POOLBILLARD-REGELN

Deutsche Billard-Union

vom 23.03.1992, geändert am 01.07.1992



       I n h a l t s v e r z e i c h n i s


        1.           Ausrüstung

          1.1          Der Tisch
          1.2          Dreieck/Rhombus


        2.           Spieleröffnung

          2.1          Ausspielen


        3.           Fehler

          3.1          Grundsätzliches


        4.           Foul

          4.1          Grundsätzliches
          4.2          Definition des Fouls
          4.3          Drei-Foul-Strafe
          4.4          Absichtliche Fouls und unsportliches Verhalten
          4.5          Nach einem Foul
          4.6          Regeln für Lageverbesserung


        5.           Sicherheitsspiel

          5.1          Allgemeines
          5.2          Bälle versenken beim Sicherheitsspiel
          5.3          Ansage


        6.           Definitionen

          6.1          Wiederauflegen der Bälle
          6.2          Springende Bälle
            6.2.1        Foul, Weitergabe des Spieles
            6.2.2        Auf den Tisch zurückspringende Bälle
            6.2.3        Tischbeleuchtungskörper
            6.2.4        Ball springt aus der Tasche zurück
            6.2.5        Äußerer Einfluss
          6.3          Unkorrekte Tischmarkierungen
          6.4          Zeit für den Stoss
          6.5          Abstände schätzen


        7.           Interpretation der Regeln

          7.1          Schiedsrichter
          7.2          Proteste
          7.3          Unsportliches Verhalten
            7.3.1        Erster Vorfall
            7.3.2        Zweiter Vorfall
          7.4          Regeländerungen



                           I n h a l t s v e r z e i c h n i s

        8.           8-Ball Regeln

          8.1          Allgemeines
          8.2          Spielbeginn
            8.2.1        Aufbau der Bälle
            8.2.2        Eröffnungsstoß
          8.3          Das Spiel
            8.3.1        Wahl der numerischen Gruppe
            8.3.2        Fortsetzung
            8.3.3        Spielgewinn
            8.3.4        Spielverlust
            8.3.5        Lageverbesserung nach einem Foul
            8.3.6        Ansage


        9.           9-Ball Regeln

          9.1          Allgemeines
          9.2          Spielbeginn
            9.2.1        Aufbau der Bälle
            9.2.2        Eröffnungsstoß
            9.2.3        Push-Out
          9.3          Das Spiel
            9.3.1        Spielfortsetzung
            9.3.2        Spielgewinn
            9.3.3        Ansagen
            9.3.4        Spielverlust
            9.3.5        Lageverbesserung nach einem Foul


        10.          14/1 Regeln

          10.1         Allgemeines
          10.2         Spielbeginn
            10.2.1       Aufbau der Bälle
            10.2.2       Eröffnungsstoß
          10.3         Das Spiel
            10.3.1       Punkte
            10.3.2       Spielfortsetzung
            10.3.3       Spielgewinn
            10.3.4       Ansage
            10.3.5       Bälle, die den Aufbau behindern




        1.      AUSRÜSTUNG

        1.1     Der Tisch

                Ehe das Spiel beginnen kann, muss der Tisch wie folgt
                markiert  sein:

                        1. Kopfpunkt
                        2. Kopflinie
                        3. Mittelpunkt
                        4. Fußpunkt
                        5. Dreiecksumriss
                        6. Längslinie

                                       Fußbande
                   Links  +---------------------------------+  Rechts
                          |O       *       *       *       O|
                          | +-----------------------------+ |
                          | |              | Längslinie   | |
                          | |          o o o o o          | |
                          |*|           o o|o o           |*|
                          | |            o o o            | |
                          | |             o|o             | |
                          |*|            - o -            |*|
                          | |              | Fußpunkt     | |
                          | |                             | |
|*| |*|
| | | |
| | | |
|O| x |O|
| | Mittelpunkt | |
| | | |
|*| |*|
| | | |
| |Kopflinie | |
|*|- - - - - - - x - - - - - - -|*|
| | Kopfpunkt | |
| | | |
|*| |*|
| | | |
| | | |
| +-----------------------------+ |
|O * * * O|
+---------------------------------+
Kopfbande


1.2 Dreieck / Rhombus

Bei Aufbau der Bälle muss ein Dreieck verwendet werden.
Der vorderste Ball ist am Fußpunkt aufzusetzen. Alle
anderen Bälle müssen in Richtung des ersten Balles ge-
presst werden und Kontakt zu ihren benachbarten halten.
Im 9-Ball darf auch ein Rhombus verwendet werden.


2. SPIELERÖFFNUNG

2.1 Ausspielen

Mit dem Ausspielen wird jener Spieler ermittelt, der da-
rüber bestimmt, wer den Eröffnungsstoß auszuführen hat.
Beide Spieler legen je einen Ball auf die linke bzw.
rechte Hälfte der Kopflinie. Beide spielen dann mög-
lichst gleichzeitig ihren Ball über die Fußbande zu-
rück zur Kopfbande. Jener Spieler, dessen Ball näher
zur Kopfbande zur Ruhe kommt, bestimmt darüber, wer den
Eröffnungsstoß ausführt.

Dieses Recht ist jedoch verloren, wenn der Ball
- die lange Bande berührt,
- in die gegnerische Hälfte rollt,
- die Fußbande nicht berührt,
- in eine Tasche fällt,
- in der Ecktasche so zum Stillstand kommt, dass
er hinter der Kante der Kopfbande zurückreicht.


3. FEHLER

3.1 Grundsätzliches

Wenn es einem Spieler nicht gelingt, einen Ball mit
einem korrekten Stoss in eine Tasche zu versenken, so be-
endet er seine Aufnahme und sein Gegner kommt an den
Tisch. Ebenso, wenn er einen angesagten Ball in eine fal-
sche Tasche versenkt oder einen Objektball mit Ansage
"Sicherheit" versenkt (8-Ball und 14/1).


4. FOUL

4.1 Grundsätzliches

Wenn ein Spieler ein Foul begeht, so ist seine Aufnahme
zu Ende. Bälle, die mit einem Foul versenkt wurden,
müssen wieder auf dem Fußpunkt aufgesetzt werden (aus-
genommen gegnerische Bälle im 8-Ball).

4.2 Definition des Fouls

Die folgenden Sachverhalte begründen ein Foul:

1. Der Spielball trifft keinen farbigen Ball (alle Pool
Disziplinen) oder er trifft nicht den Objektball als
ersten (8-Ball und 9-Ball). Spielt man den Spielball
von einem press liegenden Ball weg, so gilt dies
nicht als Treffen des Balles.

2. Der Spielball trifft zwar einen Objektball als ersten
(alle Disziplinen), doch danach berührt kein Ball
mehr eine Bande, noch wird ein farbiger Ball in eine
Tasche gespielt.

3. Der Spielball wird versenkt.

4. Der Spielball kommt außerhalb der Spielfläche zur
Ruhe.

5. Ein Objektball kommt außerhalb der Spielfläche zur
Ruhe (außer beim 14/1).

6. Ein Ball wird mit dem Queue, der Kleidung oder einem
Körperteil vor, während oder nach dem Stoss be-
rührt.

7. Ein Ball, der press an Bande liegt, wird angespielt,
und danach wird dieser Ball weder an eine andere
Bande gespielt noch ein Ball versenkt, noch berührt
der Spielball eine Bande.

8. Man führt einen Stoss aus, ohne dabei mit zumindest
einem Fuß den Boden zu berühren.

9. Man spielt bereits noch ehe alle Bälle zur Ruhe ge-
kommen sind.

10. Wenn der Spielball als erstes einen Ball trifft, der
press an einer Bande liegt, so muss danach eine der
folgenden Bedingungen erfüllt werden:

(1) Es wird ein Ball versenkt.
(2) Der Spielball berührt eine Bande.
(3) Der press gelegene Ball berührt eine Bande
(wobei er nicht bloß von der Bande abprallt,
an der er press gelegen hat).
(4) Ein anderer Objektball berührt eine Bande,
mit der er noch keinen Kontakt hatte.

Wenn keine dieser vier Bedingungen erfüllt wurde,
so ist dies ein Foul.

11. Wenn ein Spieler einen Stoss mit extremen Rückzieh-
er spielt und mit absichtlichem Abrutschen versucht,
einen Ball zu überspringen. Abrutschen ist bei
Springstößen immer ein Foul.

12. Liegt der Spielball press an einem Objektball, ist
ein normaler Stoss auf diesen Ball gestattet. Bewegt
sich dieser Ball, so gilt er als vom Spielball ge-
troffen. Man muss darauf achten, keinen dritten Ball
über den Kontakt mit dem Queue, dem Spielball oder
dem Objektball zu bewegen.

13. Wenn der Spielball nicht press an einem Objektball
liegt, so ist es ein Foul, wenn das Queue den Spiel-
ball zweimal trifft oder ihn noch berührt, wenn
dieser den Objektball trifft.

14. Der Spieler hat Ball-in-Hand und soll aus dem Kopf-
feld anstoßen; der Schiedsrichter macht ihn darauf
aufmerksam, dass der Spielball außerhalb des Kopf-
feldes liegt, doch der Spieler spielt weiter.


4.3 Drei-Foul-Strafe

Wenn ein Spieler ein Foul begeht, so steht ein Foul für
ihn zu Buche (Ausnahme Eroeffnungsstoss 14/1). Ist sein
naechster Stoss korrekt (d.h. versenkt er dabei einen
Ball, oder spielt er einen Ball gegen eine Bande), wird
dieses Foul von der Liste gestrichen.
Macht dieser Spieler dagegen bei seinem naechsten Stoss
wieder ein Foul, so steht für ihn ein zweites Foul zu
Buche. Auch diese beiden Fouls werden gestrichen, wenn
sein darauffolgender Stoss korrekt ist.
Macht dieser Spieler jedoch ein drittes Foul in Folge,
so wird gegen ihn eine Drei-Foul-Strafe verhaengt:

1. Beim 14/1 ein Abzug von 15 Punkten. Der Gegner kann
verlangen, dass die Bälle neu aufgestellt werden,
und jeder Spieler, der das Foul gemacht hat, einen
neuen Eroeffnungsstoss machen muss.
2. Beim 8-Ball und 9-Ball bedeutet dies Gameverlust.
Liegt der Objektball weniger als einen Balldurchmes-
ser von einer Bande entfernt, darf ein Spieler ihn
nur 2 mal anspielen. Beim 3. Mal wird die Drei-Foul-
Strafe angerechnet. Wenn ein Spieler zwei Fouls hat,
muss er entweder vom Schiedsrichter oder von seinem
Gegner darauf aufmerksam gemacht werden. Ansonsten
tritt die Drei-Foul-Strafe nicht in Kraft. Der Spie-
ler bleibt auf zwei Fouls.


4.4 Absichtliche Fouls und unsportliches Verhalten.

Jedes Foul kann absichtlich gespielt werden. Sollte der
Spieler ein Foul mit der klaren Absicht spielen, die Po-
sition irgendwelcher Bälle zu veraendern, so wird dies
als unsportliches Verhalten gewertet.


4.5 Nach einem Foul

Nach einem Foul wird wie folgt verfahren:

1. Die Aufnahme ist beendet.
2. Alle im Zusammenhang mit dem Foul versenkten Bälle
werden auf dem Fusspunkt bzw. der Laengslinie wieder
aufgesetzt ( Ausnahme: die gegnerischen Bälle beim
8-Ball).
3. Der Gegner kann eine Lageverbesserung des Spielballs
vornehmen (Ausnahme bei 14/1 nur wenn der Spiellball
in eine Tasche versenkt wurde oder die Spielflaeche
verlassen hat).
4. Der Gegner kann eine doppelte Lageverbesserung ver-
langen, wenn die Regeln dies erlauben.


4.6 Regeln für die Lageverbesserung

Der aufnehmende Spieler hat Ball-In-Hand auf dem ganzen
Tisch ( 8-Ball und 9-Ball; nicht jedoch nach einem Foul
beim Eroeffnungsstoss) oder im Kopffeld (beim 14/1, wenn
der Spielball versenkt wurde oder die Spielflaeche ver-
lassen hat; im 8-Ball oder 9-Ball nach einem Foul beim
Eroeffnungsstoss).
Nach einer Lageverbesserung des Spielballes im Kopffeld
darf man keinen Objektball im Kopffeld direkt anspielen.
(Ausser im 14/1 bei einer Lageverbesserung mit gleich-
zeitigem Neuaufbau des Balldreieckes, siehe 10.3.5 - je-
der Ball, dessen Auflagepunkt auf der Kopflinie oder im
Kopffeld liegt, liegt in diesem Bereich). Der Spielball
muss aus dem Kopffeld hinausgespielt werden, ehe er in
dieses zurückkehren darf.

Doppelte Lageverbesserung ist nur dann erlaubt, wenn der
Spielball im Kopffeld aufgelegt werden darf und der Ob-
jektball (und alle ObjektBälle) im Kopffeld liegt (lie-
gen). Dann kann der Objektball auf dem Fusspunkt aufge-
setzt werden. Liegen alle ObjektBälle im Kopffeld, dann
wird jener Ball, der der Kopflinie am naechsten liegt,
neu aufgelegt. Haben zwei oder mehrere Bälle gleichen
Abstand von der Kopflinie, so ist jener von diesen Bael-
len zu nehmen, der dem Kopfpunkt am naechsten liegt.
Liegt ein Objektball nach der Regeldefinition ausserhalb
des Kopffeldes, und wird er mit dem Spielball angespielt
(nur nach Lageverbesserung des Spielballes), so muss der
Spielball das Kopffeld nicht verlassen. Wird der Spiel-
ball aus dem Kopffeld hinausgespielt, dann darf er in
dieses zurückkehren und dort einen darin liegenden Ob-
jektball als ersten treffen.



5. SICHERHEITSSPIEL

5.1 Allgemeines

Sicherheitsstoesse sind erlaubt. Nachdem der Spielball
einen Objektball getroffen hat, muss der Objektball oder
ein anderer Ball oder der Spielball eine Bande beruehren
oder es muss ein Ball versenkt werden. Gelingt das nicht
so ist das ein Foul, und das Spiel muss abgegeben werden

5.2 Bälle versenken beim Sicherheitsspiel

Wird ein farbiger Ball bei einem Sicherheitsstoss ver-
senkt, so muss er wieder aufgelegt werden (Ausnahme: 8-
Ball: Gegnerische Bälle beim 8-Ball; beim 9-Ball, bei
dem ja keine Ansage notwendig ist, setzt der betreffende
Spieler das Spiel fort.

5.3 Ansage

Sicherheitsstoesse müssen angesagt werden ( nicht beim
9-Ball).



6. DEFINITIONEN

6.1 Wiederauflegen der Bälle

Alle im Zusammenhang mit einem Foul oder einem Sicher-
heitsstoss versenkten Bälle (ausgenommen 9-Ball), sowie
jene Bälle, die nicht angesagt oder nicht in die ange-
sagte Tasche versenkt worden sind, müssen wieder aufge-
legt werden. Wenn mehr als ein Objektball aufgelegt wer-
den muss, so sind diese Bälle so nah wie moeglich beim
Fusspunkt und auf der Laengslinie aufzulegen. Die aufge-
legten Bälle beruehren einander, aber sie beruehren
keinen der anderen Bälle. Nur wernn die Laengslinie zur
Gaenze belegt ist, wird der Ball auf der Mittelinie in
Richtung Mittelpunkt aufgelegt. Alle Bälle werden vom
Schiedsrichter aufgelegt, jedoch kann der aufnehmende
Spieler eine Neuausrichtung der Bälle verlangen.

6.2 Springende Bälle

6.2.1 Foul, Weitergabe des Spiels

Kommt der Spielball ausserhalb der Spielflaeche zur Ruhe
so ist das ein Foul. Kommt ein Objektball ausserhalb der
Spielflaeche zur Ruhe, so ist dies ein Foul (Ausnahme:
14/1). In beiden Faellen wird das Spiel abgegeben, und
der aufnahmeberechtigte Spieler erhaelt Ball-In-Hand.
ObjektBälle werden auf dem Fusspunkt gesetzt (Ausnahme:
Gegenerische Bälle beim 8-Ball).

6.2.2 Auf den Tisch zurückspringende Bälle

Verlaesst der Spielball oder ein Objektball die Spiel-
flaeche, kommt er aber von selbst wieder auf diese zu-
rueck, so ist dies kein Foul.

6.2.3 Tischbeleuchtungskoerper

Die Tischbeleuchtungskoerper werden als Teil des Tisches
angesehen. Sollte ein Ball springen und den Beleucht-
ungskoerper beruehren, dann aber wieder auf der Spiel-
flaeche landen, so gilt dies nicht als Foul.

6.2.4 Ball springt aus der Tasche zurück.

Wenn der Spielball oder ein farbiger Ball in eine Tasche
gespielt wird und von selbst wieder auf die Spielflaeche
zurückkehrt, so gilt er als nicht versenkt. Er bleibt,
wo er zur Ruhe kommt.

6.2.5 Aeusserer Einfluss

Sollte(n) ein Ball (mehrere Bälle) durch aeussere Ein-
fluesse bewegt werden, so muss der Schiedsrichter ver-
suchen, ihn (sie) so genau als moeglich in seine (ihre)
urspruengliche Lage zurückzuversetzen. Wenn ein Ball,
der nahen bei einer Tasche liegt, durch aeussere Ein-
fluesse in diese Tasche faellt, so muss der Schiedsrich-
ter diesen Ball moeglichst genau an seine urspruengliche
Position wieder aufstellen. Der Spieler, der gerade an
der Reihe ist, darf dann weiterspielen.

6.3 Unkorrekte Tischmarkierungen

Der Spieler darf die Bande oder das Tuch der Spielfläche
nicht mit Kreide oder aehnlichem markieren, um so z.B.
Winkel besser abschaetzen zu koennen. Das wird als un-
sportliches Verhalten gewertet.

6.4 Zeit für den Stoss

Wenn sich ein Spieler nach Auffassung des Schiedsrichter
ungebuehrlich lange Zeit zwischen den Stoessen nimmt, so
kann er diesen ermahnen. Ignoriert der Spieler diese Er-
mahnung, so gilt dies als unsportliches Verhalten.

6.5 Abstaende schaetzen

Der Spieler darf weder einen Ball, noch das Dreieck oder
irgendein anderes Hilfsmittel dazu benutzen, um nachzu-
pruefen, ober der Spielball oder ein farbiger Ball durch
eine Luecke hindurch kommt oder dergleichen. Nur das
Queue darf als Hilfe zur Abschaetzung von Luecken und
dergleichen verwendet werden, und auch das nur, solange
das Queue dabei in der Hand gehalten wird. Andere Ver-
fahren werden als unsportliches Verhalten gewertet.



7. INTERPRETATION DER REGELN

7.1 Schiedsrichter

Die Entscheidung des Schiedsrichters ist endgueltig und
für den Verlauf des Spieles bindend. Nur, wenn der
Schiedsrichter in einer Angelegenheit selbst im Zweifel
ist, kann der Oberschiedsrichter zur Entscheidung heran-
gezogen werden.

Pflichten des Schiedsrichters:

- Er hat alle Regeln zu kennen.
- Er hat darauf zu achten, daß die Wettkampfbestimmung-
en eingehalten werden.
- Er hat die Bälle aufzubauen.
- Er hat bei Lagerverbesserung und bei doppelter Lage-
verbesserung zu helfen.
- Er hat das Publikum ueber die Ansage des Spielers zu
informieren, wo dies notwendig ist, und den Spieler
zu fragen, welche Ansage er macht, wenn dieser dies
vergessen sollte. Sollte der Schiedsrichter die fal-
sche Ansage verkuenden, so ist der Spieler dafür ver-
antwortlich, dass er diese rechtzeitig vor dem Stoss
korregiert.
- Er hat anzukuendigen, wenn der Spieler nur noch einen
Ball zum Sieg braucht.

7.2 Proteste

Ein Spieler kann gegen eine Entscheidung des Schieds-
richters protestieren, doch muss er es vor dem naechsten
Stoss tun. Proteste, die nach dem naechsten Stoss erho-
ben werden, werden nicht beruecksichtigt. Alle Proteste
sind muendlich an den Schiedsrichter und auf Verlangen
schriftlich an den Turnierleiter zu richten.

7.3 Unsportliches Verhalten

7.3.1 Erster Vorfall

Wenn ein Spieler ein absichtliches Foul spielt (das
nicht als taktisches oder technisches Foul eingestuft
wird), so wird das als unsportliches Verhalten gewertet.
Der Spieler verliert damit dieses Game ( im 8-Ball oder
9-Ball) oder wird mit 15 Minuspunkten bestraft und die
Bälle werden zu einem neuen Eroeffnungsstoss aufge-
stellt (im 14/1), wenn der Gegner die Situation nicht so
uebernehmen will, wie die Bälle liegen.

7.3.2 Zweiter Vorfall

Wird das Verhalten eines Spielers als sein zweites un-
sportliches Verhalten in einem Wettkampf gewertet, so
ist dieser damit sofort disqualifiziert.

7.4 Regelaenderungen

Diese Regeln wurden von der World-Pool-Billiard-Accosia-
tion aufgesetzt und nur diese Organisation kann sie ab-
aendern.



8. 8-BALL REGELN

8.1 Allgemeines

8-Ball wird mit einem Spielball und 15 numerierten farb-
igen Bällen gespielt. 14 der farbigen Bälle werden in
zwei Gruppen geteilt. 1-7 sind vollfarbige ( volle )
Bälle, 9-15 sind gestreiftfarbige (halbe) Bälle. Die
Bälle müssen in einem Dreieck aufgestellt werden, des-
sen vorderster Ball auf dem Fusspunkt liegt. Wer das
Spiel gewinnt, wird durch das Ausspielen entschieden
(siehe 2.1). Der Spieler, der das erste Game gewonnen
hat, bestimmt, wer den naechsten Eroeffnungsstoss aus-
fuehrt, usw.

8.2 Spielbeginn

8.2.1 Aufbau der Bälle

Der Ball Nr. 8 kommt in die Mitte des Dreiecks. Alle an-
deren Bälle koennen nach Belieben darum gruppiert wer-
den, aber nicht so, dass eine Seite des Dreiecks nur aus
Bällen der gleichen Gruppe besteht. Die EckBälle auf
der Grundlinie des Dreiecks müssen verschiedenen Gruppen
angehoeren.

8.2.2 Eroeffnungsstoss

Der eroeffnende Spieler legt den Spielball irgendwo im
Kopffeld auf. Der Spieler muss mindestens vier Objekt-
Bälle an die Bande oder einen Objektball in eine Tasche
spielen. Gelingt das nicht oder begeht der Spieler ein
anderes Foul, so kann der Gegner

- die Bälle, wie sie liegen, akzeptieren und das Spiel
aufnehmen.
- Lageverbesserung mit dem Spielball im Kopffeld vor-
nehmen,
- die Bälle neu aufbauen lassen und bestimmen, wer
einen neuen Eroeffnungsstoss machen soll.

Wurde der Ball Nr. 8 beim Eroeffnungsstoss versenkt und
ist dabei kein Foul begangen worden, so macht derselbe
Spieler einen neuen Eroeffnungsstoss. Wurde der Ball Nr.
8 beim Eroeffnungsstoss versenkt und dabei ein Foul be-
gangen, so kann der Gegner bestimmen, wer den naechsten
Eroeffnungsstoss machen soll.

8.3 Das Spiel

8.3.1 Wahl der numerischen Gruppe

Wenn nach dem korrekten Eroeffnungsstoss kein Objektball
in eine Tasche faellt, so hat der aufnehmende Spieler
offenen Tisch und kann einen beliebigen Ball (ausser der
Nr. 8) anspielen, um einen Objektball ohne Ansage zu ver
senken.
Versenkt der Spieler beim Eroeffnungsstoss jedoch einen
oder mehrere Bälle, so kann er eine beliebige Gruppe
waehlen, muss aber für den naechsten Stoss Objektball
und Tasche ansagen.
Aber erst, wenn der naechste Ball korrekt angesagt und
versenkt worden ist, bestimmt das die Gruppe des Spie-
lers.

8.3.2 Fortsetzung

Ein Spieler kann seine Aufnahme solange fortsetzen, als
er Bälle der richtigen Grupper korrekt versenkt. Das
gilt auch, wenn er zugleich mit den eigenen, Bälle des
Gegners mitversenkt. Eigene Bälle, die mit Foul ver-
senkt wurden, werden wieder auf den Fusspunkt aufgesetzt.
Versenkte Bälle des Gegners werden nicht wieder aufge-
setzt. Kombinationen und Karambolagen sind erlaubt und
brauchen als solche nicht angesagt zu werden, sofern der
Spielball nur als ersten einen Ball der eigenen Gruppe
trifft. Versenkt ein Spieler nicht den angesagten Ball
der richtigen Gruppe in die angesagte Tasche oder begeht
er ein Foul, so ist seine Aufnahme beendet und sein Geg-
ner kommt zum Spiel.

8.3.3 Spielgewinn

Das Spiel ist gewonnen, wenn ein Spieler, nachdem alle
Bälle seiner Gruppe versenkt worden sind, mit einem
eigenen Stoss den Ball Nr. 8 korrekt in die angesagte
Tasche versenkt. (siehe 8.3.6)

8.3.4 Spielverlust

Das Spiel ist verloren, wenn

- der Ball Nr. 8 vorzeitig versenkt wird (Ausnahme beim
Eroeffnungsstoss)
- der Ball Nr. 8 ausserhalb des Tisches zur Ruhe kommt
(Ausnahme beim Eroeffnungsstoss)
- der Ball Nr. 8 mit Foul versenkt wird (ausgenommen
beim Eroeffnungsstoss)
- der Ball Nr. 8 in eine andere als die angesagte
Tasche versenkt wird,
- der Spieler drei Drei-Foul-Vergehen in Folge begeht.

8.3.5 Lageverbesserung nach einem Foul

Nach einem Foul kann der aufnehmende Spieler den Spiel-
ball in die Hand bekommen. Er kann diesen ueberall auf
den Tisch auflegen und in jede Richtung spielen (ausge-
nommen nach einem Foul beim Eroeffnungsstoss, 8.2.2).

8.3.6 Ansage

Nach der ersten notwendigen Ansage eines Stosses müssen
alle Bälle und Taschen angesagt werden, ausser es ist
für den Schiedsrichter offensichtlich, welche Bälle in
welche Tasche versenkt werden sollen. Der Spieler ist
für die Ansage der Stösse (Ball und Tasche) selbst ver-
antwortlich. Unterlaesst er diese, so kann der Schieds-
richter den versenkten Ball akzeptieren oder auf Fehler
entscheiden. Wird auf Fehler entschieden, wo wird der
Ball auf dem Fusspunkt wieder aufgelegt. Ist der Ball Nr
8 ohne korrekte Ansage versenkt worden, und akzeptiert
der Schiedsrichter die nicht angesagte Tasche nicht, so
ist das Spiel verloren.

9. 9-BALL REGELN

9.1 Allgemeines

9-Ball wird mit einem Spielball und 9 farbigen Bällen,
die von 1-9 durchnummeriert sind, gespielt. Die Bälle
werden in Form eines Rhombus aufgestellt, wobei der vor-
derste Ball auf dem Fusspunkt liegt. Der Spieler muss
immer den Ball mit der niedersten Nummer als ersten
treffen (das ist der Ball Nr. 1, wenn dieser bereits ge-
fallen ist, dann Ball Nr. 2, etc.). Der Spieler muss we-
der Ball noch Tasche ansagen. Der Spieler, der das erste
Game gewonnen hat, bestimmt, wer den naechsten Eroeff-
nungsstoss ausfuehrt, usw.

9.2 Spielbeginn

9.2.1 Aufbau der Bälle

Der Ball Nr. 1 wird auf dem Fusspunkt plaziert und der
Ball Nr. 9 muss in der Mitte des Rhombus liegen. Alle
anderen Bälle koennen nach Belieben plaziert werden.

9.2.2 Eroeffnungsstoss

Der eroeffnende Spieler legt den Spielball irgendwo im
Kopffeld auf. Der Eroeffnungsstoss ist korrekt, wenn der
Ball Nr.1 als erster getroffen wurde und wenn mindestens
ein farbiger Ball auf die Bande trifft oder versenkt
wird. Sicherheitsstoesse sind bei der Eroeffnung nicht
erlaubt. Wenn der Ball mit der niedrigsten Nummer am
Tisch als erster getroffen wurde und irgendein farbiger
Ball ( irgendwelche farbigen Bälle) regelkonform ver-
senkt wurden, so hat der betreffende Spieler einen weit-
eren Stoss (wobei er wieder den Ball mit der niedrigsten
Nummer am Tisch als ersten zu treffen hat). Gelingt es
nicht, den Ball mit der niedrigsten Nummer am Tisch zu
treffen und zumindest einen Ball an die Bande oder einen
farbigen Ball in eine Tasche zu spielen oder wird irgend
ein anderes Foul begangen, so ist das ein Eroeffnungs-
stossfoul. Der aufnehmende Spieler kann dann

- die Lage der Bälle so akzeptieren, wie sie gegeben
ist, wenn der Spielball auf dem Tisch geblieben ist.
Bälle, die im Zuge eines Fouls versenkt wurden, wer-
den wieder aufgesetzt. Wenn mehr als ein Ball wieder
aufgesetzt werden muss, so ist der Ball mit der nied-
rigsten Nummer am Fusspunkt aufzusetzen, der mit der
naechstniedrigsten unmittelbar dahinter ( auf der
Laengslinie in Richtung Fussbande), usw.

- den Spielball nehmen, im Kopffeld aufsetzen und aus
diesem hinausspielen. Liegt in dieser Situation der
Ball Nr. 1 im Kopffeld, so muss er auf den Fusspunkt
aufgesetzt werden. Wenn der Spielball beim Eroef-
fnungsstoss versenkt oder ein anderes Foul begangen
wurde, so kann der aufnehmende Spieler den Stoss ab-
geben. Der Spieler, der den Eroeffnungsstoss durchge-
fuehrt hat, muss dann mit Ball-In-Hand im Kopffeld
weiterspielen.

Wenn ein Spieler den Ball mit der niedrigsten Nummer als
ersten regelkonform trifft und danach der Ball Nr. 9
versenkt wird, so hat er dieses Spiel gewonnen.

9.2.3 Push-Out

Der Spieler, der den Stoss unmittelbar nach einem regel-
konformen Eroeffnungsstoss ausfuehrt, kann ein Push-Out
spielen. Beim Push-Out muss der Spielball keinen Objekt-
ball und keine Spielfeldbegrenzung beruehren. Die Regeln
4.2.1 und 4.2.2 sind daher beim Push-Out aufgehoben, die
anderen Foulregeln aber gelten weiterhin. Wenn das Push-
Out nicht offensichtlich ist, so muss der Spieler es an-
sagen, sonst gilt der Stoss als normaler Stoss. Jeder
bei einem Push-Out versenkte Ball wird wieder aufgesetzt.
Nach einem regelkonformen Push-Out kann der aufnehmende
Spieler die Position uebernehmen oder den Stoss an den
Spieler zurückgeben, der das Push-Out durchgefuehrt hat.
Ein Push-Out gilt nicht als Foul, solange keine Regel
(ausser 4.2.1 und 4.2.2) verletzt worden ist. Ein regel-
widriges Push-Out wird, je nachdem welches Foul begangen
wurde, bestraft.

9.3 Das Spiel

9.3.1 Spielfortsetzung

Solange der Spieler den Ball mit der niedrigsten Nummer
am Tisch als ersten trifft und ihn oder einen anderen
farbigen Ball dabei versenkt, darf er weiterspielen.

9.3.2 Spielgewinn

Das Spiel ist gewonnen, sobald der Spieler den Ball mit
der Nummer 9 regelkonform versenkt hat.

9.3.3 Ansagen

Beim 9-Ball brauchen keine Stoesse angesagt werden.

9.3.4 Spielverlust

Das Spiel ist verloren, wenn der Spieler drei Fouls un-
mittelbar hintereinander begangen hat.

9.3.5 Lageverbesserung nach einem Foul

Nach einem Foul hat der aufnehmende Spieler Ball-In-Hand.
Der Spieler kann den Spielball irgendwo auf dem Tisch
auflegen und in jede beliebige Richtung spielen ( Ausge-
nommen nach einem Foul bei Eroeffnungsstoss, s. 9.2.2).


10. 14/1 REGELN

10.1 Allgemeines

14/1 wird mit einem Spielball und 15 farbigen Bällen,
die von 1-15 durchnummeriert sind, gespielt. Die Bälle
werden in einem Dreieck mit dem ersten Ball auf dem Fuß-
punkt aufgestellt. 14/1 ist ein Ansagespiel. Der Spieler
muss Ball und Tasche ansagen. Für jeden angesagten und
korrekt versenkten Ball erhaelt der Spieler einen Punkt.

10.2 Spielbeginn

10.2.1 Aufbau der Bälle

Die 15 Bälle werden im Dreieck beliebig angeordnet.

10.2.2 Eroeffnungsstoss

Der eroeffnende Spieler legt den Spielball irgendwo im
Kopffeld auf. Er hat zwei Moeglichkeiten, das Spiel zu
beginnen:

- Er sagt einen Sicherheitsstoss an. Es muss das Ball-
dreieck angespielt werden und mindestens zwei Objekt-
Bälle müssen eine Spielfeldbegrenzung und der
Spielball eine Bande beruehren.
- Er sagt einen bestimmten Objektball und eine Tasche
an. Wenn ihm der angesagte Stoss korrekt gelingt, so
kann der weiterspielen

Misslingt dem Spieler der regelkonforme Eröffnungsstoß,
so erhaelt er zwei Minuspunkte. Sollte der Spieler ein-
en Sicherheitsstoss ansagen und es ihm nicht gelingen,
zwei ObjektBälle an eine Spielfeldbegrenzung und den
Spielball an eine Bande zu spielen, so kann der aufneh-
mende Spieler verlangen, dass derselbe Spieler den Er-
oeffnungsstoss wiederholt, und das solange, bis er ein-
en regelkonformen Eroeffnungsstoss zustande gebracht
hat. Für jeden neuen Fehlversuch erhält der Betreffen-
de zwei Minuspunkte. Die Regel für drei aufeinander-
folgende Fouls findet beim Eroeffnungsstoss keine An-
wendung. Wenn der eroeffnende Spieler den angesagten
Ball nicht versenkt, aber zumindest zwei ObjektBälle
eine Spielfeldbegrenzung und der Spielball die Bande
erreichen, so muß der aufnehmende Spieler die Situation
so uebernehmen, wie sie ist. Wenn der Spielball beim
Eroeffnungsstoss in eine Tasche faellt oder ausserhalb
der Spielflaeche des Tisches zur Ruhe kommt, so ist das
ein Minuspunkt. Die erste Aufnahme ist erst beendet,
wenn ein Spieler einen regelkonformen Eroeffnungsstoss
zustande gebracht hat.

10.3 Das Spiel

10.3.1 Punkte

Dem Spieler wird für jeden korrekt angesagten und ver-
senkten Ball ein Punkt gutgeschrieben. Sollte der Spie-
ler mit demselben Stoss zugleich andere Bälle versenk-
en, so erhaelt er für jeden dieser Bälle einen weit-
eren Punkt. Wird der angesagte Ball nicht oder in eine
falsche Tasche versenkt, so werden etwaige andere ver-
senkte Bälle auf dem Fusspunkt wieder aufgesetzt oder,
wenn dieser besetzt ist, so nahe wie moeglich zu diesem
auf der Laengslinie. Begeht ein Spieler ein Foul, so
wird ihm ein Punkt abgezogen (so dass sein Punktestand
auch negativ sein kann).

10.3.2 Spielfortsetzung

Solange der Spieler die angesagten Bälle in die ange-
sagten Taschen regelkonform versenkt, kann er die Auf-
nahme weiterführen. Kombinationen und Karambolagen sind
gestattet und müssen als solche nicht angesagt werden.
Sobald der Spieler den Ball nicht korrekt versenkt oder
ein Foul begeht, kommt sein Gegner an den Tisch.
Der Spieler kann die ersten 14 Bälle versenken, aber
er den naechsten Stoss ausfuehrt, baut der Schiedsrich-
ter die 14 versenkten Bälle im Dreieck wieder auf,
laesst aber dabei den Platz des vordersten Balles frei.
Sobald die Bälle aufgestellt sind, kann der Spieler
fortsetzen. Er muss dabei nicht den einzeln stehenden
(15) Ball anspielen. Er kann solange spielen, bis er
einen angesagten Ball nicht korrekt versenkt, ein Foul
begeht oder einen Sicherheitsstoss spielt oder die vor-
gegebene Punktezahl erreicht hat.

10.3.3. Spielgewinn

Der Spieler, der als erster die vorgeschriebene Punkt-
zahl erreicht hat, ist der Sieger.

10.3.4 Ansage

14/1 ist ein Ansagespiel. Der Spieler muss vor jedem
Stoss Ball und Tasche ansagen.

10.3.5 Bälle, die den Aufbau behindern

- Versenkt der Spieler den 14. und 15. Ball mit einem
Stoss, so erhaelt er zwei Punkte und alle Bälle
werden im Dreieck aufgebaut. Der Spielball wird von
dort weggespielt, wo er liegengeblieben ist.
- Liegt der 15. Ball im Dreieck oder zu nahe beim Be-
reich des Dreiecks, so wird er auf dem Kopfpunkt
aufgesetzt. Ist der Kopfpunkt schon vom Spielball
besetzt, dann auf den Mittelpunkt.
- Liegen beide, der 15. Ball und der Spielball im Drei-
eck oder zu nahe beim Bereich des Dreiecks, so wer-
den alle 15 Bälle zum Dreieck aufgebaut und der
Spielball im Kopffeld aufgesetzt.
- Kommt der Spielball im Dreieck oder zu nahe im Be-
reich des Dreiecks zur Ruhe, so wird
- von irgendwo aus dem Kopffeld heraus gespielt,
vorausgesetzt, der 15. Ball liegt ausserhalb des
Kopffeldes ( zwischen Kopflinie und Fussbande).
- vom Kopfpunkt (Mittelpunkt der Kopflinie) weg in
eine beliebige Richtung gespielt, wenn der 15.
Ball im Kopffeld liegt.
- vom Mittelpunkt aus gespielt, wenn der 15. Ball
so nahe dem Kopfpunkt liegt, dass der Spielball
dort nicht aufgesetzt werden kann.

In all diesen Faellen kann der Spieler waehlen, ob er
den 15. Ball oder das Balldreieck anspielt.

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| Spielregeln vom 23.03.1992, geaendert am 01.07.1992 |
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