Undokumentierte Funktionen in MS-DOS 6.2

                             (z.T. auch DOS 7.0)

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Kommando        Parameter       Bedeutung
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ver             /r              zusaetzlich zur Versionsnummer Angabe ueber
                                Revisionsnummer und Upload in HMA

dir             , (=Komma)      zusaetzliche Anzeige von versteckten
                                Dateien und Systemdateien
                                (Attribute +H und +S)

truename                        Anzeige des aktuellen Laufwerkes samt Pfad,
(Befehl ist komplett            dabei wird das tatsaechliche Laufwerk
undokumentiert!)                angezeigt, also unabhaengig von virtuellen
                                Laufwerken (mit 'subst' erstellte
                                Laufwerke oder Netzlaufwerke)

. (=Punkt)                      ersetzt    *.*

..                              ersetzt    *.*  und uebergeordnetes Ver-
                                zeichnis.

...                             ersetzt    *.

echo            off / on        bei Eingabe in der Kommandozeile verschwindet
                                der Prompt, mit "on" erscheint er wieder

copy            nul: dateiname  (einigermassen) sicheres Loeschen einer Datei,
                                kann nicht mehr mit undelete restauriert
                                werden, z. B.:
                                copy nul: geheim.txt

fdisk           /mbr            Restaurieren eines zerstoerten Bootsektors
                                (z. B. nach Virenbefall)

fdisk           /pri: /ext:     Kommandozeilenparameter fuer primaere oder
                /log:           erweiterte DOS-Partition oder logische
                                Laufwerke (FDISK greift sofort auf die
                                Partition oder das Laufwerk zu

format          /select         ersetzt die Programmdatei mirror.com

format          /select /u      Formatierung wird komplett zurueckgenommen,
                                Diskette wird wieder unlesbar

format          /autotest       Formatierung ohne jede Rueckfrage im Format,
                                das im Bios voreingestellt ist
                                Beispiel: format a: /autotest fuehrt sofort
                                ohne jede Rueckfrage eine Formatierung des
                                Laufwerks a: mit den Standardvorgaben durch.
                                Ein Label oder die Option fuer eine weitere
                                Diskette werden ebenfalls nicht angefragt,
                                sondern das Formatieren einfach beendet.

format          /backup         wie /autotest, es wird aber nach dem Label
                                der Diskette gefragt

defrag          /q              schnelle Optimierung ohne komplette
                                Defragmentierung

setup           /g              kein Anlegen einer Installationsdiskette
                                (empfiehlt sich z. B., wenn die Festplatte
                                nach der Installation komprimiert werden
                                soll, da die Installationsdiskette dann
                                unbrauchbar wird - siehe unten)

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                              Datei CONFIG.SYS:
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[COMMON] - BLOCK                Wenn eine Menueauswahl vorgesehen ist, sollte
                                dieser Block immer am Ende der Datei stehen,
                                da Installationsprogramme sonst nicht
                                erkennen, wo noetige Aenderungen einzutragen
                                sind

DEVICE  ?
DEVICEHIGH ?                    Es erfolgt immer eine Anfrage, ob der Treiber
                                installiert werden soll, z. B.
                                DEVICE?=C:\DOS\EMM386.EXE NOEMS HIGHSCAN D=48
                                (es wird immer angefragt, ob EMM386.EXE
                                installiert werden soll)

SWITCHES=               /N      Ignorieren des Tastendruckes F5 und F8
                                waehrend der Bootpause (Befehl: SWITCHES= /N)

SWITCHES=               /F      Keine Pause zwischen dem Erscheinen der
                                Schrift "Starten von MS-DOS..." und dem
                                Konfigurationsmenue - macht den Bootvorgang
                                schneller (Befehl: SWITCHES= /F)

SHELL=                  /F      Fehlermeldungen bei versehentlich leeren
                                Floppylaufwerken ("Abbrechen, Wiederholen,
                                Uebergehen") werden unterdrueckt (statt dessen
                                Fehlermeldung: "Fehler bei INT 24" oder
                                Ausgabe der Meldung: "Das angegebene
                                Laufwerk ist nicht mehr gueltig"). In jedem
                                Fall ist die weitere Handhabung erheblich
                                komfortabler! Beispiel:

                                SHELL=C:\DOS\COMMAND.COM /F

                                (Der Parameter /D setzt den Parameter /F
                                zurueck - nur bei Aufruf einer neuen shell
                                moeglich.)

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                Moegliche Probleme und Gefahren in MS-DOS 6.2
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1.      In DOS-Fenster unter Windows duerfen auf keinen Fall laufen:

        Append
        Chkdsk /f
        Dblspace
        Defrag
        Emm386
        Fastopen
        Memmaker
        Msav      (fuer DOS - natuerlich)
        Ms-Backup (fuer DOS - natuerlich)
        Nlsfunc
        Scanfix
        Smartdrv
        Subst
        Vsafe     (fuer DOS - natuerlich)

2.      Die waehrend der Installation angelegte Uninstall-Diskette
        wird unbrauchbar, wenn die Festplatte neu formatiert, partitioniert
        oder komprimiert wurde. Dies gilt ebenso, wenn IO.SYS oder MSDOS.SYS
        physikalisch verschoben wurden oder das Verzeichnis OLD.DOS geloescht
        wurde.

3.      Der Befehl MOVE ist in der Lage, DOS-inkompatible Dateinamen zu
        erzeugen!
        Z. B.: MOVE  test.txt  test 2  erzeugt eine Datei "test 2" - also
        mit Leerzeichen! Die Datei wird danach von (fast) keinem Programm
        mehr erkannt! Abhilfe: ren test?2 test.2 (das geht!).

4.      Die Einstellungsdateien von DOS- und Windows-Version des Backup sind
        nicht kompatibel (auch wenn anderes von manchen behauptet wird!).

5.      Smartdrive und Write-Cache bei Floppy-Laufwerken:
        Bei Einlegen einer schreibgeschuetzten Diskette (und entsprechender
        Systemmeldung) geraet Smartdrive in eine Endlosschleife, wenn eine
        neue, jetzt nicht schreibgeschuetzte Diskette eingelegt wird.
        Smartdrive stuerzt so gruendlich ab, dass nur noch ein Hardware-Reset
        hilft ("Ctrl Alt Del" ist wirkungslos). In seltenen Faellen tritt
        dieses Problem nicht auf - dafuer produziert Smartdrive auf der nicht
        schreibgeschuetzten Diskette Datensalat!

6.      Witzig:
        Ein "+" Zeichen vor einem Befehl fuehrt den Befehl mit dem letzten
        Buchstaben als Parameter aus, z. B.: +md richtet ein Verzeichnis
        "d" ein! (Was es nicht alles gibt!)

7.      Besondere Probleme mit Programmen:

        Clipper:
        Bei Problemen EMM386.EXE mit Parameter NOVCPI (oder unter Windows
        laufen lassen).
        Der Befehl NOVCPI ist aber im HELP vom Dos 6.2 beschrieben.

        Geoworks:
        Bei Problemen hilft nur Neuinstallation, bei Versionen frueher als
        Ver. 1.2: Den Versionsschwindler SETVER.EXE vom DOS benutzen !
        Aufruf am DOS Prompt:
        SETVER GEOS.EXE 4.01
        SETVER SETUP.EXE 4.01
        Bei spaeteren Versionen:
        SETVER GEOS.EXE 5.00
        SETVER SETUP.EXE 5.00
        Der Versionsschwindler SETVER.EXE sollte auch immer beim Booten
        des Systems mitgeladen werden.

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                             SYSTEMKONFIGURATION:
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        Fuer alle, die ihr System mit Dos 6.2 einigermassen optimieren wollen,
        habe ich hier noch eine CONFIG.SYS und eine AUTOEXEC.BAT beschrieben.
        Die beiden Dateien sind in einer optimierten Grundkonfiguration
        aufgelistet. Wer noch zusaetzliche Treiber installiert hat, wie CD-
        ROM, usw., muss sich die nachtragen. Zum Nachtrag in die CONFIG.SYS
        ist wichtig, das sogenannte *.SYS oder *.EXE Treiber zwischen der
        Zeile:
        DEVICEHIGH=C:\DOS\ANSI.SYS   und
        INSTALL=C:\DOS\KEYB.COM US,,C:\DOS\KEYBOARD.SYS
        eingefuegt werden sollen, da die Reihenfolge der Zeilen in der
        CONFIG.SYS nicht veraendert werden sollte. Das erspart naemlich eine
        Optimierung mit dem Programm MEMMAKER !
        Nur diese Reihenfolge nutzt den oberen Speicher (UMB'S) optimal aus!
        Zu beachten sei auch nach Einbau und Softwareinstallation von zu-
        saetzlichen Karten: UNBEDINGT  CONFIG.SYS und AUTOEXEC.BAT nachsehen,
        wo die Treiber eingefuegt worden sind, und eventuell nacheditieren!!!
        Auf eine tiefere Beschreibung der einzelnen Befehle moechte ich aber
        nicht eingehen, das das sicher den momentanen Rahmen sprengt.
        Wer allerdings einen Rechner mit einer SCSI Platte und mehren Ge-
        raetetreibern in seinem Rechner installiert hat, z. b. Adaptec,
        der sollte den Aspilayer ASPI4DOS.SYS ganz am anfang der CONFIG.SYS
        laden, und nicht in den UMB-Bereich laden. Die weiteren Treiber
        koennen wieder hochgeladen werden, wobei diese wieder wie vorher
        schon beschrieben nachgetragen werden sollten.
        Bei einem Adaptec Kontoller muss auch der Biosbereich vom Adaptec
        unbedingt im EMM386.EXE excluded werden, da der EMM386 sonst den
        Adapter wieder killt!!!
        Ausserdem muss in die CONFIG.SYS noch der Double-Bufferbefehl vom
        SMARTDRIVE geladen werden. Befehl: (NICHT HOCHLADEN!!!)
        DEVICE=C:\DOS\SMARTDRV.EXE /DOUBLE_BUFFER
        Fuer eine optimale Konfiguration mit einem Adaptec sollte aber auch
        ein erfahrener Hard-und Software-Fachmann zu Rate geholt werden.
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        CONFIG.SYS:
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        SWITCHES= /F
        DEVICE=C:\DOS\HIMEM.SYS /TESTMEM:OFF
        DEVICE=C:\DOS\EMM386.EXE NOEMS NOVCPI HIGHSCAN D=48
        DOS=HIGH,UMB
        COUNTRY=049,,C:\DOS\COUNTRY.SYS
        BUFFERS=10,0
        FILES=64
        STACKS=9,256
        LASTDRIVE=E
        SHELL=C:\DOS\COMMAND.COM C:\DOS\ /E:2048 /P /F
        DEVICEHIGH=C:\DOS\SETVER.EXE
        DEVICEHIGH=C:\DOS\ANSI.SYS
        INSTALL=C:\DOS\KEYB.COM US,,C:\DOS\KEYBOARD.SYS
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        AUTOEXEC.BAT:
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        @ECHO OFF
        SET TEMP=C:\DOS\TEMP
        SET DIRCMD=/P /O
        VERIFY OFF
        PATH C:\DOS;C:\WINDOWS;C:\BAT;C:\
        PROMPT $E[1;34m$D,$E[1;32m Zeit: $T$H$H$H$H$H$H$_$E[1;31mPfad:
        $P$G$E[1;33m                 <- (Achtung Pad ist umgebrochen) ^
        MODE CON RATE=30 DELAY=1
        KEYB GR,,C:\DOS\KEYBOARD.SYS
        SMARTDRV.EXE /Q
        LH MOUSE.COM /Y > NUL
        LH DOSKEY > NUL
        ECHO.
        ECHO.
        ECHO                    MS - DOS                    VERSION   6.20
        ECHO.
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        Zur AUTOEXEC.BAT sei noch gesagt, das sich jeder seinen eigen PATH
        und die SET-Variablen wieder anpassen muss. Der PROMPT ist jetzt
        farbig, und beinhaltet Datum und Uhrzeit. Die Tastatureingabe ist
        mit dem MODE-Befehl auf eine schnellere Eingabewiederholzeit einge-
        stellt. Dazu gibts aber auch im AMI-BIOS-Setup eine moegliche Ein-
        stellung. (Nachsehen, und ausprobieren.)
        Wer ein CD-ROM Laufwerk in seinem Rechner hat, muss in der AUTOEXEC
        erst den MSCDEX und dann SMARTDRV laden, da sonst das CD-ROM nicht
        gecacht wird !!! Beispiel:
        LH MSCDEX.EXE /MSCD001 /S /K /V /M:10 > NUL
        SMARTDRV.EXE /Q
        Das Plattencacheprogramm SMARTDRV braucht nicht mit dem LH-Para-
        meter gestartet werden, da es sich selbst hochlaedt, falls es freie
        UMB'S findet. Zum SMARTDRV gibts noch eine ganze menge Ladeoptionen,
        die man mit SMARTDRV ? aufrufen kann.
        Der Parameter > NUL hinter den Befehlsaufrufen in der AUTOEXEC.BAT
        bewirkt, das keine Bildschirmeinblendungen mehr erfolgen, und das
        dass System etwas scheller Bootet.
        Ob jemand es besser findet, mit dem DOS internen BOOT-Menue zu einer
        individuellen BOOT-Konfiguration zu starten sei dahingestellt. Ein
        Neustart des Rechners ist bei einer Systemaenderung in jedem falle
        noetig. Besser ist es, sich mehrere Startdateien der CONFIG.SYS und
        AUTOEXEC.BAT zu erstellen, und die in ein gesondertes Verzeichnis
        ablegen, dazu kurze Batchdateien schreiben, und die zu einer
        Systemaenderung aufrufen, wobei die speziellen konfigurierten
        Dateien einfach in das Hauptverzeichnis ( ROOT ) kopiert werden.
        Dann braucht man eigenlich nur noch den obligatorischen Warmstart
        zu machen, ( STRG+ALT+DEL ) und schon bootet der Rechner in der
        erwuenschten Konfiguration ohne pause, und startet eventuell noch
        das bestimmte Programm, mit dem man arbeiten will, wenn der Befehls-
        aufruf am ende in der AUTOEXEC.BAT eingetragen wird.

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