Kanibalismus - Ein Speiseplan der eigenen Art!
    Kannibalismus - Realität oder Mythos?
Papua Neuguinea - immer wieder Mittelpunkt der Betrachtung
bezüglich des Kannibalismus, dem Verspeisen der eigenen
Spezies!


Zahlreichen Berichten zufolge verspeisten die dort lebenden
Ureinwohner Angehörige ihrer eigenen Art. Auf diese Weise wollten sie sich bestimmte Eigenschaften geschlagener Gegner einverleiben. Durch das Verspeisen der Gehirne Verstorbener breitete sich eine Krankheit aus, die durch ein infektiöses Protein des Gehirns verursacht wird, das offenbar leicht durch den Darm ins Blut seines neuen Wirts gelangt, ähnlich der Creutzfeld-Jacob Krankheit. In folge dessen entwickelte sich ein Gen, welches gegen diese Krankheit schützte.
Unter den Mitgliedern, die den Ritus nicht mit einer tödlichen
Erkrankung bezahlen mussten, ist das Gen besonders oft zu finden. Auch das weltweite Vorkommen des Gens sei mit dem Kannibalismus unserer Vorfahren zu erklären.
Neuste Erkenntnisse sprechen außerdem davon, dass auch schon die
Neandertaler Menschen verspeisten. Meistens hatten diese Akte religiös rituelle Hintergründe. Während Kannibalismus unter Tieren keine Seltenheit ist gilt es bei den Menschen als absolutes Tabu.
Dennoch, oder gerade deshalb gab es auch unter uns Zivilisierten immer wieder Fälle in denen Menschen, die andere getötet und ver- speist haben.
Unter anderem gab es auch Menschen die sich auf eigenen Wunsch haben töten lassen.
In einem der aktuellsten Fälle der sich im Jahre 2001 ereignete
setzten sich die Betroffenen über das Internet in Verbindung. Der Akt der Tötung und die Aufnahme einzelner Körperteile vollzog sich vor laufender Kamera.
Auch, wenn die Psychologie über die Ursachen und Gründe für der- artige Verhaltensweisen nicht sicher ist, muss der Kannibalismus als krankhaft angesehen werden. Unter Psychiatern gilt der Kanniba- lismus als eine sehr seltene, aber besonders abnorme Form sexueller
Abweichungen. Ein Erklärungsmuster liegt darin, dass man sich andere
Menschen so nahe wünscht, dass man sie sich einverleiben möchte.
Auch in der Literatur und im Film trifft man immer wieder auf
Kannibalismus, wie z.B. in Daniel Defoes Roman "Robinson Crusoe", in dem der Schiffbrüchige Robinson den Eingeborenen und späteren
Gefährten aus den Händen von Menschenfressern befreit.
So wie in Shakespeares "Der Kaufmann von Venedig", wobei es hier um einen Handel geht bei dem der Kaufmann seinen Teil nicht erhüllen kann und dem Juden Shylock damit das Recht gibt ihm ein Pfund Fleisch aus dem Körper zu schneiden.
Doch allein schon in dem Märchen der Gebrüder Grimm "Hänsel und
Gretel" taucht eine Kannibalin in Form der bösen Hexe auf.
Filmisch wurde der Kannibalismus in "Das Schweigen der Lämmer"
ungesetzt und dem dazugehörigen zweiten Teil. In beiden Teilen
verzehrt der verrückte Hannibal Lecter, verkörpert von Anthony
Hopkins, mehrere Menschen.
Weniger bekannt ist die Verfilmung eines wahren Verbrechens, das sich 1925 in Hannover ereignete. In "Der Todmacher" stellt Götz George den Metzger Fritz Haarmann dar, der 24 Menschen umbrachte und unter anderem "verarbeitet" haben soll.
Damit kommen zurück zur traurigen Wahrheit. Mehrere solcher Ver- brechen ereigneten sich über die Jahre hinweg, außerdem noch in Russland und den USA, wobei die meisten Täter unverdächtige Männer, mit unscheinbarem Leben waren, das jedoch meist mit perversen Phantasien erfüllt war. Zum Opfer fielen ihnen Männer wie Frauen, in einem Einzelfall waren es nur junge Mädchen.
Einer der bekanntesten Kannibalen ist der Amerikaner Jeffrey Dahmer, der 1992 zu 957 Jahren Haft verurteilt hatte. Bis dahin hatte Dahmer von 1978-91 17 Männer in seiner Wohnung in Milwaukee zerlegt. Seine Opfer dienten ihm entweder als Malzeit, oder wurden zur späteren Verwertung eingefroren und anderweitig konserviert.
Dahmer wurde 1993 im Gefängnis von einem Mithäftling erschlagen.
Den traurigen Rekord hält der Russe Andrej Tschikatilo (1936-1994),
ein ehemaliger Lehrer aus Rostow. Er wurde 1990 verhaftet und im April des Jahres 1992 vor Gericht gestellt, nachdem er nachgewiesen- ermaßen 53 Menschen ermordet und gewisse Teile von ihnen, zu sich genommen hatte. Als Erklärung für sein Tun wurde u.a. die Tatsache herangezogen, dass er als Kind hätte mit ansehen müssen, wie sein sechsjähriger Bruder aus Hunger getötet und aufgegessen wurde.
Tschikatilo wurde 1994 in Russland hingerichtet.
In nahezu allen Ländern ist Kannibalismus kein eigener Strafbestand.
Sofern die Opfer zu diesem Zweck gegen ihren Willen getötet werden,
ist vom Tatbestand des Mordes auszugehen, je nach den Umständen
eventuell auch von Totschlag. Lässt sich das Opfer freiwillig töten
ist die Rechtslage bisher unklar, da sich ein derartiger Fall im
deutschsprachigen Raum vorher noch nie ereignet hat.
Quelle: unbekannt

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