Boxen - Die Regeln des Faustkampfes
Kampfdauer WM- oder EM-Kämpfe sind auf 12 Runden angesetzt. Jede Runde dauert 3 Minuten, die Pausen dazwischen dauern 1 Minute. Kampfabbruch Nur der Ringrichter kann einen Kampf abbrechen. Wertung Alle Kämpfe werden von drei Punktrichtern gewertet. Gepunktet wird im "10 Point Must System". D.h.: Der Gewinner einer Runde bekommt 10, der Verlierer 9 Punkte. Nach Knockdowns wird bis "8" gezählt. Mundschutz Jeder Profi-Boxer muss einen Mundschutz tragen. Ohne Mundschutz wird keine Runde begonnen. Verliert ein Kämpfer den Mundschutz, ruft der Ringrichter "Time out", der Mundschutz wird gereinigt und wieder eingesetzt. Absichtliches Ausspucken des Mundschutzes kann mit einem Punktabzug bestraft werden. Anzählen der Kämpfer Stehend wird kein Kämpfer angezählt. (No Standing Eight Count). 3-Niederschläge-Regel Drei Knockdowns bedeuten nicht das automatische Ende des Kampfes (No Three Knockdown Rule). Ring verlassen Wird ein Boxer aus dem Ring geschlagen, bekommt er 20 Sekunden, um in den Ring zurückzukehren. Sekundanten dürfen nicht dabei helfen. Andernfalls droht eine Disqualifikation durch den Ringrichter. Rundenglocke Wird ein Boxer niedergeschlagen, kann ihn die Rundenglocke nicht "retten", d.h.: Auch wenn die Runde schon beendet ist, muss der Boxer seine Kampffähigkeit zeigen können. Technisches K.O. Wird ein Boxer durch einen fairen Schlag des Gegners so stark verletzt, dass er nicht weiter boxen kann, endet der Kampf für den verletzten Boxer mit einem technischen K.O. Fouls Verletzungen durch "Fouls". Hier werden absichtliche und unabsichtliche Fouls unterschieden. Absichtliche Fouls Wird ein Boxer durch ein absichtliches Foul so verletzt, dass er den Kampf nicht fortführen kann, verliert der Gegner den Kampf durch Disqualifikation. Kann der gefoulte Boxer weiterkämpfen, wird der Gegner durch Punktabzug (2 Punkte) bestraft. Der Ringrichter zeigt diesen Abzug deutlich an. Wirkt sich die Verletzung durch ein absichtliches Foul erst in einer späteren Runde aus, gewinnt der gefoulte Boxer, wenn er auf den Punktezetteln (ScoreCards) vorne liegt. Das Urteil: Technical Decision. Liegt der Gefoulte gleich auf oder zurück, gibt es ein "technisches Unentschieden" (Technical Draw). Verletzt sich ein Boxer bei einem absichtlichen Foul selbst (z.B. Kopfstoß), wird das als "fairer" Schlag des Gegners gewertet. Der Ringrichter greift nicht ein. Verhält sich ein Boxer unsportlich, kann der Ringrichter den Kampf stoppen und den Boxer disqualifizieren. Unabsichtliche Fouls Wird ein Boxer durch ein unabsichtliches Foul so verletzt, dass er nicht weiterkämpfen kann, lautet das Urteil "no Contest" (keine Wertung). Voraussetzung: Der Kampf dauert nicht länger als vier Runden. Bei länger andauernden Kämpfen werden nach dem Abbruch des Duells durch den Ringrichter die Punktezettel (Score-Cards) ausgewertet. Wer vorne liegt, gewinnt. Urteil: Technical Decision. Boxer, die einen unabsichtlichen Tiefschlag bekommen, erhalten bis zu 5 Minuten Erholungspause. Können sie danach nicht weiterboxen, verlieren sie den Kampf. Bei diesen Regeln handelt es sich um weltweit übliche Standard-Regeln. Abweichungen in unterschiedlichen Weltverbänden sind möglich. Quelle: www.boxen.de
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