Tokyo - die Metropole Japans
Reisebericht von Michael Kirchner Allgemeines Tokyo ist eine faszinierende Stadt. Im Grossraum der Stadt leben mehr als 30 Millionen Menschen und alles ist irgendwie enger und belebter als bei uns. Aber die Japaner sind sehr diszipliniert und daher gibt mit dem Zusammenleben so vieler Menschen keine Probleme. Auch gegenüber Fremden sind die Japaner sehr aufgeschlossen und freundlich. Die Strassen sind überall sauber und die Kriminalitätsrate sehr niedrig. Man kann auch spätabends alleine über die Strassen gehen ohne Angst um sein Leben zu haben. Verkehrsmittel Wichtigstes Verkehrsmittel ist selbstverständlich die U-Bahn. Wie auch in anderen Grossstädten ist ein U-Bahn-Plan sehr hilfreich, denn nicht überall hängen Pläne in englischer Sprache aus. Die Fahrkarten für die U-Bahn gibt es in den unterschiedlichsten Preiskategorien, je nachdem, wie weit man fahren möchte. Den jeweils richtigen Preis festzustellen ist aber sehr schwierig (offensichtlich selbst für die Japaner). Daher hat es sich eingebürgert, nur den Minimalpreis zu lösen, um durch das Drehkreuz zu kommen und den Restbetrag vor Verlassen der Zielstation an einem "Fare Adjustment" - Automaten nachzuzahlen. Möchte man mit dem Taxi fahren, sollte man sich an der Hotelrezeption eine Visitenkarte mit der Anfahrtskizze zum Hotel (auf japanisch!) mitnehmen, denn zum einen kennen viele Taxifahrer nicht jedes Hotel oder jeden Stadtteil, und zum anderen können die meisten Taxifahrer kein Englisch. Mit dieser Karte ist das aber dann kein Problem. Ginza Ginza ist das Zentrum Tokyos mit den meisten (sehr westlich geprägten) Geschäften. Ob Tiffany, Warner Bros. Studio Store oder was auch immer: Hier sind sie alle zu finden. Und natürlich die ganzen japanischen Konzerne (z.B. Sony-Building (mit den neusten Digitalkameras und MP3-Playern). Einkaufen lohnt sich für einen Europäer übrigens meistens nicht, der Euro - Yen Wechselkurs ist einfach zu ungünstig. Im Schnitt zahlt man für die meisten Waren 50 % mehr als in Deutschland. In der Chûô-dôri liegt auch das Schreibwarengeschäft Itôya, das ein sehr zu empfehlendes kleines Café im obersten Stockwerk besitzt. Man hatte mir gesagt, dass es auf der Ginza nicht so einfach ist, ein Restaurant zu finden, das akzeptable Preise hat. Aber in einem Schreibwarengeschäft sucht sicher kaum ein Tourist ein Restaurant und daher ist dieses Café weder überlaufen noch unnötig teuer. Es gibt zwar nur kleine Snacks, aber das war mir tagsüber absolut ausreichend. Für mich war es dann auch das erste mal alleine in einem japanischen Restaurant (und die paar japanische Brocken aus dem Reiseführer reichen auch nicht sehr weit). Die meisten Japaner können wenig oder gar kein Englisch, aber mit der Hilfbereitschaft und Freundlichkeit der Japaner (auch gegenüber Fremden!) klappt es dann irgendwie doch alles. Tokyo Tower Der Tokyo-Tower ist eine Kopie des Eiffelturms, nur noch etwas höher und eine ähnliche Attraktion. Die Fahrt auf die Spitze ist übrigens recht teuer (deutlich teurer als in Paris, und das will was heissen ...). Ein besserer Tip ist da der Besuch des World Trade Center (ja, wir sind hier weder in Paris noch in New York, sondern in Tokyo!). Vom obersten Stockwerk des World Trade Center hat man einen wunderbaren Blick sowohl auf den Hafen und die Rainbow-Bridge als auch auf den Tokyo-Tower. Und der Besuch ist deutlich preiswerter. In meinem Fall war er sogar kostenlos, da ein freundlicher Kellner eines der Restaurants mir eine Freikarte gab.