10 GOLDENE REGELN FUR E-MAILS

        -> Fassen Sie sich KURZ. E-Mail ist ein effektives
           und schnelles Kommunikationsmittel. Damit
           es auch so bleibt, sollten Sie Ihre Nachrichten eben-
           falls knapp und effektiv abfassen. Tiraden sind
           was für Briefeschreiber.

        -> Formulieren Sie EINDEUTIG. Es liegt in der Natur
           der Sache, daß man sich für eine Mail oft nicht
           soviel Zeit nimmt wie für einen handgeschriebenen
           Brief. Achten Sie darauf, daß für den Empfänger
           trotzdem klar wird, was Sie von ihm wollen und ob
           Sie auch das meinen, was Sie schreiben.

        -> Vermeiden Sie Großschreibung. In elektronischen
           Nachrichten dient Großschreibung der Hervor-
           hebung. Wenn Sie eine ganze Nachricht in GroB-
           buchstaben verfassen wirkt das, als würden Sie Ihren
           Korrespondenzpartner ANSCHREIEN oder wollten
           sich WICHTIG MACHEN.

        -> Nutzen Sie Prioritäten. In vielen Mailsystemen
           kann man Nachrichten als "besonders eilig", "nor-
           mal" oder "weniger wichtig" kennzeichnen. Natür-
           lich sollten Sie gerade die höchste Priorität nur dann
           vergeben, wenn eine Mail wirklich BRANDEILlG ist.

        -> Widerstehen Sie der VERSUCHUNG, auf jede
           Nachricht zu antworten. Der geplagte Empfänger
           ärgert sich über Dutzende von Mails mit sinnfreien
           Inhalten wie "find ich auch", "macht weiter so"
           oder "das hab ich ja gleich gewußt". Antworten Sie
           nur dann, wenn die Mail eine Antwort erfordert
           oder eine Antwort von Ihnen erwartet wird.

        -> Vermeiden Sie JUNKMAILS. Das sind Rundschrei-
           ben, die an eine große Zahl von Empfängern
           verschickt werden und so weltbewegende Dinge wie
           beispielsweise Flohmarktangebote zum Thema
           haben, die in aller Regel höchstens drei Prozent der
           Angesprochenen interessieren. Wer davon allzu
           häufigen Gebrauch macht, riskiert, daß irgendwann
           auch seine wichtigen Mails ungelesen in den
           Windows- oder Mac-Papierkorb wandern.

        -> Setzen Sie Kopien sparsam ein. Jemanden auf
           "CC" zu setzen, ist ein beliebtes Mittel, die Dring-
           lichkeit einer Nachricht gegenüber dem eigentlichen
           Empfänger hervorzuheben, besonders, wenn es
           sich dabei um dessen Vorgesetzten handelt. Machen
           Sie davon ruhig strategischen Gebrauch - aber
           nicht zu häufig. Sonst riskieren Sie, als Querulant
           angesehen zu werden und machen sich bei dem
           Kopien-Empfänger unbeliebt, dessen Mail-Eingang
           wahrscheinlich auch so schon voll genug ist. Auf
           Blindkopien ("BC") sollten Sie besser verzichten.

        -> Verwenden Sie EMOTICONS. E-Mails sind oft
           weniger sorgfältig und förmlich abgefaßt als Briefe,
           das liegt in der Natur der Sache. Um Mißverständ-
           nissen vorzubeugen, können Sie auch Stimmungen
           wie "Entschuldigung, bin sauer" :-(, "Vorsicht,
           Ironie" ;-), "ich bin schwer beeindruckt" :-o oder
           dergleichen einfließen lassen, indem Sie gebräuch-
           liche Kürzel aus Sonderzeichen, die sogenannten
           Emoticons, einsetzen.

        -> Lassen Sie die Kirche im Dorf. Vielfach geschieht
           der E-Mail-Austausch auch in sogenannten Foren -
           das heißt, daß nicht nur ein Empfänger Ihre Nach-
           richten lesen kann, sondern jeder im Forum.
           Obwohl hier der Informationsaustausch im Vorder-
           grund steht (oder stehen sollte), entwickeln sich
           immer wieder auch rein PRIVATE DIALOGE. Wech-
           seln Sie in solchen Fällen auf die private E-Mail,
           die anderen Forumsbenutzer werden es Ihnen dan-
           ken - beziehungsweise davon absehen, Sie zur
           Hölle zu wünschen.

        -> Versenden Sie umfangreiche ANLAGEN nicht
           zusammen mit wichtigen Nachrichten, auch wenn
           das bedeutet, daß Sie zwei Mails verschicken
           müssen. E-Mail erledigt mancher am liebsten in den
           Morgenstunden, wo sowohl die Zeit knapp als
           auch der Telefontarif hoch ist. Das führt dazu, daß
           lange Downloads auf den Abend (oder gar
           aufs Wochenende) verschoben werden - und schon
           hängt Ihre wichtige Mail in der Warteschleife.
 

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