Was wissen wir - wonach müssen wir fragen?
Norbert Hartkamp
(aus: Volker Tschuschke - Claudia Heckrath - Wolfgang Tress (Hg) Zwischen
Konfusion und Makulatur. Zum Wert der Berner Psychotherapie-Studie von
Grawe, Donati und Bernauer. Vandenhoeck & Ruprecht, Goettingen 1997)
Einleitung
Zweifel an der psychoanalytischen Psychotherapie finden in der
Öffentlichkeit ein breites Echo, wie es die Erfolge der Publikationen
etwa von D.E. Zimmer (1986) oder J.M. Masson (1991) belegen. In jüngerer
Zeit ist diese Kritik mit breiter publizistischen Wirkung vor allem von
K.Grawe (Grawe et al. 1990a,b; Grawe 1992, 1994) vorgetragen worden.
Bislang konnten psychoanalytische Psychotherapeuten der Kritik an ihren
Verfahrensweisen nur wenige interdisziplinär-akzeptierte Belege für die
Nützlichkeit und Wirksamkeit ihrer Vorgehensweisen entgegensetzen; der
Verweis auf die dem Behandler evidente Effektivität und Effizienz
psychoanalytischer Psychotherapien allein erscheint jedenfalls nicht
geeignet, um in der fachwissenschaftlichen Diskussion zu überzeugen.
Die Gründe für die bislang nur zögernde Bereitschaft von
Psychoanalytikern, die von ihnen durchgeführten Behandlungen zum
Gegenstand forschender Beobachtung zu machen, liegen unseren Erachtens im
wesentlichen in zwei Umständen begründet:
Erstens ist es eine vertraute Denkfigur unter Psychoanalytikern, ein
jegliches Hinzutreten eines dritten Moments zu der dyadische Beziehung von
Analysand und Analytiker als Störfaktor für die Entfaltung des
psychoanalytischen Prozesses anzusehen. Dies gilt zum Teil heute noch für
den Einsatz von Tonbandaufzeichnungen, in weiten Bereichen sicherlich aber
auch für den Einsatz von Fragebogeninstrumenten, die der empirischen
Psychotherapieforschung entstammen, oder für Befragungen und
Untersuchungen von Therapeuten und Patienten durch am unmittelbaren
Therapieprozess nicht beteiligte dritte Personen, die Forscher. In diesem
Zusammenhang wird oftmals das Argument ins Feld geführt, der
psychoanalytische Prozess sei ein in seiner Ausgestaltung so sensibles
Geschehen, dass jeglicher - z. B. forschende - Eingriff automatisch zu
einer nachhaltigen Veränderung führen müsste, wodurch etwaige Resultate
nicht mehr als valide anzusehen wären.
Ein zweiter Grund mag in dem Umstand gelegen haben, dass die sich auf
Therapieresultate ausrichtende Psychotherapieforschung der 70er Jahre
vermeintlich das Resultat erbracht hatte, alle Psychotherapien seien in
vergleichbarer Weise wirksam. Die Frage nach der besonderen Effektivität
und Effizienz, aber auch nach den besonderen Wirkmechanismen und
Prozesscharakteristika psychoanalytischer Psychotherapien schien lange
suspendiert zu sein.
Die Verfügung über neue datenanalytische Methoden wie etwa die
Metaanalyse, (vgl.: Smith, Glass 1977 Rosenthal 1991; Svartberg, Stiles
1991; Crits-Christoph 1992; Schmidt 1992) und der Kenntniszuwachs im
Hinblick auf empirische Einzelbefunde machen es jedoch nicht länger
möglich, bei einer solch allgemeinen Aussage stehen zu bleiben, um aus
ihr zu folgern, die Effektivität und Effizienz auch der
psychoanalytischen Psychotherapien sei hinreichend belegt.
In dieser Situation findet sich eine zunehmend größere Zahl von
Psychoanalytikern bereit - auch angesichts der erwähnten Vorbehalte -
ihre Arbeit der forschenden Beobachtung zugänglich zu machen. In diese
Richtung weisen etwa die Forschungsarbeiten des Menninger-Projekts
(Kernberg et al. 1972, Wallerstein 1989, Wallerstein 1986), des Penn-
Psychotherapie-Projekts (Luborsky et al. 1980, Kaechele, Fiedler 1985,
Luborsky et al. 1991), des "Columbia Psychoanalytic Center Research
Project" (Weber et al. 1985a,b,c; Bachrach 1985) oder des Programms "On
Conscious and Unconscious Mental Processes" (Horowitz et al. 1991a,b). Im
deutschsprachigen Raum liegen bisher erst wenige vergleichbare Studien
unter Einsatz zeitgemäßer Methodik vor (Rudolf 1991; Rudolf et al. 1994;
Meyer et al. 1989; Hildenbrand et al. 1994, Hildenbrand et al. 1993).
* Was wissen wir heute über die Effekte von Psychoanalysen?
Nachdem deutlich wurde, dass sich zwischen patientenseitigen
Ausgangsbedingungen - wie etwa der "Analysierbarkeit" (vgl. Bachrach,
Leaff 1978; Bachrach 1983) - und den Resultaten einer psychoanalytischen
Behandlung allenfalls mässig hohe korrelative Zusammenhänge finden
lassen (Bachrach et al. 1985, Weber et al. 1985, Bachrach et al. 1991),
erschien es notwendig, die Aufmerksamkeit vermehrt dem Behandlungsprozess
zuzuwenden; dies geschah etwa in der Menninger-Studie noch anhand der
schriftlichen Behandlungsdokumentation der Therapeuten.
Luborsky und Mitarbeiter (Luborsky, Crits-Christoph 1990) unternahmen es
dann, anhand der von Patienten in Psychoanalysen berichteten Beziehungs-
Episoden ein Messverfahren zur Untersuchung des "zentralen
Beziehungskonflikt-Themas" zu entwickeln, welches in standardisierter Form
die Untersuchung von Übertragungsfiguren und repetitiven
Beziehungsmustern erlaubte. Die Untersuchung repetitiver und dabei
maladaptiver Beziehungsmuster steht seither im Zentrum einer Mehrzahl von
Forschungsansaetzen (Strupp, Binder 1984; Dahl 1983; Dahl 1988; Teller,
Dahl 1986; Schacht, Henry 1989; Johnson et al. 1989).
Die Untersuchungen von Uebertragungskonstellationen wurden ergaenzt durch
Methoden der mikro-strukturellen Analyse der non-verbalen Anteile des
psychoanalytischen Gesprächs (vgl. etwa: Krause 1984; Krause 1992;
Krause, Luetolf 1988) und durch Analysen des Sprach- und Sprechverhaltens
(vgl. etwa: Bucci, McKay 1992).
Die These, dass die Resultate von Psychotherapien nicht besser seien, als
die Quote spontaner Remissionen kann als widerlegt gelten: Dosis-Wirkungs-
Studien zeigten, dass Psychotherapie in etwa 15 Sitzungen die gleichen
Effekte erzielt, die aufgrund spontaner Remission erst nach zwei Jahren
erreicht werden (McNeilly, Howard 1991 S.77). Die Annahme einer
Äquivalenz von Psychotherapie und Plazebo wird auch von ihrem Urheber
nicht mehr aufrechterhalten; Eysenck (1993, S.177) unterstreicht, er habe
seinerzeit (Eysenck 1952) nur auf den mangelnden Erkenntnisstand
bezüglich positiver Wirkungen von Psychoanalyse und psychoanalytischer
Psychotherapie hingewiesen. Generell lassen die vorliegenden
Untersuchungen zu Effekten von Psychotherapie und zur Bedeutung der
Therapiedauer erkennen, dass Patienten mit längerer Behandlungszeit in
größerem Umfang von einer Psychotherapie profitieren (vgl.: Howard et
al. 1986; Kordy et al. 1988; Orlinsky, Howard 1986; Orlinsky, Grawe, Parks
1994). Orlinsky et al. (1994, S. 346) berichten, dass von 156 Befunden aus
45 Studien insgesamt 64% der Ergebnisse darauf hinweisen, dass eine
längere Behandlungszeit mit größerer symptomatischer Verbesserung
assoziiert ist. Allerdings wurde der weitaus größte Teil bislang
vorhandener Daten an kurz- bis mittelfristigen Psychotherapien gewonnen;
z.T. gehen die Befunde auch auf Patientenkollektive zurück, in die sowohl
stationaer-psychotherapeutisch behandelte Patienten, als auch - mit
unterschiedlichem Setting und unterschiedlicher Therapiedauer - ambulant
behandelte Patienten eingingen.
Langfristige psychoanalytische Psychotherapien sind im Gegensatz zu diesen
kurz- und mittelfristigen Therapien bislang nur unzureichend untersucht,
was Grawe et al. (1994) zu der Auffassung brachte, zur "klassischen
Langzeit-Psychoanalyse mit mehreren hundert Sitzungen, bzw. Liegungen
[gebe] es leider bisher keine einzige kontrollierte
Wirksamkeitsuntersuchung" (Grawe et al. 1994, S.168). Grawes Studien sind
aus unterschiedlicher Perspektive und von sehr unterschiedlichen Autoren
kritisch kommentiert worden (Bastine 1992; Diepgen 1993; Eysenck 1993;
Hellhammer 1992; Hoffmann 1992; Heckrath, Dohmen 1994; Mertens 1994; Meyer
1994; Rueger 1994) und insbesondere seine weitreichenden Interpretationen
und Schlussfolgerungen, es gebe "keine positive Indikation fuer
Langzeitpsychoanalyse" und "Langzeitpsychoanalysen [seien] kontraindiziert
für schwerer gestörte Patienten" (Grawe et al. 1994, S.185) erscheinen
durch die vorliegenden Befunde nicht gedeckt.
So konnten Duehrssen und Jorswieck (1965) schon in den 60er Jahren anhand
einfacher Kriterien die globale Leistungsfähigkeit von psychoanalytischen
Psychotherapien nachweisen. Die Autoren verglichen dazu die Zahl der
Krankenhaustage im Jahrfuenft vor einer psychoanalytischen Behandlung am
Institut für psychogene Erkrankungen der AOK-Berlin mit der
entsprechenden Zahl im Jahrfuenft nach der Behandlung. Bei n = 125
behandelten Neurosekranken kam es zu einer Reduktion von durchschnittlich
26,1 auf 5,9 Krankenhaustage, bei unbehandelten Neurosekranken, die sich
zu einem Anamnesengespraech vorgestellt hatten, denen jedoch keine
Therapie vermittelt werden konnte (Wartegruppe), kam es mit 25,6
Krankenhaustagen vor dem psychotherapeutischen Erstgespraech gegenueber
23,9 Tagen in der fünf Jahren danach zu einer nur geringfuegigen und
nicht signifikanten Verringerung. Bei einer Gruppe nicht Neurosekranker
AOK-Versicherter schließlich betrugen die Werte 10,4 Tage im Jahrfuenft
vor, und 11,7 Tage im Jahrfuenft nach dem Stichtag (Duehrssen, Jorswieck
1965, S.169). Auch wenn man die Ergebnisse dieser - als Pionierarbeit zu
bewertenden - Studie im Grundsatz weiterhin fuer gueltig haelt, so kann
sie doch heutigen methodischen Anforderungen nicht mehr genügen. So
fehlen bspw. Angaben zu den Diagnosen der behandelten Patienten, zur
Behandlungsdauer, oder auch zu Therapieeffekten im engeren Sinne
(symptomatische oder Persoenlichkeitsveraenderungen, differentielle
Therapieeffekte etc.) Ferner gilt, dass Krankenkassendaten sich nicht ohne
weiteres als "hartes Erfolgskriterium" fuer psychotherapeutische
Behandlungen eignen, wie Richter et al. (1994) juengst verdeutlichen
konnten.
In einer Nachfolgestudie konnte Duehrssen (1986) weitere Belege fuer die
globale Effizienz von psychodynamischer Psychotherapie erbringen: In einer
Untersuchung von psychoanalytisch, mit dynamischer Psychotherapie und mit
analytischer Gruppentherapie behandelten Patienten fand sich nach einer
Psychotherapie eine nachhaltige Verringerung nicht nur der Krankenhaustage
(um 45,7%), sondern auch der Arbeitsunfaehigkeitstage (von durchnittl.
32,4 auf 8,0 Tage/Jahr). Die Angaben dieser Studie - die auch nur an einer
relativ kleinen Patientenzahl gewonnen wurden - erlauben allerdings,
ebenso wie die fruehere Studie, keine differentielle Beurteilung der
Effizienz von psychoanalytischer Psychotherapie in Abhebung zu anderen
psychoanalytisch begruendeten Therapieformen.
Innerhalb des Columbia Psychoanalytic Center Research Projects (Weber et al
1985a,b,c; Bachrach 1985) wurden in einer ersten Studie 295 Psychoanalysen
und 286 psychoanalytische Psychotherapien retrospektiv untersucht. Diese
Studie basiert methodisch im wesentlichen auf Ratings des Therapieverlaufs
und der Therapieergebnisse durch 9 erfahrene Psychoanalytiker (Weber et al.
1985b, S. 127). Zusätzlich wurden in einem Teil der untersuchten Fälle
noch die Behandler, zum überwiegenden Teil psychoanalytische
Ausbildungskandidaten, nachbefragt (Weber et al. 1985b, S. 128). In die
Studie gingen 34 patientenbezogene und 16 therapeutenbezogene
Merkmalsbereiche ein (Weber et al. 1985b, S. 129). Besondere
Beruecksichtigung fand das Merkmal der "Analysierbarkeit", die dann als
gegeben angesehen wurde, wenn Patienten in markanter Weise seelisches
Material (Träume, Phantasien, Affekte, Selbstbeobachtungen) in die
Therapie einbrachten, in der Erwartung, dadurch sowohl seelische Entlastung
zu erfahren, als auch Einsicht zu gewinnen, wenn sie sich in der Lage
zeigten, eigene Ressourcen fuer "realistisches persönliches Wachstum" und
zur Erreichung symptomatischer Entlastung zu nutzen und wenn sie in der
Lage waren, Einsichten aus der Uebertragungsbeziehung dazu zu nutzen,
Änderungen in ihren alltäglichen interpersonellen Beziehungen zu
erreichen. Das Vorliegen einer so definierten "Analysierbarkeit" galt als
Indikator dafür, dass in den Behandlungen ein "analytischer Prozess" in
Gang gekommen war (Weber et al. 1985b, S. 131).
Die globale symptomatische Verbesserung wurde in der Mehrzahl der
psychoanalytisch und analytisch-psychotherapeutisch behandelten Faelle als
"gut" bis "sehr gut" eingeschaetzt; die berichteten Effektstaerken lagen
zwischen .40 bis .50 fuer Psychoanalysen und .44 bis .59 fuer analytische
Psychotherapien (Weber et al. 1985b, S. 132). Eine Gruppe ueberwiegend
psychosomatisch gestoerter Patienten zeigte im Gegensatz zu den eher
psychoneurotisch gestoerten Patienten deutlich unguenstigere
therapeutische Resultate (Effektstaerken zwischen .11 und .32). Die
globale symptomatische Verbesserung zeigte maessiggradige Korrelationen
mit der "Analysierbarkeit" (im Bereich von .30 bis .40); allerdings
errreichten 89% der Patienten, bei denen ein "analytischer Prozess"
zustande gekommen war im Expertenurteil einen maximalen therapeutischen
Gewinn, waehrend dies nur fuer 47% der Patienten galt, bei denen ein
"analytischer Prozess" nicht zustande gekommen war (Weber et al. 1985b, S.
133). Der Anteil der Patienten, bei denen ein "analytischer Prozess"
zustande gekommen war, lag in beiden Studien ueberraschend niedrig. In der
ersten Studie (Weber et al. 1985b, S. 133) betrug er 43%, in der zweiten
Studie (Weber et al. 1985c, S. 255) betrug er 50%. Vergleichbare Zahlen
ergeben sich auch aus der Sudie von Kantrowitz et al. am Boston
Psychoanalytic Institute (Kantrowitz et al. 1987, S.30), wo sich nach
Experteneinschaetzung bei 41% der Patienten ein "analytischer Prozess"
entwickelte; ebenfalls nahezu identische Zahlen (42.5%) berichtet die am
New York Psychoanalytic Institute (Erle 1979; Erle, Goldberg 1979)
durchgeführte Studie. In einer nachfolgenden Studie am New York
Psychoanalytic Institute (Erle, Goldberg 1984) war in der Einschätzung
besonders erfahrener Psychoanalytiker der Anteil der Patienten, bei denen
sich ein "analytischer Prozess" entwickelte noch geringer (26%), wobei
"gute bis exzellente" therapeutische Resultate bei 76% der Patienten
erreicht wurden, bei denen sich ein analytischer Prozess entwickelte,
gegenüber 37%, bei denen dies nicht der Fall war. Hinsichtlich des
Einflusses der Therapiedauer auf den Therapieerfolg zeigten sich
differentielle Effekte: Bei psychoneurotischen Patienten, die
psychoanalytisch oder mit analytischer Psychotherapie behandelt wurden
fand sich ein maessiggradiger korrelativer Zusammenhang; dieser
Zusammenhang bei den Psychoanalysen höher als bei den analytischen
Psychotherapien (.46 bis .48 vs. .30) und war bei den überwiegend
psychosomatisch gestörten Patienten nicht gegeben (.18).
In einer zweiten Studie am Columbia Psychoanalytic Center (Weber et al.
1985c) wurden 112 psychoanalytisch behandelte und 125 mit analytischer
Psychotherapie behandelte Patienten in Hinsicht auf die gleichen
Zielvariablen untersucht, wobei nun neben Experteneinschaetzungen bei
allen Patienten, Therapeuten und beteiligten Supervisoren Fragebogen-
Instrumente zur Anwendung kamen. In dieser zweiten Studie fanden sich
ebenfalls differentielle Zusammenhänge zur Frage der Therapiedauer mit
dem erzielten Therapieergebnis: Während bei Psychoanalysen eine
Korrelation von .40 gefunden wurde, lag der entsprechende Wert im Falle
der analytischen Psychotherapien bei lediglich .27.
Rudolf (1991, Rudolf et al. 1994) berichtet über das Zustandekommen,
über Verlauf und Ergebnis psychoanalytischer Psychotherapien unter
Zugrundelegung von Daten, die überwiegend durch Fremd- und
Selbsteinschätzungen des psychischen und sozial-kommunikativen Befundes
erhoben wurden. In der globalen Ergebniseinschätzung durch den
Therapeuten werden 91% der ambulant behandelten Patienten als "gebessert"
oder "gut gebessert" beurteilt; hierbei wird jedoch nicht zwischen
Psychoanalysen und analytisch-orientierten Psychotherapien ("dynamische
Psychotherapie") unterschieden. In den nur auf psychoanalytische
Behandlungen bezogenen Ergebnissen werden (auf unterschiedliche
Merkmalsbereiche bzw. unterschiedliche Variablen bezogene)
Besserungsquoten von 41% bis 81% in der Selbsteinschätzung des Patienten
und 61% bis 82% in der Fremdeinschätzung durch den Therapeuten berichtet.
Die Effektstärken für Veränderungen in unterschiedlichen
Merkmalsbereichen liegen zwischen .62 (Merkmalsbereich: "regressive
Bindung") und 1.36 ("körpernahe Angst" in der Selbsteinschätzung und .56
("Ängstlichkeit") und 1.08 ("Angstsymptomatik") in der Einschätzung
durch den Therapeuten.
Literatur zu
Psychoanalytische Therapie: Ergebnisse und Prozesse
Was wissen wir - wonach müssen wir fragen?
Norbert Hartkamp
(Abschließender Teil - Was wissen wir heute über die notwendige
Behandlungsdauer und den Einfluss der Behandlungsfrequenz? - kann bei
wunsch nachgeliefert werden)
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