 1903		31. März 1905	    Hauslehrer bei Baron Schönberg (Ungarn)
1. April 1905		19. Februar 1906	    Nowawes bei Potsdam
21. Februar 1906	30. September 1906   Cöpenick II. Gemeindeschule
1. Oktober 1906	30. September 1909   Pankows III. und II. Gemeindeschule


Ausfall des Unterrichts im Sommer 1909

Pfingstferien		28. Mai 1909		bis	  4. Juni 1909
Sommerferien	 2. Juli 1909 		bis	10. August 1909
Herbstferien		29. September	bis	7. Oktober 1909

Außerdem fiel der Unterricht aus am:

21. Juni 1909		Kreislehrerkonferenz
20. Mai 1909			Himmelsfahrtstag
1. September		Herbstparade
2. September		Sedanfeier

Der Hitze wegen brauchte der Unterricht in diesem Sommer nicht auszufallen.


Ausfall des Unterrichts im Winter 1909/1910

Weihnachtsferien vom		23. Dezember 1909 bis 4. Januar 1910
Bußtag				17. November 1909
Kaiserfeier				27. Januar 1910
Osterferien				23. März bis 4. April 1910


Revision

Die O-Klassen wurden im November 1909 durch Herrn Schulrat Kob revidiert.



Schulentlassung am 23. März 1910

Klasse	Entlassene Kinder		Klassenalter
					   ½    1   1 ½    2   2 ¼
I			48		  11  17     2    17      1
II			  9		    3    4     1      1      0
III			  8		    1    6     0      1      0
IV			  2		    1    0     1      0      0
			67		  16  27     4    19      1


Feststellungen über den zukünftigen Beruf

Architekt		1			Maurer		3
Autoschlosser	2			Monteur		1
Bäcker		2			Maschinenbauer	3
Bankbeamter	2			Metallschleifer	1
Bürobursche		1			Photograph		1
Buchdrucker		1			Post			2
Dekorationsmaler	1			Reitbursche		1
Elektrotechniker	2			Schlosser		9
Friseur		1			Schriftsetzer		3
Gärtner		3			Schreiber		4
Koch			2			Trainer		1
Lehrer			2			Tapezierer		1
Kaufmann		5			Tischler		2
Diener			2			unbestimmt		8



Sommerhalbjahr 1910

									         Konf.Unt.
Kl.	Lehrer			Schülerzahl	ev  kath  jüd   ung  sonst  11/12  12/1 snt.nat. 
O [?]	Rehfeld		37		35    0     2      0       0         22    2       0
O [?]	Sparfeld		36		36    0     0      0       0         29    0       0
O [?]	Wölfer			36		35    0     1      0       0           9    0       0
O [?]	Dworek		36		36    0     0      0       0           4    0       0
O [?]	Stübert		36		36    0     0      0       0           3    0       0
O [?]	Dräger		33		33    0     0      0       0           4    1       0
O [?]	Albrecht		49		49    0     0      0       0           0    0       0
O [?]	Borgis			48		46    0     2      2       0           2    0       0
O [?]	Kleiber		46		46    0     0      0       0           0    0       0
O [?]	Schmidtke		62		59    0     3      1       0           0    0       0
M I	Noetzel		34		34    0     0      0       0         18    2       0
M II	Ehle			39		39    0     0      0       0         12    0       0
M IIIa	Zorn			37		36    0     1      0       0           4    1       0
M IIIb	Oppermann		37		37    0     0      2       0           2    0       0
M IVa	Kaisermann		43		42    0     1      0       0           0    0       0
M IVb	Günther		41		40    0     1      0       0           3    0       0
M Va	Wilcke			40		39    0     1      1       0           0    0       0
M Vb	Schultz		41		41    0     0      1       0           0    0       0
M VI	Müller			51		48    0     3      2       0           0    0       0
M VII	Gartmann		53		52    0     1      0       0           0    0       0

Gesamtschülerzahl 835 davon sind: 819 evangelisch, 16 jüdisch und 8 ungetauft. 
Den Konfirmandenunterricht besuchen 116 Knaben, und zwar Dienstags und 
Freitags von 11 bis 12 Uhr 110 Knaben, von 12 bis 13 Uhr 6 Knaben.

Oberstufe		361 Knaben	=	43,2%
Mittelstufe		262 Knaben	=	31,4%
Unterstufe		212 Knaben	=	25,4%


Die Schule hat 20 Klassen mit durchschnittlich 41,8 Schülern.
Es unterrichten 21 Lehrpersonen, einschließlich des Rektors, dazu zwei 
Vertreterinnen mit 6 respektive 4 Stunden. 18 Lehrer und 5 Lehrerinnen.



Veränderungen im Lehrerkollegium und Klassenbestande

Lehrer Thiele wurde zur auftragsweisen Verwaltung einer Mittelschullehrerstelle, 
Lehrer Demelt als Vorschullehrer an die Hohenzollernschule berufen. Klasse IV Ob 
wurde durch Fortführung III Ob. Für die abgegangenen Mitglieder des Kollegiums 
traten neu ein:

Rudolf Noetzel
Wurde am 12. Dezember 1879 in Birnbaum/Posen geboren, wurde vorgebildet auf 
der königlichen Präparandenanstalt zu Czarnikaul und dem königlichen Seminar zu 
Koschwino, bestand die 1. Lehrerprüfung am 30. August 1899 in Koschnien [ im 
Original nicht lesbar, d. Bearb. ], die 2. Am 10. Dezember 1903 ebenfalls in 
Koschnien [ im Original nicht lesbar, d. Bearb. ] und hatte bevor er am 1. März 1910 
in den Schuldienst Schönebergs eintrat, die nachstehend bezeichneten Stellen inne:

In Schneidemühl		vom 1. November 1899 bis 30. Juni 1900
In Wlosijewki/Hauland	vom 1. Juli 1900 bis 1. Oktober 1901
				vom 1. Oktober 1901 bis 30. September 1902 (Militärjahr)
In Wlosijewski/Hauland	Hauland vom 1. Oktober 1902 bis 31. März 1903
In Neuhaus/Schwerin	vom 1. April 1903 bis 31. März 1904
Conception Chile		1. April 1904 bis 1. Mai 1907
Santiago			1. Mai 1907 bis 1. März 1910

Paul Dräger
Wurde geboren am 8. November 1882 zu Marienwalde Kreis Arnswalde, besuchte 
zuerst die Volksschule zu Marienwalde, dann die Realschule zu Arnswalde, wurde 
vorgebildet auf der Präparandenanstalt und dem Seminar zu Neuzelle, wo er die 1. 
Prüfung Michaelis 02, die 2. Mich. 05 bestand. Mich. 02 bis Ostern 1906 war er an 
der Volksschule zu Poley Kreis Kuckau. Ostern 1906 bis [ im Original nicht lesbar, d. 
Bearb. ] 1909 an der Präparandenanstalt Großneuzelle, Ostern 1909 bis [ im Original 
nicht lesbar, d. Bearb. ] 1910 an der Präparandenanstalt Fürstenwalde angestellt. 
Ostern 1910 trat er in den Volksschuldienst Schönebergs ein.



Ausfall des Unterrichts

Pfingstferien		13. Mai bis 20. Mai
Sommerferien	1. Juli bis 9. August
Herbstferien		28. September bis 6. Oktober

Außerdem fiel der Unterricht aus:

Am 3., 4., 6., 7., 8., 9., 10., 11. Und 14. Juni der Hitze wegen. Am 5. Mai war 
Himmelfahrtsfest, am 1. Juni Frühjahrsparade, am 17. Juni Kreislehrerkonferenz, am 
1. Juli wurde 100ste Wiederkehr des Todestages der Königin Luise gefeiert, am 1. 
September fiel der Unterricht der Herbstparade wegen aus und am 2. September 
wurde das Sedanfest gefeiert.


Schulentlassung

28. September 1910


Klasse	Entlassene Kinder		Klassenalter
					   ½    1   1 ½    2   2 ¼
I			41		    8    8   15    10      0
II			  9		    6    2     1      0      0
III			  2		    1    1     0      0      0
IV			  2		    0    0     0      2      0
			54		  15  11   16    12      0


Feststellungen über den zukünftigen Beruf

Zur See			  2
Zur Post			  4
Handwerker/Bau		13
Technisches Gewerbe	10
Kunstgewerbe		  3
Gartenbau			  1
Handel			12
Gastwirtschaft		  3
Schreibdienst		  4
Unbestimmt			  2



Winterhalbjahr 1910/1911

      								         Konf.Unt.
Kl.	Lehrer			Schülerzahl	ev  kath  jüd   ung  sonst  11/12  12/1 snt.nat. 
O [?]	Rehfeld		31		30    0     1      0       0         18    1       0
O [?]	Sparfeld		31		31    0     0      0       0         27    0       0
O [?]	Dworek		43		43    0     0      0       0           8    0       0
O [?]	Stübert		34		34    0     0      0       0           2    0       0
O [?]	Dräger		31		31    0     0      0       0           6    0       0
O [?]	Albrecht		45		45    0     0      0       0           0    0       0
O [?]	Borgis			53		52    0     1      0       0           0    0       0
O [?]	Kleiber		51		49    0     2      0       0           0    0       0
O [?]	Schmidtke		52		50    0     0      0       0           0    0       0
M I	Zorn			45		44    0     1      0       0         24    2       0
M II	Ehle			41		40    0     1      0       0         11    0       0
M IIIa	Oppermann		38		38    0     0      0       0           3    0       0
M IIIb	Noetzel		37		37    0     0      0       0           1    0       0
M IVa	Günther		41		41    0     0      0       0           0    0       0
M IVb	Kaisermann		46		45    0     1      0       0           0    0       0
M V	Schultz		48		46    0     2      0       0           0    0       0
M VI	Gartmann		50		48    0     2      0       0           0    0       0
M VII	Müller			46		44    0     2      0       0           0    0       0

Gesamtzahl 763

Davon sind 748 evangelisch, 15 jüdisch. Den Konfirmandenunterricht besuchen 105 
Knaben und zwar Dienstags und Freitags von 11 bis 12 Uhr 101 Knaben, von 12 bis 
13 Uhr 4 Knaben. Es gehören zur 

Oberstufe	331	Schüler	=	44,7%
Mittelstufe	233	Schüler	=	30,5%
Unterstufe	199	Schüler	=	24,8%

Die Schule hat 18 Klassen mit durchschnittlich 42,4 Schüler. Es unterrichten 19 
Lehrpersonen, einschließlich des Rektors, und einer Vertreterin mit 4 Stunden. 16 
Lehrer und 4 Lehrerinnen.



Veränderungen im Lehrerkollegium und Klassenbestand

Klasse II Ob geht ein, III Mb wird nicht nach II Mb fortgeführt; die Lehrer Wölfer und 
Wilcke werden an andere Schulen versetzt, ersterer nach Schule XV, letzterer nach 
Schule VI; zwei Klassenräume werden dadurch frei, so das der Raum, den die XIII 
Schule bisher der XII überlassen hatte, ihr zurückgegeben werden kann. Dazu erhält 
sie noch einen zweiten Raum von Schule XII zu dauernder Benutzung, damit die 
Schuldienerwohnung aus dem Keller in das Erdgeschoß verlegt werden kann. Der 
Schuldiener von Schule XII zieht in die im 3. Stockwerk des Verwaltungsgebäudes 
freigewordene Wohnung. Schule XII und XIII haben von jetzt ab je 18 Klassenräume.


Ausfall des Unterrichts

Am 31. Oktober wurde das Reformationsfest gefeiert. Die oberen Klassen mit 
Ausnahme von 1 Ob besuchten den Festgottesdienst in der Apostel-Paulus-Kirche, 
während die anderen in Betracht kommenden Klassen eine Feier in ihren Räumen 
abhielten. Am 16. November fiel der Unterricht des Bußtages wegen aus. Die 
Weihnachtsferien fielen in die Zeit vom 22. Dezember 1910 bis 3. Januar 1911. Am 
27. Januar wurde seiner Majestät Geburtstag gefeiert. Am 25. Januar besuchten die 
oberen Klassen die Tuberkulose-Ausstellung in Wilmersdorf und am 22. März die 
Kolonial-Ausstellung. Der Nachmittag des 31. Januar und des 10. Februar wurde den 
Klassen 1. Und 2. Zum Eislauf freigegeben.

Lehrer Sparfeld war vom 8. Dezember 1910 bis 31. März 1911 krankheitshalber 
beurlaubt.

Revisionen

Herr Pastor Mirbt revidierte den Religionsunterricht der Klassen 3 Ob (Dräger), 2 M 
(Ehle) und 1 M (Zorn) am 17. Dezember 1910. Durch den Herrn Geheimrat Tarony 
wurden revidiert

Am 25. Januar 1911 die Klassen 7 M		7O		6O		3Ob
				Frl. Kirchhoff		Schmidtke	Kleiber	Dräger

Am 2. Februar 1911	1 O		2 O		4 O		5 O		5 M
			Rehfeld	Dworek	Albrecht	       Borgis    	Schultz


Der königliche Kreisschulinspektor

Herr Schulrat Kob verabschiedete sich am 24. März von dem Kollegium und trat am 
31. desselben Monats in den Ruhestand.


Schluß des Winterhalbjahres

Am 31. März. An diesem Tage wurden nach der Zensurenverteilung die versetzten 
Schüler in ihre neuen Klassen geführt. Die Knaben, welche aus der Schulpflicht 
entlassen wurden, erhielten ihre Zeugnisse vom Rektor. Von einer allgemeinen 
Entlassungsfeier, wie sie bisher abgehalten wurde, sah die Schule zum ersten Male 
ab.

Am 1. November starb im Rathause unerwartet der 1. Oberbürgermeister der Stadt 
Rudolf Wilde. Die durch die Stadt veranstaltete Beisetzung fand am 5. November 
statt.


Schulentlassung am 31. März 1911

Klasse	Entlassene Kinder		Klassenalter
					   ½    1   1 ½    2   2 ¼
I			43		    6  13     4    20      0
II			12		    5    4     3      0      0
III			11		    1    8     1      1      0
			66		  12  25     8    21      0


Feststellungen über den zukünftigen Beruf.

Zur See			  2
Zur Post			  1
Handwerker			13
Technisches Gewerbe	16
Kunstgewerbe		  4
Gartenbau			  0
Handel			17
Gastwirtschaft		  3
Schreibdienst		  3
Laufbursche			  6
Unbestimmt			  1
				66



Sommerhalbjahr 1911

									         Konf.Unt.
Kl.	Lehrer			Schülerzahl	ev  kath  jüd   ung  sonst  11/12  12/1 snt.nat. 
O I	Rehfeld		43		42    0     1      0       0         20    0       0
O II	Dworek		42		41    0     1      0       0           4    0       0
O III	Stübert		44		44    0     1      0       0           4    1       0
O IV	Borgis			45		45    0     0      1       0           0    0       0
O V	Albrecht		49		48    0     1      1       0           0    0       0
O VI	Schmidtke		52		50    0     2      0       0           0    0       0
O VII	Dräger		45		43    0     2      1       0           0    0       0
M I	Zorn			40		40    0     0      0       0         32    0       0
M II	Ehle			35		35    0     0      0       0         11    4       0
M IIIa	Oppermann		42		42    0     0      0       0           6    0       0
M IIIb	Noetzel		42		42    0     0      0       0           4    0       0
M IVa	Günther		44		44    0     0      0       0           0    0       0
M IVb	kaisermann		42		41    0     1      0       0           0    0       0
M Va	Schultz		45		43    0     2      0       0           0    0       0
M Vb	Sparfeld		41		40    0     1      0       0           0    0       0
M VI	Gartmann		56		55    0     1      0       0           0    0       0
M VII	Müller			48		46    0     2      2       0           0    0       0

Gesamtzahl 755

Davon sind 741 evangelisch, 14 jüdisch und ungetauft 5. Den 
Konfirmandenunterricht besuchen 85 Knaben und zwar Dienstags und Freitags von 
11 bis 12 Uhr 81 Knaben, von 12 bis 13 Uhr 4 Knaben. 

Oberstufe	288	Schüler	=	38,1%
Mittelstufe	226	Schüler	=	29,9%
Unterstufe	241	Schüler	=	32,0%

Die Schule hat 17 Klassen mit durchschnittlich 44,4 Schülern. Es unterrichten 18 
Lehrpersonen, einschließlich des Rektors, 16 Lehrer und 2 Lehrerinnen.


Veränderungen im Lehrerkollegium und Klassenbestande

Die Klassen 1 Ob und 3 Ob gingen ein. Dafür wurde eine Klasse 5 Mb aus Schule 6 
überwiesen. Ein Klassenraum, Zimmer Nr. 5 mußte einstweilen dem Werner-
Siemens-Realgymnasium zur Benutzung überlassen werden. Die Vertreterin Frl. 
Kleiber wurde an eine andere Schule versetzt. 


Die königliche Kreisschulinspektion

Wurde während des Monats April vertretungsweise verwaltet von dem Herrn 
Kreisschulinspektor in Wilmersdorf Herrn Schulrat Stubbe übernahm das Amt am 1. 
Mai.


Ausfall des Unterrichts

Die Osterferien dauerten vom 12. Bis 24. April. Die Frühjahrsparade fand am 31. Mai 
statt. Die Pfingstferien fielen in die Zeit vom 2. Bis 9. Juni, die Sommerferien in die 
Zeit vom 7. Juli bis 15. August, wurden aber der Hitze wegen bis zum 18. August 
verlängert. In diesem ausdauernd sehr heißen Sommer mußte der Unterricht der 
letzten Vormittagsstunde der Hitze wegen ausgesetzt werden, am 24. Und 26. Juni, 
am 7. Juli, 28. Und 29. August.

Am 7. Juli und 29. August fiel aus dem selben Grund auch der Nachmittagsunterricht 
aus. Am 17. Juni feierte die Schule die 100. Wiederkehr des Geburtstages des 
Turnvaters Jahn durch Vortrag, Gesänge und Turnübungen.

Am 1. September fiel der Unterricht der Herbstparade wegen aus, und am 2. 
September wurde das Sedanfest in üblicher Weise gefeiert. Lehrer Sparfeld war 
krankheitshalber vom 15. Mai bis 7. Juli beurlaubt. Er wurde in dieser Zeit durch Frl. 
Wentzlaff vertreten.

Verschiedenes

Am 27. März 1911 wurde der neu erwählte Oberbürgermeister Dominicus durch den 
Regierungspräsidenten von der Schulenburg in sein Amt eingeführt. Am 26. Mai 
1911 fand die Feier der Grundsteinlegung für das neue Rathaus statt. An Stelle der 
bisher nebenamtlich tätig gewesenen Schulärzte wurden zwei Schulärzte im 
Hauptamt angestellt. Die 12. Schule gehört zum  Bezirk des Schularztes Dr. 
Gettkant.

Schulentlassung am 30. September 1911

Klasse	Entlassene Kinder		Klassenalter
					   ½    1   1 ½    2   2 ¼
I			33		    4  12     7    10      0
II			10		    0    8     1      1      0
III			  4		    0    2     1      1      0
			47		    4  22     9    12      0


Feststellungen über den zukünftigen Beruf

Zur See			  0
Zur Post			  1
Handwerker			14
Technisches Gewerbe	  5
Kunstgewerbe		  4
Gartenbau			  0
Handel			12
Gastwirtschaft		  1
Schreibdienst		  5
Laufbursche			  3
Unbestimmt			  2


Winterhalbjahr 1911/1912

									         Konf.Unt.
Kl.	Lehrer			Schülerzahl	ev  kath  jüd   ung  sonst  11/12  12/1 snt.nat. 
O [?]	Rehfeld		35		34    0     1      0       0         13    2       0
O [?]	Dworek		42		42    0     0      0       0           6    1       0
O [?]	Stübert		40		40    0     0      0       0           5    0       0
O [?]	Borgis			54		54    0     0      3       0           0    0       0
O [?]	Albrecht		52		50    0     2      2       0           0    0       0
O [?]	Mantius		51		49    0     2      0       0           0    0       0
O [?]	Gartmann		49		47    0     2      1       0           0    0       0
M I	Zorn			34		34    0     0      0       0         23    2       0
M II	Oppermann		49		49    0     0      0       0           8    1       0
M IIIa	Ehle			39		38    0     1      0       0           2    0       0
M IIIb	Kaisermann		38		36    0     2      0       0           0    3       0
M IVa	Günther		40		39    0     1      0       0           1    0       0
M IVb	Sparfeld		39		38    0     1      1       0           0    0       0
M V	Schultz		51		50    0     1      2       0           0    0       0
M VI	Noetzel		52		50    1     1      1       0           0    0       0
M VII	Müller			53		52    0     1      2       0           0    0       0

Gesamtzahl 718

Davon sind 702 evangelisch, 1 katholisch, 15 jüdisch und 12 ungetauft. Den 
Konfirmandenunterricht besuchen 68 Knaben und zwar Dienstags und Freitags von 
11 bis 12 Uhr 58, 12 bis 13 Uhr 9, von 8 bis 9 Uhr 1 Schüler.

Oberstufe		277	Schüler	=	38,6%
Mittelstufe		236	Schüler	=	32,9%
Unterstufe		205	Schüler	=	28,5%

Die Schule hat 16 Klassen 9 M und 7 O mit durchschnittlich 44,9 Schülern. Es 
unterrichten 17 Lehrkräfte, 1 Rektor, 14 Lehrer, 1 Lehrerin und eine Vertreterin.


Veränderungen im Klassenbestand und Lehrerkollegium

Klasse 5 Mb ging durch Weiterführung nach 4 Mb ein, 2 Mb die durch Weiterführung 
von 3 Mb hätte entstehen müssen, wurde durch Verteilung aufgelöst, so das die 
Schule im Winterhalbjahr 1911/1912 nur 16 Klassen zählt. Diese Verminderung der 
Klassenzahl war erforderlich, weil das Werner-Siemens-Realgymnasium während 
des Winterhalbjahres noch einen zweiten Klassenraum in Anspruch nahm. 

Lehrer Dräger wurde an die 11. Schule versetzt, Frl. Schmidke als Vertreterin an die 
Chamisso-Schule berufen. An ihre Stelle trat Frl. Mantins, die seit 25. November 
1907 in Schöneberg vertretungsweise beschäftigt wird. Mit Beginn der 
Weihnachtsferien schied Lehrer Müller aus dem Kollegium aus, um eine Stelle an der 
deutschen Schule in Pretoria zu übernehmen. An seine Stelle trat Frl. Karla Völcker 
vertretungsweise.


Ausfall des Unterrichts

Wegen der im Orte herrschenden Scharlach- und Diphtherieepidemie von der, wenn 
auch nicht in starkem Maße wie andere Schulen, auch die 12. Schule betroffen 
wurde, mußten am 7. Dezember 1911 die Zimmer 3, Klasse 70 und Zimmer 15 
Klasse 3 Oa und am 23. Februar Zimmer 12 Klasse 5 o desinfiziert werden. Während 
der Weihnachtsferien fand die Desinfizierung sämtlicher Klassenräume statt. Zimmer 
14, Klasse 40 wurden am 13. Und 15. Januar 1912 nochmals desinfiziert.

Mit der Kaiserfeier am 27. Januar 1912 wurde die Feier des 200. Geburtstages 
Friedrichs des Großen verbunden. Das Wintersemester begann nach den 
Herbstferien am 9. Oktober. Am 31. Oktober nahmen die Oberklassen an dem 
Festgottesdienst zur Reformationsfeier teil, während die Mittelklassen in der Schule 
feierten. Am Bußtage, dem 22. November 1911, fiel der Unterricht aus.


Schulentlassung am 30. März 1912

Klasse	Entlassene Kinder		Klassenalter
					   ½    1   1 ½    2   2 ¼
I			24		    4    6     2    12      0
II			10		    5    3     1      1      0
III			  4		    1    1     1      1      0
			38		  10  10     4    14      0


Feststellung es zukünftigen Berufs

Zur Post				  4
Arbeiter/Laufbursche		  2
Handwerker auch Baugewerbe	11
Technisches Gewerbe		  6
Kunstgewerbe			  1
Handel				  8
Gastwirtschaft			  1
Schreibdienst			  2
Unbestimmt				  3
					38



Sommerhalbjahr 1912

									         Konf.Unt.
Kl.	Lehrer			Schülerzahl	ev  kath  jüd   ung  sonst  11/12  12/1 snt.nat. 
O I	Rehfeld		46		46    0     0      0       0         23    4       0
O II	Dworek		37		37    0     0      0       0           6    3       0
O IIIa	Stübert		41		41    0     0      2       0           3    0       0
O IIIb	Heiber			42		42    0     0      1       0           1    2       0
O IVa	Borgis			46		45    0     1      2       0           1    0       0
O IVb	Helpap		46		46    0     0      0       0           0    0       0
O Va	Deichsler		41		41    0     0      0       0           0    0       0
O Vb	Albrecht		39		38    0     1      2       0           0    0       0
O VI	Mantius		47		44    0     3      1       0           0    0       0
O VII	Mars			56		56    0     0      2       0           0    0       0
M I	Zorn			34		34    0     0      0       0         21    3       0
M II	Oppermann		42		42    0     0      0       0           9    0       0
M IIIa	Ehle			36		36    0     0      0       0           2    1       0
M IIIb	Kaisermann		39		37    0     2      0       0           3    1       0
M IVa	Günther		43		42    0     1      0       0           2    0       0
M IVb	Sparfeld		40		39    0     1      1       0           0    0       0
M V	Schultz		52		51    0     1      1       0           0    0       0
M VI	Noetzel		59		58    0     1      1       0           0    0       0
M VII	Völcker		57		53    0     4      2       0           0    0       0

Gesamtzahl 843

Davon sind 828 evangelisch, 0 katholisch, 15 jüdisch und 15 ungetauft. Den 
Konfirmandenunterricht besuchen 85 Knaben und zwar Dienstags und Freitags von 
11 bis 12 Uhr 71, von 12 bis 13 Uhr 14 und von 8 bis 9 Uhr 0.

Oberstufe		317	Knaben	=	37,8%
Mittelstufe		307	Knaben	=	36,5%
Unterstufe		219	Knaben	=	25,7%

Die Schule hat 19 Klassen 10 O-Klassen, 9 M-Klassen mit durchschnittlich 44,1 
Schülern. Es unterrichten 20 Lehrkräfte, 1 Rektor, 16 Lehrer und 3 Vertreterinnen.


Veränderungen im Klassenbestand und Lehrerkollegium

Die beiden Klassenräume, die seit Ostern bzw. Michaelis 1911 von dem Werner-
Siemens-Realgymnasium benutzt wurden, werden zurückgegeben. Außerdem erhält 
die Schule 3 Räume in dem neu errichteten Erweiterungsbau des selben 
Gymnasiums, muß aber 2 Räume an die Schule 13 abtreten so das ihr 13 
Klassenräume verbleiben. Klasse 3 Ob, 4 Ob und 5 Ob werden aus Schule VI 
überwiesen. Frl. Gartmann wird vertretungshalber an die Fontane-Schule berufen. 
Als Vertreterin tritt neu ins Kollegium ein Frl. Margarete Mars. Die 3 überwiesenen 
Klassen werden übernommen von den Lehrern Heiber, Helpap und Deichsler.


Kurt Heiber
Wurde am 3. November 1886 zu Schwiebus geboren, besuchte die Mittelschule zu 
Schwiebus, wurde vorgebildet auf der Präparandenanstalt und dem Seminar 
Neuzelle, legte die 1. Prüfung ab am 19. September 1906, die 2. Am 28. November 
1908 beide in Neuzelle, war angestellt in Groß-Kölzig vom 1. Oktober 1906 bis 31. 
März 1912 und trat am 1. April 1912 hier ein. Militärverhältnis: Landsturm mit Waffe.

Herbert Helpap
Wurde am 12. Juli 1886 in Cöpenick geboren als Sohn eines königlichen 
Eisenbahnlademeisters, besuchte die 9-klassige Mittelschule zu Stettin, erhielt seine 
Vorbildung auf der Präparandenanstalt zu Stettin und dem Seminar zu Pyritz in 
Pommern, wo er Ostern 1907 die Abgangsprüfung bestand. Die 2. Prüfung legte er 
im April 1910 an dem Seminar zu Pölitz ab. Vom 1. April 1907 bis Oktober 1910 war 
er an der sechsklassigen Schule zu Misdroy, vom Oktober 1911 bis April 1912 an der 
dreiklassigen Schule zu Güstrow bei Stettin angestellt. Am 1. April 1912 trat er in den 
Schuldienst der Stadt Schöneberg über. Er ist Unteroffizier der Reserve und 
Offizieraspirant.

Karl Deichsler
Wurde am 10. Februar 1887 zu Buch Bezirk Potsdam geboren. Sohn eines 
Hofverwalters besuchte die 88. Gemeindeschule zu Berlin, wurde vorgebildet auf der 
Präparandenanstalt und dem Seminar zu Oranienburg, bestand die 1. Lehrerprüfung 
am 23. August 1907, die 2. Am 1. Dezember 1909 zu Oranienburg, war angestellt am 
Friedrichsstift in Steglitz vom 1. Oktober 1907 bis 1. Oktober 1909, an der 2. 
Gemeindeschule zu franz. Buchholz vom 1. Oktober 1910 bis 1. April 1912, trat in 
den Schuldienst Schönebergs ein am 1. April 1912. Militärverhältnis: Vizefeldwebel 
der Reserve und Offizieraspirant. 


Ausfall des Unterrichts

Das Schulhalbjahr begann am Donnerstag dem 11. April. Die Pfingstferien dauerten 
vom 24. Bis 31. Mai, die Sommerferien vom 5. Juli bis 13. August, die Herbstferien 
begannen am 28. September. Außerdem wurde der Unterricht ausgesetzt am Tage 
der Frühjahrsparade. Nur einmal, am Sonnabend dem 29. Juni, brauchte die letzte 
Vormittagsunterrichtsstunde der Hitze wegen auszufallen. Im Juni wurden die 
üblichen Schulausflüge unternommen. Auch am Tage der Herbstparade fiel der 
Unterricht aus, und am 2. September wurde das Sedanfest gefeiert. 


Schulentlassung Michaelis 1912

Klasse	Entlassene Kinder		Klassenalter
					   ½    1   1 ½    2   2 ¼
I			26		    1  11     4    11      0
II			10		    5    0     2      0      0
III			  5		    0    3     1      0      0
IV			  2		    0    0     0      2      0
			43		    6  14     7    13      0


Feststellungen über den zukünftigen Beruf

Zur Post				  2
Laufbursche				  1
Handwerker/Bauhandwerker	15
Zur See				  2
Technisches Gewerbe		  7
Handel				  5
Gastwirtschaft			  2
Schreibdienst			  1
Eintritt in Berufsschulen		  3
Herrschaftlicher Kutscher, Jockey 2
Unbestimmt				  3
					43



Winterhalbjahr 1912/1913

									         Konf.Unt.
Kl.	Lehrer			Schülerzahl	ev  kath jüd   ung  sonst  11/12  12/1 snt.nat. 
O I	Rehfeld		41		41    0     0      0       0         24    0       0
O II	Dworek		31		31    0     0      0       0           4    1       0
O IIIa	Noetzel		45		45    0     0      1       0           4    0       0
O IIIb	Heiber			44		44    0     0      0       0           8    0       0
O IVa	Borgis			48		47    0     1      2       0           2    0       0
O IVb	Helpap		46		46    0     0      0       0           0    0       0
O Va	Deichsler		40		40    0     0      0       0           0    0       0
O Vb	Albrecht		37		36    0     1      2       0           0    0       0
O VI	Kaisermann		49		46    0     3      2       0           0    0       0
O VII	Mars			52		49    0     3      0       0           0    0       0
M I	Zorn			42		42    0     0      0       0         16    3       0
M IIa	Ehle			29		29    0     0      0       0           7    0       0
M IIb	Günther		31		30    0     1      0       0           8    0       0
M IIIa	Oppermann		39		39    0     0      0       0           3    0       0
M IIIb	Schindler		37		36    0     1      1       0           1    0       0
M IV	Sparfeld		46		46    0     0      1       0           0    0       0
M V	Schultz		46		45    0     1      1       0           0    0       0
M VI	Stübert		54		51    0     3      2       0           0    0       1
M VII	Mantius		60		60    0     0      1       0           0    0       0

Gesamtzahl 817

Davon sind 803 evangelisch, 0 katholisch, 14 jüdisch und 13 ungetauft. Den 
Konfirmandenunterricht besuchen 86 Knaben, und zwar Dienstags und Freitags von 
11 bis 12 Uhr 82, von 12 bis 13 Uhr 4, von 8 bis 9 Uhr 0.

Oberstufe		339	Knaben	=	41,5%
Mittelstufe		263	Knaben	=	32,2%
Unterstufe		215	Knaben	=	26,3%

Die Schule hat 19 Klassen 10 O-Klassen und 9 M-Klassen mit durchschnittlich 43 
Schülern. Es unterrichten 20 Lehrkräfte, ein Rektor, 17 Lehrer und 1 Lehrerin und 
eine Vertreterin.


Veränderungen im Klassenbestand und Lehrerkollegium

Durch Fortführung ging Klasse 4 Mb ein und entstand Klasse 2 Mb neu. Die 
Vertreterin Frl. Völker wurde an eine andere Schule versetzt; dafür trat neu ein 
Lehrer Adolf Schindler. Lehrer Stübert erkrankte gleich zu Anfang des 
Schulhalbjahres. Die Vertreterin Frl. Kahlmann wurde für ihn eingestellt. Herr Stübert 
wird voraussichtlich pensioniert werden. 


Adolf Schindler
Wurde am 23. März 1885 als Sohn eines Bäckermeisters und Gastwirts in 
Frankleben Kreis Merseburg geboren, wurde vorgebildet auf der Präparandenanstalt 
und dem Seminar zu Weißenfels, wo er die 1. Prüfung am 23. Februar 1905, die 2. 
Am 26. Juni 1908 bestand. Die Mittelschulprüfung legte er am 29. Oktober 1910 ab. 
Angestellt war er vom 1. April 1906 bis 4. Mai 1909 in Holleben [ im Original nicht 
zweifelsfrei lesbar, d. Bearb. ] Bezirk Halle an der Saale, vom 4. Mai 1909 bis 30. 
September 1912 als Präparandenlehrer in Erlenburg; am 1. Oktober 1912 trat er hier 
ein. Militärverhältnis: Gefreiter der Reserve.

Maria Mantius
Wurde nach dem sie seit dem 1. März 1908 an den Schöneberger Volksschulen mit 
einer wegen Krankheit notwendig gewordenen Unterbrechung von 10-monatiger 
Dauer vertretungsweise vollbeschäftigt worden  war, am 1. Oktober 1912 entgültig 
angestellt. Sie wurde geboren am 23. März 1882 in Steglitz als Tochter eines 
Pianisten, besuchte höhere Mädchenschulen in Berlin, legte die 
Kindergärtnerinnenprüfung ab, besuchte sodann die 1. Klasse des böhmischen 
Lehrerinnenseminars und bestand die Prüfung für Volksschullehrerinnen am 16. 
Oktober 1907.


Ausfall des Unterrichts

Das neue Schulhalbjahr begann am Montag, den 7. Oktober und schloß am Mittwoch 
dem 19. März. Am 31. Oktober wurde das Reformationsfest in der Schule und durch 
Kirchgang gefeiert. Der Bußtag fiel auf den 20. November. Die Weihnachtsferien 
dauerten vom 23. Dezember 1912 bis 3. Januar 1913. Am 17. Und 31. Januar sowie 
am 21. Februar wurde der Nachmittag zum Eislauf freigegeben. Die Feier des 
Geburtstages seiner Majestät des Kaisers wurde am 27. Januar begangen; am 10. 
März fand die Jahrhundertfeier statt, die zugleich der Königin Luise gewidmet war. 
Am 13. Februar besuchten die Schüler der oberen Klassen die Vorstellung von 
?Minna von Barnhelm? im Schillertheater zu Charlottenburg. Die Kreislehrerkonferenz 
wurde am 14. März abgehalten. Schluß des Schulhalbjahres am 19. März 1913. 

Größere Revisionen fanden in diesem Halbjahr nicht statt.


Schulentlassung Ostern 1913

Klasse	Entlassene Kinder		Klassenalter
					   ½    1   1 ½    2   2 ¼
I			34		    5    8     2    19      0
II			10		    2    4     3      1      0
III			  9		    1    4     2      2      0
IV			  1		    1    0     0      0      0
			54		    9  16     7    22      0


Feststellung über den zukünftigen Beruf

Arbeiter/Laufbursche		  2
Handwerker				18
Straßenfeger				  1
Technisches Gewerbe		  3
Kunstgewerbe			  4
Gartenbau				  1
Handel				17
Gastwirtschaft			  1
Schreibdienst			  4
Zur See				  1
Unbestimmt				  2
					54



Sommerhalbjahr 1913

									         Konf.Unt.
Kl.	Lehrer			Schülerzahl	ev  kath  jüd   ung  sonst  11/12  12/1 snt.nat. 
O I	Rehfeld		39		39    0     0      1       0         20    5       0
O IIa	Dworek		31		31    0     0      1       0           2    5       0
O IIb	Lehmann		31		31    0     0      0       0           6    1       0
O IIIa	Noetzel		44		44    0     0      0       0           4    1       0
O IIIb	Helpap		45		45    0     0      0       0           8    0       0
O IVa	Deichsler		38		38    0     0      0       0           0    0       0
O IVb	Borgis			38		38    0     0      0       0           0    1       0
O V	Albrecht		46		42    0     3      1       1           0    0       1
O VI	Mars			46		43    0     3      1       0           0    0       0
O VII	Heiber			59		58    0     1      2       0           0    0       0
M I	Zorn			35		35    0     0      0       0         18    3       0
M II	Ehle			44		43    0     1      0       0         17    0       0
M IIIa	Oppermann		37		37    0     0      0       0           4    0       0
M IIIb	Schindler		37		36    0     1      1       0           4    0       0
M IVa	Sparfeld		41		41    0     0      1       0           0    0       0
M IVb	Günther		41		41    0     0      0       0           0    1       0
M V	Schultz		46		45    0     1      0       0           0    0       0
M VI	Kaisermann		50		48    0     2      2       0           0    0       0
M VII	Mantius		57		56    0     1      1       0           0    0       0

Gesamtzahl 805

Davon sind 792 evangelisch, 0 katholisch, 13 jüdisch und 11 ungetauft. Den 
Konfirmandenunterricht besuchen 100 Knaben und zwar Dienstags und Freitags von 
11 bis 12 Uhr 83, 12 bis 13 Uhr 17 und von 8 bis 9 Uhr keiner.

Oberstufe		343	Knaben	=	42,6%
Mittelstufe		250	Knaben	=	31,1%
Unterstufe		212	Knaben	=	26,3%

Die Schule hat 19 Klassen 10 O-Klassen und 9 M-Klassen mit durchschnittlich 42,4 
Schülern. Es unterrichten 20 Lehrkräfte, 1 Rektor, 17 Lehrer, eine Lehrerin und eine 
Vertreterin.

Veränderungen im Klassenbestand und Lehrerkollegium

Klasse 2 Mb ging ein, 4 Mb wurde aus Schule 6 überwiesen, 5 Ob nach 4 Ob, 3 Ob 
nach 2 Ob fortgeführt. Lehrer Stübert wurde auf seinen Antrag in den Ruhestand 
versetzt und durch die Verleihung des Ordens der Inhaber des Hohenzollernschen 
Hausordens ausgezeichnet. An seine Stelle trat Lehrer Lehmann von der 162. 
Volksschule in Berlin.


Friedrich Lehmann
Wurde am 2. Oktober 1883 zu Reinsdorf in der Mark geboren, für den Beruf 
vorbereitet auf der Präparandenanstalt und dem Seminar zu Delitzsch, wo er die 1. 
Prüfung 1904 und die 2. Im Jahre 1906 bestand. Außerdem legte er die 
Turnlehrerprüfung ab 1906 in Halle an der Saale. Auch nahm er an einem 
Zeichenkursus an der königlichen Kunstschule in Berlin teil. Angestellt war er vom 1. 
Februar 1904 bis 1. Oktober 1906 als dritter Lehrer an der 4-klassigen Volksschule 
zu Elsterwerda, vom 1. Oktober 1907 bis 30. September 1909 als Lehrer an der 
einklassigen Volksschule zu Reichenhain, vom 1. Oktober 1909 bis 1. April 1913 an 
der 162. Schule in Berlin. Am 1. April 1913 trat er hier ein.


Ausfall des Unterrichts

Der Unterricht fiel aus in der letzten Vormittagsstunde am 29. April, 30. Und 31. Mai, 
3. Und 18. Juni der Hitze wegen. Schulfrei waren der Tag der Frühjahrsparade, 2. 
Juni, und der Tag der Herbstparade, 2. September sowie der Tag der Hochzeitsfeier 
der Prinzessin des kaiserlichen Hauses, 24. Mai, und der Tag der Landtagswahl 16. 
Mai.

Gefeiert wurde das Kaiserjubiläum am 16. Juni und das Sedanfest am 1. September 
in der letzten Vormittagsstunde. Schulausflüge wurden unternommen: 25. Juni von 
10 Klassen, 26. Juni von 7 Klassen, 3. Juli von einer Klasse Pfingstferien 10. Bis 15. 
Mai, Sommerferien 5. Juli bis 10. August, Herbstferien 28. September bis 5. Oktober


Revisionen

Größere Revisionen fanden nicht statt.


Schulentlassung Michaelis 1913


Klasse	Entlassene Kinder		Klassenalter
					   ½    1   1 ½    2   2 ¼
I			21		    1  10     3      7      0
II			12		    5    6     0      1      0
III			10		    3    1     4      2      0
IV			  1		    0    1     0      0      0
			44		    9  18     7    10      0


Feststellung über den zukünftigen Beruf

Arbeiter/Laufbursche/Diener	  7
Handwerker				13
Technisches Gewerbe		  1
Kunstgewerbe			  5
Gartenbau				  3
Handel				  1
Gastwirtschaft			  1
Zur Post				  3
Zur See				  1
Fabrikarbeiter			  1
Im Elternhause verbleibend	  2
Unbestimmt				  4
					46



Winterhalbjahr 1913/1914

									         Konf.Unt.
Kl.	Lehrer			Schülerzahl	ev  kath jüd   ung  sonst  11/12  12/1  snt.nat. 
O I	Rehfeld		35		35    0     0      0       0         20    5       0
O II	Dworek		41		40    0     0      1       0           4    0       0
O IIIa	Noetzel		40		40    0     0      0       0           1    0       0
O IIIb	Helpap		42		42    0     0      0       0           5    1       0
O IVa	Deichsler		38		38    0     0      0       0           0    0       0
O IVb	Borgis			38		38    0     0      0       0           1    0       0
O V	Albrecht		47		44    0     3      1       0           0    0       0
O VI	Mars			45		44    0     1      0       0           0    0       0
O VII	Heiber			52		51    0     1      4       0           0    0       0
M I	Zorn			46		45    0     1      0       0         26    3       0
M IIa	Oppermann		34		34    0     0      0       0         11    1       0
M IIb	Schindler		35		34    0     1      1       0           7    0       0
M IIIa	Ehle			40		40    0     0      1       0           1    2       0
M IIIb	Schultz		37		37    0     0      0       0           1    0       0
M IV	Sparfeld		44		43    0     1      0       0           0    0       0
M V	Kaisermann		49		47    0     2      3       0           0    0       0
M VI	Mantius		56		54    0     2      1       0           0    0       0
M VII	Günther		57		53    0     4      2       0           0    0       0

Gesamtzahl 776

Davon sind 760 evangelisch, 0 katholisch, 16 jüdisch und 12 ungetauft. Den 
Konfirmandenunterricht besuchen 90 Knaben und zwar Dienstags und Freitags von 
11 bis 12 Uhr 77 Knaben, von 12 bis 13 Uhr 12 und von 8 bis 09 Uhr 1 Knabe.

Oberstufe		350	Schüler	=	45,1%
Mittelstufe		216	Schüler	=	27,8%
Unterstufe		210	Schüler	=	27,1%

Die Schule hat 18 Klassen 9 O-Klassen, 9 M-Klassen mit durchschnittlich 43,1 
Schülern. Es unterrichten 19 Lehrkräfte und 1 Rektor, 16 Lehrer, 1 Lehrerin und eine 
Vertreterin.

Veränderungen im Klassenbestand und Lehrerkollegium

Klasse IV Mb ging durch Fortführung ein, neu entstand durch Fortführung die Klasse 
II Mb. Aufgelöst wurde II Ob. Lehrer Lehmann trat nach Schule 8 über. 

Ausfall des Unterrichts

Ferien:	Herbst			27. September bis 6. Oktober 1913
		Weihnachten		23. Dezember 1913 bis 5. Januar 1914
		Halbjahrschluß	19. März 1914
Feiern:	18. Oktober 1913	Jahrhundertfeier der Völkerschlacht
		31. Oktober 1913	Reformationsfeier (Klasse 1+2 Kirchgang)
		27. Januar 1914	Kaiserfeier
		4. Februar 1914	Besuch der Festspiele

Ausflüge und andere Anlässe

16. Januar 1914 Eislauf der Klassen 1 und 2 am Nachmittage. Am 4. März 1914 
Kreiskonferenz (die Alkoholfrage). 22. Januar 1913 Lektion des Herrn Schulrat 
Stubbe über die Fallgesetze. Gebrauch der Fallrinne. 


Revisionen

Herr Schulrat Stubbe revidierte im Februar die O-Klassen mit Ausnahme von 5 O 
sowie die Klasse 5 M.

Verschiedenes

Ansteckende Krankheiten traten besonders bösartig auf. 5 Kinder starben an 
Diphtherie.


Schulentlassung Ostern 1914

Klasse	Entlassene Kinder		Klassenalter
					   ½    1   1 ½    2   2 ¼
I			35		    7    8     6    14      0
II			15		    7    4     4      0      0
III			  7		    0    4     0      3      0
IV			  1		    0    1     0      0      0
			58		  14  17   10    17      0


Feststellungen über den zukünftigen Beruf

Zur See				  2
Zur Post				  5
Handwerker/Bauhandwerker	23
Technisches Gewerbe		  5
Jockey				  3
Handel				  6
Gastwirtschaft			  2
Schreibdienst			  4
Handelsschule			  1
Unbestimmt				  2
					53



Sommerhalbjahr 1914

									         Konf.Unt.
Kl.	Lehrer			Schülerzahl	ev  kat	h  jüd  ung  sonst  11/12  12/1  snt.nat. 
O I	Rehfeld		45		45    0     0      0       0         23    3       0
O IIa	Noetzel		37		37    0     0      0       0           4    3       0
O IIb	Helpap		37		37    0     0      0       0           6    0       0
O IIIa	Deichsler		40		39    0     1      0       0           0    0       0
O IIIb	Jost			40		40    0     0      0       0           2    0       0
O IV	Dworek		44		43    0     1      0       0           0    0       0
O V	Albrecht		54		52    0     2      1       0           0    0       1
O VI	Mars			47		45    0     2      2       0           0    0       0
O VII	Heiber			52		52    0     0      0       0           0    0       0
M I	Zorn			31		31    0     0      0       0         21    2       0
M IIa	Oppermann		31		31    0     0      0       0           8    2       0
M IIb	Schindler		32		31    0     1      1       0           5    4       0
M IIIa	Ehle			36		36    0     0      1       0           3    3       0
M IIIb	Schultz		37		37    0     0      0       0           0    2       0
M IV	Sparfeld		46		46    0     0      0       0           0    0       0
M V	Kaisermann		47		47    0     0      3       0           0    0       0
M VI	Mantius		55		54    0     1      1       0           0    0       0
M VII	Günther		57		51    0     6      2       0           0    0       1

Gesamtzahl 768

Davon sind 754 evangelisch, 0 katholisch, 14 jüdisch, 11 ungetauft

Den Konfirmandenunterricht besuchen 93 Knaben, Dienstags und Freitags 11 bis 12 
Uhr 73 Knaben, 12 bis 13 Uhr 19 Knaben, 8 bis 9 Uhr ein Knabe.

Oberstufe		366	Schüler	=	46,2%
Mittelstufe		191	Schüler	=	24,9%
Unterstufe		211	Schüler	=	28,9%

Die Schule hat 18 Klassen, 9 o-Klassen und 9 M-Klassen, mit durchschnittlich 42,6 
Schülern. Es unterrichten 18 Lahrkräfte, ein Rektor, 16 Lehrer und 1 Lehrerin und 1 
Vertreterin.


Veränderungen im Klassenbestande und Lehrerkollegium

Klasse 4 Ob ging durch Fortführung ein, neu entstand 2 Ob. Lehrer Borgis wurde auf 
seinen Wunsch an die 6. Schule versetzt. Für ihn wurde von der 2. Schule 
überwiesen Lehrer Karl Jost, geboren am 18. Dezember 1886 zu Großgarde Kreis 
Stop in Pommern. Vorgebildet auf der Präparandenanstalt und dem Seminar zu 
Köslin von 1901 bis 1907. Er genügte seiner Militärpflicht vom 1. April 1907 bis 31. 
März 1908, war angestellt in Stolp vom 1. April 1908 bis 31. Mai 1909, in Groß-
Machnin, Horst, Garbske, Kösternitz: 1909 bis 1910, in Bärwalde in Pommern vom 
31. März 1908 bis 1. April 1911. Nach Schöneberg kam er am 1. Oktober 1912.


Ausfall des Unterrichts

Ferien:	Ostern		31. März 1914 bis 15. April 1914
		Pfingsten		29. Mai bis 5. Juni
		Sommer		3. Juli bis 11. August
		Herbst			30. September bis 8. Oktober

Der Hitze wegen fiel der Unterricht aus in der letzten Vormittagsstunde 

15. Juni, 16. Juni (auch am Nachmittag), 22. Juni, 2. Juli, 3. Juli (auch am 
Nachmittag), 11. August (auch am Nachmittag), 27. August, 28. August (auch am 
Nachmittag)

Ausflüge und andere Anlässe: am 24. Juni unternahmen die Klassen 1 bis 6 ihren 
Sommerausflug. Während der Sommerferien vom 15. Bis 20. Juli machten 22 
Schüler der oberen Klassen eine Wanderung durch das Riesengebirge unter der 
Führung des Lehrers Günther.


Feiern:	Sieg bei Metz			    22. August
		Sieg über die Engländer		    29. August
		Sedan					      3. September
		Übergabe von Maubeuge/Belgien   10. September


Revisionen

Größere Revisionen fanden nicht statt.


Verschiedenes

Zu den Fahnen einberufen wurden die Lehrer Helpap, Deichsler, Jost, Dworek, 
Rehfeld, Oppermann und Schindler. 

Freiwillig trat ins Heer ein  Lehrer Sparfeld.

Die Vertretung erfolgte durch Zusammenlegung der Klassen 2 Ma und 2 Mb, 
Einstellung von Vertreterinnen und Lehrerinnen aus anderen Schulen, sowie 
Verringerung der Stundenzahl. Auch die Klassen 3 Ma und 3 Mb wurden 
zusammengelegt. Zur Vertretung einberufener Lehrer wurden überwiesen, von 
Schule IV die Lehrerin Ladewig, von Schule 8 die Lehrerin Bohnhoff.



Schulentlassung Michaelis 1914

Klasse	Entlassene Kinder		Klassenalter
					   ½    1   1 ½    2   2 ¼
I			24		    2    7     4    11      0
II			12		    1    7     3      1      0
III			  4		    0    2     0      2      0
IV			  1		    0    0     1      0      0
			41		    3  16     8    14      0


Feststellung über den zukünftigen Beruf

Laufbursche				  4
Post					  2
Handwerker				14
Fabrikarbeiter			  6
Schiffsjunge				  1
Lehrer					  1
Gartenbau				  2
Kaufmann				  3
Schreiber				  4
Photograph				  1
Friseur				  1
Koch					  1
Unbestimmt				  1
					41



Winterhalbjahr 1914/1915

									         Konf.Unt.
Kl.	Lehrer			Schülerzahl	ev  kath jüd   ung  sonst  11/12  12/1  snt.nat. 
O I	Prinz			45		44    0     1      0       0         27    4       0
O IIa	Noetzel		48		48    0     0      0       0         10    4       0
O IIb	Heiber			49		48    0     0      1       0           7    1       0
O IIIa	Schultz		46		45    0     1      0       0           2    3       0
O IIIb	Ladewig		48		48    0     0      1       0           4    0       0
O IV	Scheffler		50		50    0     0      0       0           0    0       0
O V	Albrecht		55		53    0     0      2       0           0    0       0
O VI	Bohnhoff		55		53    0     2      2       0           0    0       0
O VII	Mars			49		45    0     1      3       0           0    0       0
M I	Zorn			46		45    0     1      0       0         25    0       0
M II	Ehle			49		48    0     1      0       0         12    0       0
M IIIa	Günther		40		39    0     1      0       0           0    1       0
M IIIb	Liesecke		38		38    0     0      0       0           1    0       0
M IV	Typke			47		45    0     2      1       0           0    0       0
M V	Kaisermann		55		55    0     0      0       0           0    0       0
M VI	Mantius		53		48    0     2      3       0           0    0       0
M VII	    ?			54		50    0     4      1       0           0    0       0

Gesamtzahl 827

Davon sind 802 evangelisch, 0 katholisch, 16 jüdisch und 14 ungetauft. Den 
Konfirmandenunterricht besuchen 101 Kinder, und zwar Dienstags und Freitags von 
11 bis 12 Uhr 88 Schüler, von 12 bis 13 Uhr 13 Schüler. 

Oberstufe		237	Schüler	=	28,7%
Mittelsrufe		269	Schüler	=	32,5%
Unterstufe		321	Schüler	=	38,8%

Die Schule hat 17 Klassen, 9 O-Klassen und 8 M-Klassen, mit durchschnittlich 48,6 
Schülern. Es unterrichten 16 Lahrkräfte, 1 Rektor, 9 Lehrer, 4 Lehrerinnen und 2 
Vertreterinnen. 


Veränderungen im Klassenbestande und Lehrerkollegium

Eine Klasse 3 Mb wurde von der 6. Schule überwiesen. Als Leiter dieser Klasse trat 
Lehrer Liesecke von der Hilfsschule. Im Laufe des Halbjahres wurden zum 
Heeresdienst einberufen die Lehrer Ehle und Liesecke und am Schlusse die Lehrer 
Heiber und Zorn.


Ausfall des Unterrichts

Ferien:		Herbst			30. September bis 8. Oktober
		Weihnachten		23. Dezember bis 8. Januar
		Ostern			24. März bis 8. April

Feiern:		Einnahme von Antwerpen			13. Oktober 1914 von 10 Uhr ab
		Reformationsfeier				31. Oktober 1914
		Sieg über die Russen				17. November
		Bußtag					18. November 1914
		Kaisers Geburtstag				27. Januar 1915
		Vertreibung der Russen aus Ostpreußen	13. Februar 1915
		Winterschlacht in Masuren			17. Februar 1915

Klassen, die 500 Mark Gold gesammelt hatten, wurden durch Schulfreiheit an einem 
Tage belohnt.

Revisionen

Größere Revisionen fanden nicht statt.


Verschiedenes

In der Woche vom 18. Bis 23. Januar beteiligten sich die Schüler der oberen Klassen 
fleißig an der Sammlung von Wollsachen.

Nachtrag
Am 8. Januar 1915 trat Lehrer Dworek wieder in den Schuldienst ein, der aus dem 
Heeresdienst entlassen war, wegen Erkrankung an Krämpfen epileptischer Art.

Schulentlassung Ostern 1915

Klasse	Entlassene Kinder		Klassenalter
					   ½    1   1 ½    2   2 ¼
I			31		    3  13     6      9      0
II			15		    2    7     2      4      0
III			  5		    0    2     3      0      0
IV			  2		    0    0     0      2      0
			53		    5  22   11    15      0


Feststellung über den zukünftigen Beruf

Arbeiter				  1	Berufsschule				  1
Handwerker				12	Seemann				  1
Technisches Gewerbe		15	Bote					  6
Handel				  9	Lehrer					  1
Schreibdienst			  3	Unbestimmt				  4
											53


Sommerhalbjahr 1915

									         Konf.Unt.
Kl.	Lehrer			Schülerzahl	ev  kath jüd   ung  sonst  11/12  12/1  snt.nat. 
O Ia	Prinz			42		42    0     0      0       0           0    0       0
O Ib	Noetzel		42		42    0     0      0       0           0    0       0
O IIa	Schultz		42		41    0     1      0       0           0    0       0
O IIb	Ladewig		41		40    0     1      0       0           0    0       0
O IIIa	Schorisch [?]		41		41    0     0      0       0           0    0       0
O IIIb	Scheffler		48		47    0     1      0       0           0    0       0
O IV	Bergemann 		52		51    0     1      0       0           0    0       0
O V	Senft			47		45    0     2      0       0           0    0       0
O VI	Bohnhoff		56		54    0     2      0       0           0    0       0
O VII	Mars			51		51    0     0      0       0           0    0       0
M I	Albrecht		42		42    0     0      0       0           0    0       0
M II	Kaisermann		44		44    0     0      0       0           0    0       0
M IIIa	Mars			40		38    0     2      0       0           0    2       0
M IIIb	Dworek		40		40    0     0      0       0           0    0       0
M IV	Typke			45		44    0     1      0       0           0    0       0
M V	Mantius		53		53    0     0      0       0           0    0       0
M VI	Ki[?]			51		49    0     2      0       0           0    0       0
M VII	       ?			50		50    0     2      0       0           0    0       0

Gesamtzahl 833

818 evangelisch, 15 jüdisch. 

[ Aufstellung OHNE Angabe der Zahlen, daher unbrauchbar! ]

Oberstufe		294	Schüler	=	35,2%
Mittelstufe		225	Schüler	=	27,0%
Unterstufe		314	Schüler	=	37,8%

Die Schule hat 18 Klassen, 10 O-Klassen und 8 M-Klassen. Es unterrichten 16 
Lehrer ein Rektor, 6 Lehrer, 4 Lehrerinnen und 5 Vertreterinnen.


Veränderungen im Klassenbestande und Lehrerkollegium

Durch Fortführung entstand Klasse 1 Ob und ging ein 3 Ob. Lehrer Schorisch wurde 
am 3. Juli 1915 zum Heeresdienst einberufen. 

Lehrer Sparfeld wurde am 20. Juni 1915 bei einem Sturmangriff auf Dobrosin an der 
Spitze seiner [ im Original nicht lesbar, d. Bearb. ] verwundet. Er starb am 14. Juli 
1915 an den Folgen seiner Verwundung im Georgenkrankenhaus zu Meiningen. Am 
20. Juli 1915 haben wir ihn auf dem Kirchhof an der Maxstraße begraben. Aus dem 
Kollegium beteiligten sich an der Feier außer dem Verfasser dieses Berichts die 
Herrn Noetzel und Kaisermann; die anderen waren während der Ferien verreist. 

Außer Vertretern der Schuldeputation und des Magistrats, vielen Freunden und 
Bekannten, erwies eine Abordnung seines Regiments dem Verstorbenen die letzte 
Ehre. Ein Berg von Kränzen bedeckte den in der Halle aufgebahrten Sarg. Nach dem 
Gesang und Harmoniumsspiel verklungen waren, ergriff der Geistliche Pfarrer Böhm 
das Wort zu einer erschütternden Rede über Schenkendorf. ?Klaget nicht, daß ich 
gefallen!?. Als der Krieg erklärt war, litt es den 47-jährigen Sparfeld den Vater von 5 
Kindern, nicht mehr daheim. Obwohl nie Soldat gewesen, meldete er sich sogleich 
freiwillig zum Eintritt ins Herr. Bei dem 2. Garderegiment z.F. fand er Aufnahme.

Bald wurde er Unteroffizier, dann Vizefeldwebel. Als solcher zog er ins Feld. Nicht die 
Bitten seiner alten Mutter, seiner Frau und seiner Kinder, nicht die Vorstellungen 
seiner militärischen Vorgesetzten er möge zurückbleiben, auch daheim könne er dem 
Vaterlande nützen, vermochte es, ihn zurückzuhalten. Von heiliger Begeisterung gibt 
die Karte kunde, die der Schwerverwundete am 1. Juli aus dem Felde an seinen 
Rektor schrieb. Diese seine letzten der Schule gewidmeten Worte mögen hier eine 
Stelle finden:

Heute kann Ihnen von fortgesetzten Kämpfen berichten, die ich mitmachen durfte, 
am 1. Juni früh gründliche Feuertaufe (Granaten und Schrapnell). Weiter 
Grabenkämpfe, am 13. Juni Erstürmung der folgenden Gräben, wobei meine Gruppe 
zuerst drin war, die ersten Gefangenen machte und der Kompanie ein Lob des 
Brigadekommandeur verschaffte. Dann täglich heftige Verfolgungsgefechte. Am 19. 
Gelang es uns, noch am späten Abend eine Bahnlinie zu besetzen. Am 20. Früh 3 
Uhr gings zum Sturm auf ein stark befestigtes feindliches Dorf dicht dabei. Mein Zug 
voraus, waren wir eben im Begriff, Maschinengewehre zu nehmen, als mich ein 
Maschinengewehrvolltreffer in beide Beine traf. Dicht vor der feindlichen Linie mußte 
ich fürchten, in Gefangenschaft zu geraten, und lag daher trotz meiner Wunden mit 
Gewehr und Pistole bereit, mein Leben teuer zu verkaufen. Rührend war es, wie 
auch meine Leute mich schützen wollten. Es lebe unser liebes, deutsches Vaterland!

Ihr sehr ergebener Vizefeldwebel Sparfeld,
7. Kompanie, 2. Garderegiment z.F.

... in die Gruft gesenkt war, die Erdschollen dumpf darauf niederfielen und die 
Bataillonskapelle anstimmte das alte Soldatenlied: ?Ich hatt? einen Kameraden?, da 
wurde man von der tiefen Trauer der Stunde völlig überwältigt und wohl kein Auge 
blieb trocken.

Die Schleife unserer Kranzspende trug die Inschrift: ?Ihrem bis in den Tot getreuen 
Amtsgenossen die Lehrer und Lehrerinnen der 12. Volksschule?. Im Schöneberger 
Tageblatt und in der pädagogischen Zeitung haben wir den Verewigten durch einen 
Nachruf gefeiert. Er war ein hochbegabter, kluger und kenntnisreicher, geschickter 
und erfahrener Lehrer, ein Mann von festem Willen und starkem Charakter, dessen 
Treue uns stets ein Vorbild bleiben wird.


Schulentlassung Michaelis 1915


Klasse	Entlassene Kinder		Klassenalter
					   ½    1   1 ½    2   2 ¼
I			32		  10  10     4      8      0
II			21		  10    9     1      1      0
III			  1		    0    0     0      1      0
IV			  2		    1    0     0      0      0
			56		  21  19     5    10      1 


Feststellung der Berufswahl

Arbeiter			  2
Handwerker			26
Technisches Gewerbe	  5
Land, Gartenbaubetrieb	  1
Handel			  4
Schreibdienst und Post	  9
Berufsschule			  3
Höhere Lehranstalten	  1
Unbestimmt			  5
				56


Winterhalbjahr 1915/1916

									         Konf.Unt.
Kl.	Lehrer			Schülerzahl	ev  kath  jüd   ung  sonst  11/12  12/1 snt.nat. 
O Ia	Prinz			32		32    0     0      0       0         12    0       0
O Ib	Noetzel		37		37    0     0      0       0         20    1       0
O IIa	Schultz		36		35    0     1      0       0           5    3       0
O IIb	Ladewig		38		38    0     0      1       0         10    0       0
O III	Scheffler		56		53    0     3      0       0           2    1       0
O IV	Bergemann		52		51    0     1      2       0           0    0       0
O V	Mantius		48		46    0     2      2       0           0    0       0
O VI	Bohnhoff		58		57    0     1      2       0           0    0       0
O VII	Mars			46		46    0     0      0       0           0    0       0
Ober	Dworek		36		36    0     0      0       0         32    4       0
M I	Albrecht		34		34    0     0      0       0           8    8       0
M IIa	Kaisermann		35		35    0     0      0       0           3    4       0
M IIb	Typke			32		32    0     0      0       0           2    2       0
M III	Kranepuhl		48		46    0     2      0       0           2    2       0
M IV	wie M IIb		48		47    0     1      0       0           0    0       0
M V	wie O V		50		47    0     3      2       0           0    0       0
M VI	wie O VI		58		56    0     2      2       0           0    0       0
M VII	wie O VII		57		57    0     0      0       0           0    0       0

Gesamtzahl 801

Davon 795 evangelisch, 16 jüdisch, von den Evangelischen sind 11 ungetauft [ ?].

Oberstufe		280	Schüler	=	35,0%
Mittelstufe		204	Schüler	=	25,4%
Unterstufe		317	Schüler	=	39,6%

Lehrkräfte: 1 Rektor 5 Lehrer 4 Lehrerinnen 4 Vertreterinnen gleich 14. Zahl der 
Klassen 18, 9 O-Klassen und 9 M-Klassen. Oberstufe: 8 Mittelstufe 4 Unterstufe 6 
Klassen


Veränderungen im Klassenbestande und Lehrerkollegium

Die Lehrerin Frl. Bohnhoff schied am 6. November 1915 aus, weil sie sich 
verheiratete. An ihre Stelle trat Lehrer Mesterknecht, der nach dem Verlust eines 
Auges den Dienst im Heere aufgeben mußte. Vorher war er hier an der 11. Schule 
tätig. 


Walter Mesterknecht
Wurde am 17. Juli 1888 zu Anklam als Sohn des Tapezierers Herrmann 
Mesterknecht geboren. Er besuchte die Volksschule, Präparandenanstalt und 
Seminar zu Anklam, bestand die 1. Lehrerprüfung am 25. Februar 1909 am Seminar 
zu Anklam, die 2. Am 25, Oktober 1912 am Seminar zu Cammin in Pommern. 
Anstellungen: 1. April 1909 bis 1. Oktober 1910 Lehrer und Küster in Doeringshagen 
bei Naugard in Pommern, 1. Oktober 1910 bis 1. April 1914 Lehrer in Stargard in 
Pommern, seit 1. April 1914 in Berlin Schöneberg. Vom 18. August 1914 bis 15. 
Dezember 1915 war er zum Heeresdienst eingezogen, dann wurde er als 
kriegsbeschädigter Unteroffizier der Landwehr entlassen.


Ausfall des Unterrichts

Ferien:	Herbst				30. September bis 9. Oktober 1915
		Weihnachen			23. Dezember bis 9. Januar 1916
		Ostern			11. April 1916 bis 25. April 1916

Feier des 500-jährigen Bestandes der Hohenzollernherrschaft vom 21. Oktober 1915. 
Der Kaisergeburtstag am 27. Januar 1916. Des Reformationsfestes am 30. Oktober 
1915 in der letzten Unterrichtsstunde des Vormittags. Schulfrei waren außerdem 
folgende Tage:

Einnahme von Nisch			8. November 
Bußtag					17. November
Unterwerfung Montenegros		19. November
Erfolgreiche Kriegsanleihe			25. März


Schulentlassung Ostern 1915

Revision durch den königlichen Kreisschulinspektor
6. bis 11. Dezember 1915

Klasse	Name und Vorname	Dienstalter   Nebenbeschäftigung   Schülerzahl   Gefehlt Revisionstag
Oberk	Dworek, Otto		14	        keine		     36		  3	  06.12.1915
1 M	Albrecht, Karl		28	        Schulsparkasse	     33		  2	  09.12.1915
2 Ma	Kaisermann, Paul	30	        keine		     35		  1	  07.12.1915
2 Mb	Typke, Mara		Vertret. 4 M  keine		     32		  2	  07.12.1915
3 M	Mesterknecht, Walter	 7	        keine		     49		  1	  08.12.1915
4 M	Typke, Mara		V	        Turnverein		     50		  2	  08.12.1915
5 M	Mantius, Marie		 7	        keine		     51		  3	  10.12.1915
6 M	Kranepuhl, Edith	 7	        keine		     58		  4	  10.12.1915
7 M	Mars, Margarete	 6	        Jugendgericht	     52		  9	  09.12.1915
1 Oa	-			 -	        -			     33		  1	  11.12.1915
1 Ob	Noetzel, Rudolf		15	        Turnen		     37		  1	  11.12.1915
2 Ob	Ladewig, Juliane	  6	         Fortbild.-Schule	     39		  2	  11.12.1915
3 O	Scheffler, Erna		 V	         Pfadfinderinnenbund  55		  4	  10.12.1915
4 O	Bergmann, Erna	 V	         Jugendgericht	     52		  0	  09.12.1915
5 O	Mantius, Marie		 7	         keine		     49		  2	  10.12.1915
6 O	Kranepuhl, Edith	 7	         keine		     57		  4	  11.12.1915
7 O	Mars, Margarete	 6	         Vertret. für 7 M	     46		  2	  10.12.1915


Klasse	Entlassene Kinder		Klassenalter
					   ½    1   1 ½    2   2 ¼
I			40		  10  22     1      7      0
II			14		    4    8     1      0      1
III			  5		    0    2     3      0      0
IV			  0		    0    0     0      0      0
			59		  14  32     5      7      1




Sommerhalbjahr 1916

									         Konf.Unt.
Kl.	Lehrer			Schülerzahl	ev  kath  jüd   ung  sonst  11/12  12/1 snt.nat. 
ObKl	Schultz		33		33    0     0      1       0         27    2       0
O Ia	Prinz			32		31    0     1      0       0         10    6       0
O Ib	Noetzel		39		39    0     0      1       0         12    3       0
O II	Ladewig		47		44    0     3      0       0           5    6       0
O III	Bergemann		52		51    0     1      2       0           1    0       0
O IV	Scheffler		51		48    0     3      0       0           0    0       0
O V	wie ObKl		54		52    0     2      2       0           0    0       0
O VI	Mars			51		48    0     3      0       0           0    0       0
O VII	wie O IV		55		51    0     4      0       0           0    0       1
ObKl	Dworek		31		31    0     0      0       0         27    3       0
M I	Albrecht		31		31    0     0      0       0           8    9       0
M IIa	Kaisermann		37		37    0     0      0       0           4    6       0
M IIb	Typke			36		36    0     0      0       0           4    4       0
M III	Mesterknecht	47		45    0     2      0       0           1    2       0
M IV	wie M IIb		50		49    0     1      0       0           0    0       0
M V	Mantius		52		48    0     4      0       2           0    0       0
M VI	Kranepuhl		58		55    0     3      0       2           0    0       0
M VII	wie M VI		45		45    0     0      0       0           0    0       0

















[ Seite im Original nicht lesbar, d. Bearb. ]


Veränderungen im Klassenbestande und Lehrerkollegium

Sind nicht eingetreten.


Ausfall des Unterrichts

Pfingstferien vom 10. Juni bis 16. Juni
Sommerferien vom 8. Juli bis 15. August
Herbstferien begannen am 1. Oktober
Himmelfahrtsfest am 1. Juni

Der Hitze wegen brauchte der Unterricht an keinem Tage ausgesetzt zu werden. Am 
1. Mai wurde der Sieg von Kut el Amara, am 3. Juni der Seesieg am Skagerrak, am 
2. September das Seefest gefeiert. 


Schulentlassung Michaelis 1916

Klasse	Entlassene Kinder		Klassenalter
					   ½    1   1 ½    2   2 ¼
[?]			41		   13 28     0      0      0
I			30		  13  12     5      0      0
II			14		    3    6     3      2      0
III			  3		    0    1     0      2      0
			88		  29  47     8      4      0


Berufswahl der Entlassenen

Handwerker				36
Laufburschen			  6
Technisches Gewerbe		16
Post					  6
Lehrer					  3
Handel				  8
Gastwirtschaft			  1
Schreibdienst			  1
Berufschulen				  6
Unbestimmt				  5
					88


Winterhalbjahr 1916/1917

									         Konf.Unt.
Kl.	Lehrer			Schülerzahl	ev  kath  jüd   ung  sonst  11/12  12/1 snt.nat. 
O Ob	Schultz		25		25    0     0      0       0         22    3       0
O Ia	Prinz			29		28    0     1      0       0           9    1       0
O Ib	Noetzel		28		28    0     0      0       0         15    3       0
O II	Ladewig		47		46    0     1      1       0         14    0       0
O III	Bergemann		52		51    0     1      2       0           2    0       0
O IVa	Scheffler		47		44    0     3      2       0           0    0       0
O IVb	Meyer			45		44    0     1      2       0           0    0       0
O V	wie O Ob		55		52    0     3      2       0           0    0       0
O VI	Mars			51		49    0     2      0       0           0    0       0
O VII	wie O IVa		50		45    0     5      1       0           0    0       0
Ob M	Rehfeld		33		33    0     0      0       0         28    5       0
M I	Albrecht		41		41    0     0      0       0         14    0       0
M II	Kaisermann		42		41    0     1      0       0           9    2       0
M III	Mesterknecht	50		48    0     2      0       0           1    1       0
M IV	Kaßner		47		44    0     3      0       0           0    0       0
M V	Mantius		53		49    0     4      0       0           0    0       0
M VI	wie M VII		52		52    0     0      0       0           0    0       0
M VII	Kranepuhl		53		51    0     2      2       0           0    0       0

Gedsamtzahl 800

Davon sind 771 evangelisch, 0 katholisch, 29 jüdisch und 14 ungetauft. Den 
Konfirmandenunterricht besuchen 131 Knaben und zwar Dienstags und Freitags von 
11 bis 12 Uhr 116z Schüler, von 12 bis 13 Uhr 15 Schüler.

Oberstufe		245	Schüler	=	30,6%
Mittelstufe		241	Schüler	=	30,1%
Unterstufe		314	Schüler	=	39,3%

Die Schule hat 18 Klassen, davon 10 O-Klassen und 8 M-Klassen mit 
durchschnittlich 44,4 Schülern. Es unterrichten 16 Lehrkräfte: 1 Rektor, 6 Lehrer, 3 
Lehrerinnen und 6 Vertreterinnen.


Veränderungen im Klassenbestande und Lehrerkollegium

Lehrer Dworek trat zur 16. Schule über, Lehrer Rehfeld kehrte zur 12. Schule von der 
4., an die er nach seiner Reklamation der Stadt erfolgten Rückkehr aus dem 
Heeresdienst versetzt worden war, zurück. Klasse 4 Ob wurde aus Schule V 
überwiesen, 2 Mb aufgelöst. 


Ausfall des Unterrichts

Das Winterhalbjahr begann mit dem 11. Oktober. Die Weihnachtsferien dauerten 
vom [ im Original nicht lesbar, d. Bearb. ] bis [ im Original nicht lesbar, d. Bearb. ]. 
Nachdem vom 17. Bis 27. März der Unterricht in den meisten Klassen ausgesetzt 
werden mußte, da die Räume wegen Kohlenmangels nicht geheizt werden konnten, 
wurde bereits am 28. März überhaupt geschlossen, und es begannen an diesem 
Tage die Osterferien. Am 30. Oktober 1916 wurde das Reformationsfest, am 27. 
Januar 1917 der Geburtstag seiner Majestät des Kaisers in üblicher Weise gefeiert. 

Revisionen

In größerem Umfange fanden nicht statt.

Verschiedenes

Am 22. Januar 1917 hatte die Klasse 1 Oa goldfrei. Über die Goldsammlung der 
Schule zum Umtausch gegen Papiergeld sei hier das Folgende nachgetragen. Bis 
Ende des Schuljahres sind von den Schülern im Ganzen 22120 Mark Gold 
gesammelt worden. Für 500 Mark Gold wurde ein Tag freigegeben. Sogenannte 
goldfreie Tage konnten bewilligt werden


Am 26. Januar 1916		der Klasse 1 Oa
Am 28. Februar 1916		der Klasse 3 Oa
Am 6. März 1916			der Klasse 4 o
Am 15. März 1916			der Klasse 1 Oa
Am 11. März 1916			der Klasse 2 Mb

Die vorher bewilligten goldfreien Tage über 20280 Mark sind nicht vermerkt. Die am 
1. September 1915 begründete Schulsparkasse beteiligte sich an den 1916 
aufgelegten Kriegsanleihen folgendermaßen:

3. Kriegsanleihe	     -  	  ,	außerdem zeichneten 	15 Schüler	2400 RM
4. 	   ?		6000 M,	        ?                ?		13 Schüler	1700 RM
5. 	   ?		2000 M,	        ?		    ?		  5 Schüler	  600 RM
6. 	   ?		4000 M,	        ?		    ?		12 Schüler	1500 RM


Schulentlassung Ostern 1917

Klasse	Entlassene Kinder		Klassenalter
					   ½    1   1 ½    2   2 ¼
Oberklasse		32		   12 20     0      0      0
I			26		    4  19     0      3      0
II			13		    3    7     1      2      0
III			  3		    0    1     1      1      0
			74		  19  47     2      6      0


Feststellungen über den zukünftigen Beruf

Arbeitsburschen			  3
Handwerker				29
Straßenfeger				  1
Technisches Gewerbe		17
Kunstgewerbe			  2
Gartenbau				  1
Handel				  4
Schreibdienst			  4
Jockey				  1
Höhere Lehranstalten		  1
Unbestimmt				11
					74


Sommerhalbjahr 1917

									         Konf.Unt.
Kl.	Lehrer			Schülerzahl	ev  kath jüd   ung  sonst  11/12  12/1  snt.nat. 
O Ob	Prinz			42		41    0     1      0       0           0    0       0
O I	Noetzel		34		34    0     0      0       0           0    0       0
O II	Ladewig		52		51    0     1      1       0           0    0       0
O IIIa	Bergemann		39		37    0     2      2       0           0    0       0
O IIIb	Meyer			40		40    0     0      1       0           0    0       0
O IVa	Scheffler		33		30    0     3      1       0           0    0       0
O IVb	Fischer		34		31    0     3      2       0           0    0       0
O V	Schultz		59		56    0     3      1       0           0    0       0
O VI	Mars			39		37    0     2      0       0           0    0       0
O VII	wie O IVa		39		37    0     2      0       0           0    0       0
M Ia	Albrecht		37		37    0     0      0       0           0    0       0
M Ib	Krause		37		37    0     0      0       0           0    0       0
M II	Kaisermann		41		40    0     1      0       0           0    0       0
M III	Mesterknecht	48		47    0     1      1       0           0    0       0
M IV	Kaßner		42		39    0     3      1       0           0    0       0
M V	Mantius		50		47    0     3      1       0           0    0       0
M VI	Kranepuhl		52		52    0     0      0       0           0    0       0
M VII	wie M VI		46		44    0     2      2       0           0    0       0

Gesamtzahl 764

Davon sind 737 evangelisch, 27 jüdisch und 13 ungetauft. Den 
Konfirmandenunterricht besuchen [ im Original nicht lesbar, d. Bearb. ] Knaben und 
zwar Dienstags und Freitags von 11 bis 12 Uhr [?] Knaben, von 12 bis 13 Uhr [ im 
Original nicht lesbar, d. Bearb. ] Knaben. Es gehören zur 

Oberstufe	243	Schüler	=	31,8%
Mittelstufe	236	Schüler	=	30,9%
Unterstufe	285	Schüler	=	37,3%

Die Schule hat 18 Klassen mit durchschnittlich 42,4 Schülern. Es unterrichten 16 
Lehrpersonen, einschließlich des Rektors; 7 Lehrer, 4 Lehrerinnen und 5 
Vertreterinnen. 

Veränderungen im Klassenbestande und Lehrerkollegium

Lehrer Rehfeld wurde wieder zum Heeresdienst einberufen, Fischer im Laufe des 
Halbjahres an eine andere Schule versetzt. Kaisermann und die Lehrerinnen bzw. 
Vertreterinnen Mars, Kranepuhl, Scheffler, Kassner, Meyer und Mantius ? die letzten 
nur für sechs Wochen ? begleiteten die aufs Land gesandten Kinder. Ihre Stellen 
wurden durch Vertreter und Vertreterinnen versehen. Am 18. Juni wurde Lehrer 
Borgis der Schule wieder überwiesen. Lehrer Noetzel wurde am 1. Juni zum 
Heeresdienst einberufen, kehrte aber am [ im Original nicht lesbar, d. Bearb. ] wieder 
in sein Amt zurück.


Die Klassen 1 Ma und 1 Mb, 3 Oa und 3 Ob, 4 Oa und 4 Ob mußten zusammen gelegt 
werden; die Oberklasse 1 O gingen zur VI, die Klasse III M zur 2. Schule über; die 
zurückbleibenden 12 Klassen erhielten Zuweisungen aus anderen Schulen. Es 
gingen aufs Land 262 Kinder, dazu kamen noch 82, die für den Landaufenthalt 
umgeschult wurden. 

Ausfall des Unterrichts

Wegen Kohlenmangels fiel der Unterricht in den meisten Klassen ganz oder teilweise 
aus am 26., 27., 28. Und 30. April, der Hitze wegen am 16., 18., 19., 20. Und 21. 
Juni. Schulferien: Pfingsten 25. Mai bis 1. Juni, Sommer 6. Juli bis 14. August, Herbst 
29. September bis 10. Oktober.


Revision durch den Herrn Kreisschulinspektor

Klasse	Name und Vorname	Dienstalter   Nebenbeschäftigung   Schülerzahl   Gefehlt Revisionstag
2 O	Ladewig, Juliane	  8	         keine		     54		  4	  03.09.1917
3 O	Bergmann, Erna	  3 ½ 	         Jugendgericht	     53		  5	  06.09.1917
4 O	Volkert, Hedwig		    ½ 	         keine		     48		  1	  07.09.1917
5 O	Schultz, Georg		26	         keine		     48		  5	  06.09.1917
6 O	Prinz, Ernst		37	         keine		     38		  3	  06.09.1917
7 O	Borgis, Herrmann	25	         keine		     34		  0	  07.09.1917
6 M	Frommhagen, Ursula	   ½ 	         keine		     57		  7	  03.09.1917
7 M	              ?						     47		  6	           ?


Schulentlassung Michaelis 1917

Klasse	Entlassene Kinder		Klassenalter
					   ½    1   1 ½    2   2 ¼
Oberklasse		16		   13   3     0      0      0
I			31		    4  25     1      1      0
II			12		    1    8     0      3      0
III			  3		    1    0     1      1      0
			62		  19  36     2      5      0



Handwerker			14
Technisches Gewerbe	  1
Kunstgewerbe		  1
Handel			  4
Schreibdienst		  1
Berufsschule			  1
Unbestimmt			40
				62


Winterhalbjahr 1917/1918

      								         Konf.Unt.
Kl.	Lehrer			Schülerzahl	ev  kath  jüd   ung  sonst  11/12  12/1 snt.nat. 
O Ob	Prinz			32		31    0     1      0       0         32    0       0
O I	Noetzel		31		31    0     0      0       0         15    0       0
O II	Ladewig		48		47    0     1      0       0           7    1       0
O IIIa	Bergemann		39		38    0     1      2       0           5    0       0
O IIIb	Schultz		40		40    0     0      1       0           1    0       0
O IVa	Scheffler		37		32    0     5      0       0           0    0       0
O IVb	Frommhagen	37		34    0     3      2       0           0    0       0
O V	Mars			55		52    0     3      0       0           0    0       0
O VI	Krause		43		40    0     2      1       0           0    0       0
O VII	wie O IVb		40		40    0     0      0       0           0    0       0
Ob M	Borgis			38		38    0     0      0       0         38    0       0
M I	Albrecht		38		38    0     0      1       0         19    0       0
M II	Kaisermann		46		45    0     0      1       0           3    0       0
M III	Mesterknecht	37		36    0     1      0       0           2    0       0
M IV	Kaßner		42		42    0     0      0       0           0    0       0
M V	Mantius		53		52    0     1      0       0           0    0       0
M VI	Kranepuhl		50		50    0     0      0       0           0    0       0
M VII	wie M VI		52		48    0     4      0       0           0    0       0

Gesamtzahl 752

Davon 730 evangelisch, 22 jüdisch und 8 ungetauft. Den Konfirmandenunterricht 
besuchen 116 Knaben und zwar Dienstags und Freitags von 11 bis 12 Uhr 115, von 
12 bis 13 Uhr ein Knabe. 

Oberstufe		227	Schüler	=	30,2%
Mittelstufe		232	Schüler	=	30,8%
Unterstufe		293	Schüler	=	39,0%

Die Schule hat 18 Klassen mit durchschnittlich 41,8 Schülern. Es unterrichten 16 
Lehrpersonen einschließlich des Rektors; 7 Lehrer, 4 Lehrerinnen und 5 
Vertreterinnen.

Veränderungen im Klassenbestande und Lehrerkollegium

Sind nicht eingetreten.


Ausfall des Unterrichts

Ferien:	Weihnachten			22. Dezember bis 1917 bis 3. Januar 1918
		Ostern			27. März bis 11. April 1918
Feiern:	Reformationsfest				31. Oktober 1917

Die Ober- und ersten Klassen besuchen den Festgottesdienst in der Kirche zum 
Heilsbronnen. Am 22. Oktober fiel der Unterricht wegen des günstigen Ergebnisses 
der 7. Kriegsanleihe aus, am 2. November wegen des Sieges über die Italiener in der 
Friaulschen Ebene. Am 26. Januar 1918 wegen der Feier des Geburtstages seiner 
Majestät des Kaisers. Am 25. März 1918 wegen des Sieges bei Monchy, Cambreai, 
St. Quentin und La Fire. 

Der Kälte wegen mußte der Unterricht in einzelnen Klassen am 12. Dezember 1917, 
in allen Klassen am 3. Januar 1918 von 9 Uhr ab ausgesetzt werden.


Theaterbesuch

Am 20. März 1918 besuchten die ersten Klassen der Oberstufe die [ im Original nicht 
lesbar, d. Bearb. ]aufführung im Schillertheater. 


Elternabende

Fanden statt am  13. Februar 1918 und 25. März 1918. Die Vortragsfolgen, die über 
den Verlauf der Veranstaltung Auskunft geben, finden sich an anderer Stelle.


Goldsammlung

Die Goldsammlung der Schule hat im Ganzen 22.320 Mark ergeben. Die Oberklasse 
hatte am 22. Oktober 1917 Schulfrei, weil sie noch im Oktober 130 Mark Gold 
gebracht hatte.

Die 7. Kriegsanleihe

Einzelzeichnungen 1200 Mark, die Schulsparkasse zeichnete 4000 Mark. 
Anteilscheine ergaben 50 Mark. Im Ganzen wurden 5250 Mark in der Schule 
aufgebracht.

Revisionen

Herr Pfarrer Dr. Dibelius besuchte am 14. Februar 1918 den Religionsunterricht in 
den Klassen O M 2o, 2 M, 3 M und 5 O. 


Unterrichtsbeginn

In der Zeit vom 15. Dezember 1917 bis 16. Februar 1918 begann der Unterricht erst 
um 8:30 Uhr.


Schulentlassung Ostern 1918

Klasse	Entlassene Kinder		Klassenalter
					   ½    1   1 ½    2      3
Ober O		28		    7  21     0      0      0
Ober M		  6		    6    0     0      0      0
I O			12		    0  10     0      2      0
I M			  8		    5    0     3      0      0
II O			  4		    0    3     0      1      0
III O			  3		    0    1     0      1      1
			61		  18  35     3      4      1


Berufswahl

Bleiben im Elternhaus	  5
Arbeiter			  1
Handwerker			27
Fabrikarbeiter		  1
Technisches Gewerbe	  5
Landbau			  2
Handel			  9
Gastwirtschaft		  1
Post-/Schreibdienst		  7
Unbestimmt			  3
				61



Sommerhalbjahr 1918

      								         Konf.Unt.
Kl.	Lehrer			Schülerzahl	ev  kath jüd   ung  sonst  11/12  12/1  snt.nat. 
O[?]	Noetzel		41		40    0     1      0       0           0    0       0
O[?]	Bergemann		38		37    0     1      0       0           0    0       0
O[?]	Ladewig		37		37    0     0      0       0           0    0       0
O[?]	Schultz		34		31    0     3      0       0           0    0       0
O[?]	Prinz			33		32    0     1      0       0           0    0       0
O[?]	Scheffler		58		54    0     4      0       0           0    0       0
O[?]	Krause		45		43    0     2      0       0           0    0       0
O[?]	Frommhagen	37		37    0     0      0       0           0    0       0
O[?]	Mars			50		49    0     1      0       0           0    0       0
Ob M	Borgis			43		43    0     0      0       0           0    0       0
M I	Albrecht		31		31    0     0      0       0           0    0       0
M II	Kaisermann		43		43    0     0      0       0           0    0       0
M III	Mesterknecht	36		36    0     0      0       0           0    0       0
M IV	Kaßner		37		37    0     0      0       0           0    0       0
M V	Mantius		46		45    0     1      0       0           0    0       0
M VI	Kranepuhl		48		47    0     1      0       0           0    0       0
M VII	wie M VI		50		45    0     5      0       0           0    0       0

Gesamtzahl 704

Davon 684 evangelisch und 20 jüdisch.

Oberstufe	233	Schüler	=	33,0%
Mittelstufe	198	Schüler	=	28,0%
Unterstufe	276	Schüler	=	39,0%

Die Schule hat 17 Klassen mit durchschnittlich 41,4 Schülern. Es unterrichten 16 
Lehrpersonen einschließlich des Rektors; 7 Lehrer, 4 Lehrerinnen und 5 
Vertreterinnen.

Veränderungen im Klassenbestande und Lehrerkollegium

Die Oberklasse O wurde aufgelöst, so das die Schule nur noch 17 Klassen zählt. 


Ausfall des Unterrichts

Der Hitze wegen fiel der Unterricht nur eine Stunde aus am 23. August 1918. 
Himmelfahrtstag am 9. Mai 1918. 

Pfingstferien			17. Mai bis 24. Mai
Sommerferien		5. Juli bis 12. August
Herbstferien			28. September bis 9. Oktober

Feiern
Sieg bei Armentères (Frankreich)		15. April 1918
Sedanfeier					2. September 1918
Elternabend

Am 25. September beteiligte sich die 12. Schule an dem von der 13. Schule in der 
Aula der Comenius-Schule veranstalteten Elternabend. 


Landaufenthalt

Auch in diesem Sommer wurden Kinder zur Erholung aufs Land geschickt. Aus dem 
Lehrerkollegium gingen die Lehrerinnen Mars und Kranepuhl sowie die Vertreterin 
Frl. Kassner zur Beaufsichtigung und unterrichtlichen Versorgung dieser Kinder mit. 
Am 24. September kehrten sie wieder froher zurück. Während des Landaufenthalts 
wurden sie Klassen 2Oa und 2Ob, 3Oa und 3Ob zusammengelegt, die Klassen 2O, 
1M, 2M und 3M durch Schüler anderer Schulen aufgefüllt.


Geldsammlungen und 8. Kriegsanleihe

Der Ludendorffspende konnten		26,70 M 
Der Kolonialkriegerspende konnten	27,95 M überwiesen werden.


Schulentlassung Michaelis 1918

Klasse	Entlassene Kinder		Klassenalter
					   ½    1   1 ½    2      3
Ober M		31		    1  29     1      0      0
I O			13		  12    0     1      0      0
I M			16		    0  16     0      0      0
II M			  2		    1    1     0      0      0
II O			  4		    4    0     0      0      0
III M			  1		    0    1     0      0      0
III Oa			  1		    1    0     0      0      0
IV O			  1		    0    0     0      1      0
			69		  19  47     2      1      0


Berufswahl

1.	verbleiben im Elternhause		 1
2.	Handwerker				17
3.	Technisches Gewerbe		14
4.	Gartenbau				  1
5.	Handel				  8
6.	Post- und Schreibdienst		  6
7.	Eintritt in Berufsschulen		  2
8.	Eintritt in Höhere Lehranstalten	  3
9.	unbestimmt				 17
	Gesamtsumme:			 69



Winterhalbjahr 1918/1919

      							         Konf.Unt.
Kl.	Lehrer			Schülerzahl	ev  kath  jüd   ung  sonst  11/12  12/1 snt.nat. 
O I	Noetzel		34		34    0     0      0       0           9    0       0
O IIa	Bergemann		32		31    0     1      1       1           5    0       0
O IIb	Ladewig		32		32    0     0      0       0           7    0       0
O IIIa	Schultz		31		30    0     1      1       0           3    2       0
O IIIb	Koeben		31		31    0     0      3       0           5    0       0
O IV	Scheffler		49		45    0     4      1       0           0    0       0
O V	Krause		48		46    0     1      1       0           0    0       0
O VI	Frommhagen	41		41    0     0      2       0           0    0       0
O VII	Mars			38		38    0     0      1       0           0    0       0
Ob M	Borgis			35		34    0     1      0       0         34    0       0
M I	Albrecht		39		39    0     0      1       0         12    0       0
M II	Kaisermann		35		35    0     0      1       0           4    0       0
M III	Mesterknecht	33		33    0     0      1       0           1    0       0
M IV	Rohrer		40		42    0     0      0       0           0    0       0
M V	Mantius		47		47    0     0      2       0           0    0       0
M VI	Kranepuhl		45		43    0     2      0       0           0    0       0
M VII	wie M IV		50		50    0     0      0       0           0    0       0

Gesamtzahl 660

Davon sind 649 evangelisch und 11 jüdisch. Die Schule hat 17 ungetaufte. Den 
Konfirmandenunterricht besuchen 81 Knaben und zwar Dienstag und Freitag von 11 
bis 12 Uhr 80 Knaben und von 12 bis 13 Uhr ein Knabe.

Oberstufe		207	Schüler	=	31,37%
Mittelstufe		184	Schüler	=	27,88%
Unterstufe		269	Schüler	=	40,75%

Die Schule hat 17 Klassen mit durchschnittlich 39 Schülern. Es unterrichten 16 
Lehrpersonen, 6 Lehrer, 4 Lehrerinnen und 6 Vertreterinnen.


II. Winterhalbjahr 1918/1919

      							         Konf.Unt.
Kl.	Lehrer			Schülerzahl	ev  kath jüd   ung  sonst  11/12  12/1  snt.nat. 
O I	Noetzel		33		33    0     0      0       0         11    0       0
O IIa	Bergemann		30		30    0     0      1       0           4    0       0
O IIb	Ladewig		32		32    0     0      0       0           6    0       0
O IIIa	Schultz		32		32    0     0      1       0           4    0       0
O IIIb	1. Polczynski		31		31    0     0      3       0           7    0       0
	2. Koeben
O IV	Scheffler		50		46    0     4      1       0           0    0       0
O V	Krause		49		46    0     3      1       0           0    0       0
O VI	Frommhagen	41		41    0     0      2       0           0    0       0
O VII	Mars			40		40    0     0      2       0           0    0       0
Ob M	Borgis			36		35    0     1      0       0         34    0       0
M I	Zorn			39		39    0     0      1       0         14    0       0
M II	Oppermann		35		35    0     0      0       0           5    0       0
M III	Ehle			31		31    0     0      1       0           0    0       0
M IV	Rehfeld		42		42    0     0      0       0           0    0       0
M V	Albrecht		45		45    0     0      0       0           0    0       0
M VI	Kranepuhl		45		42    0     3      0       0           0    0       0
M VII	Mantius		47		46    0     1      2       0           0    0       0

Gesamtzahl 658

Davon 646 evangelisch, 12 jüdisch und 17 ungetauft, [ im Original nicht lesbar, d. 
Bearb. ] Konfirmanden.

Oberstufe		205	Schüler	=	31,1%
Mittelstufe		186	Schüler	=	28,3%
Unterstufe		267	Schüler	=	40,6%

Die Schule hat 17 Klassen mit durchschnittlich 38,7 Schüler. Es unterrichten 22 
Lehrpersonen, 1 Rektor, 9 Lehrer, 4 Lehrerinnen und 8 Vertreterinnen.


Schulentlassung Ostern 1919

Klasse	Entlassene Kinder		Klassenalter
					   ½    1   1 ½    2      3
Oberklasse		18		    9    9     0      0      0
I			15		    3    9     0      3      0
II			  6		    1    2     3      0      0
III			  4		    0    4     0      0      0
			43		  13  24     3      3      0



Feststellungen über den zukünftigen Beruf

Post				  1
Arbeiter			  1
Handwerker			25
Technisches Gewerbe	  6
Kunstgewerbe		  1
Handel			  3
Unbestimmt			  6
				43



Winter 1918/1919


Veränderungen im Klassenbestande und Lehrerkollegium

Der Rektor war krankheitshalber bis zu den Weihnachtsferien beurlaubt. Er wurde 
zuerst von Lehrer Noetzel und als dieser erkrankte, von Lehrer Albrecht vertreten. Mit 
dem 20. Januar 1919 begann der Unterricht nach den Weihnachtsferien wieder und 
mit diesem Zeitpunkte traten die Lehrer Rehfeld, Zorn, Oppermann, Deichsler, 
Schindler und Ehle, die nach dem Kriegsende aus dem Heeresdienst entlassen 
worden waren, wieder in ihre alten Stellen ein. Lehrer Mesterknecht trat zur 11. 
Schule über.


Ausfall des Unterrichts

Die Herbstferien dauerten bis zum 8. Oktober. Die Weihnachtsferien, die am 21. 
Dezember begannen, mußten teils wegen der Knappheit an Kohlen, teils wegen der 
mit der Revolution im Zusammenhange stehenden Unruhen bis zum 20. Januar 1919 
ausgedehnt werden. Das Winterhalbjahr wurde am 31. März geschlossen. Schulfrei 
waren außerdem der Reformationsfeiertag am 18. Oktober und der Bußtag am 20. 
November. Der Unterricht mußte in einzelnen Klassen auch für 8 bis 14 Tage 
ausgesetzt werden, weil eine größere Zahl von Kindern an der Grippe erkrankt war.


Theaterbesuch

Die Oberklasse und 1 M besuchten am 27. März die Tellaufführung im Schillertheater 
in Charlottenburg. 


Elternabend

Zur Förderung der 9. Kriegsanleihe veranstaltete die Schule am Mittwoch, den 16. 
Oktober, einen Elternabend, an dem, weil der Schülerchor wegen des 
Semesterwechsels noch nicht ausreichend geübt war, der Geigen[ im Original nicht 
lesbar, d. Bearb. ] der Volksmusikschule des Musikpädagogischen Verbandes. Frl. 
Krause mit ihrem Mädchenbund ?Germania?, der Violinistin Frau Luise Brée und die 
Sängerin Frl. Mergler sich beteiligten.


Revision

In der Zeit vom 5. Bis 10. Dezember 1918 revidierte der Kreisschulinspektor Herr 
Schulrat Stubbe die Klassen Oberklassen 1 bis 6 und 7M, sowie die Osterklassen mit 
Ausnahme von 1 O und 5 O. Das Nähere ist in der folgenden Übersicht angegeben.


Sommerhalbjahr 1919


      							         Konf.Unt.
Kl.	Lehrer			Schülerzahl	ev  kath jüd   ung  sonst  11/12  12/1  snt.nat. 
O I	Rehfeld		38		38    0     0      2       0         15    0       0
O IIa	Deichsler		32		30    0     2      1       0           8    0       0
O IIb	Schindler		31		31    0     0      2       0           7    0       0
O III	Schultz		47		44    0     3      1       0           4    0       0
O IV	Bergemann		51		47    0     4      0       0           0    0       0
O V	Ladewig		45		45    0     0      0       0           0    0       0
O VI	Mars			43		42    0     1      1       0           0    0       0
O VII	Scheffler		52		52    0     0      0       0           0    0       0
Ob M	Borgis			36		36    0     0      0       0         32    3       0
M I	Zorn			37		37    0     0      0       0         17    0       0
M II	Oppermann		37		37    0     0      0       0           8    0       0
M III	Ehle			36		36    0     0      2       0           1    1       0
M IV	Tiedge		43		43    0     0      0       0           0    0       0
M V	Albrecht		43		43    0     0      3       0           0    0       0
M VI	Kranepuhl		45		42    0     3      0       0           0    0       0
M VII	Mantius		45		44    0     1      3       0           0    0       0

Gesamtzahl 661

Davon sind 647 evangelisch, 0 katholisch, 14 jüdisch und 15 ungetaufte. Den 
Konfirmandenunterricht besuchen 96 Knaben und zwar Dienstag und Freitag von 11 
bis 12 Uhr 92 Knaben, 12 bis 13 Uhr 4 Knaben.

Oberstufe		211	Schüler	=	31,9%
Mittelstufe		265	Schüler	=	39,9%
Unterstufe		185	Schüler	=	28,2%

Die Schule hat 16 Klassen, 8 O-Klassen, 8 M-Klassen mit durchschnittlich 41,1 
Schülern. Es unterrichten 19 Lehrkräfte: 1 Rektor, 10 Lehrer, 4 Lehrerinnen und 4 
Vertreterinnen.


Veränderungen im Klassenbestande und Lehrerkollegium

Die Klasse 3 Ob geht ein. Lehrer Noetzel muß noch immer krankheitshalber fehlen. 
Die Lehrerin Mars wird zur Begleitung von Kindern, die zu ihrer Erholung nach 
Norwegen gesandt werden, für die Zeit vom 1. Juni bis 4. Juli beurlaubt.


Ausfall des Unterrichts

Osterferien			9. April bis 24. April
Pfingstferien			6. Juni bis 13. Juni
Sommerferien		4. Juli bis 12. August

Schluß des Sommerhalbjahres am 27. September. Der Hitze wegen fiel der 
Unterricht in der letzten Vormittagsstunde und Nachmittags aus am 17. Bis 20. Juni, 
am 19., 20 und 29. August, sowie am 11. Bis 13. September. Der 1. Mai war als 
Nationalfeiertag schulfrei.


Unglücksfall

Der Schüler der Oberklasse Martin Preuss ertrank am 19. Juni 1919 im Wannsee, 
wohin seine Klasse an diesem Tage einen Ausflug unternommen hatte. 


Landaufenthalt

60 Kinder gingen während des Sommers aufs Land. Während dieser Zeit war die 
Klasse 2 Ob aufgelöst und ihr Lehrer Schindler an die 6. Schule versetzt.


Schulentlassung Michaelis 1919

Klasse	Entlassene Kinder		Klassenalter
					   ½    1   1 ½    2      3
Oberklasse		21		    2  19     0      0      0
I			17		    5  11     0      1      0
II			  8		    3    3     2      0      0
III			  2		    0    2     0      0      0
			48		  10  35     2      1      0


Feststellung über den zukünftigen Beruf

Post				  1
Handwerker			13
Technisches Gewerbe	  8
Land-/Gartenbau		  2
Handel			  9
Gastwirtschaft		  1
Schreibdienst		  2
Höhere Lehranstalt		  1
Unbestimmt			11
				48



Winterhalbjahr 1919/1920

      							         Konf.Unt.
Kl.	Lehrer			Schülerzahl	ev  kat	h  jüd   ung  sonst  11/12  12/1 snt.nat. 
O I	Rehfeld		34		34    0     0      0       0         20    2       0
O II	Deichsler		45		42    0     3      1       0           5    2       0
O III	Schultz		42		39    1     2      1       0           6    0       0
O IV	Borgis			43		41    0     2      0       0           2    0       0
O V	Ladewig		49		48    0     1      1       0           0    0       0
O VI	Mars			45		44    0     1      1       0           0    0       0
O VII	Scheffler		39		39    0     0      3       0           0    0       0
Ob M	Zorn			34		33    0     0      0       0         32    0       0
M I	Oppermann		33		33    0     0      0       0         18    0       0
M III	Ehle			32		32    0     0      1       0           2    0       0
M IV	Albrecht		42		42    0     0      2       0           0    0       0
M V	Kranepuhl		46		45    0     1      1       0           0    0       0
M VI	Kaisermann		40		40    0     0      1       0           0    0       0
M VII	Buchholz		55		55    0     0      6       0           0    0       0

Gesamtzahl 578

Davon sind 554 evangelisch, 1 katholisch, 10 jüdisch und 17 ungetauft. Den 
Konfirmandenunterricht besuchen 89 Knaben und zwar Dienstags und Freitags von 
11 bis 12 Uhr 85 Schüler, 12 bis 13 Uhr 4 Knaben.

Oberstufe		146	=	25,3%
Mittelstufe		159	=	27,3%
Unterstufe		273	=	47,4%

Die Schule hat 14 Klassen, 7 O-Klassen und 7 M-Klassen mit durchschnittlich 41,2 
Schülern. Es unterrichten 18 Lehrkräfte: 1 Rektor, 10 Lehrer, 3 wissenschaftliche 
Lehrerinnen, 4 Vertreterinnen.

Veränderungen im Klassenbestande und Lehrerkollegium
Lehrer Schindler, der schon während des Sommers vertretungsweise an der 6. 
Schule beschäftigt war, schied am Ende des Halbjahres aus dem Schöneberger 
Schuldienste, um eine Stellung auswärts zu übernehmen. Die Lehrerin Mantius 
wurde an die 15. Schule versetzt. Der Rektor war während der beiden ersten 
Schulwochen krankheitshalber beurlaubt. Lehrer Noetzel ist noch immer 
dienstunfähig. Die Klasse 2M wurde aufgelöst. Am 10. März 1920 starb Lehrer 
Helpap, der vom 1. April 1912 bis zum Beginn des Krieges an der 12. Schule gewirkt 
hatte, in Folge eines durch die Anstrengungen des Feldzuges verschlimmerten 
Lungenleidens.

Ausfall des Unterrichts

Die Herbstferien dauerten bis zum 10. Oktober. Die Weihnachtsferien begannen am 
23. Dezember und wurden der Kohlenknappheit wegen bis zum 19. Januar 
ausgedehnt. Zur Vermeidung des Gasverbrauchs im Nachmittagsunterricht war vom 
20. Januar bis zum 15. Februar eine Kurzstundenverordnung eingeführt. Schluß des 
Schuljahres am 31. Mai 1920.
Elternbeirat

Auf  Grund einer Ministerialverordnung wurden am 22. Februar Elternbeiräte gewählt. 
Die Wahl gestaltete sich folgendermaßen: 

Zahl der eingetragenen Wähler	907		Abgegebene Stimmen		296

Davon entfielen auf die Partei der Unpolitisch Christlichen	190
						Der Sozialisten	  93
						Ungültig waren	  13

Hiermit waren gewählt Mitglieder der Partei I 8 und II 4.

In der ersten Sitzung die am 25. Februar stattfand, wurde der Vorstand gewählt. Er 
wird von den nächsten unter 1 bis 3 genannten Personen gebildet, Nummer 4 bis 12 
sind Mitglieder.


01.	Max Gebhard, Kaufmann, Neue-Winterfeld-Str. 8,	1. Vorsitzender
02.	Karl Eckert, Hilfsarbeiter, Münchnerstr. 18		2. Vorsitzender
03.	Edmund Busch, Schneider, Nollendorfstr. 22a		Schriftführer
04.	Ernst Brunzel, Maler, Regensburger Str. 1		Mitglied
05.	Elisabet Franek, Ehefrau, Speyererstr. 18		Mitglied
06.	Wilhelm Hilbricht, Friseur, Speyerer Str. 8		Mitglied
07.	Agnes Lilienthal, Ehefrau, Rosenheimer Str. 17	Mitglied
08.	Wolfgang Simon, Schneider, Barbaross-Str.		Mitglied
09.	Maria Wessolowski, Witwe, Golzstr. 28,			Mitglied
10.	Hermann Büttner, Schaffner, Grunewald Str. 29	Mitglied
11.	Alwin Remrau, Tischler, Hauptstr. 15			Mitglied
12.	Wilhelm Gärtner, Fahrstuhlführer, Lindauer Str. 11	Mitglied


Vereidigung

Am 25. Februar wurden die Mitglieder des Lehrerkollegiums auf die 
Reichsverfassung vereidigt. 


Schulentlassung Ostern 1920

Klasse	Entlassene Kinder		Klassenalter
					   ½    1   1 ½    2      3
Oberklasse		19		    6  13     0      0      0
I			18		    6    4     2      6      0
II			  7		    0    4     0      3      0
III			  4		    0    2     1      1      0
			48		  12  23     3    10      0


Feststellung über den zukünftigen Beruf

Verbleiben im Elternhause		  1
Arbeiter				  1
Handwerker				18
Technisches Gewerbe		  9
Land-/Gartenbau			  3
Handel				  8
Gastwirtschaft			  1
Schreibdienst			  1
Unbestimmt				  6
					48



Sommerhalbjahr 1920

      							         Konf.Unt.
Kl.	Lehrer			Schülerzahl	ev  kath jüd   ung  sonst  11/12  12/1  snt.nat. 
O I	Rehfeld		35		32    0     3      2       0         12    3       0
O II	Deichsler		31		30    0     1      1       0           5    0       0
O III	Heiber			38		37    0     1      0       0           5    0       0
O IV	Borgis			47		47    0     0      2       0           0    0       0
O V	Ladewig		45		44    0     1      0       0           0    0       0
O VI	Schultz		44		44    0     0      1       0           0    0       0
O VIIa	Alexander		38		31    0     7      0       0           0    0       0
O VIIb	Zietz			34		31    0     3      0       0           0     0      0
Ob M	Zorn			38		36    0     0      0       2         34    0       0
M I	Oppermann		37		37    0     0      0       0         16    0       0
M III	Ehle			34		34    0     0      1       0           3    0       0
M IV	Albrecht		40		40    0     0      2       0           1    0       0
M V	Kranepuhl		44		43    0     1      1       0           0    0       0
M VI	Kaisermann		37		34    0     2      2       0           0    0       0
M VII	Buchholz		49		49    0     0      4       0           0    0       0

Gesamtzahl 591

Davon sind 572 evangelisch, 11 jüdisch und 18 ungetauft. Den 
Konfirmandenunterricht besuchen 76 Knaben und zwar sämtlich Dienstag und 
Freitag von 11 bis 12 Uhr. 

Oberstufe		141	Knaben	=	43,4%
Mittelstufe		159	Knaben	=	26,9%
Unterstufe		291	Knaben	=	49,7%

Die Schule hat 15 Klassen, 7 M-Klassen und 8 O-Klassen mit durchschnittlich 39,4 
Schüler. Es unterrichten 17 Lehrkräfte: 1 Rektor, 10 Lehrer, 3 Lehrerinnen und 3 
Vertreterinnen.


Veränderungen im Klassenbestande und Lehrerkollegium

Frl. Scheffler wurde an die 11. Schule versetzt. Herr Heiber, der aus der 
französischen Gefangenschaft zurückkehrte, trat wieder ein. Lehrer Noetzel ist noch 
immer krankheitshalber beurlaubt. Lehrer Helpap, der bis Kriegsbeginn der Schule 
angehört hat und dann ins Feld zog, erlag am 10. März einem Lungenleiden, das er 
sich im Kriege zugezogen hatte. Frl. Buchholz wurde am 1. Januar 1920 fest 
angestellt; ihr Dienstalter rechnet vom 26. August 1913 ab. Frau Kranpuhl schied mit 
Beginn der Sommerferien aus, weil sie wieder in den Ehestand zu treten 
beabsichtigt. Ihre Stelle wurde durch Frl. Gangloff besetzt. Frl. Mars wurde an die 8. 
Schule versetzt. Eine 7 Ob Klasse wurde neu errichtet, 2 O während des 
Landaufenthaltes aufgelöst, Frl. Buchholz während dieser Zeit beurlaubt. Die 
Vertreterinnen Frl. Alexander und Frl. Zietz wurden der Schule überwiesen.


Ausfall des Unterrichts

Am 1. Mai waren so wenig Schüler erschienen, daß das Kollegium beschloss, um 8 
Uhr den Unterricht auszusetzen. Am 8. Juni fand die Kreislehrerkonferenz statt. 
Verhandlungsgegenstände waren 

1.	Die Umgestaltung des Geschichtsunterrichts. 
2.	 Der neuzeitliche Anfangsunterricht.

Pfingstferien				vom 21. Bis 28. Mai
Sommerferien			vom 2. Juli bis 10. August

Der Hitze wegen wurde um 11 bzw. 12 Uhr geschlossen am 30. Juni, 18. Und 19. 
August.


Schulentlassung Michaelis 1920

Klasse	Entlassene Kinder		Klassenalter
					   ½    1   1 ½    2      3
Oberklasse		22		    7  15     0      0      0
I			19		    2  13     0      4      0
II			  1		    1    0     0      0      0
III			  3		    2    1     0      0      0
			45		  12  29     0      4      0


Feststellung über den zukünftigen Beruf

Arbeiter				  2
Handwerker/Bauhandwerker	18
Techniker				  5
Kunstgewerbe			  1
Land-/Gartenbau/Forstbetrieb	  3
Handel				  5
Schreibdienst			  3
Unbestimmt				  8
					45



Winterhalbjahr 1920/1921

      							         Konf.Unt.
Kl.	Lehrer			Schülerzahl	ev  kath jüd   ung  sonst  11/12  12/1  snt.nat. 
O I	Rehfeld		32		30    0     2      2       0         15    0       0
O II	Deichsler		33		32    0     1      1       0           7    0       0
O III	Heiber			38		37    0     1      0       0           3    0       0
O IV	Borgis			37		37    0     0      1       0           0    0       0
O V	Ladewig		46		45    0     1      0       0           0    0       0
O VI	Schultz		49		49    0     0      1       0           0    0       0
O VIIa	Alexander		31		25    0     6      0       0           0    0       0
O VIIb	Krause		33		30    0     3      7       0           0     0      0
Ob M	Zorn			31		31    0     0      1       0         28    0       0
M II	Oppermann		32		32    0     0      1       0           4    0       0
M III	Ehle			38		38    0     0      1       0           3    0       0
M IV	Albrecht		40		40    0     0      1       0           0    0       0
M V	Kaisermann		43		41    0     2      3       0           0    0       0
M VI	Gangloff		50		49    0     1      1       0           0    0       0
M VIIa	Buchholz		36		31    0     5      2       0           0    0       0
M VIIb	Butzin			37		35    0     2      0       0           0    0       0

Gesamtzahl 606

Davon sind 582 evangelisch, 24 jüdisch und 22 ungetauft. Den 
Konfirmandenunterricht besuchen 66 Knaben und zwar Dienstags und Freitags von 
11 bis 12 Uhr. 

Oberstufe		128	Schüler	=	21,1%
Mittelstufe		242	Schüler	=	39,9%
Unterstufe		230	Schüler	=	39,0%

Die Schule hat 16 Klassen, 8 O-Klassen und 8 M-Klassen, mit durchschnittlich 38 
Schülern. Es unterrichten an der Schule 18 Lehrkräfte: 1 Rektor, 10 Lehrer, 6 
wissenschaftliche Lehrerinnen und 1 technische Lehrerin.


Veränderungen im Klassenbestande und Lehrerkollegium

Eine Klasse 7 Mb wurde eingerichtet, aus 3 M entstand 2 M, 1 M löste sich durch die 
Versetzung nach der Oberklasse auf. Frau Kranepuhl schied in Folge ihrer 
Wiederverheiratung aus. An ihre Stelle trat zunächst Frl. Gangloff und am 2. 
November 1920 Herr Erich Klinge. Am 10. November starb nach langem und 
schweren Leiden Herr Rudolf Noetzel. Das Kollegium wird dem treuen und 
pflichtbewußten Mitarbeiter ein ehrendes Andenken bewahren. Frl. Frieda Krause trat 
an die Stelle von Frl. Zietz.


Ausfall des Unterrichts

Der Unterricht fiel aus am Tage der Reformationsfeier, dem 31. Oktober 1920, ferner 
am Tage Wahl zum Kreislehrerrat, dem 16. März 1921. Das Weihnachtshalbjahr 
begann am 10. Oktober 1921, die Weihnachtsferien dauerten vom 22. Dezember 
1920 bis 4. Januar 1921. Schluß des Winterhalbjahres am 23. März 1921.


Elternabend

Am 7. März 1921 wurde ein Elternabend abgehalten der vornehmlich den vor ihrer 
Entlassung stehenden Schülern gewidmet war. Er hatte sich einer außerordentlich 
regen Teilnahme zu erfreuen. Die Vortragsfolge ist an anderer Stelle niedergelegt. 


Revision

Am 31. Januar und 2. Februar 1921 wurden die M-Klassen der Schule einer Revision 
durch den Herrn Kreisschulrat Stubbe unterzogen. 


Schulentlassung Ostern 1921

Klasse	Entlassene Kinder		Klassenalter
					   ½    1   1 ½    2      3
Oberklasse		16		    3  13     0      0      0
I			11		    0  10     1      0      0
II			  7		    5    1     0      1      0
III			  5		    1    1     1      2      0
			39		    9  25     2      3      0


Feststellungen über den zukünftigen Beruf

Arbeiter			  1
Handwerker			18
Technisches Gewerbe	  1
Land-/Gartenbau		  3
Handel			11
Gastwirtschaft		  1
Post 				  1
Unbestimmt			  3
				39



Sommerhalbjahr 1921

      							         Konf.Unt.
Kl.	Lehrer			Schülerzahl	ev  kath jüd   ung  sonst  11/12  12/1  snt.nat. 
O I	Rehfeld		29		28    0     1      1       0           0  13       0
O II	Deichsler		35		34    0     1      0       0           0    8       0
O III	Heiber			41		41    0     0      1       0           0    3       0
O IV	Borgis			41		41    0     0      0       0           0    0       0
O V	Ladewig		50		49    0     1      1       0           0    0       0
O VIa	Schultz		40		32    0     8      1       0           0    0       0
O VIb	Waldmann		41		37    0     4      3       0           0    0       0
O VIIa	Alexander		43		41    0     2      0       0           0    0       0
O VIIb	Krause		44		36    0     8      3       0           0     0      0
Ob M	Zorn			35		32    0     2      1       0           0   31      0
M II	Oppermann		28		28    0     0      1       0           0    5       0
M III	Ehle			38		38    0     0      2       0           0    4       0
M IV	Albrecht		34		34    0     0      1       0           0    0       0
M V	Kaisermann		42		40    0     2      2       0           0    0       0
M VI	Klinge			45		44    0     1      4       0           0    0       0
M VIIa	Buchholz		35		29    0     6      3       0           0    0       0
M VIIb	Butzin			33		31    0     2      0       0           0    0       0

Gesamtzahl 654

Davon sind 616 evangelisch, 0 katholisch, 38 jüdisch und 24 ungetauft. Den 
Konfirmandenunterricht besuchen 64 Knaben und zwar Dienstag und Freitag von 12 
bis 13 Uhr.

Oberstufe		206	Knaben	=	31,5%
Mittelstufe		167	Knaben	=	25,5%
Unterstufe		281	Knaben	=	43,0%

Die Schule hat 17 Klassen, davon 9 O-Klassen und 8 M-Klassen mit durchschnittlich 
38,5 Schülern. Es unterrichten an der Schule 19 Lehrkräfte: 1 Rektor, 11 Lehrer, 1 
Vertreter, 2 Lehrerinnen, 4 Vertreterinnen darunter eine technische.


Veränderungen im Klassenbestande und Lehrerkörper

Neu entstand durch Fortführung der Klasse 6 Ob die von dem vertretungsweise 
beschäftigten Junglehrer Waldmann besetzt wurde. Lehrer Klinge schied aus und 
wurde durch den Junglehrer Joseph ersetzt. Die Lehrerin Buchholz ging während der 
Sommermonate wieder aufs Land. Sie wurde zuerst von Lehrer Menze, darauf von 
Frl. Piesonka vertreten. 


Ausfall des Unterrichts

Der Unterricht fiel aus am 18. April von 10 Uhr ab für die Klassen der Oberstufe zur 
Teilnahme an der kirchlichen Lutherfeier. Am 30. Mai für alle Klassen wegen der 
Wahl zur Lehrerkammer. Von 11 bis 1 Uhr der Hitze wegen wurde der Unterricht 
ausgesetzt von 12 bzw. 11 Uhr ab an folgenden Tagen: 26. Mai, 31. Mai, 3. Bis 4. 
Juni, 22. Bis 25. August, 29. August. Pfingstferien vom 13. Bis 20. Mai, 
Sommerferien vom 8. Juli bis 16. August, Herbstferien vom 30. September bis 11. 
Oktober.


Schulentlassung Michaelis 1921

Klasse	Entlassene Kinder		Klassenalter
					   ½    1   1 ½    2      3
Oberklasse		21		    7  14     0      0      0
I			  5		    4    0     1      0      0
II			  4		    1    3     0      0      0
III			  1		    1    0     0      0      0
			31		  13  17     1      0      0


Feststellung über den zukünftigen Beruf

Arbeiter				  1
Handwerker/Bauhandwerker	14
Technisches Gewerbe		  5
Kunstgewerbe			  1
Land-/Gartenbau			  2
Handel				  5
Unbestimmt				  3
					31



Winterhalbjahr 1921/1922

      							         Konf.Unt.
Kl.	Lehrer			Schülerzahl	ev  kat	   jüd   ung  sonst  11/12  12/1  snt.nat. 
O I	Rehfeld		26		25    0     1      1       0         12    0       0
O II	Deichsler		33		32    0     1      0       0         11    0       0
O III	Heiber			43		42    0     1      1       0           3    1       0
O IV	Borgis			43		42    0     1      0       0           0    0       0
O V	Ladewig		47		46    0     1      3       0           0    0       0
O VIa	Schultz		38		29    0     9      1       0           0    0       0
O VIb	Buchholz		36		32    0     4      2       0           0    0       0
O VIIa	Alexander		45		40    0     5      0       0           0    0       0
O VIIb	Krause		43		35    0     8      3       0           0    0       0
Ob M	Zorn			36		36    0     0      1       0         20  10       0
M Ia	Oppermann		26		26    0     0      1       0           8    0       0
M Ib	Schulze		28		26    0     2      0       0           8    2       0
M II	Ehle			32		32    0     0      1       0           4    0       0
M III	Albrecht		34		33    0     1      1       0           2    0       0
M IV	Waldmann		34		34    0     0      2       0           0    0       0
M V	Joseph		46		44    1     1      3       0           0    0       0
M VIa	Kaisermann		32		25    0     7      2       0           0    0       0
M VIb	Butzen		37		35    0     2      0       0           0    0       0
M VIIa	Barow			46		40    0     6      4       0           0    0       0

Gesamtzahl 705

Davon sind 654 evangelisch, 1 griechisch-katholisch, 50 jüdisch und 26 ungetauft. 
Den Konfirmandenunterricht besuchen 81 Knaben und zwar Dienstags und Freitags 
von 12 bis 13 Uhr, 68 von 13 bis 14 Uhr und 13. 

Oberstufe		181	Knaben	=	25,7%
Mittelstufe		247	Knaben	=	35,0%
Unterstufe		277	Knaben	=	39,3%

Die Schule hat 19 Klassen, 10 M-Klassen und 9 O-Klassen mit durchschnittlich 37,1 
Schülern. Es unterrichten an der Schule 20 Lahrkräfte: 1 Rektor, 11 Lahrer, 3 
Lehrerinnen, 2 Vertreter und 3 Vertreterinnen.


Veränderungen im Klassenbestande und Lehrerkollegium

Durch Fortführung von 7 Mb entstand neu die Klasse 6 Mb. Überwiesen aus Schule 2 
wurde die Klasse 1 Mb mit Lehrer Müller, der mit Lehrer Schulze aus Dennewitz 
tauschte. Ersterer schied mit dem 1. November aus; sein Nachfolger aber konnte 
krankheitshalber erst am 15. November eintreten. Aus Schule 2 trat Frl. Betty Barow 
für Klasse 7 M nach Schule 12 Über. 


Ausfall des Unterrichts

Der Unterricht fiel am 30. Oktober wegen des Reformationsfestes sowie am 16. 
November wegen des Bußtages aus. Beginn des Winterhalbjahres am 11. Oktober 
1921. Schluß am 31. März 1922. Weihnachtsferien 22. Dezember bis 3. Januar 
1922.

Wilhelm Schulz geboren am 28. September 1889 zu Lehnin/Mark besuchte vom 6. 
Bis 14. Lebensjahre die 6-klassige Volksschule zu Lehnin, von 1904 bis 1907 die 
Präparandenanstalt zu Joachimsthal, von 1907 bis 1910 das Seminar zu Prenzlau, 
bestand die 1. Lehrerprüfung im Februar 1910, die 2. Im November 1912 zu 
Oranienburg, war angestellt vom 1. April 1910 bis 30. September 1912 an der 3-
klassigen Volksschule zu Neubrück an der Spree, diente vom 1. Oktober 1912 bis 
30. September 1913 als freiwilliger im Infanterieregiment Nr. 20, war vom 1. Oktober 
1913 bis 31. Oktober 1921 Lehrer in Dennewitz bei Jüterbog, vom 15. März 1915 bis 
30. November 1918 im Feld. 

Betty Barow geboren am 3. August 1888 zu Berlin, besuchte die Töchterschule von 
Marie Genster in Schöneberg und das Hesslingsche Seminar in Berlin, legte die 
wissenschaftliche Prüfung für Volksschulen 1909 ab, die Prüfung für Turnlehrerinnen 
1910, trat in den Volksschuldienst ein im Juni 1909 zu Mariendorf, bekleidete dann 
Stellungen in Lankwitz und Oberschöneweide und seit April 1913 ist sie in 
Schöneberg tätig.


Schulentlassung Ostern 1922

Klasse	Entlassene Kinder		Klassenalter
					   ½    1   1 ½    2      3
Oberklasse		26		    2  24     0      0      0
I			15		    7    8     0      0      0
II			  5		    1    4     0      0      0
III			  1		    0    0     0      1      0
			47		  10  36     0      1      0


Feststellungen über den zukünftigen Beruf

Handwerker			12
Technisches Gewerbe	10
Kunstgewerbe		  3
Gartenbau			  1
Handel			16
Gastwirtschaft		  1
Unbestimmt			  4
				47



Sommerhalbjahr 1922

      							         Konf.Unt.
Kl.	Lehrer			Schülerzahl	ev  kat	   jüd   ung  sonst  11/12  12/1  snt.nat. 
O I	Rehfeld		28		27    1     1      0       0         10    1       0
O II	Deichsler		39		39    0     0      1       0           3    1       0
O III	Heiber			39		37    0     2      0       0           1    0       0
O IV	Borgis			41		40    0     1      0       0           0    0       0
O Va	Schultz		37		28    0     9      1       0           0    0       0
O Vb	Buchholz		35		31    0     4      2       0           0    0       0
O VIa	Ladewig		39		38    0     1      0       0           0    0       0
O VIb	Krause		42		35    0     7      4       0           0    0       0
O VII	Lewin			42		36    0     6      1       1           0    0       0
Ob M	Zorn			36		34    0     2      0       0         28    3       0
M I	Oppermann		36		35    0     1      0       0           9    5       0
M II	Ehle			31		31    0     0      1       0           2    0       0
M III	Albrecht		43		42    0     1      1       0           0    0       0
M IV	Schmidt		31		31    0     0      2       0           0    0       0
M V	Liesack		46		45    0     1      4       0           0    0       0
M VIa	Kaisermann		39		32    0     7      2       0           0    0       0
M VIb	Schulze		39		37    1     2      0       0           0    0       0
M VII	Barow			40		35    0     5      5       0           0    0       0

Gesamtzahl 683

Davon sind 631 evangelisch, 2 katholisch, 50 jüdisch und 24 ungetauft. Den 
Konfirmandenunterricht besuchen 68 Knaben und zwar Dienstags und Freitags von 
12 bis 13 Uhr 58 und von 13 bis 14 Uhr 10 Knaben.

Oberstufe		220	Knaben	=	29,3%
Mittelstufe		272	Knaben	=	39,8%
Unterstufe		191	Knaben	=	30,9%

Die Schule hat 18 Klassen 9 O-Klassen und 9 M-Klassen mit durchschittlich 38 
Schülern. Es unterrichten an der Schule 19 Lehrkräfte: 1 Rektor, 13 Lehrer, 3 
Lehrerinnen und 2 Vertreterinnen.


Veränderungen im Klassenbestande Lehrkörper

Die Klassen 1 Mb und 7 Ob gehen ein durch Fortführung zur Oberklasse bzw. nach 6 
Ob. Frl. Butzin geht ab, weil sie sich zu verheiraten gedenkt. Die Vertreterin Frl. 
Alexander wird nach Neukölln, Herr Joseph an eine andere Schule versetzt, Herr 
Waldmann angestellt. An ihre Stelle treten die Herrn Liesack und Schmidt sowie die 
Vertreterin Frl. Lenin. 


Ausfall des Unterrichts

Osterferien				vom 7. bis 20. April
Himmelfahrtsfest			am 25. Mai
Pfingstferien				vom 2. bis 6. Juni
Sommerferien			vom 6. Juli bis 14. August
Herbstferien				vom 29. September bis 9. Oktober

Hitzefrei: 23. Mai von 12 Uhr ab, am 24. und 26. Mai, 10. Juni von 11 Uhr ab, am 16. 
Juni von 12 Uhr und am 4. und 5. Juli von 11 Uhr ab. Am 17. Juni Trauerfeier aus 
Anlaß der Abtretung Oberschlesischen Gebiets. Am 29. Juni Trauerfeier aus Anlaß 
der Ermordung des Ministers Rathenau.


Elternabend

Der Elternabend am 21. September erfreute sich eines überaus zahlreichen Besuchs 
und lebhaften Anerkennung. Die Vortragsfolge ist an anderer Stelle niedergelegt.

Karl Liesack
Geboren am 27. September 1865 in Grunau im Kreis Flatow in Ostpreußen besucht 
das Lehrerseminar in Bromberg von 1883 bis 1886, besteht die erste Lehrerprüfung 
am 24. Februar 1886, die zweite am 9. Mai 1889, ist Lehrer an der evangelischen 
Volksschule zu Czarnikau vom 1. April 1886 bis 1. Januar 1888 an der höheren 
Knabenschule ebenda. An den Volksschulen zu Bromberg vom 1. April  1899 bis 1. 
Juli 1920, an den Volksschulen Schönebergs seit 1. Dezember 1920, an Schule 12 
seit Ostern 1922.

August Schmidt
Geboren am 1. Juni 1875 in Arendsee in der Altmark, besucht das Seminar zu 
Osterburg von 1892 bis 1895, besteht die 1. Lehrerprüfung im September 1895, die 
2. im November 1897, ist Lehrer in Wust Bezirk Magdeburg, vom 1. Oktober 1895 bis 
1. August 1897, in Tangermünde vom 1. Mai 1897 bis 1. Oktober 1903, in 
Schöneberg seit 1. Oktober 1903, Vorschullehrer an der Hohenoberrealschule vom 
1. Oktober 1911 bis 1. April 1922, an Schule 12 seit 1. April 1922.



 Schulentlassung Michaelis 1922

Klasse	Entlassene Kinder		Klassenalter
					   ½    1   1 ½    2      3
Oberklasse		15		    5  10     0      0      0
I			12		    3    7     1      1      0
II			  6		    4    1     0      1      0
III			  2		    0    2     0      0      0
			35		  12  20     1      2      0


Feststellungen über den zukünftigen Beruf

Handwerker			17
Technisches Gewerbe	  3
Gartenbau			  1
Handel			  8
Gastwirtschaft		  1
Schreibdienst		  1
unbestimmt			  4
				35



Winterhalbjahr 1922/1923

      							         Konf.Unt.
Kl.	Lehrer			Schülerzahl	ev  kath jüd   ung  sonst  11/12  12/1  snt.nat. 
O II	Deichsler		37		37    0     0      1       4           5    0       0
O III	Heiber			36		35    0     1      0       3           2    0       0
O IV	Borgis			41		37    0     4      0       1           0    0       2
O V	Schultz		40		34    0     6      0       0           0    0       0
O VIa	Ladewig		41		39    0     2      0       0           0    0       0
O VIb	Krause		41		33    0     8      3       0           0    0       0
O VII	Barow			41		32    4     5      1       0           0    0       3
FördK	Schmidt		44		39    0     6      3       1           0    0       1
Ob M	Zorn			40		39    0     1      0       3         30    5       0
M I	Oppermann		42		41    0     0      1       3           7    4       0
M II	Ehle			36		36    0     0      1       1           6    1       0
M III	Rehfeld		35		35    0     0      2       1           2    2       0
M IV	Albrecht		41		40    0     1      3       1           0    0       0
M Va	Liesack		39		32    0     7      3       0           0    0       0
M Vb	Schulze		40		38    1     1      0       0           0    0       1
M VI	Kaisermann		42		37    0     5      4       0           0    0       0
M VII	Buchholz		43		39    0     4      3       0           0    0       0

Gesamtzahl 679

davon sind 623 evangelisch, 5 katholisch, 51 jüdisch und 25 ungetauft. Den 
Konfirmandenunterricht besuchen 64 Knaben und zwar Dienstags und Freitags von 
12 bis 13 Uhr 52 Knaben und von 13 bis 14 Uhr 12 Knaben.

Oberstufe		226	Knaben	=	33,2%
Mittelstufe		201	Knaben	=	29,6%
Unterstufe		252	Knaben	=	37,2%

Die Schule hat 17 Klassen und zwar 9 M-Klassen, 7 O-Klassen und eine 
Förderklasse mit durchschnittlich 39,9 Schülern. Es unterrichten an der Schule 18 
Lehrkräfte: 1 Rektor, 13 Lehrer, 3 Lehrerinnen und eine Vertreterin.


Revision der Schule vom 13. bis 30. November 1922

Klasse	Schüler	 Fehlende	Wochenst.	Revisionstag	Name		Nebenbeschäftigung
Oberkl.	38	1		32		13.11.1922	Zorn		Lehrmittelverwaltung
O II	37	0		32		14./27.11.22	Deichsler	         keine
O III	37	2		30		30.11.1922	Heiber			?
O IV	43	0		28		27.11.1922	Borgis			?
F V	45	3		28		30.11.1922	Schmidt		?
O V	39	3		26		28.11.1922	Schultz			?
O VIa	41	2		22		28.11.1922	Ladewig		?
O VIb	40	4		22		28.11.1922	Krause			?
O VII	41	3		18		28.11.1922	Barow			?



Veränderungen im Klassenbestande und Lehrkörper

Die Klasse 1 O wird aufgelöst, 6 Mb nach 5 Mb fortgeführt, eine 5 O Klasse zur 
Förderklasse umgestaltet. 


Ausfall des Unterrichts

Reformationsfest			am 31. Oktober 1922
Bußtag				am 22. November 1922
Weihnachtsferien			vom 21. Dezember bis 9. Januar 1923

An ersten Schultage nach den Weihnachtsferien mußte der Unterricht ausfallen, weil 
die Heizung nicht in Ordnung war. Schluß des Schulhalbjahres am 28. März 1923.


Die Förderklasse

Wurde eingerichtet, um den höheren Schulen schon nach 3-jährigem Besuche der 
Grundschule genügend vorbereitete Schüler für die Sexta zum Osteraufnahmetermin 
zur Verfügung stellen zu können, nach dem die Vorschulen, in denen bisher diese 
Vorbereitung erfolgte, aufgehoben worden sind.

Die besonderen Lehraufgaben dieser Klasse bestanden vornehmlich darin, die 
Kinder im schriftlichen Rechnen und in der deutschen Grammatik mehr zu fördern als 
es in den anderen Klassen des selben Schuljahres geschieht. 

Die Leitung der Förderklasse wurde Herrn Schmidt übertragen, weil er 10½ Jahre als 
Vorschullehrer an der Hohenzollern-Oberrealschule gewirkt hat.

Die Klasse zählte 45 Schüler. Zwei davon konnten das Reifezeugnis für die Sexta 
nicht erhalten. Einem von diesen gelang es indes, durch besondere Prüfung die 
Aufnahme in die Hohenzollern-Oberrealschule zu erlangen. Zwei andere Schüler 
wurden von der höheren Schule zwar aufgenommen, jedoch nach einiger Zeit in die 
Volksschule zurückgeschickt.


Schulentlassung Ostern 1923

Klasse	Entlassene Kinder		Klassenalter
					   ½    1   1 ½    2      3
Oberklasse		22		    3  19     0      0      0
I M			  3		    3    0     0      0      0
II			  3		    1    1     1      0      0
III			  1		    1    0     0      0      0
			29		    8  20     1      0      0


Feststellungen über den zukünftigen Beruf

Handwerker			13
Technisches Gewerbe	  2
Land-/Gartenbau		  2
Handel			10
unbestimmt			  2
				29




Sommerhalbjahr 1923

      							         Konf.Unt.
Kl.	Lehrer			Schülerzahl	ev  kat	   jüd   ung  sonst  11/12  12/1  snt.nat. 
O[?]	Zorn			29		29    0     0      0       0         22    1       0
O I	Schmidt		33		33    0     0      1       0         10    0       0
O II	Deichsler		36		35    0     1      1       0           6    0       0
O III	Heiber			36		35    0     1      1       0           4    0       0
O IV	Borgis			47		39    0     8      1       0           0    0       1
O Va	Ladewig		43		41    0     2      0       0           0    0       0
O Vb	Schultz		39		33    0     6      0       0           0    0       1
O VI	Barow			46		40    0     6      1       0           0    0       2
O VII	Krause		44		34    0   10      3       0           0    0       0
M I	Oppermann		39		39    0     0      1       0         14    2       0
M II	Ehle			35		35    0     0      2       0           9    0       0
M III	Rehfeld		33		33    0     0      2       0           5    0       0
M IV	Albrecht		34		33    0     1      3       0           2    0       0
M Va	Liesack		32		26    0     6      0       0           0    0       0
M Vb	Schulze		37		34    2     1      0       0           0    0       0
M VI	Kaisermann		43		38    0     5      4       0           0    0       0
M VII	Buchholz		42		37    0     5      4       0           0    0       0

Gesamtzahl 648

davon sind 594 evangelisch, 2 katholisch, 52 jüdisch und 24 ungetauft. Am 
Religionsunterricht nehmen nicht teil 16. Den Konfirmandenunterricht besuchen 75 
Knaben und zwar Dienstags und Freitags von 12 bis 13 Uhr 72 Knaben und von 13 
bis 14 Uhr 23 Knaben. 

Oberstufe		241	Knaben	=	37,2%
Mittelstufe		232	Knaben	=	36,9%
Unterstufe		175	Knaben	=	25,9%

Die Schule hat 17 Klassen, 8 O-Klassen und 9 M-Klassen, mit einer 
durchschnittlichen Schülerzahl von 38,1. Es unterrichten an der Schule 18 Lahrkräfte: 
1 Rektor, 13 Kahrer, 3 Lehrerinnen und eine Vertreterin.


Veränderungen im Klassenbestande und Lehrkörper

Die Förderklasse wurde durch Überweisung ihrer Schüler an höhere Schulen 
aufgelöst. Neu entstand durch Fortführung die Klasse 1 O. Frl. Barow wurde nach 
Südstrand Föhr beurlaubt bis Ende des Semesters, ebenso war der Rektor vom 1. 
Juli bis 30. September beurlaubt. Seine Vertretung übernahm Herr Rehfeld.


Ausfall des Unterrichts

Das Schuljahr beginnt mit dem 10. April.
Osterferien				vom 28. März bis 10. April
Himmelfahrt				am 10. Mai
Pfingstferien				vom 18. bis 30. Mai
Sommerferien			vom 30. Juni bis 10. August
Feier des Verfassungstages	am 11. August
Herbstferien				vom 29. September bis 9. Oktober

Während der Aufhebung der vierteljährlichen Gehaltszahlungen und der in Folge der 
fortschreitenden Entwertung der Papiermark immer häufigeren Nachzahlungen sind 
fortlaufend zeitraubende Berechnungen und Listenaufstellungen notwendig 
geworden. Hierzu sowie zu den damit verbundenen Gängen nach dem Rathause für 
die Zwecke der Listenprüfung und Steuerabzüge, und für die Geschäfte und 
Empfangnahme und Verteilung der Gelder mußten des Öfteren zusammengelegt 
werden oder Unterrichtsstunden in den betroffenen Klassen ausfallen. Der dadurch 
entstandenen Schädigungen des Unterrichtsbetriebes waren leider nicht zu 
vermeiden.



Schulentlassung Michaelis 1923

Klasse	Entlassene Kinder		Klassenalter
					   ½    1   1 ½    2      3
Oberklasse		16		    2  14     0      0      0
I			16		    3  11     0      2      0
II			10		    2    6     1      1      0
III			  4		    0    4     0      0      0
			46		    7  35     1      3      0


Feststellungen über den zukünftigen Beruf

Handwerker				26
Technisches Gewerbe		  8
Handel				10
Gastwirtschaft			  1
Dompteur				  1
					46


Schulsparkasse

Der Geldentwertung wegen mußte die Schulsparkasse ihren Betrieb einstellen.



Winterhalbjahr 1923/1924

      							         Konf.Unt.
Kl.	Lehrer			Schülerzahl	ev  kat	   jüd   ung  sonst  11/12  12/1  snt.nat. 
OBKl	Zorn			29		28    0     0      0       1         20    5       0
O I	Steffen		29		26    0     0      0       3         15    0       0
O II	Deichsler		32		30    0     2      0       0           5    0       0
O III	Heiber			35		34    0     1      0       0           4    0       0
O IVa	Borgis			38		35    0     3      0       0           0    0       0
O IVb	Schmidt		42		24    1     0    16       1           0    0       0
O Va	Ladewig		41		38    0     0      3       0           0    0       0
O Vb	Schultz		41		34    0     0      7       0           0    0       0
O VI	Lewin			41		32    0     0      8       0           0    0       0
O VII	Reimann		45		31    2     0    11       1           0    0       0
M I	Oppermann		28		28    0     0      0       0           7    1       0
M II	Rehfeld		32		31    0     0      0       0           2    0       0
M III	Ehle			32		31    0     0      1       0           2    0       0
M IV	Albrecht		39		39    0     0      0       0           0    0       0
M V	Kaisermann		42		36    0     0      6       0           0    0       0
M VI	Liesak			43		37    0     0      6       0           0    0       0

Gesamtschülerzahl 589

davon sind 515 evangelisch, 3 katholisch, 64 mosaisch und 15 ungetauft. Am 
Religionsunterricht nahmen nicht teil: 21 Schüler. Den Konfirmandenunterricht 
besuchen 61 Knaben und zwar Dienstags und Freitags von 12 bis 13 Uhr 55 Knaben 
und von 13 bis 14 Uhr 6 Knaben.

Oberstufe		148	Knaben	=	25,1%
Mittelstufe		186	Knaben	=	31,6%
Unterstufe		255	Knaben	=	43,3%

Die Schule hat 16 Klassen, 10 O-Klassen und 6 M-Klassen mit durchschnittlich 36,8 
Schülern. Es unterrichten an der Schule 18 Lehrkräfte: 1 Rektor, 1 Konrektor, 14 
Lehrer und 2 Lehrerinnen.

Veränderungen im Klassenbestande und Lehrkörper

Die Klasse 7 M ging ein durch Fortführung. Eine Neuaufnahme von Schülern findet 
im Herbst fortan nicht mehr statt, die Michaelisklassen werden sich somit allmählich 
auflösen. Die Lehrerin Frl. Buchholz und die Vertreterin Frl. Krause wurden nach den 
Schulen 4 und 10 versetzt. An ihre Stelle traten die Herrn Steffen und Reimann. Der 
erste übernahm die neu eingerichtete Konrektorstelle. 

Johannes Steffen
Geboren am 30. April 1863 zu Schruptow, Kreis Greifenberg in Pommern, besucht 
die Schule seines Heimatortes, die Präparandenanstalt und das Seminar zu 
Cammin, besteht die 1. Lehrerprüfung in Cammin 1883, die 2. in Kyritz 1886, wirkt in 
Nipperwiese bei Schwedt 1883 bis 1885, an der Mittelschule Kyritz 1885 bis 1888, in 
Schöneberg seit 1888.


Paul Reimann
Geboren am 24. April 1886 in Neustettin in Pommern, besucht die Volksschule zu 
Schneidemühl, die Mittelschule in Graudenz, die Präparandenanstalt in Czarnikan, 
das Seminar in Wongrowitz  bei Posen, wirkt in Drogoslaw bei Posen, vom 1. April 
1906 bis 31. Dezember 1906. Dann in Joachimsdorf bei Posen vom 1. Januar 1907 
bis 30. September 1908. In Krutsch bei Posen vom 1. Oktober 1909 bis 30. April 
1919. In Zietlow in Pommern vom 1. Mai 1919 bis 30. Oktober 1919. In Schöneberg 
seit 1. November 1919.


Ausfall des Unterrichts

Das Winterhalbjahr begann am 10. Oktober. Das Reformationsfest wurde durch den 
Besuch des Festgottesdienstes in der Kirche zum Heilsbronnen gefeiert. Nach den 
Weihnachtsferien mußte der Unterricht am ersten Schultage ausfallen, weil die 
Räume zu kalt waren.

Der Unterricht fiel aus auch am Bußtage, den 21. November. Die Weihnachtsferien 
dauerten vom 22. Dezember 1923 bis 8. Januar 1924.

Revision der Schule vom 18. bis 23. Februar 1924

Klasse	Schüler	Fehlende	Wochenst.	Revisionstag	Name		Nebenbeschäftigung
Oberk.	29	0		32		18.02.1924	Zorn		Lehrmittelverwaltung
1 O	29	2		32		18.02.1924	Steffen		keine
1 M	27	0		32		20.02.1924	Oppermann	keine
2 M	30	1		32		21.02.1924	Rehfeld		Schülerbücherei
3 M	30	1		30		21.02.1924	Ehle		keine
4 M	39	4		28		23.02.1924	Albrecht	   ?
5 M	40	4		26		23.02.1924	Kaisermann	   ?
6 M	42	7		22		23.02.1924	Liesak		   ?


Schulentlassung Ostern 1924

Klasse	Entlassene Kinder		Klassenalter
					   ½    1   1 ½    2      3
Oberklasse		14		    6    8     0      0      0
I			11		    2    9     0      0      0
II			  5		    1    4     0      0      0
III u. IV		5+1		    1    3     0      2      0
			36		  10  24     0      2      0

Feststellung über den zukünftigen Beruf

Handwerker			24
Technisches Gewerbe	  6
Handel			  4
Gastwirtschaft		  0
Land-/Gartenbau		  0
Matrose			  1
unbestimmt			  1
				36


Sommerhalbjahr 1924

      							         Konf.Unt.
Kl.	Lehrer			Schülerzahl	ev  kat	   jüd   ung  sonst  11/12  12/1  snt.nat. 
O I	Steffen		29		28    0     1      0       0           3    5       0
O II	Deichsler		33		31    0     2      0       0           8    0       0
O III	Heiber			37		36    0     1      1       0           0    0       0
O IVa	Ladewig		33		32    0     1      0       0           0    0       0
O IVb	Schultz		32		27    0     5      2       0           0    0       0
O V	Barow			41		30    3     8      1       0           0    0       0
O VI	Reimann		46		36    1     9      1       0           0    0       0
O VIIa	Borgis			41		37    0     4      1       0           0    0       0
O VIIb	Schmidt		42		35    0     7      1       0           0    0       0
M Ob	Zorn			32		32    0     0      1       0         23    5       0
M I	Oppermann		26		26    0     0      0       0         11    1       0
M II	Rehfeld		30		30    0     0      2       0           3    0       0
M III	Ehle			28		28    0     0      2       0           0    0       0
M IV	Dames		37		34    1     2      1       0           0    0       0
M V	Schulze		40		34    0     6      2       0           0    0       0
M VI	Liesak			42		35    0     7      2       0           0    0       0

Gesamtschülerzahl 569

davon sind 493 evangelisch, 5 katholisch, 53 jüdisch und 18 ungetauft. Am 
Religionsunterricht nehmen nicht teil: 12 Schüler. Den Konfirmandenunterricht 
besuchen 60 Knaben und zwar am Dienstag und Freitag von 12 bis 13 Uhr 49 
Knaben und von 13 bis 14 Uhr 11 Knaben.

Oberstufe		215	Knaben	=	37,9%
Mittelstufe		183	Knaben	=	31,9%
Unterststufe		171	Knaben	=	30,2%

Die Schule hat 16 Klassen mit durchschnittlich 35,6 Schülern. Neun O-Klassen und 7 
M-Klassen. Es unterrichten an der Schule 17 Lahrkräfte: 1 Konrektor, 12 Lehrer, 2 
Lehrerinnen, 1 Vertreter und eine Vertreterin.

Am 1. April 1924 trat Herr Rektor Prinz in den Ruhestand und die Leitung der Schule 
übernahm Konrektor Steffen. Die Lehrer Albrecht und Kaisermann wurden auf 
Wartegeld gesetzt. In folgedessen wurde Vertretung notwendig, die von dem 
Junglehrer Dames und Frl. Gibs übernommen wurde.


Ausfall des Unterrichts und Ferien

Osterferien			vom 11. April 1924 bis 30. April 1924
Pfingstferien			vom 6. Juni 1924 bis 17. Juni 1924
Sommerferien		vom 4. Juli 1924 bis 12. August 1924
Herbstferien			vom 30. September 1924 bis 10. Oktober 1924
Weihnachtsferien		vom 20. Dezember 1924 bis 6. Januar 1925


Elternbeiratswahl am 22. Juni 1924

Gewählt wurden 12 Mitglieder, 10 christlich-unpolitisch, 2 für Schulaufbau.

Am 12. August Feier des Verfassungstages der Deutschen Republik.


Ausfall des Unterrichts wegen Hitze

Am 16. Mai ab 12 Uhr, 20. Juni ab 11 Uhr, 21. Juni ab 11 Uhr, 27. Juni ab 12 Uhr, 
30. Juni ab 12 Uhr, 2. Juli ab 13 Uhr, 3. Juli ab 13 Uhr, 14. August ab 12 Uhr.


Schulentlassung Michaelis 1924

Klasse	Entlassene Kinder		Klassenalter
					   ½    1   1 ½    2      3
Oberklasse		18		    4  14     0      0      0
I			  8		    1    4     2      1      0
II			  2		    1    0     1      0      0
III			  1		    0    1     0      0      0
			29		    6  19     3      1      0


Feststellung über den zukünftigen Beruf

Handwerker			16
Technisches Gewerbe	  4
Gartenbau			  3
Handel			  5
Schreibdienst		  1
				29



Winterhalbjahr 1924/1925

      							         Konf.Unt.
Kl.	Lehrer			Schülerzahl	ev  kat	   jüd   ung  sonst  11/12  12/1  snt.nat. 
O II	Steffen		23		23    0     0      0       0           6    1       0
O III	Deichsler		32		29    0     3      0       0           0    9       0
O IV	Heiber			35		33    0     1      1       0           0    2       0
O Va	Ladewig		35		34    0     1      0       0           0    0       0
O Vb	Raudonat		37		30    0     5      2       0           0    0       0
O VI	Barow			43		34    0     8      1       0           0    0       0
O VII	Reimann		42		30    1   10      1       0           0    0       1
O VIIIa	Borgis			42		35    0     6      1       0           0    0       1
O VIIIb	Schmidt		42		33    0     8      1       0           0    0       3
M I	Zorn			32		31    0     0      1       0         22    8       0
M II	Rehfeld		29		27    0     0      2       0           4    1       0
M III	Ehle			28		25    0     2      1       0           0    3       1
M IV	Oppermann		29		27    0     2      0       0           1    0       1
M V	Schulze		39		33    0     5      1       0           0    0       0
M VI	Aranowski		42		34    0     7      1       0           0    0       0

Gesamtzahl 530

davon sind 458 evangelisch, 1 katholisch, 58 mosaisch und 13 ungetauft. Am 
Religionsunterricht nehmen 10 Knaben nicht teil. Den Konfirmandenunterricht 
besuchen 57 Knaben und zwar Dienstags und Freitags von 12 bis 13 Uhr 33 Knaben 
und von 13 bis 14 Uhr 24 Knaben. Es gehören zu den oberen Jahrgängen 254 
Knaben = 47,93%, zur Grundschule 276 Knaben = 52,07%. Die Schule hat 15 
Klassen mit durchschnittlich 35,33 Schüler, 6 M-Klassen und 9 O-Klassen. An der 
Schule unterrichten 16 Lehrkräfte: 1 Konrektor, 12 Lehrer, 2 Lehrerinnen und eine 
Vertretung.

Zum 1. Dezember 1924 wurde Seminaroberlehrer Hintze aus Havelberg durch 
Ministerialerlaß zum Rektor ernannt. 

Herr Hintze
Wurde geboren am 16. Mai 1887 zu Berlin, besuchte die 114. Gemeindeschule in 
Berlin, trat 1902 in die 2. Klasse der Präparandenanstalt zu Joachimsthal, 1904 in 
das Seminar zu Prenzlau ein. Nach der 1. Lehrerprüfung 14. bis 20. Februar 1907 
war er in Halbe bei Görlitz tätig 1. April 1907 bis 1. August 1909 und übernahm nach 
der 2. Lehrerprüfung (5. bis 9. Juni in Prenzlau) eine Präparandenlehrerstelle in 
Havelberg, die am 1. April 1914 staatlich wurde. Nach bestandener [ im Original nicht 
lesbar, d. Bearb. ] ... (Mathematik, Erdkunde 14. bis 19 Mai 1915 in Berlin) und 
Rektorprüfung (1. Mai 1916 Berlin) [ im Original nicht lesbar, d. Bearb. ]  Am 4. März 
1920 erhielt er das Verdienstkreuz für Kriegshilfe! In Folge Neuordnung der 
Lehrerbildung und Auflösung der Seminare (Havelberg stand seit dem 1. April 1924 
leer)... [ im Original nicht lesbar, d. Bearb. ]


Trauerfeier

Am Mittwoch dem 4. März, fand für den am Sonnabend, 28. Februar, verstorbenen 
Reichspräsidenten Friedrich Ebert in der Aula mit den Klassen 1 bis 5 die Trauerfeier 
statt. Die Gedenkrede hielt Rektor Hintze.


Schulentlassung Ostern 1925

Klasse	Entlassene Kinder		Klassenalter
					   ½    1   1 ½    2      3
1			21		    8  13     0      0      0
2 M			  2		    2    0     0      0      0
2 O			  4		    0    4     0      0      0
3 O			  4		    0    3     0      1      0
4 M			  1		    0    0     1      0      0
			32		  10  20     1      1      0


Feststellung über den zukünftigen Beruf

Handwerker			  9
Technisches Gewerbe	14
Kaufmann			  4
Gastwirtsgewerbe		  2
Privatschule			  1
unbestimmt			  2
				32



Sommerhalbjahr 1925

Kl.	Lehrer			Schülerzahl	ev  kath  jüd   ung  sonst   12/1  1/2  frd.nat. 
2o	Deichsler		28		26    0     2      0       0           3    3       0
3o	Heiber			35		35    0     0      0       0           3    4       0
4o	Steffen		33		29    0     2      2       0           0    1       0
5o	Frl. Barow		44		30    4     9      1       0           0    0       0
6o	Reimann		41		29    1     9      1       1           0    0       2
7oa	Borgis			47		38    1     7      1       0           0    0       0
7ob	Schmidt		41		32    0     8      1       0           0    0       2
8oa	Frl. Ladewig		36		27    0     7      2       0           0    0       4
8ob	Schulze		37		34    0     0      3       0           0    0       0
1	Zorn			32		32    0     0      0       0         12  16       0
2M	Rehfeld		29		27    0     0      2       0           5    7       0
3M	Ehle			30		27    0     2      1       0           1    3       3
4M	Oppermann		29		26    0     2      1       0           0    0       0
5M	[ kein Eintrag ]	30		26    0     3      1       0           1    0       1
6M	Aranowski		41		32    0     8      1       0           0    0       3

Gesamtzahl der Schüler (Stand 1. Mai): 533

davon sind 450 evangelisch, 6 katholisch, 59 jüdisch, 17 ungetauft und 1 sonstige. 
Am Religionsunterricht nahmen nicht teil 6 Schüler. Den Konfirmandenunterricht 
besuchten 59 Knaben und zwar Dienstag und Freitag von 12 bis 13 Uhr 25 Knaben 
und von 13 bis 14 Uhr 34 Knaben. Es gehören zur Grundschule 317 Schüler, 59,5% 
der Gesamtzahl, zu den oberen Jahrgängen 216 gleich 40,5%. Die Schule hat 15 
Klassen mit durchschnittlich 35,5 Schülern, eine erste, 9 Oster- und 5 Michaelis-
Klassen. An der Schule unterrichten 16 Lehrkräfte: 1 Rektor, 1 Konrektor, 11 Lehrer, 
2 Lehrerinnen und 1 Vertreter.

Das Schuljahr begann am 16. April. Da Herr Randonat der 2. Schule überwiesen 
wurde. Der 12. Schule sollte ein Turn- und Sportlehrer zugewiesen werden der aber 
längst eine andere Stelle hatte. Sah uns der 1. Mai noch immer ohne Hilfskraft.
Seit Februar verpflichtet die Behörde Junglehrer gegen Zahlung verschieden hoch 
bemessener Entschädigungen zu Hospitationen (4 bis 12 Stunden).

Der 12. Schule waren die Junglehrer Bohs (Herbst 1921 Kyritz) und Koch (1921 
Kottbus) und von Oster 1925 Silchmüller (O21 Prenzlau) zugeteilt. Wie sehr die 
Organisation im Argen liegt, zeigt die Tatsache, dass Berlin zu Vertretungen den 
Jahrgang 1923 einberuft, anstatt die Hospitanten heranzuziehen. 

Rektor Hintze wurde zur 2. Studiengemeinschaft für wissenschaftliche Pädagogik 
(Professor Spranger) einberufen.

Anlässlich der Amtsübernahme des Herrn Reichspräsidenten fiel am Dienstag, 12. 
Mai, der Unterricht aus. Da die Aula wegen der Renovierung nicht benutzbar war, 
wurde eine Feier in den eigenen Klassen (5 bis 1) veranstaltet. 


Am 11. Mai übernahm Herr Waner die Klasse 5 M, und damit konnte endlich die 
planmäßige Arbeit beginnen. Die Zeichen- und Chorgesangstunden leiden allerdings 
auch weiterhin, weil die Aula nicht benutzbar ist, da Maler und Elektromonteure den 
Raum verschönern. 

Herr Waner
Wurde als Sohn des Kaufmanns Paul Warner am 27. März 1898 in Berlin geboren, 
besuchte die 48. Gemeindeschule in Berlin von Ostern 1904 bis Ostern 1905, dann 
die Gemeindeschule in Tegel, trat Ostern 1907 in die Humboldt-Oberschule ein, die 
er mit der Reife für Obersekunda verließ. Von der Präparandenanstalt Tegel. (1. Juli 
1916 bis 11. September 1917) trat er ins Heer. Nach seiner Entlassung wurde er 
Februar 1919 bis 9. Februar 1921 im Sonderlehrgang für Kriegs[ im Original nicht 
lesbar, d. Bearb. ] in Berlin ausgebildet und war dann vom 6. April 1921 als 
Hilfsarbeiter im Statistischen Reichsamt tätig. 

Der Unterricht fiel anlässlich der Volkszählung (16. Juni), am 19. Juni für die Klassen 
aus deren Leiter das Amt eines Zählers ausübten (1, 2M, 5O, 6 O, 7Ob, 8Oa).

Die Jahrtausendfeier der [ im Original nicht lesbar, d. Bearb. ] wurde am 20. Juni in 
der neu hergerichteten Aula festlich begangen. Die Rede hielt Herr Rektor Hintze. 
Zum Sportfest der Schöneberger Schulen auf dem Dominicusplatz fiel der Unterricht 
am 27. Juni aus. 

Pfingstferien			vom 29. Mai bis 9. Juni
Sommerferien		vom 3. Juli bis 11. August

Am 11. August (Schulbeginn) fiel der Unterricht aus Verfassungsfeier: Die Feiern 
wurden in den einzelnen Klassen abgehalten. Kollege Waner wurde am 10. 
September vom Rektor auf die Verfassung vereidigt. 

Wegen der Hitze fiel der Unterricht aus:
vom 27. bis 28. Mai ab 13 Uhr
vom 10. Juni bis 12. Juni ab 12 Uhr
vom 13. August bis 14. August ab 12 Uhr

Am 26. Mai wurde um 12 Uhr eingedenk der [ im Original nicht lesbar, d. Bearb. ] 
geschlossen. Am 27. und 28. September fand ein Elternabend statt. Der Ertrag samt 
dem einer vorangegangenen Sammlung unter der Elternschaft belief sich auf 749,55 
M. Für 570 M wurde davon der Lichtbildapparat beschafft, der Rest soll zur 
Ausstattung des Physikzimmers, das in einer Klasse eingerichtet werden soll, 
verwendet werden (Schalttafel, Experimentiertisch). Das Programm des Abends [ im 
Original nicht lesbar, d. Bearb. ]: Schulfeierlichkeiten. Der Unterricht schloss am 29. 
September.


						Klassenalter
Klasse	Schülerzahl		½ 	1	1 ½ 	2 Jahre
1			16		 4	11	 1	 0
2O			  5		 5	  0	 0	 0
2M			  5		 0	  5	 0	 0
3O			  2		 2	  0	 0	 0
3M			  5		 0	  5	 0	 0
5M			  1		 0	  0	 0	 1


Feststellungen über den zukünftigen Beruf

Handwerker			  6
Technisches Gewerbe	21
Gartenbau			  1
Handel			  3
Schreibdienst		  1
unbestimmt			  2



Winterhalbjahr 1925/1926

									         Konf.Unt.
Kl.	Lehrer			Schülerzahl	ev  kat	   jüd   ung  sonst   12/1  1/2  frd.nat. 
1	Zorn			40		38    0     0      2       0         20   16      0
2o	Deichsler		22		21    0     1      0       0           6    1       0
2M	Ehle			24		22    0     1      1       0           1    6       0
3o	Heiber			34		34    0     0      0       0           5    2       0
3M	Oppermann		34		28    0     4      2       0           0    1       0
4o	Steffen		34		30    0     2      2       0           1    1       0
4M	Rehfeld		28		25    0     2      1       0           0    0       0
5o	Barow			38		23    5     8      2       0           0    0       1
5M	Aranowski		44		34    0     9      1       0           0    0       4
6o	Reimann		45		33    1   10      0       1           0    0       7
7oa	Borgis			42		33    1     6      2       0           0    0       0
7ob	Schmidt		44		33    0     9      1       1           0    0       3
8oa	Ladewig		39		32    0     6      1       0           0    0       0
8ob	Schulze		40		37    0     0      3       0           0    0       0

Gesamtzahl der Schüler 508 (14. Oktober 1925)

davon sind 423 evangelisch, 7 katholisch, 58 jüdisch, 18 ungetauft und 2 sonstiger 
Konfessionalität. Am Religionsunterricht nahmen nicht teil 8 Schüler. Den 
Konfirmandenunterricht besuchten 60 Knaben und zwar 33 von 12 bis 13 Uhr und 27 
von 13 bis 14 Uhr. Es gehören zur Grundschule 292 Kinder (57,4%), zu den oberen 
Jahrgängen 216 Kinder (42,7%). Die Schule hat 14 Klassen mit durchschnittlich 36,3 
Schülern, eine erste, 9 Oster- und 4 Michaelisklassen. An der Schule unterrichten 15 
Lehrkräfte, 1 Rektor, 1 Konrektor, 11 Lahrer und 2 Lehrerinnen.

Mit Beginn der Herbstferien, 29. September, verliert die Schule eine Michaelisklasse 
(6M), und damit verlässt Herr Waner die Schule. Wohin ihn das Schicksal führt ist 
unbekannt. Da trotz der Einrechnung von 8 Stunden für den Turnverein der 
Lehrkörper 5 Pflichtstunden überzählig gibt, geht Herr Schmidt mit diesen 5 Stunden 
an die 6. Schule. Der Unterricht begann am 9. Oktober mit geordnetem Stundenplan. 
Am 31. Oktober fiel der Unterricht aus. Die Feier des Reformationsfestes fand für die 
oberen Klassen in der Kirch statt. 

Zur Teilnahme an der Arbeitsgemeinschaft für wissenschaftliche Pädagogik 
(Professor Spranger) wurde der Rektor um seine 12 Wochenstunden entlastet. Die 
Vertretung übernahm der Junglehrer Paul Helke, N 113, Wichertstraße 69, ab 15. 
Dezember.

In den Weihnachtsferien, 22. Dezember 1925 bis 8. Januar 1926, wurden als 
Notstandsarbeiten Flure und Treppenhäuser der Schule gestrichen. Das untere 
Stockwerk wurde mit elektrischem Licht versehen. [ im Original nicht lesbar, d. Bearb. 
] Das aus eigenen Mitteln eingerichtete Physikzimmer konnte endlich in Benutzung 
genommen werden. [ im Original nicht lesbar, d. Bearb. ] 


An die Stelle von Herrn Helke trat nach Weihnachten der Hilfslehrer 

Karl Paul Wilhelm Grigo
Geboren am 24. September 1900 in Berlin als Sohn des Buchbinders Fritz Grigo. Der 
Bildungsgang verlief so: 7. Gemeindeschule in Neukölln, Präparandenanstalt 
daselbst vom 15. Februar ab. Ostern 1918 Seminar Neuruppin, Juni 1918 
Einberufung zum Heeresdienst. Nach der Entlassung vom Militär Ende Dezember 
1918 für einen Monat nach Ruppin zurück, seit Februar 1919  Kriegskursus in Berlin, 
Februar 1921 erste Lehrerprüfung bestanden. Im April 1921 Büroangestellter im 
statistischen Reichsamt; nach einjähriger Tätigkeit eine Lehrerstelle in 
Baumschulenweg, dann in Reinickendorf, seit November 1925 schließlich in 
Schöneberg.


Schulentlassung Ostern 1926

Am Schlusse des Winterhalbjahres konnte Herr Zorn auf eine 25-jährige 
Amtstätigkeit zurückblicken. Zum Gedenken des Tages überreichte das Kollegium 
einen Blumenstrauß; ein Frühschoppen bot Gelegenheit, Erinnerungen 
auszutauschen. 

						Klassenalter
Klasse	Schülerzahl		½ 	1	1 ½ 	2 Jahre
1			24		 7	17	 0	 0
2O			  4		 0	  3	 0	 1
2M			  1		 0	  1	 0	 0
3O			  5		 0	  5	 0	 0
3M			  1		 0	  0	 1	 0
4O			  1		 0	  1	 0	 0


Feststellungen über den zukünftigen Beruf

Handwerker			17
Technisches Gewerbe	16
Handel			  1
Schreibdienst		  1
Berufsschule			  1



Sommerhalbjahr 1926

									         Konf.Unt.
Kl.	Lehrer			Schülerzahl	ev  kath jüd   ung  sonst   12/1  1/2  frd.nat. 
1	Zorn			33		30    1     1      1       0         14   18      0
2o	Heiber			31		31    0     0      0       0           5    7       0
2M	Ehle			23		21    0     1      1       0           5    8       0
3o	Steffen		30		26    0     2      2       0           0    0       0
3M	Oppermann		34		28    0     4      2       0           1    3       0
4o	Deichsler		24		21    1     2      0       0           0    0       2
4M	Kritzler		19		18    0     1      0       0           0    0       0
5o	Reimann		43		27    1   12      2       1           0    0       5
5M	Kastner		29		27    0     1      1       0           0    0       1
6a	Borgis			47		36    1     8      2       0           0    0       2
6b	Schmidt		46		36    1     8      1       0           0    0       3
7a	Ladewig		32		26    0     6      0       0           0    0       0
7b	Schulze		40		36    1     0      3       0           0    0       0
8a	Aranowski		46		37    2     2      5       0           0    0       3
8b	Barow			40		30    0     4      6       0           0    0       1
8c	Rehfeld		45		36    0     5      4       0           0    0       2

Gesamtzahl der Schüler 562 (15. April 1926)

davon sind 466 evangelisch, 8 katholisch, 57 jüdisch, 30 ungetauft, 1 sonstiger 
Konfessionalität. Am Religionsunterricht nahmen nicht teil 11 Schüler. Den 
Konfirmationsunterricht besuchten von 12 bis 13 Uhr 25 Knaben und von 13 bis 14 
Uhr 36 Knaben.

Zur Grundschule gehören: 368 Kinder, das sind 65,4%, zu den oberen Klassen 194 
(34,6%). Die Schule hat 16 Klassen mit durchschnittlich 35 Knaben, eine erste, 11 
Oster- und 4 Michaelisklassen. In der Schule unterrichten 17 Lehrkräfte: 1 Rektor, 1 
Konrektor, 12 Lehrer, 2 Lehrerinnen und Schulamtsbewerber.

Die ungewöhnlich große Aufnahme zu Ostern forderte die Eröffnung von drei 
Klassen (je 45); 17 Kinder wurden trotzdem der 2. Schule überwiesen. Da es 
unmöglich war, Michaelisklassen einzuziehen, andererseits die 4 O wegen des 
Übertritts der Jungen zur höheren Schule nur 12 Schüler behielt, wurden aus Klasse 
5 M 10 zur 4 O versetzt, aus Schule 6 noch zwei überwiesen. Zur Klasse 5 M 
schickten Schule 3: 9, Schule 6: 12 Knaben. Da die vorhandenen Räume nicht 
ausreichten, wurden die 5 M im Werner-Siemens-Realgymnasium untergebracht, 4 
M blieb im Physikraum und wurde dadurch eigentlich ?fliegende? Klasse.

Herr Grigo wurde, nachdem er seinen Unterricht hier aufgenommen hatte, einer 
anderen Schule zugeteilt, an seine Stelle trat Herr Kritzler. 

Er wurde am 7. April 1904 in Ahe (Kreis Gummersbach zu Köln) geboren, besuchte 
die Volksschule in Niedergeismar und Derschlag. 1921: Abgangsprüfung der 
staatlichen Präparandenanstalt zu Bergmanstadt, Ostern 1924 erste Lehrerprüfung 
am Seminar zu Gummersbach. Oster 1925: Hörer an der preußischen Hochschule 
für Leibesübungen, 17. März 1926: staatliches Turn- und Sportlehrerzeugnis. 
(Vereidigt: 29. April 1926)


Seit Ostern lag Herr Schulze an Magen- und Darmgrippe krank; für 8 Tage (mitten in 
der Zeit) vertrat Herr Tietze (23. April bis 1. Mai 1926). Berlin gewährte Rektor Hintze 
den im Dezember erteilten Urlaub nicht weiter. Selbst als der Staat die erforderlichen 
Mittel bereitstellte war es nicht möglich, bis zum 1. Mai die Angelegenheit zu regeln, 
so das die Unruhe im Schulbetrieb andauerte. Für den 6. Juni wurden die 
Elternbeiratswahlen anberaumt. Als neues Mitglied trat Ostern 1926 Herr Kastner in 
das Kollegium ein. 

Am 5. Oktober 1885 zu Oranienburg als Sohn des  Zollbeamten K. geboren. Ist [ im 
Original nicht lesbar, d. Bearb. ] K. Schüler Cöpenicks (6. bis 14. Lebensjahr 

[ im Original nicht lesbar, d. Bearb. ]


In den großen Ferien wurden das Lehrer- und Amtszimmer neu gestrichen. Der 
Luftschacht in dem Schulgebäude der mit seinem schadhaften Zinkdach schon 
mehrmals zu Unzuträglichkeiten führte, wurde beseitigt. Leider konnte der Schulhof 
aus Mangel an Mitteln noch immer nicht in Ordnung gebracht werden.

Zur Teilnahme an der Studiengemeinschaft für wissenschaftliche Pädagogik wurde 
der Rektor für das 3. und 4. Semester um seine 12 Pflichtstunden entlastet. Am 11. 
August fiel der Unterricht aus, die Verfassungsfeier wurde in den Klassen gehalten. 
Am 4. September bedingte das Birksturn- und sportfest ebenfalls den Ausfall des 
Unterrichts. Mit dem 30. September trat Herr Schulrat Stubbe in den Ruhestand, da 
er die Altersgrenze erreichte. Da eine Einigung nicht erzielt war, ob die 
Schulratsstelle staatlich blieb oder in eine Stadtschulenstelle umgewandelt werden 
sollte, wurde die staatliche Schulaufsicht dem Schulrat aus Weißensee, Herrn 
Zickermann, vertretungsweise übertragen. Herr Schulrat Stubbe, der sich vom 
Kollegium gelegentlich eines Besuchs persönlich verabschiedet hatte, weilte am 
letzten Abend seiner Tätigkeit bei unserem Elternabend in unserer Mitte.

Der Elternabend fand am 29. und 30. September statt. Da die Stadt die Kosten für 
die Schalttafel übernahm, mit der die Ausstattung des Physikzimmers vollendet ist, 
konnten wir daran gehen, für ein wenig Behaglichkeit zu sorgen. Der Anfang wurde 
mit einem großen Bild für das Lehrerzimmer und mit sechs Korbstühlen für Lehrer- 
und Amtszimmer gemacht. Amtszimmer und Kellerraum (Aufenthalt des 
Hausmeisters) werden durch ein Haustelefon verbunden.



						Klassenalter
Klasse	Schülerzahl		½ 	1	2 Jahre
1			17		 1	16	 0
2O			  4		 4	  0	 0
2M			  6		 0	  5	 1
3O			  1		 1	  0	 0
3M			  1		 0	  1	 0



Feststellungen über den zukünftigen Beruf

Handwerker			  8
Technisches Gewerbe	13
Kunstgewerbe		  1
Gartenbau			  1
Handel			  2
Gastwirtschaft		  3
Berufsschule			  1


Winterhalbjahr 1926/1927

									         Konf.Unt.
Kl.	Lehrer			Schülerzahl	ev  kath jüd   ung  sonst   12/1  ½ frd.nat.1
	Zorn			31		30    0     1      0       0         12   17      0
2o	Heiber			30		30    0     0      0       0           3    7       0
2M	Oppermann		32		25    0     5      2       0           1    0       0
3o	Steffen		29		25    0     2      2       0           1    0       0
3M	Kastner		27		26    0     1      0       0           4    1       0
4o	Deichsler		26		24    0     2      0       0           0    0       0
4M	Ehle			27		25    0     1      1       0           0    0       2
5o	Reimann		45		31    1   12      1       0           0    0       1
6a	Borgis			48		37    1     8      1       1           0    0       1
6b	Schmidt		46		37    0     8      0       1           0    0       4
7a	Ladewig		39		32    0     7      0       0           0    0       0
7b	Schulze		37		33    1     0      3       0           0    0       0
8a	Aranowski		42		40    0     2      0       0           0    0       0
8b	Barow			43		31    0     5      6       1           0    0       2
8c	Rehfeld		41		33    0     4      4       0           0    0       0

Gesamtzahl der Schüler 543

davon sind 459 evangelisch, 3 katholisch, 58 jüdisch, 20 ungetauft und 3 sonstiger 
Konfessionen (orthodox). Am Religionsunterricht nahmen nicht teil: 11 Schüler. Den 
Konfirmandenunterricht besuchten 46 Knaben und zwar 21 von 12 bis 13 Uhr und 25 
von 13 bis 14 Uhr. Zur Grundschule gehören 341 Jungen, das sind 62,8% und zu 
den oberen Klassen 202 (37,2%). Die Schule hat 15 Klassen mit durchschnittlich 
36,2 Kindern, eine erste, 11 Ostern- und 3 Michaelisklassen. An der Schule 
unterrichten 16 Lehrkräfte, 1 Rektor, 1 Konrektor (die 2. Konrektorstelle soll mit 
Kollege Schmidt besetzt werden), 12 Lehrern, 2 Lehrerinnen.

Da eine Herbstklasse durch Versetzung einging, wurde Herr Kritzler [?], unser Turn- 
und Sportlehrer, entlassen. Er erwartet nun eine Oberschullehrerstelle in 
Freienwalde. Zur Deckung der 9 Fehlstunden ? alle Klassen bis zur 5. behielten die 
4. und 5. Turnstunde auch im Winter bei, obwohl die Halle bei doppelter Besetzung 
ein Spiel nicht zulässt ? wurde Schulamts[ im Original nicht lesbar, d. Bearb. ] Worch, 
das zweite Mitglied der Großberliner [ im Original nicht lesbar, d. Bearb. ] in der 
Sprangerschen Arbeitsgemeinschaft für wissenschaftliche Pädagogik der Schule 
überwiesen. Herr Aranowski erkrankte an einem Furunkel, die Vertretung übernahm 
Schulamtsbewerber [ im Original nicht lesbar, d. Bearb. ]. (12. Oktober 1926 bis 1. 
Dezember 1926)

Durch Verfügung des [ im Original nicht lesbar, d. Bearb. ] Schulkollegiums findet die 
Feier des Reformationsfestes in Großberlin einheitlich am 2. November statt. Der 
Unterricht fiel an diesem Tage aus. Am 17. Februar fiel der Unterricht wegen der 
Pestalotzzi-Gedenkfeier aus. Am 23. März wurde ein stimmungsvoller [ im Original 
nicht lesbar, d. Bearb. ] in der geschmückten Aula abgehalten. Herr Zorn hielt die 
Festrede. 


Mit dem 28. Februar fand die Studiengemeinschaft für wissenschaftliche Pädagogik, 
an der Rektor Hintze und Herr Worch teilnahmen, ihr Ende. Herr Worch [ im Original 
nicht lesbar, d. Bearb. ]  in Halle mit einer Arbeit über das [ im Original nicht lesbar, d. 
Bearb. ] in der Pädagogik. Das Schuljahr schloss am 31. März. 


						Klassenalter
Klasse	Schülerzahl		½ 	1	1 ½ Jahre
1			22		 8	13	 1
2O			  9		 0	  9	 0
2M			  3		 3	  0	 0
3O			  1		 0	  1	 0
3M			  4		 1	  0	 3


Feststellung über den zukünftigen Beruf

Handwerker			19
Technisches Gewerbe	11
Kunstgewerbe		  2
Handel			  3
Gastwirtschaft		  2
unbestimmt			  2


Sommerhalbjahr 1927

									         Konf.Unt.
Kl.	Lehrer			Schülerzahl	ev  kath jüd   ung  sonst   12/1  1/2  frd.nat. 
1	Zorn			26		26    0     0      0       0         12   11      0
2o	Steffen		26		23    0     1      2       0           2    0       0
2M	Oppermann		29		24    0     4      1       0           4   13      0
3o	Deichsler		27		24    0     3      0       0           1    1       1
3M	Dr. Worch		23		22    0     1      0       0           0    0       0
4M	Ehle			29		24    0     1      4       0           0    0       3
5a	Borgis			43		34    1     7      1       0           0    0       4
5b	Schmidt		41		33    0     7      1       0           0    0       3
6a	Ladewig		33		25    0     8      0       0           0    0       4
6b	Schulze		36		33    1     0      2       0           0    0       0
7a	Aranowski		45		37    2     3      3       0           0    0       4
7b	Barow			43		31    2     5      5       0           0    0       3
7c	Rehfeld		44		36    0     4      4       0           0    0       5
8a	Heiber			44		35    1     7      1       0           0    0       2
8b	Müller			44		27    1   12      4       0           0    0       5
8c	Reimann		44		37    0     6      1       0           0    0       4

Gesamtzahl der Schüler 577

Mit Beginn des neuen Schuljahres am 1. April wird Herr Kastner auf seinen Wunsch 
(des weiten Schulweges wegen) nach Friedenau Schule 18 versetzt; an seine Stelle 
tritt (auch auf seinen Wunsch) Kurt Müller, zuletzt in Lindendorf. Die Neuaufnahme in 
Schule 12 [ im Original nicht lesbar, d. Bearb. ], in Schule 13 [ im Original nicht 
lesbar, d. Bearb. ] [ im Original nicht lesbar, d. Bearb. ] Klassen ergibt, tritt Schule 12 
an Schule 13 den Klassenraum 18 ab und erhält dafür von der 2. Hilfsschule den 
Raum 10 zurück. Wegen des großen Abgangs aus Klasse 5 zur höheren Schule wird 
Klasse 4 o aufgelöst; die verbleibenden 8 Jungen wurden der 2. Schule überwiesen. 
Den Antrag, Klasse 4 M aufzulösen, dadurch 4 O zu verstärken, stimmte der Schulrat 
nicht zu. Recht große Beunruhigung hatte der Übergang der 3-Jährigen zur höheren 
Schule gebracht, insofern die ganz ungeklärte Frage, des Privatunterrichts dabei 
eine Rolle spielen sollte!
Zur künstlerischen Ausschmückung der Schule bewilligte die Stadt 100 Mark. Ein 
unbestrittenes Problem wird die Frage der Instandsetzung des Schulhofes. Die 
Hochbauverwaltung will zu dem Zweck die Baumreihen am Schulgebäude entfernen, 
während Kollegium und Elternbeirat auf den richtigen Standpunkt stehen, daß man in 
unserem Häusermeer jedes Bäumchen schützen müsse.

Davon sind 471 evangelisch, 8 katholisch, 69 jüdisch und 29 ungetauft. Am 
Religionsunterricht nehmen nicht teil 6. Den Konfirmandenunterricht besuchen 44 
Knaben und zwar 19 von 12 bis 13 Uhr und 25 von 13 bis 14 Uhr. Zur Grundschule 
gehören 417 Jungen, das sind 72,29% der Gesamtzahl, zu den oberen Jahrgängen 
160, das sind 27,7%. Die Schule hat 16 Klassen mit durchschnittlich 36,1 Kinder eine 
erste, 12 Oster- und 3 Herbstklassen.

An der Schule unterrichten 17 Lehrkräfte, ein Rektor, 2 Konrektoren ( Kollege 
Schmidt wurde s.z. bestätigt), 12 Lehrer und 2 Lehrerinnen. Da die Stundenzahl der 
Klassen nicht ausreicht, gibt Herr Dr. Worch 10 Stunden an der 2. Hilfsschule.


Mit dem 1. Mai trat Herr Schulrat Kindermann, bisher Rektor der Weingärtner-Schule 
in Halle, der Vertreter der täglichen Turnstunde, sein neues Amt an. 


Heinrich Kurt Müller
Wurde am 17. November 1880 zu Königsstein (Elbe) geboren, bestand 1901 die 
erste und 1903 die zweite Lehrerprüfung am königlichen Seminar zu Plauen i.V., war 
in Chemmnitz und Leipzig tätig, trat 1906 als Lehrer in den Dienst der kaiserlichen 
Marine, wurde 1909 in Schöneberg angestellt, ging 1911 nach Südafrika und 
amtierte dort als Rektor der deutschen Schule zu Pretoria (Transvaal), wurde 1914 in 
britische Gefangenschaft abgeführt, organisierte und leitete im 4. Lager zu 
Pietermaritzburg (Natal) das öffentliche Vortragswesen, kehrte 1919 zwangsweise 
nach Deutschland zurück, fand nochmals Anstellung in Schöneberg, besuchte mit 
behördlicher Genehmigung des [ im Original nicht lesbar, d. Bearb. ] für 
Jugendwohlfahrt an der deutschen Hochschule für Politik, war mehrere Jahre 
unbeamtlich als Kreisvertrauensmann im Landaufenthaltsdienst tätig, leitete im 
Sommer 1925 das Schöneberger Ostseekinderheim zu Neuhof bei Heringsdorf, 
lehnte aus schulischen Gründen im folgenden Jahre eine weitere praktische Mitarbeit 
in der amtlichen Erholungsfürsorge ab, war zuletzt an Schule Lindenhof und wurde 
am 1. April 1927 auf seinen ausdrücklichen Wunsch an Schule 12 versetzt.

Hermann Worch
Wurde am 30. Mai 1896 zu Barth, Kreis Franzburg, geboren. Er besuchte drei Jahre 
die Volksschule, dann das Realgymnasium seiner Vaterstadt bis N II. Nach 
zweijährigem Besuch der Präparandenanstalt in Triebsees trat er Ostern 1913 in das 
Lehrerseminar in Anklam, ging als Kriegsfreiwilliger 1914 ins Feld (R.i.R. 209), 
machte die Kämpfe an der [ im Original nicht lesbar, d. Bearb. ] mit, geriet Ende 1914 
in französische Kriegsgefangenschaft, aus der er erst 1920 zurückkehrte. Als 
Angehöriger des Kriegsseminaristenlehrgangs D/3 bestand er im Juni 1920 die erste 
Lehrerprüfung, trat im November 1920 in den Schuldienst ein, legte im November 
1921 in Schöneberg die zweite Lehrerprüfung ab. 1924 bestand er vor dem P. J. [?] 
R. Die Reifeprüfung, war [ im Original nicht lesbar, d. Bearb. ]

Die Erkrankungen an Masern hielten den Sommer hindurch an. In den Pfingstferien 
wird die Elektrisierung vollendet. Alle Klassen und Flure haben nun elektrisches 
Licht. 

Am 23. Juni unternimmt die ganze Schule, die Grundschule in Begleitung 
Erwachsener, auf zwei großen Sterndampfern vom Schlesischen Tor ab einen 
wohlgelungenen Dampferausflug nach Woltersdorfer Schleuse. 

In den großen Ferien wurde der Hof in Ordnung gebracht. Leider entfernte man dazu 
12 Bäume, legte dadurch in hässlicher Weise den Eingang zum Knabenabort frei; 
zwei Bäume, die nach Meinung des Herrn Stadt[ Wortmittelteil unklar]rats hindernd in 
den Bauauflagen zur Sprunggrube standen, wurden ebenfalls beseitigt. Dem 
Kollegium erschien das ganze Vorgehen sinnlos. Zum Sportfest (25. Juni) hatten nur 
die Klassen 1 bis 4 schulfrei. 

Das Halbjahr schließt mit dem Elternabend, [ 7 Wörter unklar ] Aula bis zum Bersten 
füllt. Vom Ertrage wurden 9 Korbstühle für das Lehrerzimmer angeschafft.


Am letzten Schultage gedachten wir in der geschmückten Aula bei der 
Entlassungsfeier des Geburtstages des Herrn Reichspräsidenten. Die Festrede hielt 
Herr Konrektor Steffen. Den 80. Geburtstag des Herrn Reichspräsidenten selbst 
wurde von der Schuljugend am Sonntag, 2. Oktober, im Stadion gefeiert. Unsere 
Schule entsandte dazu 21 Jungen. Mit dem Eingehen der 4. Herbstklasse verlässt 
Herr Dr. Worch die Schule, um an der 18. Schule weiterzuwirken.

Im Anbau des Werner-Siemens-Realgymnasiums Klassenräume freiwerden, 
übernimmt Schule 13 [ im Original nicht lesbar, d. Bearb. ] Klassen, gibt uns dafür 
das Ostern abgetretene [ im Original nicht lesbar, d. Bearb. ]zimmer wieder zurück.


						Klassenalter
Klasse	Schülerzahl		½ 	1	1 ½ 	2 Jahre
[?]			13		 4	  9	 0	 0
[?]			  2		 0	  2	 0	 1
[?]			  1		 1	  0	 0	 0
[?]			  2		 0	  0	 0	 2
[?]			  1		 1	  0	 0	 0


Feststellung über den zukünftigen Beruf

Handwerker			7
Technisches Gewerbe	7
Handel			1
Gastwirtschaft		3
unbestimmt			3


Winterhalbjahr 1927/1928

									         Konf.Unt.
Kl.	Lehrer			Schülerzahl	ev  kat	   jüd   ung  sonst   12/1  1/2  frd.nat. 
1	Zorn			35		34    0     0      1       0         17   12      0
2o	Steffen		34		32    0     1      1       0           3    1       0
2M	Oppermann		20		19    0     1      0       0           4    0       0
3o	Deichsler		25		23    0     2      0       0           2    1       1
3M	Ehle			30		28    0     1      1       0           1    0       3
5a	Borgis			39		30    1     7      1       0           0    0       2
5b	Schmidt		42		34    0     7      1       0           0    0       3
6a	Ladewig		36		27    0     9      0       0           0    0       4
6b	Schulze		35		31    1     0      3       0           0    0       0
7a	Aranowski		44		35    2     3      4       0           0    0       4
7b	Barow			44		32    2     6      4       0           0    0       3
7c	Rehfeld		44		36    0     4      4       0           0    0       3
8a	Heiber			44		36    0     7      1       0           0    0       0
8b	Müller			45		28    1   12      4       0           0    0       1
8c	Reimann		44		35    0     7      2       0           0    0       3

Gesamtzahl der Schüler: 561

Davon 460 evangelisch, 7 katholisch, 67 jüdisch, 27 ungetauft. Am 
Religionsunterricht nahmen nicht teil 10. Den Konfirmandenunterricht besuchen 41 
Knaben und zwar 27 von 12 bis 13 Uhr und 14 von 13 bis 14 Uhr. Zur Grundschule 
gehören 417 Jungen, das sind 74,33%. Zu den oberen Klassen 144 Jungen, das 
sind 25,67%. Die Schule hat 15 Klassen mit durchschnittlich 37,4 Kindern. Eine 
erste, 12 Oster- und 2 Herbstklassen. An der Schule unterrichten 16 Lehrkräfte, 1 
Rektor, 2 Konrektoren, 11 Lehrer und 2 Lehrerinnen.

Da die Pflichtstundenzahl zu groß ist, gibt Herr Müller 9 Stunden an der 2. 
Hilfsschule. Von Schule 2 wurden 9 Jungen der zweiten Klasse zugeführt. Zur 
Hebung des Spartriebes verteilt die Sparkasse Sparbüchsen, die gefüllt in 
Sparbücher umgetauscht werden. Der Hausmeister verkauft Sparmarken a 10 
Pfennig, die in Karten geklebt werden, deren Beiträge (je 1 Mark) wieder 
gutgeschrieben werden. In Erweiterung der Frühstücksspeisung übernimmt der 
Hausmeister den Verkauf erwärmter Milch (Viertelliter zu 10 Pfennig), und findet 
damit großen Anklang. 


						Klassenalter
Klasse	Schülerzahl		½ 	1	1 ½ Jahre
1			21		 8	13	 0
2O			  2		 1	  1	 0
2M			  4		 3	  0	 1
3O			  2		 0	  2	 0


Feststellung über den zukünftigen Beruf

Handwerker			9
Technisches Gewerbe	8
Kunstgewerbe		3
Gartenbau			1
Handel			2
Gastwirtschaft		1
Schreibdienst		1
unbestimmt			4

Herr Prof. Siegert inspizierte den Zeichenunterricht.


Sommerhalbjahr 1928

									         Konf.Unt.
Kl.	Lehrer			Schülerzahl	ev  kat	   jüd   ung  sonst   12/1  1/2  snt.nat. 
1	Bengsch		28		25    0     1      2       0         10    6       0
2o	[ ohne Eintrag ]	22		20    0     1      1       0           4    2       1
3M	Ehle			30		24    0     1      0       5           2    0       3
4o	Steffen		21		18    0     2      1       0           0    0       0
5o	Ladewig		33		26    0     7      0       0           0    0       3
5b	Schulze		34		30    1     0      3       0           0    0       0
6a	Aranowski		42		33    1     3      5       0           0    0       3
6b	Barow			43		32    1     6      4       0           0    0       3
6c	Rehfeld		44		37    0     6      1       0           0    0       3
7a	Heiber			47		35    1     9      2       0           0    0       1
7b	Müller			48		30    1   12      5       0           0    0       5
7c	Reimann		46		37    0     7      2       0           0    0       3
8a	Borgis			39		32    1     5      0       1           0    0       3
8b	Oppermann		37		19    1   12      0       5           0    0       7
8c	Schmidt		41		33    1     7      0       0           0    0       2
8d	Zorn			38		30    0     3      2       3           0    0       1

Gesamtzahl der Schüler: 593

Davon sind 461 evangelisch, 8 katholisch, 82 jüdisch, 28 ungetauft. Am 
Religionsunterricht nahmen nicht teil 21. Den Konfirmandenunterricht besuchten 24 
Knaben, 16 von 12 bis 13 Uhr und 6 von 13 bis 14 Uhr. Zur Grundschule gehören 
482 Knaben, das sind 83%. Zu den oberen Klassen 101, das sind 17% der 
Gesamtzahl. Die Schule hat 16 Klassen mit durchschnittlich 37,1 Schülern, 1 erste, 
14 Oster- und 1 Herbstklasse. An der Schule unterrichten 16 Lehrkräfte, 1 Rektor, 2 
Konrektoren, 11 Lehrer und 2 Lehrerinnen. 

Da die Pflichtstundenzahl größer ist als der Schulbedarf gibt Herr Müller 7 Stunden 
an der 2. Hilfsschule. Da die Aufnahme groß ist (über 150), wurden vier 8. Klassen 
gebildet. Dadurch tritt Raummangel ein, und so wird die 2M Klasse ganz der 2. 
Schule überwiesen, (außerdem werden 10 Jungen der 1. Klasse der 2. Schule 
zugeteilt). Trotzdem muß der Physikraum als Klasse benutzt werden, so das 
eigentlich eine ?Fliegende Klasse? entsteht. Für den Schularzt fehlt dadurch auch der 
Untersuchungsraum, er muss mit dem Lehrmittelzimmer fürlieb nehmen. Da die 8. 
Klassen nun 18 Stunden haben gegenüber einer Pflichtstundenzahl der Lehrer von 
27 bis 29, macht die Frage dem Ordinariate Schwierigkeiten. Da die Schule mehr 
und mehr Grundschule wird, lassen sich schließlich ?alte? Herrn in einem solchen 
System nicht mehr beschäftigen.

Jede Schule soll einen Turn- und Sportlehrer erhalten, der fachlich ausgebildet ist. 
So Herr Deichsler an Schule 2 versetzt (wo er allerdings auch eine 8. Klasse und 10 
Stunden Turnen übernehmen muss wie bei uns), an seine Stelle tritt Herr Bengsch.

Mit Schulbeginn wird auch der große internationale pädagogische Kongreß (vom 12. 
bis 17. April) eröffnet. Die Teilnahme des Kollegiums lässt sich dadurch regeln, dass 
einige Stunden ausfallen, im übrigen Klassen zusammengelegt werden.


Ein Notbetrieb von täglich 3 Stunden, wie es erlaubt wurde, braucht nicht eingerichtet 
zu werden. Bei Überfülle des Gebotenen kommt jeder zu seinem Recht. 

Am 25. April hospitierte Herr Reschad Schemseddin, der Generalinspektor des 
türkischen Unterrichtsministeriums in der Schule. 

Herr Bengsch wurde am 9. Februar 1896 zu Kornitz (Westpreußen) geboren, 
besuchte 1910 bis 1913 die Präparandenanstalt zu Güstrow, dann das Seminar 
Löban. Die Ausbildungszeit wurde durch den Krieg unterbrochen. Herr Bengsch 
diente von 1914 bis zum Ende im Feldartillerieregiment 35. Die 
Seminarabgangsprüfung wurde Juni 1919, die 2. Lehrerprüfung April 1921 abgelegt. 
Vom 1. September 1919 bis 31. Dezember 1919 verwaltete Herr Bengsch die 
Lehrerstelle Ländershagen bei Stralsund, vom 1. Januar 1920 bis 31. März 1928 die 
in Vilmnitz bei Putbus. 1926/27 nahm er am Lehrgang zur Ausbildung als Turnlehrer 
teil und bestand am 9. März 1927 die Prüfung als Turn-, Schwimm- und Ruderlehrer 
und für orthopädisches Turnen. Herr Bengsch ist verheiratet und hat ein Kind.

Im März hatte Schule 12 ein Grammophon zur Belebung des Musikunterrichts 
erhalten. Herr Zorn hatte für den 11. Bezirk die Plattenauswahl mit großer Sorgfalt 
vorgenommen ? und die anderen Bezirke forderten laut Institut (Prof. Dolgen) die 
selbe Auswahl an. 

Vor den großen Ferien fand unser Dampferausflug mit drei Sterndampfern nach 
Ziegenhals bei Zeuteren statt. Die Neuwahl des Elternbeirats änderte an seiner 
Zusammensetzung nichts. Hervorgerufen durch die ungeschickte Veröffentlichung 
des Züchtigungserlasses häuften sich Klagen der Eltern und Umschulungsanträge in 
Parallelklassen, denen aus prinzipiellen Erwägungen nicht stattgegeben werden 
konnte.

Für die Turnhalle, die in den Ferien renoviert wurde, wurde auf Veranlassung der 13. 
Schule ein Klavier beschafft. Konnten auch die Klassenräume nicht gestrichen 
werden, so erhielten doch sämtliche Klassenräume eine zweite elektrische Lampe 
zur Beleuchtung der Wandtafel, und die Grundschulklassen an den Wänden 
herumlaufende Tafelflächen.

Die erste Klasse weilte drei Tage mit Herrn Bengsch im Wendenhof [?]. Damit wurde 
zum Teil die Wohnung für die eifrige Sammeltätigkeit der 12. Schule für [ 2 Wörter 
unklar ] abgegolten. Zum Elternabend, der in gewohnter Weise ein glänzender Erfolg 
wurde, baute uns der Hausmeister Marschke eine prächtige Stilbühne grau mit 
Altgold die mit ihrer ausgezeichneten Beleuchtung einzigartig wirkte. Die erste Klasse 
führte Kasperlestücke auf, die Herr Kastner einübte. Die Mittel brachte die Schule 
selbst auf (400 Mark). 


						Klassenalter
Klasse	Schülerzahl		½ 	1 Jahr
1			12		 3	  9
2			  3		 3	  0


Feststellungen über den zukünftigen Beruf

Handwerker			3
Technisches Gewerbe	5
Kunstgewerbe		1
Landbetrieb			1
Handel			3
Gastwirtschaft		3

Mit Schluss des Sommerhalbjahres trat Herr Konrektor Steffen in den Ruhestand. 
Die Entlassungsfeier für ihn verband der Rektor mit der für die abgehenden Schüler. 
Mit Herrn Steffen schließt sich für das Kollegium ein Buch der Geschichte der 
Schöneberger Lehrerschaft. Er war unser zur Ruhe und Besonnenheit mahnendes 
Gewissen. Mögen ihm in Frische noch viele Jahre beschieden sein. Auch Herr Müller 
verlässt das Kollegium, um in das Seminar für Hilfsschullehrer einzutreten. 
Schließlich übernimmt Herr Hausmeister Marschke wegen der besseren Wohnung 
und des günstigeren Dienstes die Stelle an der Chamisso-Schule. 


Winterhalbjahr 1928/29

									         Konf.Unt.
Kl.	Lehrer			Schülerzahl	ev  kat	   jüd   ung  sonst   12/1  1/2  snt.nat. 
1	Bengsch		17		16    0     0      1       0           8    6       0
2o	[ ohne Eintrag ]	20		19    0     0      1       0           2    3       1
2M	Ehle			27		26    0     1      0       0           1    1       2
4	Koschemann		24		21    0     2      1       0           0    0       1
5a	Ladewig		37		29    0     8      0       0           0    0       2
5b	Schulze		36		31    1     1      3       0           0    0       0
6a	Aranowski		43		34    1     3      5       0           0    0       4
6b	Barow			39		29    1     5      4       0           0    0       2
6c	Rehfeld		40		33    0     6      1       0           0    0       5
7a	Heiber			47		35    1     9      2       0           0    0       2
7b	Lindhorst		46		31    1   13      1       0           0    0       7
7c	Reimann		46		36    1     7      2       0           0    0       4
8a	Borgis			37		31    0     5      1       0           0    0       4
8b	Oppermann		38		24    1   11      2       0           0    0       8
8c	Schmidt		37		30    1     6      0       0           0    0       2
8d	Zorn			37		28    1     3      5       0           0    0       2

Gesamtzahl der Schüler 571

Davon sind 453 evangelisch, 9 katholisch, 80 jüdisch und 29 ungetauft. Am 
Religionsunterricht nahmen nicht teil 20 (außer Juden). Den Konfirmandenunterricht 
besuchen 21 Knaben und zwar 11 von 12 bis 13 Uhr und 10 von 13 bis 14 Uhr. Zur 
Grundschule gehören 483 Kinder, das sind 84,6%, zu den oberen Klassen 88, das 
sind 15,4% der Gesamtzahl. Die Schule hat 16 Klassen mit durchschnittlich 35,7 
Knaben, eine erste, eine Herbst- und 14 Winterklassen. An der Schule unterrichten 
16 Lehrkräfte, 1 Rektor, zwei Konrektoren, 11 Lehrer, 2 Lehrerinnen. An stelle von 
Herrn Steffen tritt Herr Konrektor Koschemann ein, dessen Bestätigung zum 
Schulbeginn allerdings noch nicht erfolgt ist. Für Herrn Müller übernimmt Herr 
Lindhorst die 7. Klasse, der wieder 11 Stunden an der 2. Hilfsschule gibt. Herr 
Reimann wird vom Versorgungsamt ab 15. Oktober zur Kur nach Mergentheim 
geschickt. Vom 19. Oktober an übernimmt seine Klasse der einstweilige eingestellte 
Fach-, Turn- und Sportlehrer Runge. An die Stelle des Hausmeisters tritt der 
Versorgungsanwärter Herr Mates. Da der Wohnungswechsel unmöglich ist, muß 
Herr Mates täglich von Pankow herkommen.

Karl Koschemann
Geboren 7. Februar 1877 zu Pfalzdorf, Kreis Kleve, als Sohn eines Zollaufsehers 
besuchte 3 Jahre die Volksschule in Nebra, und 5 Jahre die Bürgerschule in Zeitz. 
Seine Ausbildung zum Lehrer erhielt er auf der Präparandenanstalt (1891 bis 1894) 
und dem Seminar (1894 bis 1897) zu Weißenfels an der Saale. Er war 3 Jahre in 
Creisfeld bei Eisleben und 3 Jahre in Magdeburg Lehrer. Am 1. Januar 1903 trat er in 
den Schuldienst der Stadt Schöneberg ein, wo er 21 Jahren an Schule I und über 4 
Jahre an Schule VII tätig war. Am 1. November 1928 wurde er zum Konrektor 
ernannt.


Theodor Lindhorst
Geboren 21. April 1899, ist der Sohn des 1920 verstorbenen Kaufmannes Paul 
Lindhorst. Er besuchte die Volksschule, dann die Königsstädtische Oberrealschule, 
war 1913 bis 1916 auf der Präparandenanstalt, 1916 bis 1918 auf dem Seminar 
Havelberg. Nach der Militärzeit vom Mai 1918 bis Mai 1919 trat er in den staatlichen 
Sonderlehrgang Berlin ein, um seine Ausbildung zu vollenden. Am 26. November 
1919 legte er die 1., am 24. Januar 1923 die 2. Lehrerprüfung ab. Vom 11. 
Dezember 1919 war er an Volksschulen Berlins (Schulkreis X und IX) beschäftigt, am 
1. April 1928 angestellt, war er vom 1. April 1928 bis 30. September 1928 in 
Lindenhof tätig. 

Willhelm Runge
Wurde am 14. November 1903 in Breslau geboren. Er besuchte 1919 bis 1921 die 
Präparandenanstalt Striegau, 1921 bis 1924 das Seminar Münsterberg (Schlesien), 
1925 bis 1926 die preußische Hochschule für Leibesübungen, an der er sein 
Turnlehrerexamen ablegte. Von Ostern 1926 bis Oktober 1928 als Hilfsturnlehrer an 
der Rheingau-Schule tätig, bestand er am 21. Januar 1928 die 2. Prüfung, wurde am 
1. April 1928 vorbehaltlich des Widerrufes angestellt. Vom Oktober 1928 ab war er 
Vertreter an der 2. Hilfs-, der 12., 8., 2., 13. Ober- und der Mittelschule tätig. 

Am 19. November 1928 wurde eine Schubert-Feier abgehalten, bei der unser 
ehemaliger Schüler Urak Geige spielte, von Hanns (Schüler der 1. Klasse) am Flügel 
begleitet. 
Die Schule erhielt nun endlich die seit langem ersehnte elektrische Signaluhr. Nach 
den Weihnachtsferien musste der erste Schultag wegen der Kälte ausfallen, der 11. 
Februar brachte für die unteren Stockwerke wieder Kälteferien. Da die Kälte bis auf 
24 Grad stieg, zwang der Kohlenmangel Stadt und P.S.R. dazu, die Schulen am 15. 
Februar auf 14 Tage überhaupt zu schließen. 


						Klassenalter
Klasse	Schülerzahl		½ 	1	1 ½ 	2 Jahre
1			17			alle 1 Jahr
2O			  4			alle 1 Jahr
2M			  4			alle ein ½ Jahr


Feststellung über den Beruf

Handwerker			  4
Technisches Gewerbe	14
Kunstgewerbe		  3
Schreibdienst		  1
Berufsschule			  1
Höhere Lehranstalt		  2



Sommerhalbjahr 1929


									         Konf.Unt.
Kl.	Lehrer			Schülerzahl	ev  kat	   jüd   ung  sonst   12/1  1/2  snt.nat. 
2	Scheel		26		24    0     2      0       0           6    0       2
3	Koschemann		21		18    1     1      1       0           2    0       0
4	Ehle			26		26    0     0      0       0           0    0       1
5a	Aranowski		40		32    1     5      2       0           0    0       3
5b	Barolw		40		30    1     5      4       0           0    0       1
5c	Rehfeld		42		34    0     7      1       0           0    0       1
6a	Heiber			43		35    0     8      0       0           0    0       0
6b	Lindhorst		47		29    1   12      5       0           0    0       5
6c	Reimann		44		36    0     6      2       0           0    0       0
7a	Borgis			37		30    0     6      1       0           0    0       3
7b	Oppermann		36		22    1   10      3       0           0    0       8
7c	Schmidt		38		29    1     8      0       0           0    0       3
7d	Zorn			37		32    2     2      1       0           0    0       2
8a	Ladewig		42		32    0   10      0       0           0    0       3
8b	Schulze		40		31    0     8      1       0           0    0       7
8c	Runge			41		29    0   10      1       0           0    0       5

Gesamtzahl der Schüler: 600


Davon sind 469 evangelisch, 8 katholisch, 101 jüdisch, 22 ungetauft. Am 
Religionsunterricht nahmen nicht teil 23. Den Konfirmandenunterricht besuchen 8 
Knaben und 8 von 12 bis 13 Uhr. Zur Grundschule gehören 527 Kinder: 87,8%, zu 
den oberen Jahrgängen 73, das sind 12,2%. Die Schule hat 16 Klassen mit 
durchschnittlich 37,5 Schülern, eine Herbst- und 15 Osterklassen. An der Schule 
unterrichten 16 Lehrkräfte, ein Rektor, 2 Konrektoren, 11 Lehrer und 2 Lehrerinnen.

Wegen der geringen Schülerzahl der 2. Osterklasse (14), wird die Klasse zur 2. 
Schule geschickt. Die 4. Klasse wird durch 8 Schüler der 6. Schule lebensfähig 
gemacht; es wird wieder fürchterliches [?] Material überwiesen; einer der 
Überwiesenen wird zum Herbst eingesegnet. Da Herr Bengsch auf ein Jahr zum 
Besuch des Werklehrer-Seminars beurlaubt wird, übernimmt Herr Runge eine 8. 
Klasse.

Der Rektor wird bis Pfingsten zum Besuch des städtischen Film-Seminars von seinen 
12 Stunden entlastet. Er besteht am 15. Mai die Prüfung für technische Leiter von 
Lichtbildveranstaltungen in Schulen und in der Jugendpflege. Hoffentlich ist es nun 
möglich, auch den Film dem Unterricht einzugliedern. Die Vertretung einschließlich 
der 8 durch das Kollegium nicht gedeckter Stunden übernimmt der 62-jährige Kollege 
Scheel. 

Die Schule erhielt von der Stadt einen photographischen Apparat! 

Die Revision durch Herrn Schulrat Kindermann im Anfang des Winterhalbjahres fiel 
günstig aus!


Die Möbel des Rektorzimmers werden einheitlich grün gestrichen. Herr Stadtrat 
Hannemann sorgt auch sonst für manche Verbesserung des Inventars. 

Am 4. Mai stirbt nach langem, schwerem Leiden Herr Hausmeister Mates 
(Blutvergiftung nach Mittelohreiterung [ im Original nicht lesbar, d. Bearb. ]). Zum 
Glück für die Witwe mit ihren drei kleinen Kindern kam kurz vor dem Tode die feste 
Anstellung durch. Die Vertretung führte der Hilfsheizer Sebrowski. Für die Turnhalle 
wurde auch eine Uhr beschafft. 

Herr Aranowski, der an einer Kieferhöhlenvereiterung erkrankte, wird bis zum 29. 
April durch Herrn Trageheim vertreten. 

In den großen Ferien werden die Klassenräume wieder nicht neu gestrichen. 

Dann müssen die überflüssigen Gasleitungen heraus und verschandeln die Räume 
noch mehr. Der Keller erhält einen neuen Anstrich. Die Turnhalle bekommt einen 
neuen Stabfußboden. Von Pfingsten bis zu den großen Ferien sind 8 Stunden 
(Deutsch in 2) unbesetzt. Die Klasse wird mit der 3. kombiniert; vom 9. August bis 30. 
August übernimmt Herr Walther die Stunden, der seit drei Jahren Turnlehrer in 
Schöneberg ist. Er wird an die Sammelklassen versetzt, vom 2. September bis 1. 
Oktober tritt Herr Bierbach an seine Stelle. Am 22. August wird ein Dampferausflug 
nach Zwiebusch (Gosener Berge) unternommen. Zum 1. September tritt ein neuer 
Hausmeister auf Probe sein Amt an: Herr Hackebarth, verheiratet (1 Kind), der 
Hauswart in Buch war, und nun bis zum Freiwerden der Wohnung täglich nach Buch 
fährt!

Am 4. September ist schulfrei. Das Luftschiff ?Graf Zeppelin? kehrte von seiner 
Weltreise zurück. Die Verfassungsfeier fand in diesem Jahr für alle Schulen 
gemeinsam auf dem Dominicus-Platz statt. Die Schulen marschierten in 
geschlossenem Zuge vom Schulhof ab und dahin zurück! Das von der Regierung 
zum Andenken gestiftete Buch erhielt Hoffmann (Klasse 2).

Im Herbst verließen nur 3 Schüler die Schule, zwei nach einjährigem Besuch der 2M 
Klasse, 1 nach zweijährigem Besuch der 4. Klasse (wurde uns Ostern von Schule 6 
überwiesen). Einer will [ im Original nicht lesbar, d. Bearb. ], einer Bäcker, der dritte 
Gastwirt werden.



Winterhalbjahr 1929/30


Die Aufstellung des Planes erübrigt sich, da die Verteilung unverändert bleibt. 
Kollege Kindhorst übernimmt 12 Stunden in der 1. Klasse, so dass das Kollegium 
den Stundenbedarf deckt. 

Es sind 576 Schüler vorhanden, davon sind 449 evangelisch, 10 katholisch, 94 
jüdisch, 23 anderer Konfessionen oder Dissidenten. Zum Konfirmandenunterricht 
gehen 17, 11 von 12 bis 13 Uhr, 6 von 13 bis 14 Uhr. Zu den oberen Jahrgängen 
gehören nur 68 Kinder, das sind 11,8%. Die Schule hat 16 Klassen mit 
durchschnittlich 36 Schülern. Michaelis-Klassen sind nicht mehr vorhanden. 

Das Sommerhalbjahr schloss mit zahlreichen Diphtheritis-Erkrankungen, die wieder 2 
Todesopfer forderten. 

Das Reformationsfest wurde wie üblich begangen. Im November musste Herr 
Reimann wieder zur Kur nach Mergentheim; seine Vertretung übernahm Herr Winter. 

Am 1. Dezember wurde Herr Hackebarth, nach Verkürzung der Probedienstzeit 
angestellt; immerhin dauerte es noch bis zum 15. März, ehe er die Hausmeister-
Dienstwohnung beziehen konnte. Acht Tage nach dem Umzug starb der Witwe des 
Vorgängers die älteste Tochter an den Folgen einer Blinddarm-Operation. 

Die Finanzlage der Stadt zwingt zu allerhand ?Sparmaßnahmen?. Die noch nicht 
verausgabten Gelder (auch für Lehrmittel, Wanderungen) müssen zurückgezahlt 
werden; soll eine Fensterscheibe ersetzt werden, muss das Hochbauamt die 
Genehmigung des ?Sparkommissars? einholen!!

Die Diphterithis forderte im Winter noch 5 Opfer.



[ Seite gehört hier wahrscheinlich nicht hin! ]zwar droht eine Überfüllung der [ im 
Original nicht lesbar, d. Bearb. ] (von 2400 Schülern der 5. Klasse sind 1500 zur 
höheren Schule gemeldet); besonders einschränkende Maßnahmen nimmt 
Schöneberg nicht vor!

Herr Bengsch, der seine Prüfung als Werklehrer bestand, geht zum 1. April 1930 als 
Turnlehrer an das Friedenauer Gymnasium. Herr Lindhorst hat sich seines weiten 
Schulweges halber nach Berlin gemeldet!

Ostern wurden 5 Knaben der 1. Klasse (Klassenalter ½ Jahr) und 2 der 3. Klasse 
(einer mit 1- und einer mit 2-jährigem Klassenalter) entlassen, davon will einer 
Handwerker werden, 2 ins Technische, 2 ins Kunstgewerbe gehen, 1 Matrose und 1 
Koch werden.

Da wieder drei 8. Klassen entstehen (12 Knaben müssen trotzdem noch zur 2. 
Schule umgeschult werden). [ im Original nicht lesbar, d. Bearb. ], wird die schwache 
1. Klasse aus Raummangel zur 6. und 2. Schule umgeschult. 



Sommerhalbjahr 1930


									         Konf.Unt.
Kl.	Lehrer			Schülerzahl	ev  kat	   jüd   ung  sonst   12/1  1/2  frd.nat. 
2	[ ohne Eintrag ]	18		16    1     1      0       0           0    3       1
3	Ehle			33		33    0     0      0       0           1    0       2
4	Koschemann		36		31    1     2      2       0           0    0       3
5a	Heiber			42		34    0     8      0       0           0    0       0
5b	Fätkenheuer		41		26    2   13      0       0           0    0       5
5c	Reimann		38		30    0     7      1       0           0    0       5
6a	Borgis			36		29    0     6      1       0           0    0       9
6b	Oppermann		35		20    1     9      5       0           0    0       6
6c	Schmidt		36		29    1     6      0       0           0    0       2
6d	Zorn			35		30    1     3      1       0           0    0       1
7a	Ladewig		33		21    0   12      0       0           0    0       4
7b	Schulze		35		28    0     6      1       0           0    0       6
7c	Runge			34		23    0   10      1       0           0    0       5
8a	Aranowski		39		24    1     9      5       0           0    0       4
8b	Barow			37		24    0     7      6       0           0    0       4
8c	Rehfeld		39		29    0   10      0       0           0    0       2

Gesamtzahl der Schüler: 567


Davon sind 427 evangelisch, 8 katholisch, 109 jüdisch, 23 ungetauft. Am 
Religionsunterricht nahmen 11 nicht teil. Den Konfirmandenunterricht besuchten 4 
Knaben, 3 von 13 bis 14 Uhr, 1 von 12 bis 13 Uhr.

Zur Grundschule gehören 480 Kinder, das sind 84,6%, zu den oberen Jahrgängen 
87 = 15,4%. Die Schule hat 16 Klassen mit 35,4 Schülern. Es sind nur noch 
Osterklassen. An der Schule unterrichten 16 Lehrkräfte, 1 Rektor, 2 Konrektoren, 11 
Lehrer, 2 Lehrerinnen.

Um in der 14. Schule nur jüdische Klassen unmöglich zu machen, werden für 
jüdische Eltern Einschulungsbezirke geschaffen. 

An die Stelle von Herr Lindhorst tritt

Gerhard Fätkenheuer
Geboren 19. August 1904 zu Berlin. Mit der Reifeprüfung für Obersekunda 
(September 1920) besuchte Herr F. die 1. Präparandenklasse, dann das Seminar in 
Oranienburg. Die 1. Lehrerprüfung war Oktober 1924. Ostern 1925 ? Oster 1928: 
Lehrer an der Stark?schen Höheren Knabenschule. 2. Prüfung: 28. Februar 1928. 
Einstweilige Anstellung 1. August 1928. Das V.D.A. wurde unter Anrechnung der 3-
jährigen Privatschuldienstzeit nach Zahlung von 690 Mark auf den 11. April 1925 
festgesetzt. Ostern 1928 bis Oster 1930: praktische Schularbeit (Vertretung) und 
psychiatrische [?] Arbeiten (Untersuchungen über die Wirkungen des 
Turnunterrichts). Seit dem 1. April 1930 ist Herr F. fest angestellt.


Im anormal heißen Juni gab es viel Hitzefrei. Die Schule machte einen 
Dampferausflug nach Wolterdorfer-Mühle. 

Da mit dem Fehlen der 1. Klasse Herr Zorn keinen Chor bilden kann, fanden die 
Feiern der Rhein[ im Original nicht lesbar, d. Bearb. ] mit dem am 1. Juli schon die 
Feiern begannen, nun die Verfassungsfeier in den Klassen statt.

In den großen Ferien war der Schulhof wieder zu Ferienspielen freigegeben. Ohne 
Zweifel ist der mutwillig angerichtete Schaden größer als der etwaige Nutzen. In den 
Ferien erhielten die Klassenzimmer einen neuen Anstrich. Leider wählte man so helle 
Farben, dass jeder Schmutzfleck sichtbar ist. Zu ende des Sommerhalbjahres erheilt 
die Schule ein Kofferkino. Es kann nun auch dieses Veraanschauliegungsmittel in 
den Dienst des Unterrichts gestellt werden.



Winterhalbjahr 1930/31

Um die Frequenz auf 35 zu bringen, wurde in letzter Stunde die 2. Klasse (18 
Jungen) der 6. Schule überwiesen. Die Frequenz beträgt nun 536:15=35,7. Herr 
Fätkenheuer, der dadurch frei wird, behält 7 Stunden Deutsch in der 5. Klasse, um 
den Übergang zur höheren Schule nicht zu sehr zu stören, und geht mit 10 Stunden 
zur Hilfsschule. Herr Rehfeld ist ernstlich erkrankt (Kehlkopfgeschwür); seine 
Vertretung übernimmt Frl. Zielke, die aber nach 3 Wochen zur 5. Schule geschickt 
wird, wo 2 Erkrankungen die Vertretung notwendiger erscheinen lassen. Herr 
Rehfeld fehlt bis 24. November. Weil die Heizung nicht in Ordnung ist, wird ein neuer 
Heizstrang über das Rektorzimmer gezogen, werden in den Klassen unter den 
Fenstern Heizschlangen angelegt. Stauungen im neuen Strang, die dadurch gänzlich 
kalt bleibt, ließen sich bis Ausgang des Winters nicht beheben.

Wir erhalten einen neuen Bibliotheks- und Physikschrank. Ein Antrag des 
Elternbeirats die Aborte und den Umkleideraum der Turnhalle umzubauen (zu 
vergrößern) wird aus Mangel an Mittel abgelehnt, obwohl die Notwendigkeit 
anerkannt wird. Für den Hof musste, um die Ordnung einigermaßen zu 
gewährleisten, eine strenge Gangdisziplin durchgeführt werden. Mit dem 31. März 
scheidet Herr Stadtschulrat Hannemann aus dem Amt. Seine Amtsgeschäfte 
übernimmt Herr Bürgermeister Berndt. Schule 12 entlässt nur 2 Knaben (aus der 3. 
Klasse), der eine will Bäcker, der andere [ im Original nicht lesbar, d. Bearb. ] 
werden. 



Sommerhalbjahr 1931


									         Konf.Unt.
Kl.	Lehrer			Schülerzahl	ev  kat	   jüd   ung  sonst   12/1  1/2  snt.nat. 
2	[ ohne Eintrag ]	29		27    0     0      2       0           4    0       4
3	Koschemann		38		36    0     1      1       0           1    0       3
4	Ehle			43		40    0     1      1       1           0    0       6
5a	Borgis			34		28    0     6      0       0           0    0       4
5b	Oppermann		34		23    0     9      2       0           0    0       5
5c	Schmidt		34		26    1     1      1       0           0    0       2
5d	Zorn			33		30    0     2      1       0           0    0       1
6a	Ladewig		35		25    0   10      0       0           0    0       2
6b	Schulze		35		29    0     5      1       0           0    0       5
6c	Fätkenheuer		35		23    0   10      2       0           0    0       4
7a	Barow			42		25    2     9      6       0           0    0       5
7b	Rehfeld		42		30    0   11      1       0           0    0       2
8a	Aranowski		39		26    0   11      1       1           0    0       3
8b	Heiber			40		31    1     5      2       1           0    0       4
8c	Reimann		41		32    1     5      3       0           0    0       3

Gesamtzahl der Schüler: 554


davon sind 431 evangelisch, 5 katholisch, 91 jüdisch, 24 ungetauft, 3 sonstigen 
Glaubens. Am Religionsunterricht nahmen 3 nicht teil. Den Konfirmandenunterricht 
besuchen 5 und zwar von 12 bis 13 Uhr. Zur Grundschule gehören 444 Kinder, 
80,2%, zu den oberen Jahrgängen 110, das sind 19,8%. Die Schule hat 15 Klassen 
mit 37 Kindern. An der Schule unterrichten 15 Lehrkräfte: 1 Rektor, 2 Konrektoren, 
10 Lehrer, 2 Lehrerinnen.

Herr Runge wurde Hilfsturnlehrer von der Hohenzollernschule O.-R. An seine Stelle 
trat für 1 Tag der Turnlehrer Zoll. Für ihn kam Herr Fätkenheuer, so dass zwar kein 
geprüfter Turnlehrer an Schule 12 ist, der Schwimm-Unterricht durch einen solchen 
(Herr Tietze) erteilt wird. Der jüdische Lehrer Krayn unternahm [ im Original nicht 
lesbar, d. Bearb. ]  den Religions[ im Original nicht lesbar, d. Bearb. ]
 6 Stunden.

In der Sparsamkeitsmaßnahmen erhält der Schulblock nur einen Hausmeister. Herr 
Hackebarth blieb hier. Welche Konsequenzen aus der Umorganisation ergeben, 
bleibt abzuwarten. 

Die Finanznot zwingt zu immer neuen Sparmaßnahmen. Lehrmittelbeschaffung wird 
unmöglich, Wandergeld gibt es nicht. Da die Mittel momentan nicht freigegeben 
werden, rechnet man mit einem 20tel des Betrages (den niemand kennt). Für jede 
Beschaffung ist zu bescheinigen, daß sie ?lebensnotwendig? ist, unter keinen 
Umständen herausgezögert werden darf. Die Herstellung einer Hausmeisterloge wird 
natürlich abgelehnt. 

Am 18. Juni findet der übliche Dampferausflug nach der Krampenburg statt. Es 
regnet, nein, es pisst ununterbrochen von morgens bis abends. [ es steht wirklich 
?pisst? im Text! ].

Der Schüler Meinecke (2. Klasse) beteiligte sich nach einer Notiz im ?Westen? an der 
Rettung der Insassen eines umgeschlagenen Paddelbootes. 

Am 29. Juni fiel der Unterricht aus (Freiherr von Stein Feier).

In den großen Ferien konnten Ausbesserungsarbeiten (des Farbanstrichs an den 
Wänden) nicht ausgeführt werden, da kein Geld vorhanden ist. Der Filmunterricht 
wird verboten, weil die Baupolizei Bedenken erhob. Welcher Art die sind, ergibt sich 
daraus, dass ein Maler über eine vorhandene Klassentür ?Notausgang? schrieb.



Winterhalbjahr 1931/32

Trotzdem sich die Erhöhung der Pflichtstundenzahl zum ersten Mal auswirkt (die 
älteren Herrn geben je 3 Stunden mehr), trotz Erhöhung der Klassenfrequenz auf 
35,5 (Berlin fordert 36,25), trotzdem Berlin 500 Junglehrer entlässt, trifft der Abbau 
unseren Bezirk im bescheidenen Ganzen. An der Schule ändert sich nichts. Der 
jüdische Lehrer Krayn wird frei, Herr Tietze, der entlassen wurde, kann den 
Schwimmunterricht in Klasse 3 nicht mehr erteilen; Herr Runge wird die beiden 
Schwimmstunden geben. Der Hausmeister der 13. Schule wird entgültig an die P. 
Schule versetzt. Hoffentlich kommt nun Ordnung in die verfahrenen Verhältnisse. Die 
Willigmann?sche Privatschule schickt täglich Butterbrote zum Frühstück. Für das 
Jugendamt wird im Rahmen der Winterhilfe erfolgreich gesammelt. 




Sommerhalbjahr 1932


									         Konf.Unt.
Kl.	Lehrer			Schülerzahl	ev  kat	   jüd   ung  sonst   12/1  1/2  snt.nat. 
2	[ ohne Eintrag ]	35		31    0     2      2       0           2    0       0
3	Ehle			40		38    0     2      0       0           0    0       1
4	Koschemann		44		39    0     5      0       0           0    0       3
5a	Ladewig		38		28    0   10      0       0           0    0       1
5b	Schulze		38		28    0     8      2       0           0    0       3
5c	Borgis			38		27    0   11      0       0           0    0       3
6a	Barow			36		24    0     8      4       0           0    0       4
6b	Rehfeld		39		25    0   12      2       0           0    0       3
7a	Oppermann		41		24    3   12      0       2           0    0       4
7b	Heiber			40		29    1     8      2       0           0    0       4
7c	Reimann		39		27    1     5      6       0           0    0       2
8a	Schmidt		43		31    0     9      3       0           0    0       4
8b	Zorn			44		35    0     5      4       0           0    0       1

Gesamtzahl der Schüler: 515

davon sind 386 evangelisch, 5 katholisch, 97 jüdisch, 25 Dissidenten, 2 sonstigen 
Glaubens. Am Religionsunterricht nahmen 3 Evangelische nicht teil. Den 
Konfirmandenunterricht besuchen 2 von 12 bis 13 Uhr. 

Es wurden Ostern 10 Jungen entlassen, 7 aus Klasse 2 (6 mit einem Klassenalter 
von 1 Jahr, 1 mit 4 Jahren), 3 aus Klasse 3 (1 mit 1 Jahr, 2 mit 2 Jahren 
Klassenalter). Davon wollen 3 Handwerker werden, zum chemischen Gewerbe 2, 
Handel 1, Schreibdienst 1 [ im Original nicht lesbar, d. Bearb. ] unbestimmt ist die 
Berufswahl bei 3.

Die Finanzlage der Stadt wurde immer schlechter. Das Gehalt wurde in 3 Raten 
bezahlt. Die Lauferei begann in der Inflationszeit. In der Schuldeputation, der Rektor 
jetzt angehört, wird beschlossen, die Teilbeträge nach Möglichkeit zu überweisen. 

Die 1. Klasse kann mit 23 nicht gehalten werden, sie wird der 6. Schule überwiesen 
da sich nun 2 Aufnahmeklassen ergeben, müssen 2 Mitglieder des Kollegiums 
versetzt werden. Herr Fätkenheuer geht zur 2. Hilfsschule. Nach dem Grundsatz, 
dass der zuletzt Gekommene wieder geht, musste Herr Koschemann versetzt 
werden. Als Konrektor erhebt er Einspruch. Der Schulrat will Frl. Ladewig versetzen ? 
sie ist 18 an der Schule! So geht schließlich Herr Aranowski. Als sich Ostern 
herausstellt, dass 7000 Kinder weder Lehrer noch Klassen vorhanden sind, die 
Frequenz über 37,7 nicht erhöht werden soll, sind sämtliche Krankheitsvertreter 
aufgebraucht! Herr Aranowski kommt zur 6. Schule. 8 festangestellt Lehrkräfte des 
Bezirks werden nach Charlottenburg und Spandau versetzt.


Zur Grundschule gehören 396 Kinder, das sind 76,7%, zu den oberen Jahrgängen 
119, das sind 23,1%. Die Schule hat 13 Klassen mit durchschnittlich 39,6 Kindern. 
An der Schule unterrichten 13 Lehrkräfte: 1 Rektor, 10 Lehrer, 2 Lehrerinnen. Durch 
Kürzung der Gehälter sind die Konrektoren-Zulagen in Wegfall gekommen (hat das 
System 20 Klassen, darf 1 Konrektor benannt werden. Die Rektorenzulage beträgt 
nur noch 500 Mark (statt 1200 Mark); erst von 16 Klassen an werden 700 Mark 
gezahlt.

Den Schwimm-Unterricht in der 3. Klasse gibt nach wie vor Herr Runge. 

Die Hausmeister-Loge kann nicht einrichtet werden, weil die Mittel fehlen und der 
Klassenraum als solcher nicht freigegeben wird. Die Raumnot wird größer, weil die 
deutsch-russische Schule in den Anbau des Werner-Siemens-Realgymnasiums 
gelegt wurde und die Hilfsschule eine Sammelklasse für schwer Schwachsinnige (mit 
Hort) einrichtete.

Eine Dampferfahrt fand wegen zu geringer Beteiligung nicht statt; dafür ist ein 
Elternabend für den Winter geplant. 

Der Gesang-Unterricht von Herrn Zorn wurde anlässlich einer Veranstaltung des 
Zentral-Instituts von Ausländern besucht.

Die Dachaufbauten wurden gestrichen. Eine Trinkgelegenheit wurde durch einen 
Zapfhahn ersetzt. 

Es musste wegen der Hitze der Unterricht ausfallen am 28. bis 29. Juni um 12 Uhr, 
am 12. bis 13. August um 11 Uhr, am 15 bis 16. August um 12 Uhr, 18. bis 19. 
August 3. und 4. Stunde je 10 Minuten gekürzt, 20. August um 11 Uhr, 22. August 
um 12 Uhr (Hitze in den Räumen).

Am 27. September wurden Frl. Barow, Herr Borges und der Rektor durch Herrn 
Oberschulrat Günther mündlich und protokollarisch vernommen. Es handelt sich um 
unliebsame Vorkommnisse mit dem Schularzt und die Anzeige eines Vaters (Fall 
Fengler). 

Wegen des 85. Geburtstages des Reichspräsidenten (am 2. Oktober) fiel am letzten 
Schultage der Unterricht aus; es wurde das Halbjahr am 29. September geschlossen. 

Der Winter brachte planmäßig keine Veränderungen. Den Schwimm-Unterricht in 
Klasse 3 übernahm Herr Gutsche von Schule 2, Herr Borges ging mit 3 Stunden zur 
2. Schule.

Das Reformationsfest wurde in der üblichen Weise durch einen Kirchgang gefeiert.

Nach Ausscheiden des Stadtrates Herrn Hannemann führte Herr Bürgermeister 
Berndt die Schuldezernatsgeschäfte die am 1. Oktober Herr Stadtrat Graff 
übernahm. In Folge der geplanten Verringerung der Bezirke (9 statt 20) ist der 
Umzug in den Büros groß. 

Der Elternabend, der 2 Mal abgehalten werden konnte, war gut besucht. 


Da mehr als die Hälfte der Kinder an Grippe erkrankten, mussten die Klassen 5c und 
6a vom 31. Januar bis 6. Februar, vom 1. Februar bis 7. Februar 5a, vom 2. Februar 
bis 8. Februar 8a geschlossen werden. 

Das Winterhalbjahr [ im Original nicht lesbar, d. Bearb. ] die [ im Original nicht lesbar, 
d. Bearb. ] zu 2 ganz [ im Original nicht lesbar, d. Bearb. ] in der Schule (?Rechnen? 
Hintze, ?Musik? Zorn).

Die Sparmaßnahmen lassen die Geldmittel immer mehr und mehr 
zusammenschrumpfen. Alles muss ?lebensnotwendig? sein, damit es bewilligt wird. 

Der Sieg der N.S.D.A.P. in der Wahl am 6. März führt zum Schulausfall am 8. März.

Am 21. März fällt wegen der feierlichen Eröffnung des Reichstages (Tag von 
Potsdam) die Schule aus.


Sommerhalbjahr1933


									         Konf.Unt.
Kl.	Lehrer			Schülerzahl	ev  kat	   jüd   ung  sonst   12/1  1/2  snt.nat. 
1	Hintze			35		32    0     2      1       0         29    2       0
2	Ehle			40		34    1     4      1       0         10    0       3
3	Koschemann		40		31    0     5      4       0           4    0       4
4	Borgis			48		36    1     6      5       0           0    0       4
5a	Barow			36		24    0     7      3       2           0    0       4
5b	Rehfeld		39		24    0   13      1       1           0    0       3
6a	Oppermann		39		24    2   11      1       1           0    0       4
6b	Heiber			40		23    1     9      5       2           0    0       5
6c	Reimann		40		21    2     6    10       1           0    0       4
7a	Schmidt		41		23    0   12      5       1           0    0       7
7b	Zorn			40		28    0     6      4       2           0    0       4
8a	Ladewig		49		31    1   12      4       1           0    0       1
8b	Schulze		48		36    1     8      1       2           0    0       6

Gesamtzahl der Schüler: 535

davon 367 evangelisch, 9 katholisch, 101 jüdisch, 45 Dissidenten, 13 andere 
Konfessionen. Am Religionsunterricht nahmen 2 evangelische nicht teil. Den 
Konfirmanden-Unterricht besuchen 45 Jungen. 

Es wurden Ostern 5 Jungen entlassen, 3 aus der 2., 2 aus der 3. Klasse 
(Entlassungsliste).

Der ursprünglich auf den 19. April festgesetzte Beginn des Schuljahres wurde wegen 
der Umbildung der Lehrkörper (Abänderung des Beamtengesetzes: Juden, 
Freimaurer und sonst für den Staat nicht tragbare Lehrer sind zu entlassen) auf den 
1. Mai festgesetzt. Die Lernanfänger wurden auf den 1. April, 19. April, 1. Mai, und 
schließlich den 2. Mai bestellt, da am 1. Mai der Tag der nationalen Arbeit mit der 
Radioübertragung aus dem Lustgarten gefeiert wurde.

Zur Grundschule gehören 372 Kinder 69,5%, zu den oberen Jahrgängen 163 Kinder 
30,5%. Die Schule hat 13 Klassen mit durchschnittlich 41,1 Kindern. An der schule 
unterrichten 13 Lehrkräfte: 1 Rektor, 10 Lehrer und 2 Lehrerinnen.

Den Schwimm-Unterricht erteilt Herr Gutsche von der 2. Schule. 5 Fehlstunden 
(Turnstunden in der Grundschule) gibt Herr Blümel (13. Schule).

Die neue Dienstanweisung kennt den Begriff der kollegialen Schulleitung nicht mehr. 
Wegen der Volkszählung fiel der Unterricht am 17. Juni aus. Am 22. Juni führte eine 
Ganztagung die Lehrerschaft Schönebergs und Friedenaus in die national-
sozialistische Gedankenwelt ein. Am 24. Juni sollte der Tag der Schulen gefeiert 
werden, das schlechte Wetter vereitelte die Sportvorführungen auf dem Dominicus-
Platz!  Am 28. Juni veranstalteten die Privatmusiklehrer zu Werbezwecken ein leider 
nur sehr schwach besuchtes Konzert. 


Für den 2. September war ein allgemeiner Wandertag angesetzt worden; leider 
spielte uns das Wetter einen Streich. Die Eröffnung des Preußischen Staatsrates am 
15. September wurde mit der Lautsprecherübertragung des Festaktes in der Aula 
miterlebt! 

Mit dem 30. September tritt Herr Ehle in den Ruhestand, 36 ½ Jahre amtierte er in 
Schöneberg, 30 ½ Jahre an Schule 12! 

Immer größer werden die Anforderungen, die man an die Schule für außerschulische 
Dinge stellt: 4 Zeitungen sollen vertrieben werden! Die Hitler-Jugend bringt vorläufig 
nichts an Disziplin mit, nur das feste Wissen! Die bis abends um 11 und noch länger 
mit ?Dienst? beansprucht. [ Letzter Satz ist seltsam, aber steht exakt so im Text, d. 
Bearb. ] Und ?Führer? sind 16-Jährige! Auf amtliche Anordnung wird der Film 
?Hitlerjunge Quex ? vorgeführt!

Für den Kollegen Ehle wird der Schule Herr Heinrici zugewiesen!

Willy Heinrici
Geboren 31. März 1883 zu Berlin, evangelisch, besuchte die Volksschule, das 
Gymnasium zu Grauen Kloster, die 12. Realschule in Berlin, verließ sie mit dem 
Einjährigen im März 1901. 1901 bis 1904 Königliches Seminar für Stadtschullehrer in 
Berlin, 1904 Eintritt in den Volksschuldienst Berlin. Mai 1906: 2. Lehrerprüfung. 

Oktober 1906 bis 1907 Einzug freiwillig in Kaiser-Alexander-Garde-
Grenadierregiment Nr. 1 in Berlin, 1908 als Unteroffizier Reserveübung A in Posen, 
1909 als Vizefeldwebel Übung B in Posen. Heirat im Juli 1909 mit Elise Grahlmann. 
Seit 1907 Fortbildungsschule für ungelernte Arbeiter, 1909 bis 1914 Fachschule für 
das Buchgewerbe. 17. September 1910 Tochter Liselotte geboren, am 2. Juni 1913 
Sohn Werner. August 1914 als Offiziersstellvertreter zum L.I.R. 20 eingezogen, 18. 
Oktober 1914 zum Leutnant der L. I befördert, EK II, 14. November 1914 verwundet 
(Kopfstreifschuss), 31. Januar 1916 wegen Dienstunfähigkeit verabschiedet, 2. 
Februar 1916 Rücktritt in den städtischen Schuldienst, 1. Juli 1921 bis 31. März 1932 
ohne Gehalt zur Leitung der Wadzeck-Anstalt (Waisenanstalt) beurlaubt. 1. April 
1932 Rücktritt in den Schuldienst.

Am 31. Oktober wurde das Reformationsfest in üblicher Weise mit einem 
Festgottesdienst gefeiert. Anlässlich der Luther-Woche wurde der Luther-Film 
gezeigt. Die Schüler sahen die nationalsozialistischen Filme ?Hitlerjunge Quex? ? 
?Der Sieg des Glaubens?. Am Winterhilfswerk beteiligte sich die Schule durch [ im 
Original nicht lesbar, d. Bearb. ]* eines Schildes. Der Vertrauensmann für 
künstlerische Angelegenheiten, Herr Zorn, sorgte für den Besuch des Preußischen 
Theaters der Jugend. Am 18. Januar 1934 fiel der Unterricht aus: 
Reichsgründungsfeier. In Verbindung mit den Bestrebungen zur Pflege der 
Hausmusik wurde am 11. und 12. Dezember ein Elternabend veranstaltet; der Zulauf 
war nur gering. Leider ist weder an den Bau der Toiletten noch an die Beschaffung 
einer neuen Aulabestuhlung zu denken. 

Es wurden 50 Jungen entlassen: 36 aus der 1., 9 aus der 2., 5 aus der 3. Klasse 
(siehe Entlassungsliste).

* könnte Anfertigung, Anbringung etc. heißen


Sommerhalbjahr 1934

									         Konf.Unt.
Kl.	Lehrer			Schülerzahl	ev  kat	   jüd   ung  sonst   12/1  1/2  snt.nat. 
1	Heinricii		30		27    1     2      0       0           0    0       0
2	Hintze			49		39    0     8      2       0           0    0       4
3	Borgis			40		30    1     5      4       0           0    0       2
4	Koschemann		40		30    0     6      3       1           0    0       2
5a	Oppermann		37		25    1   11      0       0           0    0       3
5b	Heiber			39		26    0     8      3       2           0    0       4
5c	Reimann		38		25    1     5      7       0           0    0       4
6a	Schmidt		42		25    2   10      4       1           0    0       5
6b	Zorn			37		26    1     6      2       2           0    0       4
7a	Ladewig		49		37    2     7      2       1           0    0       0
7b	Schulze		49		33    0     9      5       2           0    0       6
8a	Barow			38		27    0   10      1       0           0    0       4
8b	Rehfeld		35		29    0     5      1       0           0    0       2

Gesamtzahl der Schüler: 523

davon 379 evangelisch, 9 katholisch, 92 jüdisch, 34 dissident, 9 andere 
Konfessionen. Am Religionsunterricht nimmt ein evangelischer Schüler nicht teil. Den 
Konfirmanden-Unterricht besuchen 42 Jungen von 12 bis 13 Uhr. Zur Grundschule 
gehören 364 Knaben, das sind 69,6%, zu den oberen 4 Jahrgängen 159 = 30,4%. 
Die Schule hat 13 Klassen mit 40,2 Kindern. An der Schule unterrichten 13 
Lehrkräfte: 1 Rektor, 10 Lehrer, 2 Lehrerinnen.

Das die vorgeschriebene Frequenz nicht erreicht wird liegt daran, daß eine größere 
Anzahl jüdischer Eltern ihre Kinder zur jüdischen Schule ummeldeten. Mit dem 1. 
April siedelte die 2. Hilfsschule als ?Hilfsschule Schöneberg? in das Gebäude der 2. 
Schule über. Für die 12. Schule ergab sich endlich ein größeres Zimmer als 
Lehrerzimmer; ein Arztzimmer und die Hausmeisterloge konnten eingerichtet 
werden. Zwei freie Klassenräume wurden der deutsch-russischen höheren Schule 
zur Verfügung gestellt. Die Aula erhielt 250 Stühle. Da es notwendig erscheint, sie 
dauernd stehen zu lassen, fehlt eine Zeichenklasse. Ich habe vorgeschlagen, 
zwischen zwei Klassenräumen die Wand herauszunehmen, dann wäre dem 
Übelstand abgeholfen. Hoffentlich bringt das neue Schuljahr auch noch den so 
dringend notwendigen Bau der Toiletten.

Mit dem Eingehen von Schulklassen brachte der Ostertermin zahlreiche 
Versetzungen von Lehrkräften, zum Teil auch bedingt durch hässlichste [?][ im 
Original nicht lesbar, d. Bearb. ], die sich vor allem gegen den Schulrat richteten.

Das Preußische Theater der Jugend schloß am 4. seine Pforten! 

Das neue Schuljahr begann mit der Flaggenhissung!


Für Lernmittel konnte zu Beginn des Schuljahres gar nichts geliefert werden. 
Entgegen dem Ministerial-Erlass, der das Einführen neuer Lehrbücher erarbeit, 
stellte der Verlag Hirt[ im Original nicht lesbar, d. Bearb. ] erschienen seine Fibeln in [ 
im Original nicht lesbar, d. Bearb. ] und brachte nun solche mit deutscher 
Druckschrift heraus. Am 1. Mai dem Nationalfeiertag des deutschen Volkes, feierten 
Klasse 1 und 2 im Lustgarten; die Klassen 3 bis 5 hörten gemeinsam mit der 13. 
Schule in der Aula des Werner-Siemens-Realgymnasiums die Rundfunkübertragung. 
Am 12. Mai wurde gemeinsam mit der 13. Schule der Muttertag in der 5. Stunde 
gefeiert. Die ungewöhnlich hohen Temperaturen des April und des Mai bei uns 
machten schon am 4. Mai Hitzeferien nötig. Dafür musste Ende Mai wieder geheizt 
werden. 

Am 11. August wurde der 1. Staatsjugendtag begangen. Am 13. August beendete 
Herr Schulrat Kindermann die Revision, die vor den großen Ferien begann und hatte 
(Herr Regierungsdirektor Hassenstein und Herr Reg.- und Schulrat Wolff nahmen an 
einem Tag die Revision in einigen Klassen ab) mit einer Konferenz.

Am 25. August brachte das Fest der Jugend die Ausscheidungskämpfe in Eichkamp. 

Am 3. September fand die Vereidigung des Kollegiums durch den Rektor statt. Mit 
dem Herbst trat Herr Kollege Borges in den Ruhestand. Herr Schulrat Kindermann 
war zur Abschiedsfeier erschienen. 

Im Keller hat der Luftschutz bauliche Veränderungen größeren Umfangs 
vorgenommen, dabei die Abortanlagen herausgerissen ohne für Ersatz zu sorgen. 
Jetzt sollen die Lehreraborte mit denen für die Kinder vereinigt werden!!!

Änderungen im Winterplan sind nicht nötig. Für Herrn Borges tritt Herr Stahn ein. 
Dadurch lässt es sich vermeiden, dass Schule 2 zwei Schwimmstunden stellt. 

Der Zeichensaal ist noch nicht eingerichtet; die immer noch nicht fertiggestellte 
Beleuchtung der Aula beginnt schon entzwei zu gehen. 

Heinz Stahn geboren 4. Mai 1903 in Genthin als Sohn eines Oberpostsekretärs i.R. 
Seminaristenschule, Präparande (1917), Seminar (1920) Genthin. Erste 
Lehrerprüfung 10. bis 18. März 1924. Ein Jahr in der Zuckerraffenerie Genthin, ein 
Jahr Drogengroßhandlung. 1927 auf Grund der Ausgleichsbestimmung vom 
Regierungsbezirk Magdeburg nach Berlin überwiesen. Die Einstellung April 1929 
wurde vom Austritt aus der [ im Original nicht lesbar, d. Bearb. ]-Kirche und dem [ im 
Original nicht lesbar, d. Bearb. ]*-Parteibuch abhängig gemacht. 15. September 1929 
Lehrerstelle in Merseburg, 1932 Eilenburg, 1. Juli 1932 zweite Prüfung. Am [ im 
Original nicht lesbar, d. Bearb. ]. Oktober 1932 in [ im Original nicht lesbar, d. Bearb. 
], Kreis Querfurt, entgültig angestellt. Verheiratet! 1. Oktober 1932 nach Berlin 
einberufen. 






* SPD oder KPD, ist nicht zweifelfrei zu entscheiden


In Klassen 8b trat Scharlach auf. Es blieb die Klasse, die am meisten unter 
Krankheiten zu leiden hatte. Die Schülerzahl ging so zurück, dass die Klasse Ostern 
aufgelöst werden musste. Im Januar 1935 wurden endlich die Toiletten für Lehrer im 
Gebäude wieder eingerichtet und zwar in anständiger Weise. Gleichzeitig erhielt das 
Lehrerzimmer Waschgelegenheit! In der Aula wurde die Bestuhlung aufgestellt. 

Am 1. Dezember wurde der Schulrat Kindermann nach Tempelhof versetzt, an seine 
Stelle trat Herr Schulrat Bauer. Am 15. Januar fiel der Unterricht zur Feier des 
Abstimmungssieges an der Saar aus. ? Die Rückführung des Saargebietes wurde 
festlich begangen. Herr Stadtrat Schlichtenberg legte sein Amt nieder.

In Folge der völligen Auflösung des Werner-Siemens-Realgymnasiums wurde die 
Handels- und die Kaufmännische Berufsschule hierher verlegt. Weil die deutsch-
russische höhere Schule Ansprüche auf das Gebäude geltend machen konnte, 
musste eine Volksschule aufgelöst werden. Dank des verständnisvollen 
Eingestehens des Herrn Stadtrats Schlichtenberg auf seinen Wunsch konnte ich 
erreichen, dass wir hier blieben und das statt der geplanten zwei gemischten Schulen 
hier die Knaben in der Kyffhäuserstraße die Mädchenschule eingerichtet wurde. Bei 
der Gelegenheit konnte sich die 12. Schule zwei Werkstätten-Einrichtungen (für 
Papp- und Holzarbeiten) [ im Original nicht lesbar, d. Bearb. ]! In den Osterferien 
wurde auch der Zeichensaal eingerichtet; leider fehlt noch der Wasseranschluss 
darin. Es wurden 36 Jungen entlassen (siehe Entlassungsliste). 



Sommerhalbjahr 1935

Das Schuljahr sollte am 1. April, dann am 23. April (3. Osterfeiertag) beginnen; es 
fing am 24. April an.


Kl.	Lehrer			Schülerzahl	ev  kat	   jüd   ung  sonst   Konf.Unt. snt.nat. 
1a	Heinricii		34		29    0     5      0       0             27          4
1b	Branke		38		34    0     1      2       1	    13	        0
2	Hintze			47		40    1     2      4       0	    12	        4
3	Koschemann		46		36    2     5      3       0	      4	        0
4	Heiber			45		33    0     7      4       1	      0	        2
5a	Schmidt		45		31    1     9      3       1	      0	        3
5b	Zorn			41		29    1     7      2       2	      0	        5
5c	Deichsler		42		36    0     3      3       0	      0	        0
6a	Ladewig		48		36    1     8      2       1	      0	        0
6b	Schulze		51		37    1     9      3       1	      0	        5
7a	Marwedel		50		46    0     2      2       0	      0	        0
7b	Rehfeld		50		36    0   12      2       0	      0	        4
8a	Barow			41		31    0     5      4       1	      0	        1
8b	Oppermann		43		33    2     3      3       2	      0	        0
8c	Reimann		41		36    1     1      3       0	      0	        1

Gesamtzahl der Schüler: 662

davon 523 evangelisch, 10 katholisch, 79 jüdisch, 40 Dissidenten, 10 anderen 
Bekenntnisses. Den Konfirmandenunterricht der seit 1. Januar Dienstag und Freitag 
in der 1. Stunde erteilt wird, besuchen 56 Jungen. Zur Grundschule gehören 452 
Jungen, das sind 68,3%. Die Schule hat 15 Klassen mit 44,1 Schülern. An der 
Schule unterrichten 15 Lehrkräfte: 1 Rektor, 11 Lehrer, 3 Lehrerinnen. 

Schule 12 übernahm von der 2. Schule eine 1. Klasse mit Herrn Branke, eine 5. mit 
Herrn Deichsler, der früher schon an der Schule war, und eine 7. mit Frl. Marwedel. 
Dazu kommen die Schulanfänger! Dadurch, dass die 8. Klassen zustande kommen, 
konnte Frl. Barow deren Klasse aufgelöst wurde, an der Schule bleiben. Herr Stahn 
kam nicht nach Steglitz, sondern an die 15. Schule. Die Umschulungen brachten 
soviel Unruhe, dazu kam der Wohnungswechsel der Eltern, dass in den 8. Klassen 
erst nach langer Zeit feststand, wer zur Schule gehörte.

Hildegard Marwedel
Geboren 1. Oktober 1890 in Anklam (Pommern). Examen für Mittlere und Höhere 
Mädchenschulen an der städtischen Viktoria-Schule in Danzig. Vom 25. bis 31. 
August 1905. 1. Oktober 1910 bis 1. Januar 1913 Privatschuldienst, 1913 
Studienaufenthalt in Frankreich, dann städtischer Schuldienst (Dienstalter 1. August 
1914 erste Anstellung im Kreis Stargard [jetzt Stawgard, Polen]). Anstellung in Berlin 
Schöneberg 1920, und zwar als 1. August 1920 an Schule 2.


Paul Branke
Geboren 1. Oktober 1875 in Erlenholz Kreis Sorau/Niedersachsen, Dorfschule in 
Kalke bis zum 10. Jahr, dann die Stadtschule in Triebel, Oktober 1890 bis 1893 
Präparandenanstalt und 1893 bis 1896 das Seminar in Neuzelle. 1897 bis 1905 
Lehrer in Zielenzig, seit 1. April 1905 Schöneberg (bis 1927 13. Volksschule, dann 2. 
Volksschule). Die Familie Branke sitzt seit 1634 auf dem selben Erbhof (Wappen: 
Löwe mit erhobener Pranke, davor der Name!). [ im Original nicht lesbar, d. Bearb. ] 
waren ?Schulzen? (Gemeindevorsteher). Der Frankenkrieg 1890 bringt der Familie 
nun das Vermögen. Die 2. Lehrerprüfung wurde 1899 in Drossen abgelegt. ? 2 
Kinder, 1 Sohn, 1 Tochter, beide verheiratet. 1906 bis 1930 ehrenamtliche Arbeit in 
der japanischen Botschaft,  3 ½ Jahre der Nachkriegszeit mit Genehmigung der 
Regierung der internationalen Militärkommission als Hilfsarbeiter zugeteilt 
(volkswirtschaftliche und kriegs-geschichtliche Fragen). Gast in führenden 
Industriewerken (Krupp, Opel), Reisen mit dem Vater der japanischen Kaiserin; 
Feldmarschall Graf Nogi konnte im Hause begrüßt werden. Juni 1915 bis 31. März 
1919  Kriegsteilnehmer! 1915 bis 1916 Kriegsberichterstatter beim XX. A.C., dann im 
stellvertretenden Generalstab in Berlin in der [ im Original nicht lesbar, d. Bearb. ] 
Abteilung. 1917 bis 1918 stand Herr Branke im Westen vor dem Feind (EK II). In 
Folge Verwundung Juni 1918 zur ET.-Intendentur I [?] versetzt, als Vizefeldwebel 
und [ im Original nicht lesbar, d. Bearb. ] entlassen. 

Am 1. Mai nahmen je 20 Jungen der beiden 1. und 2. Klassen an der 
Jugendkundgebung im Lustgarten teil, deren Radioübertragung die 1. bis 5. Klassen 
in der Aula hörten! Um besser sehen zu können, kletterte ein Junge der 1b auf einen 
Feuermelder im Lustgarten und alarmierte dabei die Feuerwehr! 

Kollege Schmidt der mit Erreichung des 60. Jahres am 1. Oktober in den Ruhestand 
trat, nahm nach den großen Ferien krankheitshalber den Unterricht nicht mehr auf. 

An seine Stelle trat 

Elisabeth König
Geboren 21. Oktober 1898, ausgebildet auf dem Ullrich?schen Volksschullehrerinnen-
Seminar zu Berlin, die 1925 ihr Hilfsschulexamen ablegte. 

In den großen Ferien erhielt der Zeichensaal das Wasser. Der eine Raum wurde in 
der Farbe dem anderen angeglichen, die herabgefallene Decke neu geweißt. Die 
durch Wassereinbruch beschädigte Klasse und das Lehrerzimmer erhielten einen 
neuen Anstrich. Im Herbst erhielten wir für das Lehrerzimmer ein Sofa aus dem 
Umbau der städtischen Oper auch ein Beitrag zu den Bestrebungen Schönheit der 
Arbeitsplätze. 

Die neue Regelung der Pflichtstunden Lehrer ohne Rücksicht auf das Alter 30, 
Lehrerinnen 28 macht zum Winter Frl. König wieder überflüssig; sie kommt an die 15. 
Schule. Die noch fehlende Neuregelung des Staatsjugendtages (die höheren 
Schulen bekommen den ?gleitenden 6-Tage-Plan?) zwingt, das Winterhalbjahr mit 
einem Übergangsplan zu beginnen. Während in Charlottenburg, Spandau der 
Staatsjugendtag aus [ im Original nicht lesbar, d. Bearb. ] aufgehoben wurde, plant 
der letzte mit Ministerial-Erlass seine Ausdehnung auf die Grundschule. 


Stadtrat Schwichtenberg hat zu unserem größten Bedauern das Volksschul-Dezernat 
abgegeben; Herr König trat an seine Stelle. 

Herr Heiber lehnte eine eventuelle Versetzung als Rektor nach Lindenhof ab. 

Weil sich der ?gleitende Plan? an den höheren Schulen nicht durchsetzen lässt, bleibt 
der Staatsjugendtag in seiner bisherigen Form bestehen. Die Angehörigen des 
Jugendrats die dienstlich nicht versorgt werden, kommen nicht zur Schule; sie haben 
einen Vorwand zum Schwänzen!

Für die einzurichtende Pappenwerkstatt wird eine alte Gabelschneidemaschine 
gekauft.

Am 6. Dezember begann Herr Schulrat Bauer die Revision (Klasse 8b, 8c, 7b und 2 in 
Geschichte und Erdkunde), brach sie aber ab, als sich herausstellte, dass im vorigen 
Jahr die Schule revidiert worden war. Die Leistungen befriedigten den Schulrat, 
insbesondere die des Kollegen Rehfeld. 

Am 12. und 13. Dezember wurde ein Elternabend veranstaltet, verbunden mit einer 
Zeichenausstellung. 

Im Januar wurde der Zeichensaal zu einer Vogelschutz-Ausstellung benutzt.

Am 10. Februar fand der ?Hausmusik-Abend? statt. Er brachte für die Winterhilfe 
32,60 Mark.

Ostern wurden 84 Jungen entlassen (siehe Entlassungsliste). In 22 Jahren von 1903 
bis 1924 einschließlich, verließen 2337 Jungen die Schule, in den folgenden 11 
Jahren (bis 1935) nur 391!!

Im Laufe des Jahres stellte Herr Prof. Keller von der Universität Berlin Versuche über 
die eidetische Veranlagung an (1. Klasse).



Sommerhalbjahr 1936

Kl.	Lehrer			Schülerzahl	ev  kat	   jüd   ung  sonst   Konf.Unt. snt.nat. 
1	Branke		26		25    0     1      0       0           23            1
2	Hintze			41		34    1     4      2       0             6            2
3	Heiber			38		32    0     5      1       0             1            3
4	Koschemann		42		38    0     1      2       1             0            3
5a	Ladewig		49		42    1     6      0       0             0            2
5b	Schulze		49		39    2     5      2       1             0            4
6a	Marwedel		51		47    0     3      1       0             0            1
6b	Rehfeld		56		42    0   13      1       0             0            5
7a	Oppermann		52		43    2     3      2       2             0            1
7b	Reimann		52		46    2     4      0       0             0            2
8a	Deichsler		51		46    1     2      2       0             0            4
8b	Zorn			51		44    1     4      2       0             0            2


Gesamtzahl der Schüler: 558

davon 478 evangelisch, 10 katholisch, 51 jüdisch, 15 desidentisch, 4 sonstigen 
Bekenntnisses. Zur Grundschule gehören 429, das sind 76,9%. Zu den oberen 
Jahrgängen 129 = 23,1%. Die Schule hat 12 Klassen mit einer Durchschnitts-
besetzung von 46,5. An der Schule unterrichten 12 Lehrkräfte: 1 Rektor, 9 Lehrer, 2 
Lehrerinnen.

Infolge Verkleinerung der Schule mussten 2 Lehrkräfte versetzt werden. Der 
Vorschlag des Rektors wurde in einer Beratung des Schulrats mit dem 
Vertrauensmann modifiziert, leider [ im Original nicht lesbar, d. Bearb. ] umgestoßen, 
was erhebliche Spannungen innerhalb des Kollegiums zur Folge hatte. Frl. Barow 
wurde an die 15. Schule versetzt, Herr Heinrici an die 6. 

Die Frage des Staatsjugendtages ist noch nicht geklärt! Für den BDM ordnete die [ 2 
Wörter im Original nicht lesbar, d. Bearb. ] den Ausfall an! Die Einrichtungen der 
Werkstätten wurde zunächst als nicht lebensnotwendig abgelehnt, dann aber weil 
gemäß ministerialer Vorschrift Flugmodellbau getrieben werden muss, widerruflich 
genehmigt. Fragen der Raumausnutzung sprachen mit: wenn eine jüdische Schule 
errichtet wird, müssen Klassenräume da sein! Kosten dürfen der Stadt obendrein 
nicht entstehen! Kurz vor den Ferien wurden mangelhafte Beträge zur Beschaffung 
von Lehrmitteln frei-gegeben; Wünsche mussten innerhalb von 3 Stunden geäußert 
werden. Von den bescheidenen beantragten 184 Mark wurden 97 Mark (für 
Flugphysik) gestrichen, während die 6. Schule 424 Mark, dass [ im Original nicht 
lesbar, d. Bearb. ]gymnasium 1900 Mark erhielten. Auf Anordnung der 
Schulverwaltung dürfen Amts- und Wohnraum nicht mehr durch das selbe Telefon 
verbunden sein. Die Schule erhielt also den Nebenanschluss B.6 -0104 als 
Hauptanschluss!

Am Geburtstag des Führers fiel nach 2 Stunden Unterricht die Schule aus, weil die 
Nachbarschulen auch ausfallen ließen. Eine Richtlinie war von der Behörde nicht zu 
erlangen. 


Herr Dr. Walsemann, Rechenrethoriker aus Altona-Ottmarschen führte mit seinen 
Hilfsmitteln Versuche im gestaltenden Rechnen durch. Der 71-Jährige Herr ist 
ungewöhnlich frisch und lebendig. 

An der Olympiade ist Schule 12 in sofern beteiligt, als 2 Gruppen zu je 12 Jungen im 
eröffnenden Festspiel mitwirken. 

Weil im Physikraum die Schränke nicht geöffnet werden konnten (die Bänke 
hinderten es), andererseits während des Unterrichts die Jungen nicht hineingreifen 
konnten, wurden sämtliche Schränke in den Nebenraum gebracht! Wenn nun noch 
eine kleine Tür durchgebrochen wird, ist der Physikraum vorschriftsmäßig und kann 
unbesorgt zu Filmvorführungen benutzt werden.

 Über die Schulferien am 1. Mai ergingen die Anweisungen telefonisch am 30. April 
½ 11 Uhr. Wir hören die Übertragung der Kundgebung im Poststadium. Das 
Jungvolk, das teilweise morgens 2 Uhr antreten sollte, wurde auf Befehl des 
Jungbandführers um ¾ 5 Uhr zum Ebersmarkt bestellt. 

Die Vorübungen zu dem Olympischen Spiel der Jugend hielten die beteiligten 
wochenlang der Schule fern; die Reste der 1. und 2. Klasse wurden vereinigt. Das 
Spiel gehörte zu den erhabensten Augenblicken der Spiele! Die Turnhalle die 
auswärtige Jugendgruppen aufnehmen sollte, wurde nicht benötigt.

In den großen Ferien wurde die Tür zwischen Physik- und Lehrmittelzimmer 
durchgebrochen. In das Lehrmittelzimmer kam nun die ?Bezirks-Lichtbildstelle?, 
deren Leitung der Rektor ab 1. September übernahm, als Herr Eitze, durch 
Arbeitsüberlastung gezwungen, sein Amt niederlegte. 

Zum Toilettenneubau ist es noch nicht gekommen; man hat aber eine Tür 
zugemauert, um die Geruchsbelästigung zu reduzieren. Der Hof sollte neu gemacht 
werden, die Gelder sind bewilligt, nur fand sich bis jetzt keine Firma, die die Arbeit 
übernehmen wollte. 

Zwei Klassenräume wurden mit neuem Paneel-Anstrich versehen!

Der Flugmodellbau wurde nach den Olympischen Spielen begonnen; die 
Holzwerkstatt wurden nach einigen Wochen in den Herbstferien in Ordnung 
gebracht. 

Die Schule erhielt von der Stadt ein neues Radiogerät mit Großlautsprecher. 

Das Winterhalbjahr brachte planmäßig nur geringe Änderungen.

Das Reformationsfest wurde in üblicher Weise mit einem Schulgottesdienst 
begonnen. 

An den Sonnabenden darf planmäßiger Unterricht stattfinden; der Staatsjugendtag 
ist aber damit nicht aufgegeben. 
Im November wird der Hof gemacht. Die ungünstige Jahreszeit lässt keine gute 
Decke entstehen, im Frühjahr muss neu Überarbeitung erfolgen. 


Die Pumpstation legt ein neues Saugrohr zu tief. Die Schule wird durch ein Beton-[ 
im Original nicht lesbar, d. Bearb. ] abgefangen. 10 Meter lange Pfähle wurden 
eingerammt. Ein Teil des Hofes dient zur Lagerung der Erdmassen. 

Rektor Hintze übernimmt die Leitung der Bildstelle des Bezirks. Die Bildstelle wird 
neben dem Physikraum eingerichtet. 

Am 7. Dezember begruben wir Kollege Ehle (Leberkrebs).

Am 9. und 10. Dezember fand der Elternabend in üblicher Weise statt.

In den Weihnachtsferien wird der Wegfall des gesonderten nationalpolitischen 
Unterrichts angeordnet! Die freiwerdenden Stunden dienen zur Entlastung der 
Dienstältesten. Gleichzeitig wird jede Unterrichtsstunde auf 50 Minuten ausgedehnt. 
Da die Berufsschule wegen der deutsch-russischen höheren Schule die 45 Minuten 
Stunde behält, behalten wir sie auch.

Im Januar wird die Schule durch Herrn Helmut Bauer vereidigt: am 25. Januar Klasse 
1, 2, 6a, am 26. Januar: Klasse 8a, 8b, am 28. Januar: 7b, 6b, 5a, am 1. Februar 
Klasse 7a, 5b, am 2. Februar Klasse 3, 4, am 4. Februar der Turnunterricht im Beisein 
des Herrn Turnfachberaters Bocherding. Die Revision verlief gut. 

Am 30. Januar fand der Gemeinschaftsempfang der Führerrede von 1 bis 4 Uhr im 
Lehrerzimmer statt.

Der Jugendmusikabend am 15. März brachte 9,90 Mark für die Winterhilfe. Den 
ersten Teil bestritten Schüler der 12. Schule. 

Mit Schluss des Schuljahres trat Herr Koschemann in den Ruhestand. Er wurde 
weder zur Verabschiedung durch den Schulrat geladen, noch erhielt er das 
Dankschreiben der Stadt und des Herrn Stadtpräsidenten ? und doch war er einer 
der gewissenhaftesten, pflichtbewussten und kameradschaftlichsten Lehrer. 

Herr Schulze, der das Sct-Sportabzeichen erwarb, erlitt vor dem Spielnachmittag 
einen Kollaps. Der rasch gerufene Arzt brachte ihn wieder zu sich! Das Herzleiden 
zwingt ihn zur Kur in [ im Original nicht lesbar, d. Bearb. ]
.



Sommerhalbjahr 1937


Kl.	Lehrer			Schülerzahl	ev  kat	   jüd   ung  sonst  Konf.Unt. Ausländer 
1	Hintze			40		33    1     3      3       0           32            1
2	Branke		35		30    0     5      0       0             2            2
3	Graap			36		33    0     1      1       1             1            2
4	Heiber			43		39    1     1      2       0             1            0
5a	Marwedel		50		46    1     0      2       1             0            1
5b	Rehfeld		50		39    0   11      0       0             0            3
6a	Oppermann		49		41    2     2      2       2             0            0
6b	Reimann		48		45    1     2      0       0             0            2
7a	Deichsler		49		47    1     1      0       0             0            2
7b	Zorn			42		40    0     1      1       0             0            1
8a	Ladewig		42		40    0     1      0       1             0            1
8b	Schulze		40		38    0     0      0       2             0            0

Gesamtzahl der Schüler: 524


davon 471 evangelisch, 7 katholisch, 28 mosaisch, 12 disident und 7 sonstige 
Konfessionen. 

Zur Grundschule gehören 370 Kinder = 70,6%. Die Schule hat 12 Klassen mit einer 
Durchschnittsbesetzung von 43,7. An der Schule unterrichten 12 Lehrkräfte: 1 
Rektor, 9 Lehrer, 2 Lehrerinnen. Für Herrn Koschmann trat ein Turnlehrer Herr 
Graap in das Kollegium ein! Für Herrn Schulze, der noch in Kudowa weilte, 
übernahm Herr Lempke. Frl. Ladewig erhielt 10 Stunden [ im Original nicht lesbar, d. 
Bearb. ]. Zur Deckung der Fehlstunden wurde uns der katholische 
Schulamtsbewerber Herr John überwiesen.

Am Geburtstag des Führers fiel der Unterricht aus. Es wurde nur eine kurze Feier 
gehalten, damit die Jungen Gelegenheit hatten, zur Parade zu gehen.


Fritz Graap
Wurde am 15. September 1901 in Landskron (Ostpreußen) geboren, bestand die 1. 
Lehrerprüfung am 23. Februar 1922 in Waldau in Ostpreußen, die staatliche Turn- 
und Sportlehrerprüfung am 20. Dezember 1922 in Spandau. Herr Graap war von 
April 1925 bis Oktober 1931 Hilfsturnlehrer an höheren Schulen im Bezirk 
Charlottenburg, legte die 2. Lehrerprüfung am 19. Dezember 1929 an der Kaiser-
Friedrich-Schule in Charlottenburg ab, war von Oktober 1931 bis April 1935 Vertreter 
an Volksschulen im Bezirk Cöpenick, wurde April 1935 nach Schöneberg 
übernommen, am 1. Mai 1936 fest angestellt. Herr Graap ist verheiratet (5. April 
1929), hat 1 Kind (geboren 10. Februar 1935).

Der Hof wurde vor den großen Ferien von der zu dicken Lehmschicht befreit und ist 
nun in Ordnung.
 
Die Mittel für die Toiletten: Neubau sind für 1938 angefordert worden; ich sprach die 
Befürchtung aus, dass es nicht viel nutzen wird. 


Am 11. August machte die Schule einen Dampferausflug durch den neuen Gosener 
[?] Kanal nach Rübezahl.

Am 20. September fiel wegen der großen Luftschutzübung der Unterricht aus. 

Wegen des Staatsbesuches Mussolinis (am 28. September) wurden die Ferien auf 
den 24. September bis 4. Oktober verlegt (ein Teil der Schulen in den westlichen 
Bezirken waren mit SS belegt). 

Da Herr Branke am 1. Oktober sein 62. Lebensjahr vollendete, trat er mit dem 30. 
September in den Ruhestand. Wegen einer Nervenentzündung erteilte er von den 
großen Ferien ab keinen Unterricht mehr; seine Vertretung übernahm der katholische 
Junglehrer Herr John.

Mit dem 1. Oktober trat an seine Stelle der Lehrer Herr 

Walter Hadeball geboren 26. März 1882 zu Letschin/Kreis Lebus. Er besuchte von 
Herbst 1899 bis Herbst 1902 das Seminar zu Oranienburg, bestand Michaelis die 2. 
Lehrerprüfung und ist seit dem 16. April 1908 in Schöneberg beschäftigt. Am 21. 
April 1908 Heirat, ein Sohn, der heute Zahnarzt ist (28 Jahre).

Für die Fehlstunden (Herr Rehfeld ist seit dem 1. Oktober mit 8 Stunden entlastet, 
Frl. Ladewig behielt 10 Stunden Entlastung, Herr Reimann seine 8) wurde von der 3. 
Schule Herr Tschuschke mit 15 Stunden überwiesen.

Unser Physikraum wurde durch Einbau einer neuen großen Schalttafel zum 
wirklichen Physikraum, durch Einbau einer Schwenktischeinrichtung, die auch noch 
einen Klapptisch birgt zum Lichtbildzimmer ausgestaltet und durch Anstrich auch der 
Bänke fein eingerichtet.

In beide Werkräume wurden Gas- und Wasseranschluss gelegt.

Für das neue Rechnungsjahr wurde der Toilettenanbau bestimmt in Aussicht gestellt. 

Die Lehrerschaft ist an der Grenze der Leistungsfähigkeit angelangt. Ende Januar 
fehlten von 12 Lehrkräften sechs: Schulze ? Ladewig seit 1. Oktober ? Hadeball 
(Hexenschuß) ? Graap (Turnkursus) ? Zorn (Musiklehrgang) ? ich selbst 
(Arbeitsgemeinschaft für Junglehrer!). Für Schulze und Frl. Ladewig konnte 
wenigstens zusammen ein Unterricht (Frl. Weinhold) gestellt werden.

Am 16. März war schulfrei: Einzug des Führers in Berlin nach der Wieder-
Vereinigung mit Österreich. 



Sommerhalbjahr 1938


Kl.	Lehrer			Schülerzahl	ev  kat	   jüd   ung  sonst  Konf.Unt. Ausländer 
1	Hintze			33		25    0     5      3       0             5            0
2	Frl. Ladewig		38		34    0     2      1       0             2            1
3	Heiber			43		39    2     0      2       0             0            0
4	Deichsler		46		44    0     0      1       0             0            2
5a	Oppermann		48		42    1     1      3       1             0            0
5b	Reimann		47		43    2     2      0       2             0            1
6a	Hadeball		46		43    0     0      2       0             0            0
6b	Zorn			42		39    0     0      2       0             0            1
7a	Rehfeld		37		34    0     1      1       1             0            1
7b	Schulze		37		33    0     1      3       1             0            0
8	Marwedel		50		46    0     0      4       0             0            2

Gesamtzahl der Schüler: 467

davon sind 422 evangelisch, 5 katholisch, 6 sonstigen Bekenntnisses, 22 gottgläubig, 
12 Juden! Zur Grundschule gehören 307 Kinder 65,7%, die Schule hat 11 Klassen 
mit einer Durchschnittsbesetzung von 42,5. An der Schule unterrichten 11 Lehrkräfte. 

Der Schulbeginn steht im Zeichen der Krise. Erst am 16. Mai kann der Stundenplan 
in Kraft treten. Es fehlen Krankheitsvertreter. Frl. Ladewig ist noch bis zu den 
Sommerferien beurlaubt. Herr Rehfeld muss zu einer Operation das Krankenhaus 
aufsuchen. 

Von 83 aufgenommenen Lernanfängern müsse 34 umgeschult werden. Die Schule 
behält nur 8 Klassen. In allen Berliner Schulen sind die 8. Klassen der 
Gemeinschaftsschule. Damit an der katholischen Schule in der Berchtesgardener 
Straße [ im Original nicht lesbar, d. Bearb. ] eine Mädchen- zur Knabenklasse der 
Gemeinschaftsschule entsteht, werden auf Anordnung der Schulbehörde 20 Jungen 
dahin umgeschult.

Schließlich veröffentlicht der Herr Minister eine Stundentafel, welche die 
Wochenstunden jeder Klasse beschränkt. 

Durch die neue Stundentafel wurde eine Lehrkraft überzählig. Um Frl. Ladewig, die 
noch bis zu den Sommerferien beurlaubt ist, irgendwo zu führen, erhielt sie das 
Ordinariat der 2. Klasse, die unserer Turn- und Sportlehrer nun formell als 
Krankenvertretung führt. Für Herrn Rehfeld übernahm Frl. Tzschirner die Vertretung.

Am Geburtstag des Führers wurde wie üblich früh 8 Uhr eine Feier gehalten 
(Rundfunkübertragung), dass die Jungen Zeit hatten, zur Parade zu gehen. Die 
Einschulung der Lernanfänger fand erst am 21. April statt.

Am 25. August fiel der Unterricht aus anlässlich des Besuchs des ungarischen 
Reichsverwesers Horthy. 

Der Dampferausflug vom 1. September zum Flachsufer [?] (Kyffhäuser) wurde mit 
dem Sommerturn- und Sportfest verbunden.

Am 5. Oktober heiratet Herr Rehfeld Frl. Ladewig. Frl. Ladewig scheidet mit dem 30. 
November aus dem Schuldienst aus. 

Auf Anregung des Herrn Oberregierungsrats Frielitz wird die Bildstelle ausgebaut. Es 
entstehen 2 Zimmer, die Fa. Jochbau geschmackvoll und angenehm einrichtet!

Das Amtszimmer wird in der Handelsschule eingerichtet. Der von uns bis dahin 
bereitgestellte Raum wird eine vorbildlich eingerichtete Dunkelkammer. Die verspätet 
erscheinenden Richtlinien, der Schluss des Rechnungsjahres schieben den 
bereitliegenden Ausbau in das Jahr 1939.

Der Toiletten-Anbau wird (der Kälte wegen) bis nach Weihnachten verschoben. 
Ostern werden dann glücklich die Submissionen ausgeschrieben! Material- und 
Leutemangel verzögern den Anfang; Pfingsten 1939 ist noch nichts zu merken!

Für Herrn Rehfeld, der seines Herzens wegen beurlaubt werden muss, übernimmt 
Frau Jakob (Tochter des ehemaligen Rektors) die Vertretung. Die Weihnachtsferien 
werden bis 9. Januar verlängert. (geplanter Anfang 7. Januar!)

Unser neuer Stadtrat, Dr. von Saub[ im Original nicht lesbar, d. Bearb. ], will sich der 
Angelegenheiten der Volksschulen besonders annehmen.

Zu Ostern erfolgt die Umbezeichnung der Klassen: 1. Schuljahr Klasse 1 und so fort.

Am 21. März findet unser Elternabend in der Form eines wohl gelungenen 
Hausmusikabends statt. Am 20. März fiel wegen der Übernahme des Protektorats 
Böhmen-Mähren der Unterricht aus.



Sommerhalbjahr 1939


Kl.	Lehrer			Schülerzahl	ev  kat	   jüd   ung  sonst   Ausländer 
8	Hintze			33		31    1     1      0       0            1
7	Heiber			42		39    1     0      2       0            1
6	Deichsler		42		40    0     1      1       0            0
5	Hentschel		44		42    1     1      0       0            0
4a	Hadeball		43		42    0     0      1       0            0
4b	Zorn			44		42    0     1      1       0            1
3a	Rehfeld		42		40    0     0      1       1            1
3b	Schulze		44		37    1     1      5       0            1
2	Marwedel		51		47    0     0      4       0            2
1a	Reimann		53		37  11     2      3       0            2
1b	Tzschirner		52		41    6     2      3       0            3

Gesamtzahl der Schüler: 490

Davon 438 evangelisch, 21 katholisch, 7 sonstiger Bekenntnisse, 23 gottgläubig, 1 
ungläubig. Zur Grundschule gehören 329 Kinder, 67,2%. Die Schule hat 11 Klassen 
mit einer Durchschnittsbesetzung von 44,5. An der Schule unterrichten 11 Lehrkräfte.

Ab Ostern, sind (auf Antrag der Eltern) unsere Schulen Deutsche 
Gemeinschaftsschulen. Im Zuge dieser Umwandlung wird die 14. (frühere 
katholische) Schule eine Mädchenschule. Der Bestand der 12. Schule ist damit 
gesichert. Offen bleibt die Frage der Mädchenschulbezirke: 14., 3. und 7. Schule 
können nicht alle drei lebensfähig sein. 

Der 50. Geburtstag des Führers (20. April) ist Staatsfeiertag. Fünf Buchprämien 
werden ausgegeben.

Am 18. Mai fiel der Unterricht wegen der Volkszählung aus.

Mit dem 31. März trat Herr Oppermann in den Ruhestand. Er zog nach Doberan. 

Herr Graap, der in Hohen-Neuendorf gesiedelt hat, ließ sich in einen Außenbezirk 
versetzen. Es wurden der Schule zugewiesen Frl. Tzschirner und (von der 
katholischen Schule) Herr Hentschel.

Elisabeth Tzschirner
Wurde am 28. März 1880 in Berlin geboren, bestand 1899 die Prüfung als 
Turnlehrerin in Breslau, als Handarbeitslehrerin in Licgeritz, Juni 1901 als 
wissenschaftliche Lehrerin in Liegnitz. Seit 1902 im öffentlichen Schuldienst in 
Essen/Ruhr, seit 1903 in Schöneberg. 


Paul Hentschel 
Geboren am 2. November 1886, als Sohn des Bauerngutsbesitzers Robert Hentschel 
und seiner Ehefrau Anne Scholz zu Beckern, Kreis Neumarkt (damals Striegau) 
geboren. Volksschule Beckern, vom 12. Jahr Mittelschule Breslau, 1901 bis 1904 
Präparandenanstalt Landeck, 1904 bis 1907 Seminar Habelschwerdt. 1. Juli 1907 
Hassitz bei Glatz. Als Einjährig-Freiwilliger gedient. 2. Lehrerprüfung: 21. Oktober 
1910 ,  am 6. November 1911 verheiratet mit Helene Stoheisel. Am 1. Februar 1913 
an die 14. Schule Schönebergs. Vom August 1914 bis Oktober 1918 an der 
Westfront, vom März 1915 als Kompanieführer 4 mal verwundet! Anfang Oktober 
1918 in englische Gefangenschaft bis Ende Dezember 1919. Ein Sohn geboren 30. 
Juli 1912. EK I

Am 22. Mai fiel der Unterricht aus: Unterzeichnung des Bündnisses mit Italien. Am 
23. Mai schickten wird die Kinder nach Hause; der Rundfunk sollte die Meldung vom 
Unterrichtsausfall auch für diesen Tag durchgegeben haben. 

Am 25. Mai wurden um 12 Uhr die Treuedienst[ im Original nicht lesbar, d. Bearb. ] 
(an alle Mitglieder des Kollegiums) verliehen.

Am 1. und 5. Juni fiel anlässlich des jugoslawischen Staatsbesuches der Unterricht 
aus, am 6. des gleichen Monats anlässlich der Parade der heimgekehrten Spanien-
Freiwilligen.

Am 3. Juni wurden die ersten Rüstteile für den Toiletten-Neubau abgeladen! 
Begonnen wurde mit dem Bau erst nach den großen Ferien!

In den Sommerferien wurde die Schule mit SA belegt! 

Die Fundamente der Toiletten waren zugemauert, die Einrichtung der Dunkelkammer 
begann, da kam der Krieg! Am 26. August wurde die Schule von der Militärbehörde 
beschlagnahmt (Nachweis für Heeresdienste!). Die [ im Original nicht lesbar, d. 
Bearb. ] mussten auf den Hof gestellt werden; für Lehrmittel ließ man uns einen 
Raum. Zum Glück konnten die Schränke auf den Fluren stehen bleiben. Anfang 
September wurden wegen der Luftgefahr alle Schulen geschlossen. Als sie nach 8 
Tagen wieder eröffnet wurden, teilten wir uns mit der 6. Schule das Gebäude und [ 
im Original nicht lesbar, d. Bearb. ] wechselnden Vor- und Nachmittagsunterricht! 
Luftschutzwachen wurden nicht gestellt! Ende September wurden die Wachen 
eingezogen. 

Es sollten nicht mehr Kinder unterrichtet werden, wie ein Luftschutzraum 
(einschließlich behelfsmäßig eingerichteten) Platz fanden! 

Für den Winter sollte die Hälfte der Schulen stillgelegt werden (Kohlenersparnis, 
Einrichtung behelfsmäßiger Schutzräume nur in der Hälfte der Schulen möglich!). 
Der Schicht-Unterrichts-Plan erblickte das Licht der Welt! Wir beginnen (ohne 
vorschriftsmäßigen Luftschutzraum) am 10. Oktober wieder in der 6. Schule. (wegen 
der Erntehilfe wurden die Herbstferien vorverlegt - 30. September bis 10. Oktober).


Der Unterricht in fremden Räumen bringt alle Unzuträglichkeiten, die [ im Original 
nicht lesbar, d. Bearb. ] gehüteten [ im Original nicht lesbar, d. Bearb. ] Kollegen 
Schiller wurden gestohlen; im Garten des Amtsgerichts wurden Äpfel gestohlen. Die [ 
im Original nicht lesbar, d. Bearb. ] werden beschädigt ? natürlich: 12. Schule!

Weil die Bildstellen als [ im Original nicht lesbar, d. Bearb. ]wichtig erklärt werden, ist 
es möglich, die Bildstelle im Geschäftszimmer der Berufs- und Handelsschule zu 
eröffnen. Die Räume der Bildstelle werden Major Heller beansprucht. Zum Glück ist 
es dadurch möglich, die Akten der Schule zum Teil dabei unterzubringen und die 
Prüfarbeit [?] wenigstens notdürftig zu erledigen.

Am 10. Oktober erhalten wir Nachricht, dass wir in der 1. Volksschule 
(Mädchenschule), Pallasstraße untergebracht seien. Die 2. Knabenschule von dort 
soll in der Kulmerstraße untergebracht werden. Weil Rektor Diesener dagegen 
Einspruch erhebt, ziehen wir am 12. Oktober um 2 Uhr ergebnislos ab!

Da wir im Prinz-Heinrich-Gymnasium nicht unterkommen können, es ergeben sich 
Schwierigkeiten bei Vergütung für Heizung und Licht zwischen Staat und Stadt ? 
fangen wir am 15. Oktober doch in der Pallasstraße an. Der Stundenplan wird von 
Tag zu Tag gemacht. 

Als Vertreter des Hausmeisters wird in Schule 12 Herr Engelmann (vom Tiefbau) 
angestellt, der allerdings von der Wehrmacht in Anspruch genommen wird, das für 
Schule und Bildstelle keine Zeit bleibt. Auch in der Pallasstraße können wir 
wechselnd Vor- und Nachmittags unterrichten. Es sind jeweils 7 Klassen da. Dazu 
werden die Lehrer 34, die Lehrerinnen 32 Stunden geben, müssen also die 
überschüssigen 4 entsprechend 2 Stunden im anderen System geben! Die Erhöhung 
wird damit begründet, dass die Stundendauer von 50 auf 45 Minuten herabgesetzt 
wurde!

Am 1. Oktober trat Herr Rehfeld in den Ruhestand. Der tüchtigste Lehrer verlässt das 
Kollegium in Folge der Sparmaßnahmen ? ohne Abschied!

Zu Anfang häufen sich die Unzuträglichkeiten, der raue Jungen-Umgangston und die 
Art stehen im Gegensatz zur sittsamen Mädelschule, aber es muss gehen. 

Der Bußtag wird zum Arbeitstag erklärt!

Die letzten beiden Zimmer unserer Schule, in denen die Sammlungen untergebracht 
waren, müssen auch geräumt werden. Die Weihnachtsferien werden (zur Errichtung 
des [ im Original nicht lesbar, d. Bearb. ]) auf den 22. Dezember vorverlegt! Es war 
(unterrichtlich gesehen) [ im Original nicht lesbar, d. Bearb. ] Jahr. Für die 
Kartenstellen müssen Lehrer bereitgestellt werden (Ausgabe der Kleiderkarten)! 
Dazu kommen Erkrankungen, so das die Klassen immer wieder nach Hause 
geschickt werden müssen. Als schließlich von 11 Lehrkräften nur 5 da sind, Frl. 
Tzschirner zurückgerufen wird, erkrankt sie auch. Die [ im Original nicht lesbar, d. 
Bearb. ] erreicht den Höhepunkt, als Frl. Marwedel zur Krankenvertretung in die 1. 
Hilfsschule geschickt wird, während wir für den erkrankten Kollegen Zorn Frl. Delius 
erhalten! 

Kollege Schulz tritt in den Weihnachtsferien seine schon für den Sommer 
genehmigte Kur in Kudowa an! Weil wir alle Kinder Luftschutz geschützt 
unterzubringen hoffen, wollen wir nach den Weihnachtsferien den Unterricht mit allen 
Klassen aufnehmen. 

In den Ferien werden in schikanöser Weise die Lehrer auf städtischen 
Kriegswirtschaftlichen Stellen eingesetzt. Sie mussten zum Teil überflüssige Arbeit 
verrichten, zum Teil fehlt die Arbeit überhaupt, und man stielt mit den städtischen 
Beamten den lieben Gott den Tag! Ab 15. Januar wird wegen der sibirischen Kälte 
die Heizung der Schulen eingeschränkt , das heißt man nimmt einem großen Teil der 
Kinder den sogenannten Raum, weil für den Hausbrand keine Kohlen vorhanden 
sind. Die Klassen werden im Durchschnitt eine Stunde unterrichtet. Am 22. Januar 
gehen die Einschränkungen noch weiter, das Wasser wird aus den Heizungen 
abgelassen. In den Klassen um 6 Grad können sich die Kinder in Mänteln noch 10 
Minuten aufhalten! Dabei hat die 1. Schule noch für 4 Wochen Koks im Keller. Hat 
die 6. und 7. Schule noch vollen Unterricht, weil wegen des Hortes und der 
Kartenstelle geheizt werden muss. Ab 3. Februar können wir die Kinder nur noch 2 
Mal wöchentlich für Schulaufgaben bestellen. In den Klassen sind 2 bis 3 Grad Kälte. 
Da die Toiletten eingefroren sind, verrichten die Kinder ihre Bedürfnisse in den 
Winkeln der Flure. Sie kommen so erstarrt an, daß die Kinder erst in dem mit Ofen 
geheizten Lehrerzimmer aufgetaut werden müssen. An dem Zustand änderte sich 
nichts bis zu den Osterferien, die auf den 20. bis 27. März vorverlegt wurden. Herr 
Deichsler und Herr Heiber tun täglich 4 Stunden Dienst auf der Steuerkasse.


Sommerhalbjahr 1940


Kl.	Lehrer			Schülerzahl	ev  kat	   jüd   ung  sonst   Ausländer 
8	Hintze			42		39    0     0      3       0            0
7	Deichsler		40		38    0     1      1       0            0
6	Hentschel		44		39    1     1      3       0            1
5	Heiber			47		32  15     0      0       0            0
4a	Schulze		47		33    9     1      4       0            1
4b	Siebert		51		45    4     0      2       0            0
3a	Marwedel		44		41    0     0      3       0            1
3b	[ ohne Eintrag ]	42		24  18     0      0       0            1
2a	Reimann		48		38    6     3      1       0            1
2b	Tzschirner		47		36    6     0      5       0            3
1a	Hadeball		47		40    5     0      2       0            1
1b	Zorn			47		36    5     2      4       0            0

Gesamtzahl der Schüler: 546

davon 441 evangelisch, 69 katholisch, 8 sonstigen Bekenntnisses, 28 gottgläubig. 
Zur Grundschule gehören 373 Kinder, das sind 68,3%. Die Schule hat 12 Klassen 
Durchschnittsbesetzung 45,5. An der Schule werden 12 Lehrkräfte gehaltlich geführt. 

Die Osterferien wurden vorverlegt. Das neue Schuljahr begann am 28. März, da das 
ganze Gebäude in der Pallasstraße beheizt wurde ? die Rohrbrüche mehrten sich 
trotzdem, und der Unterricht in der Mädchenschule musste wegen der nicht 
funktionierenden Aborte ausgesetzt werden. ? zog die 2. Schule auch ein. Wir 
wechselten mit der Knabenschule ab, und da Rektor Diesener seine Neueinschulung 
auch in der Pallasstraße vornahm, ergab sich das bunteste Durcheinander. Die 14. 
Schule wurde eine Mädchenschule mit dem Einschulungsbezirk der ehemaligen 13. 
Schule. Also erhielt die 12. Schule die Klasse zurück, die sie 1938 zur 14. Schule 
gegeben hatte. Da auch sonst Durchschulungen zur 2. und von der 6. Schule nötig 
waren, bekam Schule 12 ungefähr 100 Schüler zu, gab gegen 40 ab. Das Schlimme 
war, dass es Proteste der Eltern regnete, und so schulten wir Ende April immer noch 
wieder um.

Es wurden jeder Schule die gehaltlich an der Schule zu führenden Lehrer zugeteilt. 
An die 12. Schule wurden die Lehrer Kurt Volte (der eingezogen ist) von Schule 14 
und Hans Siebert von Schule 18 eingesetzt. Nach Anordnung des 
Oberbürgermeisters vertritt jedes Kollegium einen im Felde stehenden Kollegen. Der 
Lehrer gibt 32, die Lehrerinnen 30 Pflichtstunden. Die Stadt Berlin soll 425 Lehrer für 
die Ostgebiete stellen. Da die Lehrer jetzt Reichsbeamte sind ? sie erscheinen in der 
Reichsbesoldung in den Gruppen der mittleren Beamten ? wird man, wenn die 
freiwilligen Meldungen nicht ausreichen und das ist bei der Altersschichtung der 
Berliner Lehrerschaft nicht anzunehmen, zu Versetzungen schreiten. 
Am 29. April werden Frl. Marwedel und Herr Siebert nach dem Osten abgeordnet, 
Frl. Marwedel nach Königshütte/Oberschlesien und Herr Siebert nach Bielitz-
Kunzendorf/Oberschlesien. Dafür nimmt vom 1. Juni der Ruheständler Herr Braun 
den Dienst wieder auf; außerdem wird Frl. Schwicht aus Lindenhof, bis dahin an der 
1. Schule, der Schule zugewiesen. 

Die Feriendauer ist auf 90 Tage verlängert worden. Zur Erntehilfe sollen die großen 
Ferien 50 Tage umfassen! Davon sollen die Lehrer 28 für sich haben, in der übrigen 
Zeit Spielplatzaufsicht ausüben oder in der Familienfürsorge tätig sein. Die Bildstelle 
bleibt in den Ferien geöffnet. Da wegen der Luftgefahr in der Schule in der 
Pallasstraße Tag und Nacht Wachen eingesetzt sind, ist für Beschäftigung gesorgt!

Die Ferien dauern vom 4. Juli bis 23. August. Frl. Schmidt ist durch Attest aus 
Ebenhausen bei München bis 31. Oktober erkrankt! Sie ging dann an die Schule 
zurück.

Bei Beginn nach den Sommerferien hatten wir Außentemperaturen von 11 bis 13 
Grad. Am 28. August um 9 Uhr gab es während des Unterrichts Fliegeralarm. In 
Folge einer technischen Störung ertönten die Sirenen; nach 5 Minuten war der Spuk 
vorüber. Weil sich die nächtlichen Alarme häufen, wird angeordnet, in solchem Fall 
den Unterricht früh 2 Stunden später zu beginnen. Später wird die Anordnung 
erweitert: dauert der Alarm über 12 Uhr, fällt für die Schulen, die Schichtunterricht 
haben, der Nachmittagsunterricht aus.

In den luftgefährdeten Gebieten, dazu gehört Berlin, sollen auf Wunsch des Führers 
die Kinder verschickt werden. Vom 10. Jahr ab übernimmt der N S L B [?] die Aktion, 
weil man [ im Original nicht lesbar, d. Bearb. ] möglichst klassenweise Verschickung [ 
im Original nicht lesbar, d. Bearb. ]. Die Klassen sollten in Lagern untergebracht 
werden,  die schließlich in der Größe nicht vorhanden waren! Die außerschulische 
Betreuung sollte die HJ übernehmen! Die Kinder bis zum 10. Jahr wurden durch die 
NSV einzeln verschickt! Natürlich mussten zur Betreuung auch Lehrer abgeordnet 
werden. Weil sich Schwierigkeiten ergaben, muss man, allerdings erst Frühjahr 1941, 
alle Lehrer auf Tauglichkeit untersuchen. 

Nachdem am 6. Januar Kollege Hentschel nach Sprottau geschickt worden war, 
hatte Schule 12 niemand mehr, der für eine Abordnung in Frage kam. ?Lagermäßig? 
verschickt wurden von der 12. Schule im Februar 1941 sieben Jungen. Im Ganzen 
war ungefähr ¼ der Schule von der ?erweiterten Landverschickung? erfasst. Die 
Unklarheit: wer ist verschickt, seit wann? Machten sich die Jungen mit Schwänzen zu 
nutze[sic!].

In Folge der Verschickung lassen sich die beiden 3. Klassen zusammenlegen. Die 6. 
Klasse wird nach Hentschel?s Fortgang überwechseln. Mit der 5. von der 7. Klasse 
kombiniert, muss mit dem 1. April die durch Entlassung der 8. Klasse freiwerdenden 
Stunden der 6. Klasse zugutekommen. Weil die Schülerzahl durch die Land-
verschickung sinkt, setzt es die 1. Schule durch, in ihr Gebäude zurückzukommen, 
hat mit der 2. Schule zusammen Unterricht. Damit ergeben sich Unzuträglichkeiten!

Das Kollegium der 2. Schule ist wenig kameradschaftlich; weil in der Kulmer Straße 
der Gastschule nur die Tischkräfte [?] zur Verfügung standen, sollen wir in den 
Schränken auch nichts zu suchen haben! Weil doch in der Zeit, als wir allein in den 
Räumen waren die Kollegen die Schränke benutzt hatten, gab es nun zeterndes Hin 
und Her! 


Nun werden mit einemmal die Klassenräume unsauber zurückgelassen ? und an 
allem ist die Grundschule schuld. In die Schule kommt obendrein eine Kartenstelle, 
damit entfällt die Benutzung der Aula. Die Turnhalle kann nicht benutzt werden, weil 
sie nicht beheizt wird!  Es ist nicht einmal ein Raum mehr vorhanden, in dem das 
Schulmaterial, das gesammelt werden soll, aufgestapelt werden kann. Wir müssen 
darum die Sammlung einstellen. 

Am 6. Januar beginnen wir den Unterricht mit 7 Lehrkräften, da Schulze und 
Hadeball erkrankt sind. Da der uns zugewiesene Krankenvertreter von der 8. Schule 
auch erkrankt, bleiben wir ohne Hilfe.

Das Schuljahr wird neu geordnet; es schließt von jetzt ab erst Ende Juni, beginnt 
Anfang September! Bis 1948 wurden die Kinder nach Erfüllung der 8-jährigen 
Schulpflicht Ende März entlassen! Das in diesem Jahr gewonnene Mitteljahr soll zur 
Wiederholung benutzt werden. Um eine Stauung der Aufnahme zu vermeiden, 
werden in diesem Jahr alle bis zum 31. August geborenen Kinder aufgenommen; die 
im September geborenen mussten entsprechend benachrichtigt werden. 1942 
werden alle bis zum 31. Oktober geborenen Kinder aufgenommen. Ab 1943 ist 
schulpflichtig, der im Kalenderjahr geboren. Da die Neuanmeldungen 3 
Anfangsklassen ergeben, rechnet die Schule schon 16-klassig. Der Leiter erhält 200 
Mark Zulage, außerdem bekommt die Schule wieder einen Konrektor. 

Die Entscheidung über die Form der Lehrerbildung fällt; die akademische 
Ausbildungsform gehört der Vergangenheit an! Auch die, die in der [ im Original nicht 
lesbar, d. Bearb. ]fachschulprüfung die Noten 1 und 2 erhalten, können nach 
einjähriger Ausbildung Lehrer werden. 

Als Normalschrift gilt von jetzt ab die [ im Original nicht lesbar, d. Bearb. ]. 

Zum Landjahr sollte die Schule anfangs 2 Jungen entsenden, dann nur 1; schließlich 
kamen nur Mädel ins Landjahr. 

Die fertiggestellten Rechenbücher, können noch immer nicht genehmigt werden. Um 
Einheitlichkeit zu erzielen, soll für Berlin nun nur ein Rechenbuch zugelassen 
werden. Ob es zu Beginn des neuen Schuljahres vorliegen wird. 

Die 8. Klasse wurde am 29. März entlassen; die Versetzungen finden erst Ende Juni 
statt. 

Die Altstoffsammlung ergab nach den Punktbewertungen so unterschiedliche 
Ergebnisse (Stauungsbreite von 0,72 Punkten je Kopf bis 117,31), dass das 
Wirtschaftsamt einer großen Zahl von Schulen, darunter auch unserer, mit Anzeige 
beim Oberbürgermeister drohte, wenn sich das Ergebnis nicht bessern würde. Weil 
dazu alle Vorraussetzungen fehlten (vor allem fehlt ein Raum für die Sammelstelle), 
erhob ich Einwendungen. In der Dienstversammlung gesteht das Wirtschaftsamt zu, 
dass auf Hinweis dem besonderen Verhältnis Rechnung getragen werden soll. ?Über 
sein Vermögen hinaus, ist niemand verpflichtet?.

Eigenartig berührt es immer wieder, wie die Herrn des Wirtschaftsamtes mit 
pädagogischen Belehrungen nicht sparen, uns aber für wirtschaftlich als nicht 
zuständig ablehnen.


Die Nachweisstelle der Wehrmacht braucht neue Räume. Weil das leerstehende 
Schulgebäude in der Nachodstraße von der Wehrmacht abgelehnt wird, 
beschlagnahmen sie das Gebäude der 6. und [ fehlt wegen Kopierfehler ] Schule ? 
und die beiden Schulen ziehen zur Nachodstraße. Im Zeichen des Krieges wird 
Vernunft bewiesen ! 

Am 1. Mai fiel der Unterricht aus. Das Himmelfahrtsfest wurde auf den Sonntag 
verlegt. Zu Pfingsten gab es keine Ferien mehr, nur eine Dienstunterbrechung; daher 
wird der Unterricht nicht nach der 2. Stunde geschlossen.
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