Beachvolleyball Regeln
Merkmale und Regeln des Spiels
(Aus: Offizielle Beach-Volleyball Spielregeln, Schorndorf 1998)
Beach-Volleyball ist eine Sportart, bei der sich 2 Teams mit je 2
Spielern auf einem durch ein Netz geteilten Sand-Spielfeld
gegenüberstehen. Der Ball wird (kann) mit allen Körperteilen gespielt
(werden).
Ziel des Spiels ist für jedes Team, den Ball regelgerecht über das
Netz auf den Boden der gegnerischen Spielfeldhälfte zu bringen und zu
verhindern, dass er in der eigenen Spielfeldhälfte zu Boden fällt.
Der Ball wird von einem Aufschlagspieler ins Spiel gebracht. Er führt
den Aufschlag aus, indem er den Ball mit der Hand oder einem Arm über
das Netz in die gegnerische Spielfeldhälfte schlägt.
Ein Team hat das Recht, den Ball dreimal zu schlagen, um den Ball in
die gegnerische Spielfeldhälfte zurückzuspielen.
Einem Spieler ist es nicht gestattet, den Ball zweimal hintereinander
zu schlagen (außer wenn er blockt oder beim ersten Schlag).
Der Spielzug dauert so lange, bis der Ball den Boden berührt, "aus"
geht oder es einem Team nicht gelingt, ihn ordnungsgemäß
zurückzuspielen.
Neue Bestimmungen für die Beach-Saison 2001
1) Das Rally-Point-System wird ab 01.01.2001 für die nationalen
Beach-Serien des DVV (D2 Masters, German Beach Cups) und die
Deutschen D2 Beach-Volleyball Meisterschaften als Test für das
Jahr 2001 eingeführt.
Zur Durchführung wird festgelegt:
Jedes Spiel wird mit zwei Gewinnsätzen von drei möglichen Sätzen
gespielt.
Alle Sätze werden bis 15 Punkte gespielt.
Ein Satz wird mit zwei Punkten Vorsprung gewonnen. Es gibt keine
Punktbegrenzung.
Es sind zwei Auszeiten á 30 Sekunden pro Team und Satz möglich.
Der Seitenwechsel erfolgt ohne Pause nach jeweils 8 gespielten
Punkten in allen drei Sätzen.
Die Pause zwischen zwei Sätzen beträgt eine Minute.
2) Die Jury des Turniers kann bei Halbfinal- und Finalspielen
(Halbfinale, Spiel um Platz 3, Finale) entscheiden, die
Testfestlegungen der FIVB (2 Sätze werden bis 21 Punkte und ein
eventueller dritter Satz wird bis 15 Punkte gespielt. Der
Seitenwechsel erfolgt ohne Pause nach jeweils 10 gespielten Punkten
in den ersten beiden Sätzen, nach jeweils 5 Punkten im dritten Satz)
anzuwenden.
3) Das Spielfeld wird bei den nationalen Beach-Serien des DVV (D2
Masters, German Beach Cups) und den Deutschen D2 Beach-Volleyball
Meisterschaften auf 8 x 8 m je Feldseite verkürzt. Diese Verkleinerung
gilt als Test für das Jahr 2001.
4) Erfolgen seitens der FIVB in Auswertung der FIVB World Tour Events
vom November/Dezember 2000 bis zum 31.01.2001 noch Anpassungen in der
Durchführung von Auszeiten und Seitenwechseln, so können diese noch in
die Durchführungsbestimmungen für 2001 aufgenommen werden.
5) Vorbehaltlich der voraussichtlichen Entscheidung der CEV die
gleichen Regeländerungen zu testen, gelten diese Änderungen dann auch
für die Deutschen Meisterschaften sowie deren zentrale Qualifikationen
(Nord-/Südcups) der A- und B-Jugend für das Jahr 2001.
6) Die Landesverbände können eigenständig die Übernahme dieser
Regeländerungen in ihrem Verantwortungsbereich entscheiden. Der BVA
empfiehlt, diese Änderungen auch in den Landesverbänden umzusetzen.
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Beach-Volleyball-Regelgrundlagen - Unterschiede zum Hallenvolleyball
1. Die Einspielzeit auf dem Wettkampffeld beträgt 5 Minuten.
2. Es gibt keine Rotations- und Positionsfehler.
3. Der Mitspieler des Aufgabespielers darf dem Gegner weder den
Aufgabespieler noch die Flugbahn des Balles durch einen Sichtblock
verdecken. Auf Anfrage des Gegners müssen sie sich seitwärts bewegen.
4. Der Block zählt als erste Ballberührung, nach einer Blockberührung
sind nur noch zwei weitere Berührungen möglich. Dies ist ein sehr
wichtiger Unterschied, denn wie auch in der Halle muss der zweite Ball
technisch einwandfrei gespielt werden. Auch wenn der Blockspieler den
Ball nur leicht touchiert, ist es die erste Ballberührung.
Pritschen zum Gegner ist nur im rechten Winkel (senkrecht) zur
Schulterachse erlaubt, außer wenn der Spieler zu seinem Mitspieler
spielen will und der Ball unbeabsichtigterweise zum Gegner fliegt.
5. Der Lob ist nicht erlaubt. Der Ball darf nicht mit der sogenannten
offenen Hand über das Netz gespielt werden, sondern nur mit den
Fingerknöcheln (poke shot).
Der erste Ball darf bei einem hart geschlagenem Angriff einen
Moment lang mit den Fingern im oberen Zuspiel gehalten werden. Die
Aufgabe ist allerdings kein Angriff in diesem Sinn. Da es in der Halle
inzwischen üblich ist, die Aufgabe pritschender Weise anzunehmen, wird
noch einmal darauf hingewiesen, dass dieses im Beachbereich nicht
erlaubt ist, sofern es technisch nicht einwandfrei ist.
6. Das Eindringen in den Spielraum, das Spielfeld oder die Freizone
des Gegners ist nur dann erlaubt, wenn dieser nicht in seinem Spiel
gestört wird. Ein ?Übertreten? mit Gegnerberührung gilt in der Regel
als Fehler.
7. Wenn sich ein ernster Unfall ereignet, während der Ball im Spiel
ist, muss der Schiedsrichter das Spiel sofort unterbrechen. Der
Spielzug wird dann wiederholt. Dem verletztem Spieler wird pro Satz
eine Wiederherstellungszeit von 5 Minuten gewährt.
8. Tritt während des Spiels eine äußere Beeinträchtigung auf, wird das
Spiel unterbrochen und der Spielzug wiederholt.
Hans Gröschel / Bundesschiedsrichterausschuss
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Regelinterpretationen und Regeländerungen
Spielen des Balles / Abwehr
Der Ball darf mit jedem Teil des Körpers gespielt werden ? Ausnahme:
Aufschlag.
Der Ball muss geschlagen werden, er darf nicht gehalten oder geworfen
werden. Ausnahme: Zur Verteidigung gegen einen hart geschlagenen
Angriffsball. In diesem Fall kann der Ball kurz mit den Fingern im
oberen Zuspiel gehalten werden. Dies gilt auch, wenn der Block den
Ball nicht wesentlich entschärfen konnte. Ein gutes
Entscheidungskriterium, ob es ein harter Schlag war, ist u.a. die
Reaktionszeit, die der Abwehrspieler hatte, um den Ball zu spielen.
Der Ball darf mehrere Körperteile berühren, wenn dies gleichzeitig
geschieht.
Beim ersten Schlag eines Teams darf der Ball nacheinander Kontakt mit
verschiedenen Körperteilen haben, vorausgesetzt, diese Kontakte
erfolgen in einer Aktion. Ausnahme: Der erste Kontakt erfolgt mit den
Fingern im oberen Zuspiel, und es handelt sich nicht um einen harten
Schlag des Gegners (z. B. Aufschlag).
Spielverzögerung
Überschreiten der 12 Sekunden zwischen den Ballwechseln ohne Erlaubnis
? ?Überlange? Diskussionen über Schiedsrichterentscheidungen.
Bei der ersten Verzögerung gibt es eine Verwarnung. (gelbe Karte)
Die zweite und jede folgende Verzögerung in demselben Satz wird mit
einer roten Karte bestraft (Spielzugverlust).
Auszeiten
Jedes Team hat zwei Auszeiten á 30 Sekunden pro Satz.
Die Dauer der Auszeit kann nicht verkürzt werden. Die 30 Sekunden
starten, wenn die Spieler das Spielfeld verlassen haben (bei normaler
Geschwindigkeit).
Aufschlag
Es ist kein Fehler, wenn der Ball beim Aufschlag das Netz berührt und
(innerhalb der Antennen) in das gegnerische Feld fliegt.
Skala der Sanktionen
Verwarnungen erfolgen zukünftig durch das Zeigen einer gelben Karte!
Grobe Unsportlichkeiten werden mit einer roten Karte geahndet
(Spielzugverlust)!
Alle weiteren Sanktionen treten hoffentlich nie auf.
Rechte und Pflichten der Teilnehmer
Die Teilnehmer müssen die Offiziellen Beach?Volleyball?Spielregeln
kennen und sie befolgen.
Die Entscheidungen der Schiedsrichter sind anzuerkennen. Im
Zweifelsfall kann um eine Erläuterung gebeten werden.
Frankfurt, 5.2.2001
gez. Hans Gröschel
Beachbeauftragter im Bundesschiedsrichterausschuss des DVV
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